Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 2
2. DSCHIHAD EIN HEILIGER KRIEG 3
2.1. Bedeutung für Deutschland 4
2.2. Koranschulen 5
2.3. Deutsche Schulen und der Islam 6
3. PÄDAGOGISCHER UMGANG MIT DEM THEMA 8
3.1 Fächerspezifische Annährung 8
3.2. Stigmatisierung vermeiden 9
4. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN 10
4.1 Didaktische Vorgehensweise 10
4.2 Zugewinn für den Unterricht 11
5. FAZIT 12
6. LITERATURVERZEICHNIS 13
1
1. Einleitung
Nach dem 11.September 2001 schreit die Welt auf und liegt im Wandel. Der Fo- cus richtet sich zunehmend auf die islamische Welt, welche für den Terror in New York und das schreckliche Verbrechen verantwortlich sein soll.
Zum ersten Mal wird in der Presse ein Begriff immer wieder erwähnt, der sich in unseren Köpfen einbrennt – Dschihad – der heilige Krieg.
Ein Krieg mit religiöser Legitimierung wurde auch vom Christentum geführt, je- doch liegen die Kreuzzüge soweit zeitlich zurück, dass sich in der westlichen Welt ein religiöser Krieg wie eine Farce anhören mag.
Jedoch lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema, welches seine Präsenz nicht eingebüßt hat. Nicht nur in den Medien sind fundamentalistische Gedankenströ- mungen aus der islamischen Welt immer wieder ein Thema, auch der Pädagoge setzt sich mit diesem Thema zunehmend auseinander.
Durch die verstärkte Migration muslimischer Mitbürger stellt sich die Frage, wie man mit dem Thema in der Schule umgeht. Eine Unwissenheit seitens der Päda- gogen würde fatale Folgen mit sich bringen. Es gilt, gut informiert zu sein, um den Islam nicht polarisierend zu begreifen, jedoch bei ersten Anzeichen eines Mißbrauchs religiöser Überzeugnung eingreifen zu können. Diese Verantwortung nehmen Pädagogen auf sich, vor allem, wenn sie Fächer wie Religion, Gemein- schaftskunde oder Politik unterrichten. Die Arbeit soll einen Überblick verschaf- fen über das Thema Dschihad im pädagogischen Kontext und Handlungsmöglich- keiten aufzeigen. Desweiteren werden Möglichkeiten aufgezeigt, dem Thema in einer Unterrichtseinheit gerecht zu werden.
Da das Thema dieser Seminararbeit sehr umfassend und es im Rahmen einer wis- senschaftlichen Ausarbeitung nicht möglich ist, die ganze Spannbreite darzustel- len, erhebt diese Arbeit keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit.
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2. Dschihad – Ein heiliger Krieg?
The Arabic term jihad, usually translated into European languages as 'holy war', rather more on the basis of its juridical usage in Islam than on its much more universal meaning in the Quran and Hadith, is derived from the root jhd, whose primary meaning is 'to strive' or 'to exert oneself'. Its translation into 'holy war', combined with the erroneous notion of Islam prevalent in the West as the 'religion of the sword', has helped to eclipse its inner and spiritual significance and to distort its connotation. 1 Betrachtet man den Ursprung des Wortes Dschihad, (arabisch: dschihād,
von dschāhada, „sich bemühen, sich anstrengen, kämpfen“; auch Djihad oder gelegentlich in der englischen Schreibweise Jihad) 2 fällt auf, dass sich selbst im Islam niemand darüber einig ist, welche Bedeutung das Wort haben soll. Im Koran selbst erfährt es nur viermal eine Erwähnung, wobei sowohl von Friede, als auch von kriegerischen Absichten die Rede ist. Sicher ist nur, dass es bei diesem Begriff um die Verbreitung des Islams weltweit geht. Ob nun mit kriegerischer oder friedlicher Facon, bleibt offen.
Seit den 1970er Jahren verbreitete sich dann zunehmend die offensive Dschihad- Lehre von Sayyid Qutb, der vier Phasen des Dschihad unterscheidet, die vom friedlichen Kampf bis zum offensiven Krieg gegen alle Nichtmuslime reicht. Die Muslime müssen, nach Qutb, je nach Situation verschiedene Arten von Dschihad führen, wenn sie jedoch stark genug seien, müssten sie einen offensiven militäri- schen Dschihad führen. 3
Auch Papst Benedikt XVI. hat zusammen mit 28 rennomierten islamischen Ge- lehrten den Begriff zusammengefasst unter der Bedeutung: Kampf einschließlich Gewalteinwendung.
1 http://arabworld.nitle.org
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad
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Die Gefahr liegt darin begründet, dass viele islamistische Splittergruppen diesen Begriff dafür benutzen, Terror und Attentate zu rechtfertigen.
Mehrere islamistische Organisationen führen das Wort Dschihad in ihrem Na- men, wie zum Beispiel Islamischer Dschihad, der ägyptische Islamische Dschi- had sowie der palästinensische Islamische Dschihad. Diese Gruppierungen mobi- lisieren viele Anhänger durch breit angelegte Sozialarbeit. Sie rechtfertigen ihre militärische Auslegung des Begriffs Dschihad auch aus dem islamischen Glauben heraus. Selbstmordattentäter werden dabei als Schahīd (ein Märtyrertitel) be- zeichnet; sie gelten als heilige Märtyrer, denen ein Platz im Paradies sicher ist (siehe dazu: Islamistischer Terrorismus). An sich gilt Suizid im Islam als „Selbstmord“ und damit als Sünde, die im Jenseits mit der endlosen Wiederho- lung des Moments des Todes bestraft wird. 4 Nach Erdmann darf ein Krieg, der „als religiöse Handlung aufgefasst oder sonst zur Religion in eine direkte Beziehung gesetzt wird“ 5 nur im „weitesten Sinne“ als Heiliger Krieg bezeichnet werden, da sonst fast alle Kriege der Antike und des Mittelalters, in denen religiöse Symbole mitgeführt wurden oder bei denen die Waffen vorher irgendwelchen Gottheiten geweiht wurden, schon als Heilige Krie- ge gelten und die Kreuzzüge oder der Dschihad wären nur einige unter vielen, obwohl sie eine Sonderstellung einnehmen. 6 Er bezeichnet als Heiligen Krieg ei- nen, bei dem die „Religion eine spezifische Kriegsursache“ ist und die nicht mit „dem Volkswohl, der Landesverteidigung, dem Staatsinteresse oder der nationa- len Ebene zusammen“ fällt. Diese Definition finde ich treffend und werde im Fol- genden den Begriff des Heiligen Krieges auch stets in diesem Sinne anwenden.
2.1. Bedeutung für Deutschland
Den Koran in der einen Hand, einen Säbel in der anderen: So führte unser Pro- phet seinen göttlichen Auftrag aus. Der Islam ist keine Religion für Duckmäuser, sondern Glaube derjenigen, die den Kampf und die Vergeltung schätzen. 7 4 http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad
5 Erdmann, Darmstadt 1972 S. 1
6 vgl. Erdmann, Darmstadt 1972 S. 1
7 Taheri, Amir, München 1993, S.7.
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Quote paper:
Ann-Carolin Helmreich, 2007, Auswirkungen des Dschihad auf pädagogische Handlungsfelder, Munich, GRIN Publishing GmbH
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