Inhalt
1. Einleitung 3
2. Klassifikationen von Essstörungen 4
2.1 Anorexia nervosa 4
2.2 Bulimia nervosa 5
2.3 Adipositas 6
2.4 Non purging Bulimie 7
3. Ätiologien 7
3.1 Ätiologie der Anorexia nervosa 7
3.2 Ätiologie der Bulimia nervosa 8
4. Behandlungsmöglichkeiten 9
Literaturliste 11
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1. Einleitung
Die heutige Einstellung in der Gesellschaft ist so, dass jedes Kilogramm über dem Idealgewicht das soziale Ansehen schmälert. Man sagt, dass die Leute, die nicht dem schlanken, röhrenförmigen Schönheitsideal unserer Zeit entsprechen selbst für ihre Pfunde verantwortlich seien. Je mehr sich Frauen beim Essen zurückhalten, als desto weiblicher gelten sie.
Die Massenmedien sind eine wesentliche Quelle dafür, dass auch unser eigenes Körperideal immer schlanker wird. Sie preisen schlanke Menschen an, zeigen uns nur dürre Models und machen Werbung für Diäten, Abführmittel, Diuretika und Appetitzügler. Man spricht schon von einem "Super-woman"-Syndrom.
Essstörungen beginnen nicht selten mit Diäten. Man fühlt sich immer noch zu dick, auch wenn man schon sehr dünn ist. So wird das Abnehmen zu einem Zwang.
In der westlich Welt kommen die meisten Essstörungen vor. Der "Diätenwahn" startete Mitter der 60er-Jahre. "Twiggy" führte den Figurenstandard mit einem BMI unter 20 ein. Zu dieser Zeit kam auch die "Light-" und "Du-darfst-" Welle auf. Kalorientabellen wurden Mode.
Ende der 70er-Jahre wurden die Essstörungen öffentlich. Viele Forscher schrieben über Bulimie, was einige Frauen erst verursachte, bulimisch zu werden, denn sie meinten, so etwas Besonderes zu sein. Sie bezogen ihre Identität daraus, bulimisch zu sein, auch wenn das noch so leidvoll war.
Auch heute wird gestörtes Essverhalten öffentlich gemacht. In Fernsehen und Zeitschriften findet man immer wieder Berichte darüber, die vielleicht auch einige Frauen (oder auch Männer) zur Anleitung zum Abnehmen benutzen.
Prominente Beispiele für Essstörungen: Lady Diana, Prinzessin Victoria von Schweden, die Tochter des ehemaligen Schahs von Persien.
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2. Klassifikationen von Essstörungen
2.1 Anorexia nervosa
Anorexia nervosa wurde 1868 von dem Engländer Gull und 1873 von dem Franzosen Laségue entdeckt. Anorexia bedeutet Appetitlosigkeit und nervosa heißt, dass es eine psychische Ursache hat. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren bilden die Hauptaltersgruppe der Betroffenen.
3% der Bevölkerung sind magersüchtig, davon wiederum 95% Frauen. Anorexia nervosa kommt vermehrt in höheren Sozialschichten vor. Die Betroffenen leiden sehr unter dem Verlust ihrer Leistungsfähigkeit, die oft aber erst im Endstadium der Krankheit auftritt. Eine häufige Folge der Magersucht sind Kontaktstörungen.
Diagnose nach der DSM IV:
Das Körpergewicht bei Magersucht hat einen BMI von 17, 5 oder weniger, es wird kalorienarmes Essen oder gar kein Essen zu sich genommen. Ein oder mehrere dieser Merkmale können ebenfalls auftreten: Erbrechen; Missbrauch von Abführmitteln, Diuretika, Appetitzüglern; übertriebene körperliche Aktivitäten;
Menstruationsausbleiben; Pubertätsverzögerungen oder -hemmungen; Angst vor Gewichtszunahme; Verleugnen des tatsächlichen Gewichts; Verleugnung der Schwere der Erkrankung; fehlendes Krankheitsgefühl; Orientierung gegen Verstimmungen; Euphorie beim Abnehmen; Nahrungsaufnahme bedeutet permanente Bedrohung;
Nahrungsaufnahme; Angst vor Kalorien beherrscht Essen und Lebensmittelauswahl; Essen hat psychische Dimensionen; bewusstes Halten des Körpergewichts unter der altersentsprechenden Norm; intellektuelle Hyperaktivität; ständiges Beschäftigen mit Essen, beziehungsweise mit dem nicht essen; ewiger Kampf um Kontrolle. Beim Abnehmen fühlen sich die Magersüchtigen den anderen überlegen.
Man unterscheidet zwischen restrektiver Anorexie und bulimischer Anorexie bei der die Betroffenen auch Essanfälle mit anschließendem Erbrechen bekommen. Sie missbrauchen auch Abführmittel und Diuretika.
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Viola Draude, 2001, Essstörungen in der Adoleszenz, Munich, GRIN Publishing GmbH
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