ii
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis ii
Verzeichnis der Tabellen iii
Verzeichnis der Diagramme iii
1. Überblick 01
2. Entwicklungen in der Automobilbranche in der Vergangenheit 02
2.1 Die 1970er Jahre 02
2.2 Die 1980er Jahre 03
2.3 Die 1990er Jahre 06
3. Aktuelle Situation 08
3.1 Entwicklung der Produktion in wichtigen Ländern 08
3.1.1 Produktion 08
3.1.2 Export 10
3.1.3 Import 11
3.2 Vergleich der größten Nationen in Umsatz, Beschäftigung und 12
Produktion
3.3 Vergleich der größten Unternehmen der Branche 14
4. Trends und Ausblick 16
4.1 Rolle Chinas 16
4.2 Antriebstechnologien 18
4.3 Ausblick auf die Gesamtentwicklung 19
5. Fazit 22
Literaturverzeichnis 63
iii
VERZEICHNIS DER TABELLEN
Produktionszahlen nach Ländern Tabelle 1: 08
Exportdaten der drei großen Herstellerländer 2005 Tabelle 2: 10
Importdaten der drei großen Herstellerländer 2005 Tabelle 3: 11 Produktion nach Unternehmen Tabelle 4: 14
VERZEICHNIS DER DIAGRAMME
Diagramm 1: Produktionsentwicklung im Vergleich zu 2001 09
Diagramm 2: Umsatz in den fünf größten Herstellerländern 12
Diagramm 3: Beschäftigung in den fünf größten Herstellerländern 13
Diagramm 4: Produktion in den fünf größten Herstellerländern 13
Diagramm 5: Veränderung der Produktion nach Unternehmen 15
Die Automobilbranche ist seit vielen Jahrzehnten eine Industrie, in der weltweit viele Menschen beschäftigt werden und die einen überdurchschnittlich hohen Anteil am Bruttoinlandsprodukt einiger Länder hat. Inzwischen werden weltweit mehr als 54 Millionen Fahrzeuge pro Jahr produziert, und alleine in den drei Ländern, in denen am meisten produziert wird (USA, Japan, Deutschland), wird ein Umsatz von zusammen über einer Milliarde Euro erzielt.
In dieser Arbeit werden verschiedene Aspekte der Automobilindustrie beschrieben. Zunächst wird ein Überblick über die vergangenen Jahrzehnte seit 1970 gegeben, in den sich die Automobilindustrie stark verändert hat. Dabei wird sowohl auf Veränderungen eingegangen, die von außerhalb der Industrie induziert wurden, als auch auf Entwicklungen, die sich durch den Wettbewerb innerhalb der Branche ergeben haben. Danach wird die aktuelle Situation in den letzten fünf Jahren dargestellt. Dabei wird besonders auf die Entwicklungen von Produktion, Export und Import eingegangen. Der Fokus liegt dabei auf den größten Produktionsländern, jedoch wird ebenfalls auf die produzierenden Unternehmen eingegangen.
Außerdem wird ein Ausblick auf die Faktoren gegeben, die die Industrie in der Zukunft beeinflussen werden. Neben allgemeinen Aussichten wird insbesondere auf die Rolle der aufstrebenden Nation China sowie auf langfristige Antriebstechnologien eingegangen.
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklungen in der Automobilbranche seit 1970. Es beschreibt die Veränderungen, die sich in der Branche und für die Hersteller ergaben und wie diese darauf reagierten. Die Gliederung orientiert sich an Jahrzehnten.
2.1 Die 1970er Jahre
In den 70er Jahren gab es einige Veränderungen in der Automobilbranche, die teils durch Faktoren außerhalb der Branche, teils durch Entwicklungen innerhalb der Branche beeinflusst wurden.
Eine der wichtigen Entwicklungen war das Auftauchen von neuen Karosserieformen der Fahrzeuge. Während lange Zeit nur wenige Karosserieformen gebaut wurden, entwickelten sich in den 70ern viele neue Typen wie z.B. Coupés, Kombis, und weitere neue Formen. Dieser Schritt der Diversifizierung führte natürlich zu höheren Kosten in der Entwicklung 1 . Ebenso wurde der Antrieb verändert: Herkömmliche Autos wurden in der Regel von einem Heckantrieb angetrieben, während sich in den 70er Jahren der Frontantrieb immer weiter durchsetzte. Dadurch wurden auch weitere Entwicklungsschübe an anderen Bauteilen angeregt, so dass sich dadurch eine Reihe von weiteren Innovationen ergab 2 .
Ein zusätzlicher Grund für Innovationen wurden durch die Ölkrise von 1973, als der Ölpreis durch eine Reduzierung der Fördermenge der OPEC stark anstieg und die Automobilhersteller gezwungen waren, sparsamere Motoren zu entwickeln 3 . Vor der Ölkrise wurde auf den Treibstoffverbrauch kein so großes Augenmerk gelegt.
In dem Jahrzehnt entwickelte sich ebenfalls ein neues Geschäftsmodell in der Automobilbranche: Durch immer mehr Projekte wuchs der Bedarf an Entwicklungsingenieuren, jedoch stiegen die Ressourcen der Hersteller nicht in gleichem
1 Vgl. Kurek, Rainer: Erfolgsstrategien für Automobilzulieferer. 2004. Berlin, Heidelberg: Springer. S. 11
2 Vgl. Jürgens, U. et al.: Moderne Zeiten in der Automobilfabrik. 1989. Berlin: Springer. S. 21
3 Vgl. Jürgens, U. et al.: ebd. S. 20
3
Maße. Somit wurden zunächst kleinere Entwicklungsarbeiten an Zulieferer vergeben 4 , die ab dem Zeitpunkt nicht mehr nur reine Hersteller von Bauteilen waren, sondern diese auch in Zusammenarbeit mit den Original Equipment Manufacturern (OEMs) entwickelten. Dieses Prinzips des Outsourcings der Entwicklungsarbeit an Zuliefererfirmen hat sich in den darauffolgenden Jahrzehnten weiter verstärkt. Der Trend hält bis heute an.
Außerdem gab es zusätzlich einige Faktoren, die mit der Globalisierung der Automobilindustrie zusammenhängen und mit denen sich die Unternehmen auseinander setzen mussten.
Zunächst ist die Freigabe der Währungswechselkurse zu nennen 5 . Diese waren bis 1973 an den Dollarkurs gebunden, der wiederum an den Goldpreis gebunden war. Dies wurde im sogenannten Bretton-Woods-System festgelegt, das 1944 beschlossen wurde und 1973 zusammenbrach. Daraufhin konnten sich die Hersteller nicht mehr auf gleichbleibende Wechselkurse verlassen. Fluktuationen von kurzfristig 50% erhöhten die Unsicherheit der exportierenden Automobilunternehmen 6 .
Zum anderen ist das vermehrte Auftreten der japanischen Hersteller auf den Weltmarkt zu nennen. In den 1970er Jahren begannen die japanischen Unternehmen, ihre Produkte nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und andere Märkten verstärkt anzubieten 7 . Die zunehmende Qualität der Fahrzeuge ließ sie dabei als ernsthafte Konkurrenz zu den etablierten Unternehmen erscheinen. Es wurde deutlich, dass dies für die traditionellen Hersteller nicht nur einen Besorgnis erregenden Faktor bedeutete, sondern dass die Anteile am Weltmarkt neu verteilt werden könnten 8 . Wie sich heute herausgestellt hat, haben die japanischen Automobilhersteller tatsächlich einen großen Anteil am Weltmarkt erreicht.
2.2 Die 1980er Jahre
In den 1980er Jahren setzten sich die Entwicklungen des vorherigen Jahrzehnts fort. Technische Entwicklungen führten zu weiterer Innovation.
Zunächst vertiefte sich die Entwicklung des Outsourcings gewisser Dienstleistungen . Die Zulieferer übernahmen immer weitere Arbeitsschritte in der Produktion und Entwicklung.
4 Vgl. Kurek, R.: a.a.O. S. 11
5 Vgl. Jürgens, U. et al.: a.a.O. S. 20
6 Vgl. Jürgens, U. et al.: ebd.
7 Vgl. Jürgens, U. et al.: ebd. S. 22
8 Vgl. Jürgens, U. et al.: ebd.
4
Dadurch wurden die Automobilzulieferer „integrale Entwicklungspartner“ 9 , so dass sich die Wertschöpfung weiter in ihre Richtung verschob. Ebenfalls kam es bereits zu einer ersten Differenzierung unter den Zulieferern 10 .
Weitere Ereignisse in den 1980er Jahren ergaben sich aus einer sogenannten industriellen Revolution. Von einigen wird diese die zweite industrielle Revolution genannt 11 , während andere bereits die dritte industrielle Revolution sehen 12 . Die industrielle Revolution in den 1980er Jahren bezieht sich in jedem Fall auf das Aufkommen einiger neuer Technologien, die der Wirtschaft bis dahin noch nicht zur Verfügung standen. Insbesondere sind dabei folgende Technologien zu nennen 13 :
Die Informationstechnologie, die in dem Jahrzehnt immer weitere Anwendungen ermöglichte. Viele Bereiche innerhalb der Informationstechnologie verschmolzen und boten so viele Möglichkeiten, die sich vorher nicht boten. Die Rechenleistung, die sich dabei bot, wurde in der Automobilbranche neben der Entwicklung auch zur Simulation bestimmter Situationen benutzt 14 , z.B. von Fahreigenschaften und bei Crashtests.
Die Biotechnologie, die viele neue Industriezweige erzeugt, in deren Mittelpunkt die Gentechnik steht. Die Biotechnologie ist für die Automobilbranche nicht von direktem Nutzen, allerdings kann sie u.a. zum Umweltschutz eingesetzt werden. Insgesamt wird die Automobilbranche von dieser Technologie nur leicht tangiert. Eine neue Werkstofftechnik, die nicht nur natürliche Rohstoffe verarbeitet und benutzt, sondern eigens neue Stoffe künstlich schafft.
Eine neue Energietechnik, die sich von hergebrachten, fossilen Energiequellen wie Kohle, Erdöl und Erdgas sowie der Nuklearenergie abwendet und neue Energieformen sucht, die erneuerbar sind. Zu diesen erneuerbaren Energien zählen z.B. die Windenergie, Wasserenergie, Biomasse usw. Insgesamt sind diese neuen Technologien in der 80er Jahren für die Automobilbranche noch nicht sonderlich wirtschaftlich interessant, allerdings hat man erkannt, dass die Abhängigkeit vom
9 Kurek, R.: a.a.O. S. 12
10 Vgl. Kurek, R.: ebd.
11 Vgl. Peren, Franz W.: Krise als Chance: Wohin steuert die deutsche Automobilwirtschaft? 1994. Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine Zeitung. S. 21
12 Vgl. Welsch, J.: Globalisierung, neue Technologien und regionale Qualifizierungspolitik. (2000). Marburg: k. V. zitiert nach: Zell, H.: 1.2 „Dritte industrielle Revolution": Schnelle Verbreitung der neuen Informations-und Kommunikationstechnologien. Online unter: http://www.ibim.de/wigeo/1-2.htm (16. Dezember 2006).
13 Vgl. Peren, F. W.: a.a.O. S. 21ff.
14 Vgl. Kurek, R.: a.a.O. S. 12
Arbeit zitieren:
Benedikt Kantus, 2007, Die globale Automobilindustrie, München, GRIN Verlag GmbH
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