Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Jemen allgemeine Informationen 3
3. Bildungssystem 6
a Vorschulischer Bereich 7
b Primarstufe 7
c Sekundarstufe 8
d Höhere Ausbildung 8
e Spezielle Bildung 9
4. Finanzierung der Bildung durch den Staat 10
5. Situation der Lehrkräfte 11
6. Schlussfolgerung 11
Bibliographie 13
2
1. Einleitung
Der Jemen hat als Entwicklungsland mit vielen Problemen u.a. auf dem Gebiet der Bildung zu kämpfen, wie z.B. der hohen Schulabgängerrate schon in der Primarstufe, der schlechten Ausrüstung der Schulen, der ungenügenden Lehrerausbildung und der Benachteiligung der Mädchen. Trotz Bemühungen von Seiten der Regierung wie die zunehmende Investierung in Bildung ist der Jemen vor allem von finanzieller Seite immer noch von anderen Ländern abhängig. Besonderer Aufwand wird betrieben, um die Anzahl der Analphabeten zu verringern und die Bildung von Erwachsenen zu unterstützen.
In dieser Arbeit möchten wir uns mit dem Bildungssystem im Jemen beschäftigen und zuvor einen kurzen Überblick über dieses Land geben. Hierbei gehen wir auf dessen Geographie, Bevölkerung, Religion, Wirtschaft, Geschichte und Politik ein. Was die Bildung betrifft, werden wir das Schulsystem bis zur höheren Bildung an der Universität beleuchten und auch die Lehrerausbildung und Finanzierung durch den Staat darstellen.
Jemen – allgemeine Informationen 1
2.
Die Republik Jemen liegt im Mittleren Osten im Süden der arabischen Halbinsel. Sie grenzt im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und das Arabische Meer, im Westen an das Rote Meer und im Norden an Saudi-Arabien.
Die Fläche des Landes beträgt ca. 550.000 km 2 ; die Einwohnerzahl beträgt 20.727.000 (Juli 2005). Die Bevölkerungsdichte beträgt 39 Einwohner/km 2 . Die gröβten Städte sind Sana’a mit 1.937.451 Einwohnern, Hadeidah 617.888 Einwohnern, Taiz mit 615.467 Einwohnern, Aden mit 550.744 Einwohnern und Mukalla mit 258.428 Einwohnern.
1 Vgl. Encarta Enzyklopädie
3
Das Land ist zu 97% von Arabern bewohnt. In der Tihama zeigen sich einige Einflüsse aus Afrika. 1% der Bevölkerung sind pakistanische oder indisch-muslimische Gastarbeiter, etwa 2% ethnische Somalis, von denen viele schon länger im Lande leben. Das Durchschnittsalter liegt bei 16,54 Jahren, der Bevölkerungszuwachs bei 17%. Die Lebenserwartung der Männer beträgt 59,89 Jahre, die der Frauen 63,71.
Zur Religion lässt sich sagen, dass die Staatsbürger des Jemen zu 100% muslimisch sind. 53% der Bevölkerung gehören der schiitischen Religionsgemeinschaft der schiitischen Zaiditen an, 47% sind Sunniten. Die Missionierung zu anderen Religionen als dem Islam ist verboten. Die nicht-muslimischen Gastarbeiter im Lande dürfen ihre Religion nicht praktizieren. Bei Nicht-Beachtung drohen harte Strafen. Die öffentliche Abkehr vom Islam wird mit dem Tode bestraft. Im Januar 2000 wurde z.B. ein zum Christentum übergetretener somalischer Staatsbürger zum Tode verurteilt und hingerichtet.
In der Wirtschaft des Jemen dominiert der Agrarsektor. Die wichtigsten Anbauprodukte sind Hirse, Gerste und andere Getreide sowie verschiedene Früchte, Baumwolle und Tabak. Des Weiteren werden Kaffee und Kathstrauch angebaut. Vor den Küsten im Golf von Aden wird Fischfang betrieben. Im mittleren Jemen befinden sich einige mittelgroβe Ölfelder, die von Gesellschaften aus den USA, Frankreich, Südkorea und anderen Ländern genutzt werden. Die Geschichte des Jemen geht bis in das 8. Jh. v. Chr. zurück. 628 n. Chr. schloss sich der Jemen der Lehre des Propheten Muhammad an, die Bevölkerung übernahm schnell den Islam.
Seine Blütezeit erlebte das Land unter den Rasuliden bis ins 15. Jh. Mit der Entdeckung des Seeweges nach Indien verlor das Land für den Welthandel an Bedeutung und wurde im 16. Jh. von den Osmanen erobert. Nach der Eröffnung des Suez-Kanals im 19. Jh. Geriet der Jemen wieder verstärkt in den Blickpunkt der Groβmächte. Während Groβbritannien im Jahre 1839 Aden und damit den Südjemen besetzte, konnte der Nordjemen unter den Zaiditen seine von den Osmanen unterstützte Staatlichkeit behaupten. 1905 legten das Osmanische Reich und Groβbritannien die gemeinsame Grenze zwischen ihren Protektoraten fest.
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Arbeit zitieren:
Nina Valuta, Mona Grottenthaler, 2006, Das Bildungssystem im Jemen, München, GRIN Verlag GmbH
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