Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Grundlagen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement 3
2.1 Definition 3
2.2 Entstehung 3
2.3 Aktuelle Situation in Deutschland 4
2.4 Gründe und Nutzen von betrieblichem Mobilitätsmanagement 4
2.5 Ziel des betrieblichen Mobilitätsmanagements 5
3 Theoretische Grundlagen für betriebliche Mobilitätsmanagement-
Konzepte 6
3.1 Voraussetzungen 6
3.2 Ansätze 6
3.2.1 Förderung von Alternativen zum PKW 7
3.2.2 Motorisierter Individualverkehr 7
3.2.3 Information 8
3.2.4 Geschäftsreisemanagement 8
3.2.5 Arbeitsorganisation 9
3.3 Push- oder Pull Maßnahmen 9
3.4 Vorgehen 10
3.4.1 Aktionsorientierte Methode 10
3.4.2 Integrale Methode 11
4 Erfahrungen mit betrieblichen Mobilitätsmanagement- Konzepten 12
5 Fallbeispiel: Lufthansa Technik AG Basis Hamburg 14
6 Schlussbetrachtung 18
Quellenverzeichnis 19 NA
1
1 Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuell steigenden Verkehrsaufkommen, speziell im Berufs- und Geschäftsverkehr, in Deutschland und den dadurch auftretenden Problemen für Unternehmen. Dabei stellt sich die Frage, welche Maßnahmen auf betrieblicher Basis durchgeführt werden können, um diesem Problem im Rahmen betrieblicher Mobilitätsmanagement- Konzepte sinnvoll und nützlich entgegen treten zu können. Auf die Beschäftigung mit dem Güterverkehr, welche bereits im Rahmen der betrieblichen Logistik 1 umfassend durchgeführt wird, an dieser Stelle werden auch die nötigen Optimierungs- verfahren unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten entwickelt (Müller, 2001, S. 4), wird in dieser Arbeit, abgesehen von der Definition des betrieblichen Mobilitätsmanagements, nicht eingegangen. Damit ist diese Arbeit nur auf Vorgehen, Maßnahmen und Erfahrungen, die sich mit dem Personenverkehr beschäftigen, bezogen. Beginnend werden dem Leser einige Grundlagen zum Einstieg in dieses Thema in Form einer Definition und der Entstehung des betrieblichen Mobilitätsmanagements, gefolgt von einer kurzen Darstellung der aktuellen Situation in Deutschland, gegeben. Dem angeschlossen erfolgt die Nennung einiger Gründe, Nutzen und Ziele für den Einsatz eines solchen Managements. Im dritten Kapitel werden dann ausführlich die Voraussetzungen, die Ansätze und das entsprechende Vorgehen mit den theoretischen Möglichkeiten dargestellt, bevor im vierten Abschnitt grundlegende Erfahrungen mit betrieblichen Mobilitätsmanagement- Konzepten vorgestellt werden. Beendet wird diese Arbeit mit einem detaillierten Fallbeispiel und einer abschließenden Schlussbetrachtung, durch die der Kreis dieser Arbeit geschlossen wird.
1 Siehe zu weitern Ausführungen: K.W. Hansmann, Industrielles Management, 7. Aufl., München, 2001, S. 294 - 300
2
2 Grundlagen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement
2.1 Definition
Unter betrieblichem Mobilitätsmanagement ist jede Art von Information und Beratung zu verstehen, durch deren Einsatz das Verkehrsgeschehen eines Betriebes transparent und beeinflussbar wird. Damit wird die sozial- und umweltgerichtete Gestaltung des Verkehrs der einzelnen Betriebe umfasst, sowie der Verkehr, der von ihnen verursacht wurde. Es handelt sich dabei um Verkehr im Personen- und im Güterbereich. Zum Personenverkehr gehören Berufsverkehr, Dienst-/ Geschäftsreisen und Kunden-/ Besucherverkehr und zum Güterverkehr sind Zuliefer-, Produktions- und Auslieferverkehr zu zählen (Bruns, 2002, S. 7).
2.2 Entstehung
Das betriebliche Mobilitätsmanagement hat seine Wurzeln in den USA. Hier wurden aufgrund von Luftreinhaltungsgesetzen von den Betrieben bereits in den 70er Jahren und verstärkt in den 80er Jahren Konzepte für den Berufverkehr entwickelt, die die Aufgabe hatten, die vorhandenen Verkehrssysteme in ihrer Effizienz zu verbessern. Bekannt geworden ist dieser Ansatz unter der Bezeichnung: Transportation Demand Management 2 . Im europäischen Raum ist das betriebliche Mobilitätsmanagement um 1990 als erstes von Betrieben in den Niederlanden aufgenommen worden. Seit dem gibt es Betriebe in mehreren Ländern, die sich mit diesem Thema befassen. Hierzu gehört seit Mitte der Neunziger auch Deutschland (Müller, 2001, S. 4; Tiefbauamt der Stadt Zürich, 2002, S. 1) In Deutschland ist das betriebliche Mobilitätsmanagement im Sinne der obigen Definition zwar erst seit Mitte der Neunziger im Interesse der Unternehmen, aber die Beschäftigung mit Einzelaspekten, z.B. Werksbusse in den 50er und
2 Siehe zu weitern Ausführungen R. de Tommasi, Mobilitätsmanagement als neue verkehrspolitische Strategie, Bern, 2000, S. 7f.
3
60er Jahren, also die Erreichbarkeit der Unternehmung, lagen schon früher im Blickwinkel der Betriebe (Müller, 2001, S. 12).
2.3 Aktuelle Situation in Deutschland
Die Anwendung von betrieblichem Mobilitätsmanagement ist in deutschen Betrieben immer noch sehr gering. Es werden zwar einzelne Ansätze wie beispielsweise Jobtickets (näheres dazu in Kapitel 3.2.1) von einer Reihe von Betrieben eingeführt, aber umfangreiche und zielgerichtete Maßnahmen sind eher selten (Müller, 2001, S. 12). Dies belegt auch die Broschüre des Verkehrsclubs Deutschland (1996, S. 3ff.), in der 17 ausgewählte Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von betrieblichem Mobilitätsmanagement dargestellt werden, in der Hoffnung, mit Hilfe dieser Broschüre den Betrieben, die noch kein betriebliches Mobilitätsmanagement einsetzen, einen überzeugenden Anreiz zum baldigen Einsatz zu geben.
2.4 Gründe und Nutzen von betrieblichem Mobilitätsmanagement
Für den Einsatz von betrieblichem Mobilitätsmanagement kann es eine Reihe von internen und externen Gründen geben, von denen im Folgenden einige exemplarisch genannt werden (Favry, 1997, s. 9f.):
N Parkende Autos von Mitarbeitern behindern den Lieferanten- und Kundenverkehr.
N Proteste der Anrainer gegen die hohe Verkehrsbelastung, z.B. keine freien Parkplätze während der betrieblichen Arbeitszeiten, Lärmbeläs- tigung.
N Veränderte Verkehrsbedingungen durch Betriebsumsiedlung. N Unzufriedene Arbeitnehmer, wenn bei Mangel an Parkplätzen Alternati- ven zur Nutzung des Autos fehlen.
N Vorhandene Parkplätze gehen aufgrund baulicher Veränderungen des Staates verloren.
4
Die oben genannten Gründe führen, abgesehen von ihrer Problemlösungs- notwendigkeit, auch zu einem Nutzen für die Betriebe, die ebenfalls einen Anreiz darstellen betriebliches Mobilitätsmanagement einzusetzen. Diese Nutzenmöglichkeiten werden nachfolgend anhand von einigen Beispielen dargestellt (Müller, 2001, S. 5f.):
N Kostenersparnisse, z.B. durch eine Verringerung des Personalausfalles 3 . N Bessere Erreichbarkeit, z.B. Arbeitnehmer kommen pünktlich, da sie nicht im morgendlichen Stau stehen müssen.
N Gesteigerte Mitarbeitermotivation, z.B. kann den Beschäftigten das Gefühl gegeben werden, dass sich ihr Betrieb um sie kümmert. N Umweltvorteile, durch eine Veränderung der Verkehrsaufteilung. N Imagegewinn (nach innen und außen), hervorgerufen durch die vorherigen Nutzenbeispiele. Diese können durch geschicktes Marketing noch verstärkt werden.
2.5 Ziel des betrieblichen Mobilitätsmanagements
Unter Berücksichtigung der Gründe und des Nutzens aus dem vorherigen Kapitel ergibt sich folgendes Ziel das Unternehmen verfolgen, wenn sie sich zum Einsatz von betrieblichem Mobilitätsmanagement entschlossen haben: Die bessere Nutzung der verkehrsbezogenen Ressourcen der Unternehmung, damit also die Förderung einer wirkungsvollen, sozial- und umwelt- verträglichen Durchführung aller betrieblichen Verkehrsströme im Personenverkehr, d.h. die Arbeitnehmer sollen bestenfalls zum Umstieg auf Alternativen zum Auto bewegt werden (Beutler, 1999, S. 19; Tiefbauamt der Stadt Zürich, 2002, S. 1).
3 Siehe zu weiteren Ausführungen: BGW, 11.04.2004
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Quote paper:
Sven Oldenburg, 2004, Ansätze und Erfahrungen mit betrieblichen Mobilitätsmanagement-Konzepten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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