LITERATURVERZEICHNIS 1
EINLEITUNG 2
1. NAMEN ALS GRUNDLAGE DER FORSCHUNG 2
2. CHARAKTERISTIKA DER SLAWISCHEN ORTSNAMEN 3
3. ÜBERTRAGUNGSSCHWIERIGKEITEN 4
4. DIFFERENZIERUNG DER 2 HAUPTTYPEN SLAWISCHER ORTSNAMEN -. 4
1. ZUORDNUNGSMÖGLICHKEIT 4
1. HAUPTTYP è ORTSNAMEN AUS APPELLATIVA 4
2. HAUPTTYP è ORTSNAMEN AUS PERSONENNAMEN 5
5. KONKURRENZEN BEI DER ZUORDNUNG. 6
6. GLIEDERUNG DER NAMEN - 2. ZUORDNUNGSMÖGLICHKEIT 7
PRIM ÄRE BILDUNGEN. 7
SEKUND ÄRE BILDUNGEN 7
KOMPOSITION BEI ORTSNAMEN 7
WORTVERBINDUNGEN MIT ADJEKTIV UND SUBSTANTIV 7
S ÄTZE ALS NAMEN. 8
7. PHASEN DES SPRACHKONTAKTES. 8
8. NAMENPAARE ALS PHÄNOMEN DES SPRACHKONTAKTES 8
9. SLAWISCHE PERSONENNAMEN 9
9.1. BEDEUTUNG DER NAMEN. 11
1. Herkunftsname. 11
2. nach der Wohnstätte 12
3. nach dem Beruf. 12
4. nach typischen Merkmalen. 12
9.2. DIE PROBLEME BEI DER SCHREIBUNG SLAWISCHER NAMEN IM DEUTSCHEN 12
Literaturverzeichnis
1
EINLEITUNG
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den slawischen Namen in deutscher Umgebung. Dabei sollen Übernahmeprozesse des slawischen Wortgutes in das Deutsche, dargestellt, aber auch die Versuche zur Rekonstruktion aufgezeigt werden. Der Grundtenor soll also nicht auf der „Eindeutschung“ des Wortmaterials liegen, sondern auf der Darstellung einer wechselseitigen Beeinflussung. Dabei sollen zunächst die Ortsnamen im Mittelpunkt stehen. Da diese und die Personennamen in enger Nachbarschaft stehen und sich aufgrund verschiedenster Benennungsmotive teilweise überschneiden, sollen Letztere ebenfalls ein Teilthema bilden, so dass abschließend ein Überblick über die slawischen Namenformen im Allgemeinen, wo es möglich ist spezialisiert auf das Sorbische, möglich ist. Wichtig ist mir dabei darzustellen, inwieweit Übertragungsschwierigkeiten der einen in die andere Sprache auftreten und wie diese bewältigt werden. Ebenso wichtig sind Ansätze zur Herkunftsbestimmung einzelner Namen und die Schwierigkeiten bei der Zuordnung zu bestimmten Gruppen Liste der verwendeten Abkürzungen: tschech. è tschechisch poln. è polnisch oso. è obersorbisch aso. è Altsorbisch
Wo diese Bestimmungen nicht explizit ausgewiesen sind, waren sie aus der Literatur nicht zu erschließen
1. Namen als Grundlage der Forschung
Ortsnamenforschung bezeichnet die sprachliche Bestimmung der historischen Toponyma eines bestimmten Raumes. Die Mittel der sprachlichen Zuweisung zur Analyse der Toponyme sind dabei phonetischer, lexikalischer und morphologischer Natur.
Die Ortsnamenforschung stellt auch die Siedlungsgeschichte eines bestimmten Landstriches dar. Für die Erforschung der slawischen Einflüsse bzw. Besiedlung in Ostdeutschland ist dies ausschlaggebend, denn „...neben den Bodenfunden sind es vor allem die Siedlungsnamen, die uns anzeigen, welche Flächen im Gesamtgebiet der Germanica Slavica dichter oder lockerer besiedelt waren und welche unbesiedelt
2
lagen.“ 1 Bei der Ortsnamenforschung sind vor allem die Berg- und Gewässernamen ergiebig, da sie eine Kategorie der Toponyme darstellen, die sich am sichersten durch die Geschichte hindurch gerettet hat. 2 Slawische Namenforschung sollte dabei nicht nur Fragen der Übernahme des slawischen Wortgutes in das Deutsche, sondern auch die Rekonstruktion dessen berücksichtigen. Bei der lautgestalt slawischer Namen z.B. treten etliche Substitutionserscheinungen auf, die sich aus der Unterschiedlichkeit der Lautbestände der beiden Sprachern erklären lassen. Das deutsche und slawische Phonemsystem ist vor allem, aber nicht nur, im Bereich der Konsonaten sehr unterschiedlich.
Namen sind von besonderem Wert für die Forschung, da sie die fehlenden Urkunden als Schriftdenkmäler ersetzen. „Für die Zeit vor dem 16. Jh. Sind sie überhaupt die einzige sprachgeschichtliche Quelle.“ 3
2. Charakteristika der slawischen Ortsnamen
Wie die deutschen Ortsnamen, so sind auch die slawischen entweder von einem Personennamen oder einem Appellativum abgeleitet. Dabei werden also zwei Hauptklassen gebildet, die sich natürlich wieder in etliche Subklassen zerlegen lassen würden.
Aus einem Appellativum entstand z.B. der Name „Leipzig“.
aso. „Lipsk (o)“ - abgeleitet von “lipa” - Linde è nach verschiedenen phonetischen und morphologischen Umformungserscheinungen zu „Leipzig“ Zu diesem Beispiel werde ich später noch einmal zurückkommen. 1. Aus einem Personennamen entstand z. B. „Bautzen“. aso. „Budych/ Budyš” è “Bautzen” 4
1 Fritze, Wolfgang H.: Ortsnamenkunde und Landesgeschichte in ostdeutschen Ländern - Probleme
der Namenkontinuität. In: Harder, Hans-Bernd (Hrsg.): Deutsch- Slawische Namenforschung. J.G.
Herder-Institut. Marburg/Lahn.1981. S.1
2 vgl. ebd. S. 3 ff
3 Eichler, Ernst: Beiträge zur deutsch-slawischen Namenforschung(1955-1981).Zentralantiquariat der
Deutschen Demokratischen Republik.Leipzig.1985. S.10
4 vgl. Eichler, Ernst: Perspektiven der slawischen Ortsnamenforschung. In: Debus, Friedhelm u.a.:
Benennung und Sprachkontakt bei Eigennamen. Carl Winter Universitätsverlag. Heidelberg.
1988.S.23f
3
3. Übertragungsschwierigkeiten
Bei diesen beiden Hauptformen muss die Forschung mit einem Arsenal an Suffixen rechnen, welches wesentlich umfangreicher als im Deutschen ist. Daraus ergibt sich natürlich ein nicht zu unterschätzende Differenz zwischen slawischer Semantik und der deutschen Übertragungs- bzw. Benennungsmöglichkeit. Bei dem Versuch die Ortsnamen auf ihren Ursprung zurückzuführen entstehen durch den Unterschied der beiden Sprachen einige Schwierigkeiten und Fehlerquellen, so z. B. der Verlust der im Slawischen wichtigen Opposition zwischen hartem und weichem „l“. Ein weiterer Übertragungsfehler kann bei der lautlichen Abschwächung der Vollvokale im Deutschen auftreten, die dann eigentlich verschiedene Suffixe „verschwimmen“ lässt, weil die ursprünglich feinen unterschiede verwischt worden sind. Ebenfalls dem Suffixreichtum anzulasten, ist die Schwierigkeit der Unterscheidung der obengenannten Haupttypen aufgrund sich überschneidender bzw. identischer Nachsilben. Das Suffix „-ow “ z.B. bezeichnet eine Zugehörigkeit zu einer Person wie auch zu einem Appellativum. So wird der ON „Dalechow“ vom Personennamen „ Dalech“, der ON „Tornow“ hingegen vom Appellativum „torn“ - Gestrüpp abgeleitet. 5
4. Differenzierung der 2 Haupttypen slawischer Ortsnamen -
1. Zuordnungsmöglichkeit
1. Haupttyp è Ortsnamen aus Appellativa
Dieser Typ umfasst Namensubstantive mit den Suffixen: -ica, -ici bzw. -ovici,jane, -ina u.v.a. Z.B. „Breznica“ zu breza (Birke) è eingedeutscht: „Priegnitz“ 6 Die oben bereits erwähnte Ableitung aus aso. „Lipsk(o)“ aus dem Appellativum „lipa“ für Linde, wird mit Hilfe des toponymischen Suffix „-sk“ gebildet, welcher aus dem urslawischen suffix „-?sk“. Die Entwicklung hin zum Ortsnamen wie wir ihn heute kennen durchlief natürlich mehrere sprachliche Entwicklungserscheinungen wie:
5 vgl. Eichler, Ernst: : Perspektiven der slawischen Ortsnamenforschung. S.24
6 vgl. Eichler, Ernst: Beiträge zur deutsch-slawischen Namenforschung(1955-1981)S. 44
4
Arbeit zitieren:
Sabine Sittner, 2001, Slawische Namen in deutscher Umgebung, München, GRIN Verlag GmbH
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