2
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS............................................................................................... 2
I. EINLEITUNG. 3
II. DER AMERIKANISCHE KAMPF UM DIE WELTMEINUNG 4
A GRUNDLAGE, BEDROHUNGSSZENARIEN, KONZEPTIONELLE ANTWORTEN. 4
B INSTITUTIONELLE UMSETZUNG DER AUSLANDSPROPAGANDA IM KAMPF UM DIE
WELTMEINUNG. 7
III. DIE IDEELLE WESTBINDUNG DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND 10
IV. AMERIKANISCHE AUSLANDSPROPAGANDA IN DER BUNDESREPUBLIK
DEUTSCHLAND. 14
V. FAZIT 22
LITERATURVERZEICHNIS : 23
3
I. Einleitung
Das Thema dieser Arbeit lautet „Kalter Krieg und Propaganda, die USA, der Kampf um die Weltmeinung und die ideelle Westbindung der Bundesrepublik Deutschland, 1945-1955.“
Ich werde den Zusammenhang zwischen den sicherheitspolitischen Interessen der Vereinigten Staaten in der ersten Phase des Ost-West-Konflikts und den Propagandaaktivitäten der USA in Westdeutschland untersuchen. Ich werde folgendermaßen vorgehen:
Zuerst möchte ich die Interessen, Bedrohungsszenarien und außenpolitischen Konzepte analysieren. Danach möchte ich die verschiedenen Phasen der administrativen und legislativen Umsetzung von außenpolitischen Konzeptionen aufzeigen. Zum Schluss wende ich mich der konkreten Umsetzung von amerikanischen Interessen mittels Propaganda in der Bundesrepublik Deutschland zu.
4
II. Der amerikanische Kampf um die Weltmeinung
A Grundlage, Bedrohungsszenarien, konzeptionelle Antworten
Kurze Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg zerbrach die Kriegskoalition der Alliierten und der aufkommende Ost-West-Konflikt prägte das internationale System nachhaltig.
Im Ost-West-Konflikt standen zwei unterschiedliche Weltvorstellungen einander feindlich gegenüber, die bürgerliche Gesellschaft und der bolschewistische Sozialismus. 1 Die USA und die UdSSR konkurrierten um die Vormachtstellung auf allen Ebenen. Die Auseinandersetzung fand nicht nur auf der Ebene der Staaten statt, sondern schloss die Gesellschaften mit ein. 2 „Die damit verbundene Notwendigkeit der Hauptkontrahenten die jeweilige Einflusssphäre auch ideell abzusichern, eröffnete den informellen außenpolitischen Machtinstrumenten neue und bislang ungeahnte Möglichkeiten. Die von der anfänglichen Demobilisierung der direkten Nachkriegszeit hart getroffene Auslandspropaganda der USA entwickelte sich so neben der Wirtschafts- und Militärhilfe innerhalb weniger Jahre zu einem bevorzugten Mittel außenpolitischer Einflussnahme.“ 3
In den Jahren 1946/47 kam es zu einer konzeptionellen Neuorientierung in der amerikanischen Außenpolitik. 4
1 Wilfried von Bredow, Thomas Jäger, Neue deutsche Außenpolitik, Nationale Interessen in
internationalen Beziehungen, Opladen 1993, S.11.
2 Ebda
3 Zitat: Frank Schuhmacher, Kalter Krieg und Propaganda, Die USA, der Kampf um die
Weltmeinung und die ideelle Westbindung der Bundesrepublik Deutschland, 1945-1955, Trier
2000, S.68.
4 Schuhmacher, S.67.
5
Der ehemalige Partner Russland, sein kommunistisches Staats- und Gesellschaftssystem avancierte zum wichtigsten Staatsfeind der Vereinigten Staaten. Um sich gegen diese neue Bedrohung abzusichern, griff die Regierung Truman programmatisch vor allem auf folgende zwei Konzepte zurück. Die US-Regierung stützte ihre die außenpolitische Strategie nun auf die Analysen George F. Kennan und seinem Konzept des „firm containment“, der Schwerpunktverteidigung aus den Jahren 1946/1947. 5
Die zweite wichtige Analyse war das National Security Council Memorandum 68 von Paul Nitze. Er entwickelte das Konzept der peripheren Verteidigung. Das NCS 68 stellte die immense Notwendigkeit kooperationsbereiter und -fähiger Bündnispartner für die amerikanische Sicherheit heraus. Der psychologischen Faktor des Ost-West-Konfliktes wurde dadurch in den Mittelpunkt gerückt und gab der amerikanischen Auslandspropaganda damit eine umfassende gesamtstrategische Legitimation. 6 Präsident Truman identifizierte den Ost-West-Konflikt als Kampf um die Sympathie der Weltmeinung 7 und setzte in seiner „Campaign of Truth“ den Schwerpunkt auf die Schaffung und Absicherung einer auf Freiwilligkeit beruhenden ideellen Solidargemeinschaft. 8
Der Amtsantritt von Präsident Dwight D. Eisenhower 1953 und seine „New Look“ Kampagne ist gekennzeichnet aus einem Mix an programmatischer Kontinuität und Innovation. Neu war die Nukleardoktrin des Außenministers Dulles der „Massiven Vergeltung“, die die kostspielige konventionelle Aufrüstung einschränkte und auf nuklearer Abschreckung basierte.
5 Ebda, S.65, 76, 85.
6 Schumacher, S.78-91.
7 Ebda, S.82.
8 Michael Kunczik, Die manipulierte Meinung, Nationale Image-Politik und internationale Public
Relations, Köln 1990, S.172.
6
Die massive Vergeltung entstand durch die nukleare Pattsituation zwischen den beiden Großmächten. Ein gesicherter Zweitschlag ermöglichte die gegenseitige nukleare Zerstörung. 9
Der Eisenhower-Administration ging es auf der Meinungsebene vor allem um die doppelte Glaubwürdigkeit ihrer Außenpolitik. Einmal sollte dem Feind glaubhaft die eigene Macht und der Wille zum militärischen Einsatz demonstriert werden. Zum anderen sollten die eigenen Bündnispartner stabilisiert und deren Nuklearängste kanalisiert und die atomaren Waffen entdämonisiert werden.
Deswegen wurde der Einsatz von Auslandspropaganda unter Eisenhower verstärkt und ausgebaut.
9 Ebda, S. 107.
Arbeit zitieren:
Regina Theopold, 2003, Kalter Krieg und Propaganda, die USA, der Kampf um die Weltmeinung und die ideelle Westbindung der Bundesrepublik Deutschland 1945-1955, München, GRIN Verlag GmbH
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