1. Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis. 2
2. Einleitung 3
3. Die Semantisierung des Objekts. 4
3.1. Konnotationen des Objekts. 5
3.2. Semantisierungsprozess und Koordinaten des Objekts. 6
3.3. Die Signifikation der Objekte in den audio-visuellen Medien. 6
4. Der Code im Kino. 8
4.1. Gliederungen des filmischen Codes. 8
4.2. Der Mythos der doppelten Gliederung. 9
4.3. Die Struktur der dreifachen Gliederung des filmischen Codes. 10
4.4. Die Bedeutung der dreifachen Gliederung des filmischen Codes. 11
5. Zusammenfassung. 12
6. Literaturverzeichnis. 14
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2. Einleitung
Das Thema dieser Hausarbeit ist die semiotische Filmtheorie. Die Arbeit konstituiert sich auf der Basis eines Referats über die filmsemiotischen Werke von Roland Barthes und Umberto Eco, bzw. über die „ Semantik des Objektes“ und „ Einige Proben: Der Film und das Problem der zeitgenössischen Malerei“. Der Untersuchungsgegenstand dieser Hausarbeit sind die Semantisierung des Objekts und der filmische Code. Die Untersuchung wird anhand einer Analyse durchgeführt. Zuerst wird die semiotische Filmtheorie allgemein betrachtet. Im Hauptteil konzentriert sich die Hausarbeit auf die Semantisierung des Objekts und auf den filmischen Code, welche in den obengenannten essayistischen filmtheoretischen Werken von Roland Barthes und Umberto Eco in Betracht gezogen sind. Im Schlussteil der Arbeit werden die Untersuchungsergebnisse dargestellt. Bereits seit der Entstehung des Kinos versuchten Theoretiker den Film mit der verbalen Sprache zu vergleichen. Auf Grund dessen entstand die Auffassung, dass der Film über eine eigene Sprache verfügt. Die Filmsprache wurde zu zentraler Fragestellung zahlreicher theoretischer Untersuchungen, welche zuerst auf der technischen Ebene und später auf der ästhetischen und sozial-psychologischen Fläche durchgeführt wurden.
Erst in den 30er Jahren des 20 Jahrhunderts unterbreitete der russische Literaturwissenschaftler Roman Jakobson einige strukturalistische Überlegungen zum Film auf der Grundlage der Konzeption des Zeichensystems von Augustinus, dem „Altmeister der Semiotik“ 1 .
1950 führte Jan Marie Peters eine Untersuchung des Films auf der Basis der Zeichenlehre von Charles Morris durch 2 .
Trotz dieser theoretischen Studien begann die wirkliche semiologische Beschäftigung mit dem Medium Film erst in den 60er Jahren. Sie basierte auf die Zeichenwissenschaft. Als ihre Gründer galten einerseits der Schweizer Linguist Ferdinand de Saussure und anderseits der amerikanische Philosoph Charles Sanders Peirce.
1 Jakobson, Roman: Semiotik. Ausgewählte Texte. Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main. 1988 .S.
256.
2 Kessler, Frank: Filmsemiotik In: Moderne Film Theorie. Hg: Felix, Jürgen. Bender Verlag. Mainz.
2003. S. 109.
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Am Anfang bezogen sich die Theoretiker auf die strukturalistische Zeichentheorie von Saussure und versuchten die sprachwissenschaftlichen Begriffe auf den Film zu übertragen. Später wandte sich die semiologische Filmforschung an die triadische Zeichenkonzeption von Charles Sanders Peirce, die differenzierter als das Zeichenmodell von de Saussure war.
Die primäre Aufgabe der Filmsemiotik bestand darin, eine umfassende und exakte wissenschaftliche Beschreibung der Prozesse der Signifikation im Film zu liefern 3 . In der Betrachtung möglicher syntagmischer und paradigmischer Regelmäßigkeiten, die sich durch die Zergliederung des Films ergaben, offenbarte sich seine Struktur, auf Grund der festgestellt werden konnte, wie sich Bedeutungen im Film konstituieren und wie sie zu verbindlichen Codes des Verstehens werden. Einer hervorstechender Vertreter der Filmsemiotik war Christian Metz. Er systematisierte allgemeine kinematographische Codes, welche die Bedeutungseigenschaften des Films ordnen und somit den Film von einer schriftlichen und musikalischen Aufzeichnung ausdifferenzieren.
Außer Christian Metz haben sich u.a. auch Umberto Eco und Roland Barthes mit semiologischen Fragen des Films auseinandergesetzt. Sie untersuchten auf der Basis strukturalistischer Grundannahmen, wie Zeichen im Film Bedeutung generieren.
3. Die Semantisierung des Objekts
Ähnlich wie sämtliche Wissenschaften u .a. die Mathematik, die Logik, die Sprach-, die Informations- und die Literaturwissenschaft befasst sich die
semiologisch orientierte Filmtheorie mit den Struktureigenschaften des Objekts. Im Rahmen der Filmsemiotik werden die im Bild sichtbaren Elemente als kleinste Struktureinheiten bzw. als Zeichen aufgefasst und untersucht, welche durch bestimmte Regelsysteme bzw. Codes geregelt sind. Auch Roland Barthes, als Nachfolger und Weiterentwickler von de Saussure Theorie, beschäftigt sich theoretisch mit der Struktur des Objekts, bzw. mit der Signifikation der Objekte.
Er setzt sich nicht nur mit semiologischen, sondern auch mit soziologischen, philosophischen und ästhetischen Fragestellungen auseinander. Er selbst bezeichnet
3 Andrew, J. D. : The Major Film Theories. Oxford. London. 1976. S. 214.
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sich nicht als Semiologe und sieht die Semiotik als ein Abenteuer. Trotzdem nimmt er die Sprache als Grundlage jeglicher gesellschaftlicher Sinnstiftung wahr. In seinem essayistischen Werk „Semantik des Objekts“ , entstanden 1964, legt er einige Überlegungen zum Objekt vor, untersucht wie die Menschen den Objekten Bedeutung verleihen. Dabei handelt es nicht nur um Wörter, sondern auch um visuelle Objekte. Seine analytische Untersuchung führt er aus der Perspektive der Zeichenwissenschaft.
Zunächst versucht Barthes das Objekt zu determinieren. Er behauptet, dass die Objekte nicht nur dafür sind, um Informationen zu übertragen, sondern sie bilden strukturierte Zeichensysteme wie z. B. „ Systeme von Unterschieden, Oppositionen und Kontrasten“ 4 . Er behauptet, dass die Definition des Objekts, welche in den Wörterbüchern zu finden ist, nicht aufschlussreich ist. Aus diesem Grund untersucht Barthes Konnotationen, welche den semantischen Inhalt des Objekts assoziieren können.
3.1. Konnotationen des Objekts
Anhand Konnotationen versucht Roland Barthes das Objekt zu definieren. Er unterscheidet zwei Gruppen von Konnotationen: die existenzielle und die technologische Gruppe von Assoziierten. Im Zusammenhang mit der existenziellen Konnotationen erhält das Objekt sehr schnell die Existenz einer Sache, die „unmenschlich und eigensinnig“ 5 ist. Aus dieser Perspektive existiert das Objekt laut Barthes außerhalb des Menschen. Dabei stützt er sich auf den Aufsatz „Ekel“ von Sartre. Dieselbe Behandlung des Objekts findet man bei den Malern von Stilleben und bei manchen Regisseuren, deren Stil darin besteht, über das Objekt nachzudenken.
Mit Hilfe der technologischen Konnotationen wird das Objekt als Element des Verbrauchs definiert und in Bezug auf seine soziale Verwendung semantisiert. Anhand der technologischen Konnotationen führt Roland Barthes seine These weiter.
Auf Grund der Objektbezeichnung durch die soziale Funktion ergibt sich seine „Transitivität“ 6 , d.h. das Objekt vermittelt zwischen der Handlung und dem
4 Barthes, Roland: Semantik des Objekts. in: Das semiologische Abenteur. S. 188.
5 Barthes, Roland: Semantik des Objekts. S. 188.
6 Barthes, Roland: Semantik des Objekts. S. 189.
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Arbeit zitieren:
Petia Ganeva, Stefalina Midalkos, 2004, Semiotische Filmtheorie: Die Semantisierung des Objekts und der filmische Code, München, GRIN Verlag GmbH
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