Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. III
1 EINLEITUNG 1
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN 2
2.1 Definitionen von Kultur und Unternehmenskultur 2
2.2 Kulturebenenmodelle 3
2.2.1 Kulturebenenmodell nach Schein 3
2.2.2 Kulturebenenmodell nach Osgood und die Metapher vom Eisberg 4
3 PRAKTISCHE RELEVANZ DER UNTERNEHMENSKULTUR. 5
3.1 Konzepte des interkulturellen Managements 5
3.2 Probleme in international tätigen Unternehmen. 7
3.3 Effekte der Unternehmenskultur 7
3.4 Beitrag der Unternehmenskultur zur organisatorischen Integration 9
3.4.1 Theorie 9
3.4.2 Praxis - am Beispiel einer Akquisition 10
4 KRITIK 13
5 LITERATURVERZEICHNIS 16
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Unternehmenskulturebenen - Das Modell von Schein………4
Abbildung 2: Das Eisbergmodell………………………………………………..5
III
1 Einleitung
Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Allgemeinen Überblick über die Begriffe Kultur und Unternehmenskultur zu geben, sowie darauf aufbauend die Bedeutung der Unternehmenskultur für die organisatorische Integration in international tätigen Unternehmen zu erläutern.
Durch die wachsende Internationalisierung der Unternehmen fand bereits seit Beginn der 70er Jahre zunehmend eine Auseinandersetzung mit kulturellen Fragestellungen statt. Die Suche nach dem Grund für den Erfolg japanischer Unternehmen, welcher mit dem ausgeprägten „Commitment“ der Mitarbeiter erklärt wurde, führte dazu, dass die Unternehmenskultur Mitte der 80er Jahre, als eine der zentralen Einflussgrößen für den unternehmerischen Erfolg in der internationalen Unternehmungstätigkeit anerkannt wurde. 1
Im ersten Abschnitt der Arbeit werden die zum Verständnis der Kultur, beziehungsweise Unternehmenskultur, notwendigen theoretischen Grundlagen erklärt. Die Darstellung einiger wichtiger Modelle der Unternehmenskultur wird einen Überblick über die Vielschichtigkeit der Kulturproblematik geben. Es wird auf die verschiedenen Determinanten von Kultur und Unternehmenskultur eingegangen, die eine genauere Eingrenzung und Definition des Kulturbegriffes zulassen. Im zweiten Hauptteil werden Wege und Möglichkeiten der Unternehmen aufgezeigt, die Kultur in ihren Unternehmen zu gestalten. Aus den dargestellten Konzepten des Interkulturellen Managements resultieren verschiedenartige Konflikte auf internationaler Ebene. Welche Funktionen der Unternehmenskultur den international tätigen Unternehmen bei der Bewältigung der Probleme hilfreich sein können, wird in Abschnitt 3.3 bis 3.4 dargestellt. Nachfolgend wird der spezielle Beitrag der Unternehmenskultur zur organisatorischen Integration in der Theorie erläutert und durch praktische Möglichkeiten erklärt. Die Bedeutung der Unternehmenskultur für die organisatorische Integration in international tätigen Unternehmen, wird anhand des Beispieles der bei Akquisition auftretenden Probleme erläutert. Eine Analyse der praktisch zur Verfügung stehenden integrativen Instrumente der Unternehmenskultur bildet den Schluss des zweiten Hauptteils dieser Arbeit.
1 Vgl. Macharzina/Wolf (2005), S. 238.
1
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionen von Kultur und Unternehmenskultur
Auch nach dem Beginn der intensiven Diskussion über die Kultur von Unternehmungen zu Beginn der 80er Jahre, herrscht weiterhin eine begriffliche Unklarheit darüber, was die Unternehmenskultur an sich beinhaltet.
Bevor man die Kultur der Unternehmen begrifflich definiert, sollte man zu erst erläutern, was unter der Kultur im Allgemeinen zu verstehen ist. Kultur bezieht sich im wesentlichen immer auf Menschen, oder Dinge die von Menschen gemacht sind. Die Merkmale einer Kultur liegen den handelnden Personen unbewusst vor und sind durch Verhaltensweisen erfahrbar. Die Insider nehmen ihre eigene Kultur als gegeben an und verfahren nach den von ihnen unbewusst erlernten Verhaltensweisen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Kultur als Schweigender Sprache. Kultur ist ein kollektives Phänomen, das dem einzelnen dennoch die Möglichkeit der freien Entfaltung der Persönlichkeit gibt. Die Erlernbarkeit und Anpassungsfähigkeit der Kultur sei hier noch erwähnt, dies ist zu betonen, da Kultur kein statisches sondern ein dynamisches Konstrukt ist. 2
Die Kultur, als Landeskultur, liegt jeder sozialen Einheit zu Grunde. Demzufolge handelt jeder Akteur, gleich welcher Art er auch sein mag, nach einem vorgestrickten Verhaltensmuster. Dieses Verhaltensmuster kann man auch als ein Set aus Grundannahmen und Werten bezeichnen, welches jeder Person unbewusst vorliegt. Kluckhohn und Kelly 3 unterteilen die Kultur in zwei Gruppen, zum Einen in die Gruppe der wahrnehmbaren und beschreibbaren Folgen von Zivilisation, zum Anderen in die Gruppe, welche den konzeptionellen Nährboden für das Handeln der Kultur zur Verfügung stellt. Dieser konzeptionelle Nährboden, explikatives Kulturkonzept genannt, liegt der deskriptiven Ebene des Kulturverständnisses zu Grunde. In der Betriebswirtschaftslehre wird die explikative Ebene für wichtiger erachtet, wenn es um die Unternehmenskulturdiskussion geht. 4
2 Kutschker/Schmid (2005), S. 666 f.
3 Kluckhohn/Kelly (1972), S. 68 f.
4 Vgl. Macharzina/Wolf (2005), S. 239 f.
2
Hingegen wird im allgemeinen Sprachgebrauch die explikative Basis der Kultur, im Folgenden Ebene der Concepta genannt, bei der Verwendung des allgemeinen Kulturbegriffs nicht mit einbezogen. 5
Unternehmenskultur bezeichnet somit ein Ideen-, Meinungs-, Normen- und Wertgefüge welches in der Regel von der Mehrzahl der daran beteiligten Mitarbeiter geteilt und gelebt wird.
Eine andere Definition der Unternehmenskultur von Kutschker und Schmidt lautet folgendermaßen: „Unternehmenskultur ist die Gesamtheit der Grundannahmen, Werte, Normen, Einstellungen und Überzeugungen einer Unternehmung, die sich in einer Vielzahl von Verhaltensweisen und Artefakten ausdrückt und sich als Antwort auf die vielfältigen Anforderungen, die an diese Unternehmung gestellt werden, im Laufe der Zeit herausgebildet haben.“ 6
2.2 Kulturebenenmodelle
2.2.1 Kulturebenenmodell nach Schein 7
Das Modell von Schein unterteilt die Unternehmenskultur in drei Ebenen. Auf der Untersten der drei Ebenen äußert sich die Kultur eines Unternehmens in den gemeinsamen Grundannahmen. Diese Annahmen stellen die Kernsubstanz einer Kultur da, aus welcher sich ein Weltbild entwickelt, das für die beiden übergeordneten Ebenen richtungweisend ist. 8
In der zweiten Ebene äußert sich das unterbewusst verankerte und schwer identifizierbare Weltbild der dritten Ebene in Ge- und Verboten, also kollektiven Werten der Unternehmensmitglieder.
Auf der obersten Ebene werden die durch die Kultur geschaffenen Artefakte und Symbole sichtbar. Durch sie lassen sich Rückschlüsse auf die Unternehmenskultur ziehen, so weit die betrachteten Objekte keiner näheren Interpretation bedürfen. 9
5 Vgl. Kutschker/Schmid (2005), S. 686 f.
6 Kutschker/Schmid (2005), S. 678.
7 Vgl. Schein (1985), S.14 f.
8 Vgl. Schreyögg (1995), S. 382.
9 Vgl. Jaeger (2004), S. 125.
3
Arbeit zitieren:
Martin Fehrmann, 2006, Die Bedeutung der Unternehmenskultur für die organisatorische Integration in international tätigen Unternehmen: Theoretische Konzeption, kritische Analyse und praktische Relevanz, München, GRIN Verlag GmbH
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