Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
2 Ausländische Direktinvestition 3
2.1 Begriff der ausländischen Direktinvestition 3
2.2 Klassifikation von Direktinvestitionen 4
3 Theoretische Ansätze 6
3.1 Kapitalmarktorientierte Ansätze 6
3.1.1 Die Zinssatztheorie 6
3.1.2 Währungsraumansatz 9
3.1.3 Portfoliotheorie der Direktinvestitionen 10
3.2 Unternehmensorientierte Erklärungsansätze 11
3.2.1 Theorie des monopolistischen Vorteils 11
3.2.2 Theorie des oligopolistischen Parallelverhaltens 12
3.2.3 Diamantansatz von Porter 13
3.2.4 Internalisierungstheorie 14
3.2.5 Weitere Theorien 15
3.3 Wachstumstheorien 16
II
3.3.1 Balanced Growth Theorie 16
3.3.2 Unbalanced Growth Theorie 17
4 Ursachen und Effekte von Direktinvestitionen 19
4.1 Motive für Direktinvestitionen im Ausland 19
4.1.1 Markt- und absatzorientierte Motive („Market-seeking“) 19
4.1.2 Beschaffungsorientierte Motive („Resource-seeking“) 20
4.1.3 Kostenorientierte Motive 20
4.1.4 Umweltorientierte Motive 22
4.1.5 Sonstige Motive 23
4.2 Effekte von ausländischen Direktinvestitionen 23
4.2.1 Gesamtwirtschaftliche Effekte auf das Gastland 23
4.2.2 Effekte auf das Heimatland 26
5 Struktur deutscher Auslandsdirektinvestitionen 28
5.1 Direktinvestitionen in Industrieländer 28
5.2 Direktinvestitionen in Entwicklungs- und Reformländer 30
6 Fazit und Ausblick 36
Anhang 37
Literaturverzeichnis 39
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Der Portersche Diamant 14
Abbildung 2 : Entwicklung der DI in Entwicklungsländer 31
Abbildung 3 : Hauptzielländer deutscher DI 32
Abbildung Anhang 1 : Effekte von ADI 37
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 : Anteil einzelner Länder an ADI-Beständen 38
Tabelle 2 : Beschäftigung aufgeteilt nach Ländern 38
IV
Abkürzungsverzeichnis
ADI Ausländische Direktinvestition DAX Deutscher Aktienindex DI Direktinvestition FDI Foreign Direct Investment F&E Forschung und Entwicklung KMU Kleinere und Mittlere Unternehmen MOE Mittel- und Osteuropäische Länder OECD Organisation for Economic Cooperation and Development US United States USA United States of America WTO World Trade Organisation
V
1 Einleitung
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi berichtet auf ihrer Homepage des Bezirks Essen, dass die Dax 30 Unternehmen im Jahr 2004 35.000 Arbeitsplätze vernichtet haben. Der Arbeitsplatzabbau sei wider der Tatsache fortgeführt worden, dass die Unternehmen im gleichen Zeitraum ihre Gewinne auf mehr als ca. 36 Milliarden Euro verdoppelt haben. 1
Demgegenüber steht die Tendenz, dass sich im Jahr 2005 die Auslandsinvestitionspläne der deutschen Industrieunternehmen auf einem Rekordhoch befanden. 40 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Auslandsinvestitionen zu planen. Die Inlandsinvestitionen geraten aber immer weiter ins Hintertreffen. 2 Das Resultat dieser Entwicklung scheint klar voraussagbar zu sein. Die Unternehmen verlagern die Arbeitsplätze in Länder mit niedrigeren Steuerabgaben und Arbeitskosten. Indessen steigt die Arbeitslosigkeit im Inland. Ein führender deutscher Wirtschaftsprofessor spricht gar von der Basar-Ökonomie Deutsch-land. Der Großteil der Wertschöpfung erfolgt in den Produktionsstätten im Aus-land, wobei in Deutschland dann die Endmontage erfolgt. Im Zuge der immer stärker um sich greifenden Globalisierung, scheint Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit verloren zu haben. 3
Doch welche Ziele verfolgen deutsche Unternehmen? Streben deutsche Unternehmen nur nach Kostensenkungen? Wo liegen vielleicht weitere Motive für ausländische Direktinvestitionen (im Folgenden: ADI)? Welches sind die Hauptzielländer deutscher Direktinvestitionen? Stimmt es wirklich, dass deutsche Arbeitsplätze durch ausländische substituiert werden oder gibt es vielleicht positi-
1 Vgl. Homepage des Verdi Bezirks Essen (URL:
http://www.verdi.de/essen/themen/dax_30_unternehmen_vernichten_35.000_arbeitsplaetze)
2 Vgl. DIHK (2005) S.1.
3 Vgl. Sinn (2005), S.61 ff.
1
ve Effekte von ADI auch auf das Ursprungsland? Auf diese und weitere Fragen möchten die Autoren im weiteren Verlauf ihrer Arbeit eingehen.
In Kapitel zwei wird eine kurze Definition des Begriffs Direktinvestition (im Folgenden: DI) gegeben und in Kapitel drei werden diverse theoretische Modelle diskutiert. Kapitel vier befasst sich im Allgemeinen mit den Motiven und Effekten ausländischer Direktinvestitionen. Kapitel fünf geht auf die Struktur der deutschen Direktinvestitionen ein. Im letzten Teil der Arbeit wird ein Fazit gezogen und ein Ausblick gegeben.
2
2 Ausländische Direktinvestition
2.1 Begriff der ausländischen Direktinvestition
Grundsätzlich müssen zu Beginn zwei Arten von Investitionen unterschieden werden. Zum einen die Direktinvestitionen und zum anderen die Portfolioinvestitionen. Um die beiden Investitionen voneinander abzugrenzen, bedarf es einer genaueren Betrachtung der Definitionen.
Die World Trade Organisation (im Folgenden: WTO) definiert die ADI, indem sie hervorhebt, dass durch Erwerb von Vermögenswerten Einfluss auf die Führung des Unternehmens im Gastland genommen wird. 4 Von den statistischen Ämtern der Industrieländer wurde eine Grenze festgelegt, ab wann eine Beteiligung für eine Einflussnahme ausreicht. Laut Deutscher Bundesbank kann ab einer Beteiligungshöhe von zehn Prozent davon ausgegangen werden, dass der Inves-tor die Möglichkeit besitzt, einen entscheidenden Einfluss auf die Geschäftspolitik des ausländischen Unternehmens zu nehmen. 5 Auch die Organisation for Economic Cooperation and Development (im Folgenden: OECD) geht in ihrer Definition auf die Einflussnahme durch die Geschäftsführung ein. Außerdem erwähnt sie zudem noch die längerfristige Orientierung der Investitionen. 6 Welcher Zeitraum unter einer langfristigen Investition verstanden werden kann, ist dabei nicht genauer definiert.
4 Vgl. Hinrichs (2005), S.3.
5 Die Deutsche Bundesbank vermutet diese Grenze erst seit Ende 1998. Vorher lag diese bei
20, vor 1990 sogar bei 25 Prozent. Um eine Harmonisierung mit den statistischen Ämtern anderer Industrieländer zu erreichen wurde diese Grenze für die Beteiligungshöhe vereinbart (Vgl. Beck (2005), S.13).
6 Vgl. Beck (2005), S.13.
3
Unter einer ADI wird meistens nicht nur ein Transfer von Kapital, sondern auch ein Transfer von Sachkapital, Arbeit und / oder Wissen verstanden. 7
Durch diesen Transfer entstehen die so genannten sunk costs, welche das Unternehmen schon zu einer längerfristigen Bindung verpflichten. 8
All diese Merkmale ergeben einen Unterschied zwischen DI und Portfolioinvestitionen. Portfolioinvestitionen sind meist kürzer und nur mit einem Kapitaltransfer verbunden. Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist das Kontrollmotiv, welches bei Portfolioinvestitionen keine Rolle spielt. 9 Sie werden also nur getätigt, um eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erhalten.
2.2 Klassifikation von Direktinvestitionen
Die Direktinvestition kann durch Aufgliederung in die drei Anlageformen und die verschiedenen Arten unterschieden werden.
Die drei Anlageformen sind Neugründungen, Fusionen bzw. Übernahmen und Beteiligungen. Bei Neugründungen (greenfield investment) kommt es zum Aufbau eines neuen Unternehmens mittels eines Tochterunternehmens oder einer Auslandsniederlassung im Investitionsland. Anders ist dies bei Fusionen bzw. Übernahmen (mergers & acquisition) hier werden mittels Akquisition bereits bestehende Unternehmen übernommen. Hingegen wird bei Beteiligungen nur ein Anteil eines bestehenden Unternehmens erworben. 10
In der Regel werden die verschiedenen Direktinvestitionsarten jedoch auf Grundlage der Eingliederung in den Unternehmensprozess abgegrenzt. Hierzu muss die Leistungserstellung im Ausland mit der des Inlandes verglichen wer-
7 Vgl.Reker (2001), S.6.
8 Vgl. Marx (2006), S.8.
9 Für eine detailiertere Unterscheidung vgl. z.B. Pfaffermayr (1996), S.1ff.
10 Vgl. Beck (2005), S.14.
4
den, um in horizontale, vertikale und manchmal sogar konglomerate DI unterscheiden zu können. 11
DI werden als horizontal angesehen, wenn im Investitionsland neben Service-, Marketing- und Verwaltungseinrichtungen auch eine gleichwertige Produktion wie im Inland aufgebaut wird. Dabei kann es sich um eine komplette oder nur teilweise parallele Produktion handeln. 12 Hierbei werden durch die Produktionsstätte die Exporte des Mutterkonzerns ersetzt. 13
Bei vertikalen DI werden im Gegensatz zu den horizontalen nur einzelne Produktionsstufen ausgelagert. 14 Dabei dienen die im Ausland erstellten Güter als Vorprodukte für die Inlandsproduktion (rückwärtsgerichtete vertikale DI) oder die im Inland erstellten Endprodukte gehen als Input in die Auslandsproduktion ein (vorwärtsgerichtete vertikale DI). 15
Als konglomerate DI werden solche bezeichnet, bei denen die Inlandsproduktion keinen direkten Bezug zur Produktion im Ausland besitzt. 16 Dies ist allerdings eher selten der Fall.
11 Vgl. Beck (2005), S.14.
12 Im Dienstleistungsbereich ist eine horizontale Direktinvestition sehr oft Voraussetzung für den Markteintritt, da viele Dienstleistungen von lokalen und regionalen Regelungen abhängig sind, die aus dem Ausland nicht entsprechend erfüllt werden können(vgl. Marx 2006, S.12).
13 Vgl. Köller (2006), S.2.
14 Vgl. Marx (2006), S.12.
15 Vgl. Beck (2005), S.14.
16 Vgl. Beck (2005), S.14.
5
Quote paper:
Patrick Kraus, 2006, Motive und Hauptzielländer deutscher Direktinvestitionen, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Russland und Perspektiven...
Diploma Thesis, 90 Pages
Google als führende Suchmaschine in einem hochdynamischen Marktsegment
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Die Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen für Entwicklung und ...
Politics - International Politics - Region: Eastern Europe
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Ausländische Direktinvestitionen in den Transformationsstaaten Mittel-...
Economics - International Economic Relations
Diploma Thesis, 80 Pages
Postkoloniale Theoriediskussion und ihre mögliche Bedeutung für die de...
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 24 Pages
Direktinvestitionen in China i...
Geography / Earth Science - Economic Geography
Scholary Paper (Seminar), 24 Pages
Osteuropäische Länder der EU als potentielle Standorte für Unternehmen...
Engineering - Industrial Engineering and Management
Diploma Thesis, 88 Pages
Assessment Center als Instrument der Personalauswahl
Business economics - Personnel and Organisation
Termpaper, 22 Pages
Direktinvestitionen und Standort Deutschland
Economics - Macro-economics, general
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Ausländische Direktinvestionen in Russland - Rahmenbedingungen und Inv...
Überblick und Darstellung an z...
Business economics - Economic Policy
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 35 Pages
Interkulturelles Management in Anlehnung an Hofstede bezogen auf die V...
Termpaper, 18 Pages
Die Investitionspolitik von Kasachstan
Business economics - Investment and Finance
Termpaper, 16 Pages
Der Fall Metallgesellschaft und die Lehren daraus
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 29 Pages
Sozialisationstheorie des Symbolischen Interaktionismus
Sociology - Classics and Theoretical Directions
Termpaper, 13 Pages
Patrick Kraus's text Motive und Hauptzielländer deutscher Direktinvestitionen is now available as a printed book
Patrick Kraus has published the text Motive und Hauptzielländer deutscher Direktinvestitionen
Patrick Kraus has uploaded a new text
Deutsch-amerikanisches Begriffslexikon Direktinvestitionen
Immobilien, Steuern, Gesellsch...
Karl-Erbo Kageneck
Ausländische Direktinvestitionen und Regionale Industriecluster in Mit...
Harald Zschiedrich
How to Develop and Promote Successful Seminars and Workshops: The Defi...
Howard L. Shenson, Shenson
New Headway English Course - Upper-Intermediate / Student's Book mit E...
Liz Soars, John Soars
0 comments