Inhaltsverzeichnis
1 Abstract 3
2 Grundlagen und Bedeutung. 5
2.1 Gliederung 5
2.1.1 Humankapital 5
2.1.2 Beziehungskapital 6
2.1.3 Strukturkapital 6
2.2 Besondere Eigenschaften immateriellen Vermögens 7
3 Methodik und Bewertungsansätze 8
3.1 Direkte Bewertungsverfahren 8
3.2 Marktkapitalisierungsverfahren 8
3.3 ROA-basierte Bewertungsverfahren 9
3.4 Scorecard-Verfahren. 9
4 Intangible Assets im Fallbeispiel. 10
4.1 Das Unternehmen XYZ GmbH 10
4.1.1 Kennzahlen und Gewichtungen 11
4.1.2 Berechnung von Indexwerten 14
4.1.3 Identifikation der internen Werttreiber 15
4.1.4 Branchenvergleich. 17
4.1.5 Identifikation der externen Werttreiber 19
4.1.6 Monetarisierung der Werttreiber 20
5 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis. 22
6 Literaturverzeichnis. 23
2
1 Abstract
Globalisierung und Wettbewerbsdruck fordern von Unternehmen den effizienten Einsatz aller Ressourcen und Potentiale. Daher sind auch Erfolgsfaktoren wie Wissen der Mitarbeiter, Beziehungen zu Geschäftspartnern, Marken oder Innovationskraft aktiv zu gestalten. Der Wert eines Unternehmens wird oftmals stark von jenen unsichtbaren Faktoren beeinflusst. Ein Vergleich von bilanziellem Buchwert und Marktwert eines Unternehmens zeigt, dass zumeist erhebliche Differenzen bestehen. Diese spiegeln das immaterielle Vermögen eines Unternehmens und kann ein Mehrfaches der Buchwerte aus der Bilanz sein. Sie verdeutlicht, dass Bilanzen und andere Instrumente des „traditionellen“ Rechnungswesens den wichtigen Erfolgsfaktor immaterielles Vermögen zu wenig berücksichtigt. Da wesentliche Aspekte in einer Bilanz unsichtbar bleiben greifen diese Instrumente zur Messung und Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu kurz. Neben der Messung und dem Ausweis immaterieller Güter stellt sich aus unternehmerischer Sicht die weitaus bedeutendere Frage, wie sich diese erfolgskritischen Vermögenswerte beeinflussen und steuern lassen. Im Vergleich zu materiellen lassen sich immaterielle Werte mit traditionellen Instrumenten nur unzureichend managen. Sie gehorchen anderen Gesetzen und erfordern deshalb neue Ansätze zur Planung, Steuerung und Kontrolle. 1 Diese Hausarbeit zeigt verschiedene Verfahren zur Identifikation und Steuerung von immateriellen Werttreibern im Strukturkapital eines Unternehmens. Hierzu werden im Folgenden kurz die Grundlagen über Intangible Assets erläutert und dann auf die unterschiedlichen Verfahren zur Messung eingegangen. Im Weiteren wird eines der Messverfahren an Hand eines fiktiven Unternehmensbeispiels umgesetzt und die immateriellen Werttreiber identifiziert. Dies erfolgt sowohl mit unternehmensinternen Plan-Ist-Vergleichen, als auch im Vergleich mit Branchenwerten.
Im Rahmen des Unternehmensbeispiels wird auf eine Fallstudie des Instituts für Strategie und Controlling der Hochschule Heilbronn eingegangen. Die Grundzüge dieser Fallstudie werden als Orientierungshilfe angesetzt und auf diese Hausarbeit übertragen. Zudem sind folgende Bestandteile neu hinzugekommen bzw. wurden als Theoriemodell im Rahmen dieser Hausarbeit entwickelt:
- Identifikation der internen Werttreiber durch die Berechnung von absoluten Gewichtungen der Kennzahlen und deren Zielerreichung im Plan-Ist-Vergleich,
1 Dillerup/Ramos (2006), S. 5
3
- Berechnung der Indexwerte im Branchenvergleich
- Identifikation der externen Werttreiber durch die Berechnung von absoluten Gewichtungen der Kennzahlen und deren Zielerreichung im Branchenvergleich
Abschließend wird einer der ermittelten immateriellen Werttreiber monetarisiert und die Gewinnerwartungen prognostiziert. Diese Werte sollen die Grundlagen für
Investitionsentscheidungen liefern und somit eine Steuerung der immateriellen Werttreiber ermöglichen.
4
2 Grundlagen und Bedeutung
In der heutigen Wirtschaft verlieren materielle Vermögensgegenstände zur Differenzierung im Wettbewerb und zur Steigerung des Unternehmenswertes zunehmend ihre Bedeutung. Im Vordergrund stehen die immateriellen Vermögenswerte, die sogenannten „Intangibles“. Während man sich im skandinavischen und nachfolgend auch im angloamerikanischen Raum schon seit längerer Zeit mit diesem Phänomen auseinander setzt, beginnen deutsche Unternehmen erst langsam die Bedeutung von Intangibles zu erkennen. 2 Intangible Assets bzw. immaterielle Werte sind als Vermögenswerte definiert, die nicht in materiellem Besitz oder in Beteiligungen bzw. Finanzanlagen bestehen, jedoch für das Unternehmen von Wert sind. Üblicherweise handelt es sich dabei um längerfristige Werte, die erst dann eine Quantifizierung erfahren, wenn ein Unternehmen verkauft wird. Sie erhalten dabei den Oberbegriff “Geschäftswert“ oder “Goodwill“ und finden in der Bilanz des kaufenden Unternehmens unter der Position des derivativen Firmenwerts ihren Niederschlag. 3
2.1 Gliederung
Eine zweckmäßige Struktur des immateriellen Vermögens (vgl. Abb. 1) setzt sich aus Human-, Beziehungs- und Strukturkapital zusammen. 4 Edvinsson definiert intellektuelles Kapital als komprimierte, auf Beziehungen basierendes, strukturiertes Wissen sowie Fertigkeiten, die über Entwicklungs- und Ertragspotential verfügen. 5
2.1.1 Humankapital
Als Humankapital wird das Potenzial der Mitarbeiter für zukünftige Geschäftserfolge, ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Wertvorstellungen bezeichnet. Es beschreibt den Wert des Wissens, der Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeiter einer Organisation. Eine Organisation, die das Humankapital systematisch weiterentwickelt, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit zu einer erfolgreichen lernenden Organisation werden, als eine solche, die dies nicht tut. 6
2 vgl. Stoi (2002), S. 103
3 vgl. Müller (2006), S. 6
4 vgl. Alwert/Heisig/Mertins (2005), S. 6
5 vgl. Edvinsson in Daum (2002)
6 vgl. Becker (2005), S. 182
5
Abbildung 1: Ressourcen und Wertkomponenten eines Unternehmens Quelle: in Anlehnung an Daum (2005), S. 10
2.1.2 Beziehungskapital
Das Potenzial der Unternehmenskultur, der Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Allianzpartnern und anderen Interessengruppen für zukünftige Geschäftserfolge wird in der Literatur als Beziehungskapital bezeichnet. 7 Es ist das Netzwerk sozialer Beziehungen, welches ein Unternehmen bei der Leistungserbringung unterstützt.
2.1.3 Strukturkapital
Der Begriff Strukturkapital bezeichnet den Beitrag zum zukünftigen Geschäftserfolg jenes Wissens, welches in Organisationsstrukturen, Prozessen und Unternehmenskultur festgehalten und institutionalisiert wurde. Strukturkapital als eine Form des expliziten Wissens kann Patente, Urheberrechte, Verträge, Markennamen, Geschäftsgeheimnisse beinhalten und in dokumentierten Verfahren, Datenbanken, Experten-, Entscheidungsunterstützungs- und Wissensmanagement-Systemen gespeichert sein. 8
7 vgl. Becker, S. 181
8 vgl. ebenda, S. 183
6
Arbeit zitieren:
Diplom-Betriebswirt, MBA Nicolas Domann, 2006, Controlling von Intangibles - Identifikation und Steuerung von Werttreibern im Strukturkapital, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Private Equity vor und nach der Finanzkrise
Und wie der Mittelstand von de...
BWL - Investition und Finanzierung
Bachelorarbeit, 95 Seiten
Die Reifegrade von Geschäftsprozessen – Messung und Bedeutung für das ...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 22 Seiten
Customer Relationship Management: Einführung eines CRM-Systems
Projektarbeit für die Fortbild...
Ausarbeitung, 42 Seiten
Vorschlag zur Implementierung einer Balanced Scorecard in ein mittelst...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Projektarbeit, 61 Seiten
Entwicklung eines Balanced Scorecard-Konzeptes für kleine und mittelst...
Diplomarbeit, 74 Seiten
Die Umsetzungsplanung mit der Balanced Scorecard am Beispiel strukturv...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 20 Seiten
Nicolas Domann's Text Controlling von Intangibles - Identifikation und Steuerung von Werttreibern im Strukturkapital ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Nicolas Domann hat den Text Controlling von Intangibles - Identifikation und Steuerung von Werttreibern im Strukturkapital veröffentlicht
Nicolas Domann hat einen neuen Text hochgeladen
Intangibles in der Unternehmenssteuerung
Strategien und Instrumente zur...
Peter Horvath, Klaus Möller
Die Balanced Scorecard als Instrument zur Steuerung der intangible ass...
Eine kritische Auseinandersetz...
Thorsten Alles
Fundamentals, Stability and De...
Kai Michels, Frank Klawonn, Rudolf Kruse, Andreas Nürnberger
Advances in Cooperative Control and Optimization
Proceedings of the 7th Interna...
Michael J. Hirsch, Panos M. Pardalos, Robert Murphey, Don Grundel
Control Systems with Input and Output Constraints
Advanced textbooks in control ...
Adolf Hermann Glattfelder, Walter Schaufelberger
A Post-Workshop Volume, 2003 B...
Vijay Kumar, A. Stephen Morse, Naomi Leonard
Selected Topics in Dynamics and Control of Chemical and Biological Pro...
Hugo Oscar Méndez-Acosta, Ricardo Femat, Victor González-Álvarez
0 Kommentare