Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 1
2. Heilsgeschichte im Neuen Testament 2
2.1. Vorbemerkungen 2
2.1.1. Der Begriff „Heilsgeschichte“ 2
2.1.2. Grundlagen im AT 3
2.1.3. Verbindungen 4
2.2. Heil und Erlösung im NT 4
2.3. Heil und Erlösung bei den Synoptikern und in der Apostelgeschichte 4
2.4. Heil und Erlösung in den johanneischen Schriften 7
2.5. Heil und Erlösung im Corpus Paulinum 8
2.6. Heil und Erlösung im Hebräerbrief und den katholischen Briefen 9
3. Fazit 10
Bibliographie 12
1. Einführung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Heilsgeschichte im Neuen
Im Wesentlichen konzentriert sie sich auf heilsgeschichtliche Kategorien und Begriffe
Diese Hausarbeit beschäftigt sich grundsätzlich mit den biblischen Grundlagen von
Konkret werden dabei folgende Fragen zu Grunde gelegt: Wie wird Heilsgeschichte im
Heilsgeschichtliches Denken und Handeln im Neuen Testament meint einen „aktiven“
In diesem Teil der Hausarbeit werden knapp die Voraussetzungen für das Thema Heilsgeschichte erläutert. Hierfür wird kurz auf den Begriff Heilsgeschichte eingegangen, die Ursprünge im Alten Testament werden skizziert und es werden Verbindungen zu den angrenzenden Themengebieten Eschatologie/Apokalyptik und Christologie/Soteriologie aufgezeigt.
2.1.1. Der Begriff „Heilsgeschichte“
Um den Begriff Heilsgeschichte verwenden zu können, müssen die Voraussetzungen desselbigen geklärt werden. Der Begriff Heilsgeschichte setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Heil und Geschichte. Diese sollen im Folgenden kurz erläutert werden.
Heil kann sich einerseits auf geschichtliche Ereignisse oder andererseits auf menschliches oder göttliches Handeln beziehen; einmal also als passiver und einmal als aktiver „Weg“ zum Erreichen endgültigen Heils. In der christlichen Tradition bildet das Heil, welches durch Gott den Menschen eröffnet wird, die Grundlage. Somit wird im Folgenden das Wort Heil mit dieser Definition verwendet. 3 Die geschichtliche Dimension des Heils wirkt sich in der „ausdrücklichen Erkenntnis der Geschichte und Geschichtlichkeit als Deutungskategorie, [der] Erkenntnis der universalen Bedeutsamkeit geschichtlicher Ereignisse und Faktizitäten, [dem] Bewusstsein der transzendenten, urständlichen und geschichtlichen Einheit der Menschheit und ihrer Geschichte [und dem] Selbstverständnis des Menschen“ 4 aus. Das bedeutet, dass der Mensch sein Heil nicht nur zeitlich, sondern universell begreifen muss. Heil passiert nicht in der Geschichte, sondern Geschichte ist Heil: „Die Geschichte [ist] selbst also Prädikat des Heils und das Heil als Prädikat der Geschichte.“ 5
Inhaltlich werden dem Begriff der Heilsgeschichte jegliche, nicht nur jüdischchristliche, Heilserfahrungen der Menschheit zugeordnet. Das bedeutet, dass es eine
Unger 3
„vorchristliche“ Heilsgeschichte, aber auch eine „außerchristliche“ Heilsgeschichte gibt. Beide sind als von Gott gewollt und positiv behaftet anzusehen. 6 Heilsgeschichte im jüdisch-christlichen Kontext ereignet sich immer dort, „wo nicht nur Gnade und Offenbarung […] sich ereignen, sondern auch das geschichtliche und reflexe Zu-sich-selber-Kommen dieses Ereignisses noch einmal zum Heilsereignis als solchem selber gehört und diese Zugehörigkeit unterscheidbar von anderen geschichtlichen Ereignissen von Gott garantiert ist.“ 7 Man kann Heilsgeschichte also als einen „passiven“, Gott gewollten Weg der Selbsterkenntnis, der sich in der Geschichte der Menschheit wiederspiegelt, begreifen. Diese Definition ist im Folgenden wichtig, da im Neuen Testament Gott oft als Subjekt dargestellt wird, der Jesus Christus als Erlöser zu den Menschen gesandt hat und die Menschen durch seinen Sohn dazu auffordert umzukehren und ein frommes Leben zu führen, damit sie am ewigen Heil teilhaben können.
2.1.2. Grundlagen im AT
Das biblische Konstruktionsmodell der Heilsgeschichtliche begann mit dem Zeitalter der Monarchie (1000 - 586 v. Chr.) in Israel. 8 Dort hat sich Jahwe als der Gott Israels herauskristallisiert. Die Rolle dieses Gottes lässt sich z.B. dem „kleinen heilsgeschichtlichen Credo“ in Dtn 26,5-10 entnehmen. Gott ist der allmächtige Herr über Zeit und Geschichte, in welcher er seinen Willen und seine Macht demonstriert. Das Volk Israels wurde von Gott erwählt, weshalb die Geschichte Israels eine „Heils-Geschichte“ ist. Gott hat das Volk in seinem Leiden in Ägypten erhört und sein Versprechen, ihnen ein Land zu geben, wahr gemacht. Die Art der Bezeichnung Gottes im Alten Testament als „Vater, Bruder, Verwandter väterlicherseits“ 9 stellen Gottes „Funktionen [und sein] erlösendes, heilvolles Wirken zugunsten [seiner] Schutzbefohlenen“ 10 dar. Wichtigstes Symbol der Heilsgeschichte ist der Bund des Volkes Israel mit Gott. Beide Seiten sind „Vertragspartner“, die ihren Vertrag einhalten müssen. Die Israeliten halten sich an die zehn Gebote und die Tora und Gott schenkt ihnen für diesen Gehorsam das endgültige Heil. Hält Israel sich nicht an den geschlossenen Bund (Ungehorsam), resultiert dies im Unheil. 11
Arbeit zitieren:
Kristin Unger, 2007, Heilsgeschichte im Neuen Testament - Heil und Erlösung, München, GRIN Verlag GmbH
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