Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Einleitung 2
1. Klassenführung 3
1.1 Einführung von Regeln und Prozeduren 3
1.2 Classroom Management 5
2. Unterrichtsstrukturierung 7
2.1 Merkmale eines klar strukturierten Unterrichts 8
2.2 Forschungsergebnisse 9
2.3 Vorgehensweise 9
3. Lernzeitnutzung 11
3.1 Indikatoren 11
3.2 Die Rolle der Lernzeit für die Qualität des Unterrichts 12
3.3 Vorgehensweise 13
4. Literaturverzeichnis 13
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Einleitung
Bei der Frage nach gutem Unterricht gibt es viele verschiedene Faktoren, die zu beachten sind. Bei der folgenden Ausarbeitung soll auf den Punkt der Lehrerzentrierung eingegangen werden, der eine Schlüsselrolle guten Unterrichts einnimmt. Hierbei werden vor allem die Aspekte einer effizienten Klassenführung, Unterrichtsstrukturierung und Lernzeitnutzung besprochen. Es wird versucht zu klären, was unter diesen Aspekten genau zu verstehen ist, wie sie umgesetzt und zu einem guten Unterricht beitragen können.
Verschiedene Regeln und Prozeduren, Vorgehensweisen, Indikatoren sowie Forschungsergebnisse werden angesprochen und analysiert. Weiterhin wird die Rolle der Lehrer sowie der Schüler unter die Lupe genommen. Am Ende der Arbeit soll zumindest ansatzweise geklärt sein, was unter „Gutem Unterricht“ im Zusammenhang mit einer effizienten Klassenführung, einer klaren Unterrichtsstrukturierung und echter Lernzeitnutzung zu verstehen ist. Da diese Arbeit nur einen sehr geringen Umfang hat, hat sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur einen Ausschnitt wiedergeben, der die zentralen Punkte darstellt.
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1. Klassenführung
Die effiziente Führung einer Klasse ist eine Vorausbedingung für guten und anspruchsvollen Unterricht und hat eine große Relevanz für das Lernen und Leisten. In Deutschland spielt die Klassenführung jedoch in der Lehrerausbildung und in der aktuellen pädagogischen Diskussion noch immer nur eine untergeordnete Rolle. Dabei geht es bei einer effizienten Klassenführung - entgegen einem weit verbreiteten Missverständnis - nicht primär um die Sicherung von Ruhe und Disziplin, sondern darum, die Schüler einer Klasse zu motivieren, sich möglichst lange und intensiv auf die erforderlichen Lernaktivitäten zu konzentrieren und den Unterricht möglichst störungsfrei zu gestalten. Aus diesem Grund kann der Klassenführung eine Schlüsselrolle im Unterricht beigemessen werden.
Internationale Forschungen zeigen, dass kein anders Merkmal so eindeutig und konsistent mit dem Leistungsniveau und dem Leistungsfortschritt von Schulklassen korreliert wie die Klassenführung. So befindet sich z.B. „classroom management“ an der zweiten Stelle der Rangliste in der Metaanalyse zu Bedingungsfaktoren schulischer Leistungen von Wang et. al. (1993, S. 93).
1.1 Einführung von Regeln und Prozeduren
Ein Kernelement effizienter Klassenführung ist die Vereinbarung von Regeln und Prozeduren. Regeln beziehen sich vor allem auf allgemeine Standards des Verhaltens, während sich Prozeduren auf sehr spezifische Verhaltensmuster beziehen. Beispiele hierfür wären: Wann und wie man seine Schulsachen auspackt, ob oder wann man gegebenenfalls was im Unterricht essen oder trinken darf, welche Verpflichtungen sich durch den Brötchenverkauf in der Pause ergeben, oder wann man den Klassenraum betreten darf und wann man ihn verlassen muss. Wichtig bei der Einführung von Regeln und Prozeduren ist es, dass diese gemeinsam mit den Schülern am Anfang des Schuljahrs besprochen und eingeführt werden.
Weiterhin beachtet werden sollte, dass Regeln kennen und sie befolgen, zwei paar Schuhe sind.
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Es hängt entscheidend davon ab, ob die Lehrkraft sie kind- bzw. schülerangemessen begründet, ob sie unter Beteiligung der Schüler und Schülerinnen festgelegt werden und welche Konsequenzen mit Regelverletzungen verknüpft sind und wie konsequent auf deren Einhaltung geachtet wird. Bei diesem Punkt kommen die elementaren Lernprinzipien des Bekräftigungslernens ins Spiel. „Eine wirksame Einführung von Regeln erfordert die situationsangemessene Beherrschung der vier klassischen Varianten der Verstärkung:
(1) positive Verstärkung,
(2) Bestrafung,
(3) negative Verstärkung (Entfernung eines aversiven, unerfreulichen Reizes) und (4) Entzug eines positiven Verstärkers.
Methoden (1) und (3) erhöhen die Auftretenswahrscheinlichkeit des entsprechenden Verhaltens (z.B. regelrechtes) Verhalten), Methoden (2) und (4) verringern sie.“ (Helmke Andreas: Unterrichtsqualität - erfassen, bewerten, verbessern. Seelze 2004, S. 81) Bei der Ausführung von Lob und Strafen sollten Lehrer einige wichtige Bedingungen beachten. Zu diesen gehört, dass Bestrafungen durch Erinnern an die betreffende Regel begründet werden. Strafen sollten fair und konsequent bei allen Schülern angewendet werden und sie sollten im Verhältnis zur gemachten Störung stehen. Der Schüler sollte die Bestrafung nicht als Rache empfinden, sondern durch die Bestrafung zu prosozialem Handeln angeregt werden. Sie können eine Aufgabe bekommen, die den Unterrichtsablauf unterstützt wie z.B. Informationen zu einem Thema sammeln, einen Klassendienst übernehmen, ein Kurzvortrag vorbereiten und halten usw. Werden diese und weitere Bedingungen beachtet und eingehalten, fühlen sich Schüler und Schülerinnen gerecht behandelt. Dies führt wiederum zu einem positiveren Klassenklima und verbessert die Unterrichtsqualität (vgl. Helmke, S. 78-81).
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Arbeit zitieren:
Christian Altkemper, 2006, Lehrerzentrierung, München, GRIN Verlag GmbH
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