Unterrichtsentwurf für den 4. Unterrichtsbesuch im Fach Wirtschaftswissenschaft Seite 2
1 Didaktische und methodische Schwerpunkte
Die geplante Unterrichtsstunde „Das Problem der Maschinenbelegung bei der Werkstättenfertigung am Beispiel der Special-Bike KG“ ist in die Unterrichtsreihe „Verfahrensmanagement“ eingebettet. Die FA 51 ist ein Bildungsgang der Berufsfachschule, der zu einem Berufsabschluss nach Landesrecht und zur
Fachhochschulreife führt (so genannter Assistentenberuf). 1 Die Klasse befindet sich am Ende des zweiten von drei Jahren und umfasst 6 Schülerinnen und 17 Schüler. In diesem Bildungsgang ist es Standard, dass die Schülerinnen und Schüler an ihrem Arbeitsplatz mit dem eigenen Laptop arbeiten. Daher ist es üblich, dass der Laptop in weiten Bereichen des Unterrichts in das Geschehen eingebunden wird.
Schwerpunkte dieser Unterrichtsreihe sind die Fertigungsverfahren in Industriebetrieben, wobei zunächst die Fertigungstypen, also die Verfahren nach der Wiederholung des Fertigungsvorgangs, und im Anschluss die
Fertigungsorganisationen, also die Verfahren nach Anordnung der Betriebsmittel, behandelt werden.
Die Schülerinnen und Schüler haben in der vorhergehenden Stunde bereits die Werkstättenfertigung als erste Form der Fertigungsorganisation kennen gelernt, d. h. die für die vorliegende Stunde relevanten Fachbegriffe sind der Klasse bereits vertraut. Es besteht also ein direkter Sinnzusammenhang zwischen der vorgelagerten und der aktuellen Unterrichtsstunde, da das Problem der Maschinenbelegung vor allem in der Organisationsform „Werkstättenfertigung“ zu thematisieren ist.
Relevante Vorkenntnisse sind bei der Lerngruppe nicht zu berücksichtigen, da Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsganges typischerweise keine einschlägige Berufserfahrung vorweisen können. In der Unterstufe ist jedoch ein Betriebspraktikum obligatorisch, sodass vereinzelnd Einblicke in Industriebetriebe möglich waren.
Im Rahmen der Vorbereitung der vorliegenden Unterrichtsstunde wurden didaktische Reduktionsentscheidungen getroffen. Um die technische Maschinenbelegung exemplarisch vermitteln zu können, ist ein reduziertes Beispiel herangezogen worden. Es wird auch in kleineren Werkstätten mehr als drei verschiedene Maschinen geben.
1 Vgl. Schulministerium NRW. Online unter:
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/RuL/RuLProbe/Bk/Berufsfachschule/AssistentenFHR/Lehrplaene/KfmAIV.pdf .
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Weiterhin werden in der Praxis wesentlich mehr Aufträge parallel bearbeitet. Zur Fokussierung der Hauptproblematik wurde an dieser Stelle horizontal didaktisch reduziert.
2 Ziele und Kompetenzen
2.1 Stundenziel
Die Schülerinnen und Schüler können eine Maschinenbelegung im Gantt-Diagramm optimieren. Sie können weiterhin vier Ziele einer optimalen Maschinenbelegung erläutern und das Dilemma der Ablaufplanung beschreiben.
2.2 Förderung der Kompetenzen
2.2.1 Fachkompetenz
Zu Beginn der Unterrichtsreihe haben die Schülerinnen und Schüler keine relevanten Vorkenntnisse über die Optimierung der Maschinenbelegung.
In der heutigen Stunde lernen die Schülerinnen und Schüler, anhand der vorgegebenen Arbeitsaufträge ein Gantt-Diagramm zu füllen und zu optimieren. Sie erlernen weiterhin die betriebswirtschaftlichen Gründe, eine Maschinenbelegung zu optimieren. Im Rahmen der Gruppenarbeit lernen die Schülerinnen und Schüler, rationell und zielgerichtet zu arbeiten und Ergebnisse zu dokumentieren. Sie festigen ihre Kompetenz, Fachsprache anzuwenden und Aspekte unter ökonomischen Gesichtspunkten zu bewerten.
Im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe erlernen die Schülerinnen und Schüler die Vor- und Nachteile der Werkstättenfertigung.
2.2.2 Methodenkompetenz
Seit Beginn der Unterrichtsreihe sind die Schülerinnen und Schüler mehrere Male aufgefordert gewesen, bei der Vorbereitung auf Powerpoint-Präsentationen Arbeitsergebnisse zusammenzufassen. Sie mussten im Rahmen der Einzel- und
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Gruppenarbeit Beispiele und Alternativen finden und bewerten sowie Schlussfolgerungen ziehen und komplexe Aufgabenstellungen gliedern.
In der heutigen Unterrichtsstunde üben die Schülerinnen und Schüler in der Einstiegssituation, Problemstellungen und Arbeitsziele zu erkennen. Im Rahmen der Gruppenerarbeitung lernen sie, ihr Vorgehen selbstständig zu planen und durchzuführen, Informationen zu strukturieren und zu präsentieren.
Im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe erlernen die Schülerinnen und Schüler verstärkt, aus ihren erarbeiteten Ergebnissen Schlussfolgerungen zu ziehen und sie zunehmend eigenständig zu bewerten und gegebenenfalls zu überarbeiten.
2.2.3 Sozial- und Humankompetenz
Seit Beginn der Unterrichtsreihe herrscht in der Klasse eine sehr angenehme Lernatmosphäre. Das Sozialverhalten ist, bezogen auf die Gesamtgruppe, durchschnittlich stark. Die Konzentrationsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler ist zumeist auf sehr gutem Niveau. Lediglich in der morgendlich frühen Unterrichtszeit bedarf es einer gesteigerten Motivation durch den Lehrer. Sie nehmen aufeinander Rücksicht und tolerieren in Diskussionen auftretende unterschiedliche Standpunkte.
In der heutigen Unterrichtsstunde üben die Schülerinnen und Schüler, sich in gruppendynamische Prozesse zu integrieren. Sie lernen, unter Umständen arbeitsteilig vorzugehen und während der Präsentationsphase Informationen gruppenübergreifend auszutauschen. Sie sollen lernen, insbesondere im Hinblick auf die Ergebnispräsentation, sich gegenseitig Hilfestellungen zu geben und kooperativ zu arbeiten.
Im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe sollen sich die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin in gruppendynamischen Prozesse integrieren und Kooperationen un-tereinander zu fördern.
Arbeit zitieren:
Dipl.-Hdl. Nils Kralemann, 2007, Die Maschinenbelegung in der Werkstättenfertigung am Beispiel der Special-Bike KG, München, GRIN Verlag GmbH
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