Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung: Die politische Komödie 3
2. Aristophanes und die alte Komödie 4
2.1 Sein Leben 4
2.2 Die alte Komödie 4
3. Die Frauenrolle in der Antike - Komödie vs. Realität 7
3.1 Die Frau im antiken Athen 7
3.2 Die Frau in der Komödie „Lysistrate“ 9
3.3. Die Frau in der Komödie „Frauen in der Volksversammlung“ 10
4. Fazit 13
5. Literaturverzeichnis18
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1. Einleitung: Die politische Komödie
In meiner Hausarbeit zum Proseminar „Griechisches Theater der Antike“ geht es um Aristophanes’ Komödien „Lysistrate“ und „Frauen in der Volksversammlung“. In diesen beiden Stücken spielen Frauen die Hauptrolle. Ich habe mir Gedanken dazu gemacht, inwiefern das Frauenbild dieser Komödien mit der Frauenrolle in der Antike zu vergleichen ist. Um mich dem Thema zu nähern, stelle ich kurz den Dichter Aristophanes vor und die für ihn typische alte Komödie.
Ich halte die Komödie für die damalige Zeit sehr wichtig. Komödien werden geschrieben, um die Menschen zu erheitern und sie zum Lachen zu bringen. Das Lachen, welches Aristophanes durch seine Stücke hervorruft, ist Ventilfunktion für die athenischen Bürger.
„Comedy, and humour in general, performs many functions in society. The expression of usually taboo or forbidden words, ideas, and actions, the reversal of the normal social order: these aspects of carnival release certainly play their part in Aristophanic comedy.” 1
Aristophanes ist ein Meister auf seinem Gebiet. Seine Komödien sind Parodien auf die politische oder kulturelle Situation der Polis, die er damit kritisiert. Er kritisiert in seinen Werken Politiker, Dichter, innenpolitische sowie außenpolitische Misserfolge und den Zerfall der attischen Kultur.
In seinen Komödien verstößt er oft gegen die geltenden Normen. Ob er auch in „Lysistrate“ und „Frauen in der Volksversammlung“ gegen diese Normen verstößt, werde ich erarbeiten.
1 Taaffe, 1993, 12.
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2. Aristophanes und die alte Komödie
2.1 Sein Leben
Über Aristophanes’ Leben ist nicht sehr viel bekannt. Er wird ca. 448 v. Chr. in Kydathen, einem Stadtteil von Athen, in der nähe der Akropolis geboren und stirbt 385 v. Chr. ebenfalls in Athen. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt er dort. Nur kurzweilig lebt er auf der nahe gelegenen Insel Aigina, doch dann zieht es ihn wieder in die pulsierende Stadt.
Aristophanes ist ein bedeutender Komödiendichter, der 44Theaterstücke verfasst hat. Er fängt schon in jungen Jahren an, Komödien zu schreiben und dann selbständig zu inszenieren. Von diesen Stücken sind heute nur noch elf ganz erhalten. Von den anderen Stücken gibt es nur noch Fragmente. In seinen Werken geht er meistens auf die aktuellen Ereignisse rund um die Polis ein. Aristophanes erhält hohe Auszeichnungen auf den Dionysien sowie auf den Lenäen. Oftmals macht er den ersten Platz bei den Lenäen und nachdem er zweimal hintereinander Kratinos, den größten Konkurrenten von Aristophanes, auf den zweiten Platz verwiesen hat, macht er sich als Komödiendichter einen Namen. Nicht zu unrecht heißt Aristophanes übersetzt : „Der sich als der Beste erwies!“ 2
Aristophanes hat drei Söhne, Araros(dieser inszenierte die letzten Stücke seines Vaters und gewinnt mit dem Stück Kokalos sogar den 1. Platz bei den Großen Dionysien von 387), Philippos und Nikostratos. Man kann von einer Komikerfamilie sprechen, da alle drei Söhne auch Komödiendichter wurden.
2.2 Die alte Komödie
Der Ursprung der Komödie liegt ca. im 5. Jahrhundert. vor Chr. Nach Aristoteles entwickelt sich die Komödie genauso wie die Tragödie aus den Festen zu Ehren des Gottes Dionysos. Er leitet Komödie von dem Wort komos 3 ab, welches soviel bedeutet wie ‚rauschhafter Festzug’.
2 www.Wikipedia.de
3 Hartmann 2002, 41.
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Im Laufe der Zeit wurden Theaterbesuche, also die Aufführung von Komödien und Tragödien, fester Bestandteil der Dionysien. Im Rahmen eines Dichterwettstreites geben die Dichter ihre Stücke zum Besten.
Aristophanes ist einer dieser Dichter. Er ist Vertreter der alten Komödie und hat das Talent die Bedürfnisse der Polisbürger zu sehen und diese in seinen Stücken zu verarbeiten. Die Inhalte sind mit dem alltäglichen Leben der Athener sehr eng verbunden und spiegeln ebenfalls die politische Situation der Polisbürger wider.
Die alte Komödie wird auch altattische Chorkomödie 4 genannt.
Ihre „Struktur […] ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Chor und Schauspielern“. 5 Der Chor tanzt und singt und ist aktiv in die Handlung des Stückes mit eingebunden. Der Chor ist in zwei Halbchöre unterteilt, die sich in dem Stück ständig streiten. Dieser Wettstreit wird als der so genannte Agon bezeichnet. Er ist das Gerüst des Stückes, denn der Streit zieht sich durch die komplette Handlung und hält diese zusammen. Der grobe Aufbau der alten Komödie sieht folgendermaßen aus:
1. Prolog (Einführung in die Handlung)
2. Parados (Erstes Auftreten des Chores, bzw. der Halbchöre)
3. Parabase (Nicht Themen bezogene Einschiebung in das Stück, Chor wendet sich an das Publikum)
4. Agon (Wettstreit des Halbchores)
5. Exodos (Schlusslied oder Schlussworte)
Generell ist das nur ein Aufbaumuster. Der mittlere Teil ist bei jedem Stück verschieden. Zwischen Parados, Parabase und Agon können noch verschiedene Szenen liegen. Aristophanes benutzt in seinen Werken traditionsbewusst diese Struktur. In jedem der elf erhaltenen Stücke spiegelt sich dieses Schema wider.
Zu den erhaltenen Stücken des Aristophanes gehören:
1. Die Acharner (425)
4 siehe Kallistow 1974, 162.
5 Zimmermann 1998, 36.
5
Arbeit zitieren:
Nadine Schmitte, 2004, Die Frauenrolle in der Antike - Spiegeln Aristophanes` Komödien "Lysistarte" und "Frauen in der Volksversammlung" die Wirklichkeit wider?, München, GRIN Verlag GmbH
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