1. Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis 1
2. Vorwort. 2
3. Einführung 3
4. Definition von Mobbing 6
5. Ursachen von Mobbing 9
6. Mögliche gesundheitliche und psychische Folgen der Mobbingopfer. 12
7. Drei verschiedene Mobbingfälle mit Lösungsmöglichkeiten. 14
7.1 Mobbingfall X. 14
7.2 Mobbingfall A. 16
7.3 Mobbingfall I. 20
8. Vergleich der drei Mobbingfälle 26
Fazit : 27
9. Präventionsmöglichkeiten 28
10. Bezüge zu den anderen Seminaren. 38
10.1 Seminare „Aspekte der Friedenserziehung“ und „Schule und Migration“ 38
10.2 Seminare „Schule und Erziehung im Spiegel der Rechtsprechung“ und
„Interkulturelle Pädagogik“ 40
11. Literatur- und Quellenangaben. 44
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2. Vorwort
Wir haben uns bei unserer Themenwahl der Projektarbeit für das Thema Mobbing entschieden, da Mobbing ein sehr häufig auftretendes Problem an Schulen und auch in Unternehmen ist. Es ist unserer Meinung nach sehr wichtig im Falle eines Mobbings rechtzeitig und vor allem richtig zu handeln. Deswegen wollen wir in unserem späteren Beruf als Lehrerinnen und Lehrer mit dem Thema Mobbing vertraut sein. Dies bedeutet konkret, dass wir Mobbing wenn möglich Vorbeugen können und aber auch, dass wir Mobbing frühzeitig erkennen und dann mit passenden Lösungen bekämpfen können. Wir haben uns sowohl mit den Ursachen, als auch mit den Folgen für Mobbingopfer ausführlich auseinandergesetzt, um bessere Einblicke zu erhalten!
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3. Einführung
Mobbing ist kein neues Phänomen. Es ist in Schulen weit verbreitet, wobei es mit kurzzeitigen Konflikten, Streitereien, aggressiven Auseinandersetzungen oder Ausgrenzungen unter Kindern und Erwachsenen nicht verwechselt werden darf. Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler Gewalt gegen Personen über längere Zeit mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung. Es kann sich dabei um verbale und/oder physische Gewalt handeln. Mobbing gibt es eigentlich überall dort, wo Menschen zusammen leben und arbeiten, in der Familie, in Betrieben und Verwaltungen, im Studium und nicht zuletzt in der Schule.
Häufig sind die Erwachsenen ratlos oder schauen weg, während die Opfer, egal ob Kinder oder Erwachsene, die Schuld bei sich selbst suchen und zunehmend in eine soziale Isolation geraten. Lehrkräfte sind meist überrascht, wenn man sie auf Mobbing in einer Klasse anspricht, denn die Schikanen geschehen oft zu subtil und meist außerhalb des Unterrichts, während der Pausen oder auf dem Schulweg. Je länger Mobbing andauert, umso schwieriger ist es, eine Lösung zu finden und umso sicherer ist die körperliche oder seelische Beeinträchtigung der betroffenen Kinder oder Erwachsenen.
Im folgenden Beitrag liegt der Schwerpunkt auf Mobbing unter Schülern, was jedoch die Auswirkungen z. B. bei Mobbing von Lehrern gegenüber Schülern und umgekehrt sowie innerhalb des Kollegiums oder bei Eltern keineswegs verharmlosen soll.
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Zunächst einmal soll mit Hilfe von ein paar Statistiken die Aktualität und die häufige Verbreitung von Mobbing dargestellt werden.
Das Schaubild zeigt die Prozentzahl der Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Klassen, die berichteten, gemobbt worden zu sein. Es ist deutlich zu sehen, dass schon zu Beginn der Schulzeit ein hohes Mobbingverhalten vorhanden ist, welche aber gegen Ende der Schulzeit abnimmt. Auch das höhere Auftreten bei Jungs ist klar erkennbar. (Olweus, 1991, S. 417, Quelle: Dr. Karl Landscheidt: Gewalt und aggressives Verhalten bei Kindern und Jugendlichen - Eine kritische Diskussion und ein alternatives Erklärungsmodell).
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Hier sieht man den Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Klassen, die angeben, andere schikaniert zu haben (Olweus 1991, S. 418). Ungefähr 12% der Jungen haben während ihrer Schulzeit andere Mitschüler gemobbt. Es besteht ein deutlicher Unterschied zu den Mädchen wo es nur 4% im Durchschnitt sind.
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Zu sehen ist die Häufigkeit von Mobbing in verschiedenen Schulformen (Daten aus 10 Schulen) Studie von Knaack 1994 in Schleswig-Holstein. Diese Studie zeigt, dass vor allem an Schulen niedrigeren Bildungstandes Mobbing gehäuft vorkommt, siehe Gesamt- und Hauptschule. An Gymnasien herrscht dagegen ein geringeres Mobbingrisiko. Erstaunlich ist die mit 13,30% höchste Mobbingrate in der Grundschule.
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4. Definition von Mobbing
Der Begriff Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet „anpöbeln“, „fertigmachen“. (mob = Pöbel, Meute, randalierender Haufen, mobbish = pöbelhaft).
Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler Gewalt gegen Personen mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung und schwerwiegenden Erniedrigungen. Sie wird von einer oder mehreren Personen regelmäßig, also mindestens einmal die Woche und über längere Zeit, d.h. mindestens ein halbes Jahr betrieben. Es kann sich dabei um verbale und/oder physische Gewalt handeln. Am Arbeitsplatz wird unter Mobbing eine konfliktbeladene Kommunikation unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden. Nicht jede Feindseligkeit zwischen Menschen, die zusammen arbeiten müssen, ist jedoch Mobbing. Es geht vielmehr um häufiger und länger anhaltende, systematische und auf eine Person gerichtete Schikanen. Mobbing unter Schülern steht für alle böswilligen Handlungen, die kein anderes Ziel haben, als eine Mitschülerin oder einen Mitschüler fertig zu machen. Dazu gehören
als direktes Mobbing, das entspricht den passiven und psychischen Mobbinghandlungen: Auslachen, Hänseln, Drohen, Abwerten,
Beschimpfen, Beleidigen, Herabsetzen, Bloßstellen, Schadenfreude, Schikanieren, ständige Kritik, ungerechtfertigte Anschuldigungen gegen das Opfer oder falsche Gerüchte über die Eltern und Geschwister, Ignorieren, schneiden des Opfers (stummes Mobbing)…
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als indirektes Mobbing, das entspricht den aktiven und körperlichen Mobbinghandlungen: Ausgrenzen, Ruf schädigen, "Kaltstellen" durch das Vorenthalten von Informationen und Beschädigen von Eigentum der gemobbten Person, körperliche Gewalt in unterschiedlichen Ausmaß (schlagen, anpöbeln, schubsen …) Diebstahl und Zerstören von Gegenständen des Opfers …
Hinterhältige Anspielungen, Verleumdungen, Demütigungen, Drohungen, Quälereien oder sexuelle Belästigungen zählen ebenso zum Mobbing. Mobbing ist also ein wiederholtes und systematisches Schikanieren Schwächerer, mit dem Ziel einen hohen sozialen Stand innerhalb der Gruppe zu erlangen und aufrechtzuerhalten.
Hierbei gibt es verschiedene Formen von Mobbing. Man kann den breit gefächerten Begriff Mobbing in verschiedene Kategorien einteilen. Hier die Oberbegriffe von Mobbingvorkommnissen:
Mobbing durch psychische Gewalt wie Verprügeln, Sachbeschädigung, Erpressung oder Nötigung.
Verbales Mobbing: Schüler und Schülerinnen werden wegen ihres Verhaltens, ihres Aussehens, ihres in der Mode nicht up-to-date-Seins, ihrer Schulleistungen usw. meist mit sehr bissigen Bemerkungen belegt. Dies geschieht auf dem Schulhof wie auch im Unterricht selbst. Sowohl Klassenkameraden und Klassenkameradinnen wie auch Lehrer und Lehrerinnen sind hierbei die Täter. Die mildeste Methode dieses Mobbings ist das Lästern hinterm dem Rücken. Vieles geschieht aber auch direkt und laut. So zum Beispiel Äußerungen des Lehrers: “Aus dir wird nie etwas! Du bist so dumm wie Bohnenstroh!“, Beschimpfungen „Du bist eine halbtote Fliege“ oder lautes Geraunen und Stöhnen, wenn jemand etwas nicht auf Anhieb verstanden hat und es sich mehrfach erklären lassen muss.
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Psychisches Mobbing: Durch Blicke, Gesten, Mimik, Schweigen etc. werden Opfer psychisch fertig gemacht. Ein typisches Beispiel ist die Mannschaftswahl im Sportunterricht. Oftmals sind immer die Gleichen die „Letzten“. die gewählt werden.
Das stumme Mobbing: Opfer werden durch stillschweigendes Verachten, Nichtbeachtung bis Verachtung, Ausschluss aus der Gemeinschaft, Ignorieren, links Liegenlassen usw. ausgegrenzt. Dieses Verhalten kommt in den Klassen und Kursen sehr oft vor und ist schon fast „normal“. Diese Form von Mobbing ist vor allem sehr demütigend und verletzend. Mobbing kommt also in verschiedenen Formen vor und kann sehr unterschiedlich sein. Meistens entwickelt sich beim Mobbing eine so genannte Täter- und Opferrolle. Es tun sich immer mehr Täter zusammen und finden großen Gefallen an dem systematischen Fertigmachen des Opfers. Ab einem bestimmten Grad ist dann die Flucht aus dem Mobbing nicht mehr möglich. Das desöfteren auftretende Verhalten der Opfer „sich immer mehr aus der Gesellschaft zurückzuziehen“ führt jedoch nur noch zu mehr Mobbing. Ein selbstständiges Herauskommen und Überstehen aus dem Mobbing ist nur mit Hilfe und Unterstützung möglich. Jedoch muss diese auch entsprechend hilfreich und passend sein.
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Arbeit zitieren:
Florian Goerigk, C. Rauschenberger, M. Mensch, 2007, Konfliktfeld Schule - Mobbing in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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