Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
1 EINLEITUNG 1
1.1 Lagerung 2
1.2 Funktionen der Lagerhaltung 3
1.3 Lagertechnik 3
1.4 Kommissionierung 4
1.5 Kommissionieraufgabe 5
2 AUFGABE VON FÖRDERSYSTEMEN 7
3 FÖRDERMITTEL 9
3.1 Stetigförderer 10
3.1.1 Flurfreier Deckenkreisförderer 10
3.1.2 Flurgebundener Unterflurschleppkettenförderer 11
3.2 Vor und Nachteile von Stetigförderern 12
3.3 Unstetigförderer 12
3.3.1 Flurfreie Hängebahn 12
3.3.2 Gabelstapler 14
3.3.2.1 Hubwagen 14
3.3.2.2 Schubmaststapler 14
3.3.2.3 Gegengewichtstapler 15
3.3.3 Fahrerlose Transportsysteme 16
I
Vor- und Nachteile von Unstetigförderern 16 3.4
4 ANWENDUNGSBEISPIELE 18 4.1 Paternosterregal 18
4.2 Fließ- und Rollenbänder 19
4.3 Regalbediengerät 21
4.4 Förderband 23
5 FAZIT UND AUSBLICK 25 LITERATURVERZEICHNIS VII
II
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: AUFGABEN VON FÖRDERSYSTEMEN
ABBILDUNG 2: EINFLUSSFAKTOREN UND ZIELGRÖßEN EINES INNERBETRIEBLICHEN
TRANSPORTSYSTEMS
ABBILDUNG 3: EINTEILUNG DER FLURFÖRDERMITTEL
ABBILDUNG 4: PRINZIPDARSTELLUNG EINES KREISFÖRDERES
ABBILDUNG 5: SCHLEPPKETTE MIT GEH-GABELHUBWAGEN
ABBILDUNG 6: PRINZIP EINER ELEKTROHÄNGEBAHN
ABBILDUNG 7: GEGENGEWICHTSTAPLER IM ARBEITSEINSATZ
ABBILDUNG 8: ÜBERBLICK ÜBER VOR- UND NACHTEILE DER FÖRDERER
ABBILDUNG 9: PC- GESTEUERTES PATERNOSTERREGAL
ABBILDUNG 10: KOMMISSIONIERZONE
ABBILDUNG 11: HOCHREGALLAGER ERDINGER WEIßBRÄU
ABBILDUNG 12: FÖRDERBAND IM TAGEBAU
ABBILDUNG 13: ABWURFSTATION
III
1 Einleitung
In der heutigen Zeit fordern viele Kunden eine immer höhere Lieferbereitschaft, -flexibilität und Qualität bei immer kleiner werdenden Stückzahlen. Durch die weit verbreitete Just-in-time-Fertigung verlangt der Kunde seine Ware in den richtigen Mengen und zur richtigen Zeit. Diese hohen Ansprüche stellen enorme Anforderungen an die zuliefernden Unternehmen und vor allem an deren interne Logistik. Es muss gewährleistet werden, dass die Kundenwünsche schnellst-und bestmöglich erfüllt werden können. Diese Tatsache lässt heutzutage eine besondere Aufmerksamkeit für die internen Transportsysteme entstehen. Diese Seminararbeit behandelt den Einsatz von Fördersystemen in Lager und Kommissionierung. Sie soll zunächst einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Fördersystemen in Lager und Kommissionierung als den hauptsächlich betroffenen Bereich der internen Logistik geben. Weiter wird deren Aufgabe näher betrachtet werden und eine Klassifizierung der einzelnen Fördermittel vorgenommen werden.
Zum Ende der Arbeit soll anhand einiger Beispiele gezeigt werden wie interne Transportsysteme in heutigen Unternehmen eingesetzt werden. Dies wird über zwei theoretische Darstellungen, dem Paternosterregal und Fließ- und Rollenbändern sowie an zwei Praxisbeispielen erfolgen. Anhand von Erdinger Weißbräu wird die Verwendung von Regalbediengeräten in einem Hochregallager veranschaulicht werden. Die Anwendung von Förderbändern wird mit Hilfe des Garzweiler Tagebau der RWE verdeutlicht werden.
1
Lager und Kommissionierung
Die Wahl der Fördersysteme ist abhängig von den verschiedensten Anforderungen des Unternehmens an das Lager und die Kommissionierung. Selbst bei gleichen Techniken gibt es noch viele unterschiedliche Anforderungen und somit auch in der Basis gleiche im Detail jedoch unterschiedliche Fördersysteme. Des Weiteren kommt es auf Grund der verschiedenen Hersteller der Fördersysteme zu Abweichungen in der exakten Bauart und Benutzung. Diese Unterschiede führen zu einer beispielhaften Erklärung an verschiedenen innerbetrieblichen Fördersystemen. Auf detaillierte Spezifikationen wird auf Grund der Verständlichkeit verzichtet.
1.1 Lagerung
Das Lager ist der Bereich eines Unternehmens, an dem gelagert wird bzw. ein Bestand an beweglichen Sachmitteln (Produktionsfaktoren, Halbfertig- oder Fertigerzeugnissen), der für eine bestimmte Zeit nicht in das Leistungsgeschehen einbezogen wird.
Aus logistischer Sicht dient das Lager der Zeitüberbrückung und nimmt regelmäßig drei Funktionen war:
Die zeitliche und mengenmäßige Ausgleichsfunktion, die Sicherungsfunktion sowie die Assortierungsfunktion (Sortimentsbildung). 1 Das Lagern stellt einen bedeutenden Faktor im gesamtbetrieblichen Ablauf dar. Dies hängt damit zusammen, dass zwei Drittel der Gesamtlogistikkosten auf die Lagerhaltungskosten entfallen.
Trotz der drastischen technischen Weiterentwicklung ist es für Industrie und Handel undenkbar ohne Lager auszukommen.
1 Vgl. Klaus / Krieger, 1998 Seite 255.
2
Durch geeignete Fördersysteme bietet sich somit ein großes Rationalisierungspotenzial in diesem Bereich an. Dies ist abhängig von der Funktion der Lagerhaltung und dadurch auch der Lagertechnik.
1.2 Funktionen der Lagerhaltung
Heutzutage kann die Aufgabe der Lagerhaltung in vier Hauptfunktionen gegliedert werden: Ausgleichsfunktion
Die Ausgleichsfunktion betrifft zeitliche und mengenmäßige Dissonanzen, die durch die Lagerhaltung kompensiert werden. Sicherungsfunktion
Die Sicherungsfunktion wird durch ein häufig existierendes Informationsdefizits für die Lagerhaltung relevant. Dieses Informationsdefizit beinhaltet Liefermenge, Bedarfszeitpunkte, Lieferzeitpunkte, Lagerschwund u.a. . Spekulationsfunktion
Die Spekulationsfunktion entsteht durch die Angst vor Preiserhöhung und somit der Mehreindeckung als des aktuellen Bedarfes. Veredelungsfunktion
Die Veredelungsfunktion ruft eine Qualitätsverbesserung bei den Produkten hervor.
1.3 Lagertechnik
Die Lagertechnik bzw. das Lagersystem wird bestimmt durch den verfügbaren Raum, den Güterfluss, durch die Art des Sortimentes und der Art des Lagergutes.
3
Hier gibt es ebenfalls vier verschiedene Einteilungen: Bodenlager
Bei dem Bodenlager werden die Lagergüter flach auf den Boden gelegt. Blocklager
Bei der Blocklagerung werden die Lagergüter in großen Blöcken auf dem Boden gelagert und abhängig von der Art der Güter teilweise auch gestapelt. Zeilenlager
Bei Zeilenlagern werden die Lagergüter in Reihen gelagert. Regallager
Bei den Regallagern werden die Lagergüter in Regalen auf mehreren Ebenen gelagert. Hierdurch ist ein direkter Zugriff auf die Lagergüter jeder Zeit möglich. Die Art des Regallagers hängt davon ab, ob eine statische oder eine dynamische Lagerung vorliegt. Dies bedeutet, dass die Güter entweder zwischen Ein-und Auslagerung nicht bewegt bzw. bewegt werden.
1.4 Kommissionierung
Eine der wichtigsten logistischen Aufgaben im Lagerbereich ist die Kommissionierung. Aus Untersuchungen weiß man, dass die Kommissionierkosten bis 50% und mehr der gesamten Lagerkosten betragen können.
Da viele Abnehmer immer öfter die Just-in-time-Strategie verfolgen sind viele Lieferanten gezwungen immer mehr Sendungen mit kleineren Stückzahlen je Artikel abzufertigen. Der daraus resultierende Kosten- und Leistungsdruck
4
zwingt Hersteller dazu, die körperliche Auftragsabwicklung im Lager kritisch zu untersuchen. 2
Kommissionieren ist das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen (Artikeln) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Be-darfsinformationen (Aufträgen), d.h. die im Lager artikelorientiert gehaltenen Materialien werden in auftragsorientierte Zusammenstellungen umgewandelt.
1.5 Kommissionieraufgabe
Die Kommissionieraufgabe kann organisatorisch gelöst werden, indem ein Mitarbeiter durch das Lager geht und manuell die angeforderten Artikel, anhand der Pick-Liste (Entnahmeliste), aus den Lagerfächern entnimmt. Vergleichbar ist dieser Vorgang mit einem Kunden im Supermarkt, der seinen Einkaufszettel abarbeitet. Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um ein traditionelles Prinzip, welches als Mann-zur-Ware-Prinzip mit statischer Bereitstellung der Ware bezeichnet wird. Es lässt sich zwar eine hohe Kommissionierleistung erreichen, da mehrere Kommissioniere zur selben Zeit eingesetzt werden können, doch verlangen viele Wege durchs Lager, ergonomisch ungünstige Arbeitsabläufe und begrenzte Reichweiten des Menschen im Kommissionierbereich nach technischen Hilfen und Automatisierungen.
Die Menschengerecht Kommissionierung wird durch das so genante Warezum-Mann-Prinzip ermöglicht. Der Materialfluss bei der Kommissionierung besteht in erster Linie aus Bereitstellung, Entnahme, Fortbewegung und Abgabe. In modernen Unternehmen welche nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip agieren beschränkt sich die menschliche Tätigkeit im Große und Ganzen auf die Entnahme. Bei dieser Vorgehensweise steigen die Anforderungen an Lager und Transportsysteme. Vor allem an das Zusammenspiel zwischen Lagertechnik,
2 Vgl. Bito Lagertechnik Bittman GmbH, „Kommissionieren: Systembeispiele + Praxisbespiele“,
2004, Seite 2.6.
5
Arbeit zitieren:
Stefan Walter, Marc Deichmann, 2006, Einsatz von Fördersystemen in Lager und Kommissionierung, München, GRIN Verlag GmbH
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