Schulpr ogr amme 2
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5.1 Unt er r icht und Er ziehung 8
5.2 Schulleben 9
5.3 Or ganisat ion und Kommunikat ion 10
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6.1 Schulpr ogr amme als I nst r ument der inner en Schulent wicklung 11
6.2 Das Schulpr ogr amm als Mar ket inginst r ument 14
6.3 Das Schulpr ogr amm als Kont r ollinst r ument der Schulauf sicht 15
6.4 Das Schulpr ogr amm zur Kooper at ion und Kommunikat ion mit
Ausbildungsbet r ieben..........................................................................................................17
6.5 Das Schulpr ogr amm als Kooper at ionsgr undlage gegenüber Dr it t en 19
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7.1 Rahmenbedingungen: 19
7.2 Mobilisier ungspr obleme: 20
7.3 Fehlende Konsequenz und Schwier igkeit en bei der Evaluat ion.....................20
7.4 Schulpr ogr amme als Wer bemaßnahme 20
7.5 Rolle der Schulauf sicht 21
7.6 Das Duale Syst em: W ir t schaf t und Ber uf sschule 21
7.7 Bet eiligung ver schiedener I nt er essengr uppen am Schulpr ogr amm 22
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Die ber uf lichen Schulen sind seit J ahr en Mit t elpunkt der Kr it ik am dualen Aus- bildungssyst em:
Häuf ig wir d ein ver alt et er Unt er r icht und eine schlecht e Ausst at t ung der Schu- len angef ühr t , welche nicht mehr den Bedür f nissen des Ber uf sallt ages ent - spr icht . Der Schulunt er r icht kann keine ber uf liche Handlungskompet enz ver mit - t eln, da er zu st ar k t heor et isch ausger icht et und der Ant eil an allgemeinbilden- dem Unt er r icht enor m gr oß ist . St at t dessen f ühr t der Ber uf sschulunt er r icht of t mals zu t r ägem Wissen, d.h. Wissen, das nicht zur Anwendung kommt , das in best ehendes Vor wissen nicht int egr ier t wir d und zu wenig ver net zt und damit zusammenhangslos ist . Die Ler ninhalt e des Ber uf sschulunt er r icht s wer den nicht mit der bet r ieblichen Ausbildung abgest immt , und die Ler nkooper at ion zwischen Schule und Bet r ieben ist meist sehr dür f t ig. Die Wir t schaf t f or der t daher von den ber uf lichen Schulen zunehmend Moder nisier ung, Flexibilit ät und Qualit ät . I n der bildungspolit ischen und er ziehungswissenschaf t lichen Diskussion vieler Länder hat sich inzwischen die Er kennt nis dur chgeset zt , dass die Einzelschule als „pädagogische Handlungseinheit “ der Or t ist , an dem Schulent wicklung st at t - f indet . Hint er dieser Er kennt nis st eht die Er f ahr ung, dass die einzelne Schule ihr e Auf gabe weit besser meist er n kann, wenn sie sich den Vor st ellungen und Bedür f nissen der Menschen und I nst it ut ionen öf f net , die in der Schule und mit der Schule leben, ar beit en und ler nen. Hier aus ent st and die I dee des Schulpr o- gr amms, welches als Hilf smit t el der Schulent wicklung dazu dienen soll, die kont i- nuier liche Weit er ent wicklung und Qualit ät sver besser ung der einzelnen Schule auf r echt zu er halt en und zu f ör der n.
I n Hambur g t r if f t dieser Auf t r ag auf eine Schullandschaf t , in der viele Schulen sich seit langem selbst st ändig weit er ent wickelt und vielf ält ige I nnovat ionen an- gest oßen haben. Die Vor ausset zungen sind daher gut , sich des Mediums Schul-
pr ogr amm zu bedienen, um wicht ige schulische Gest alt ungs- und Ver st ändigungs- pr ozesse zu st r ukt ur ier en und zu dokument ier en.
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Das Hambur gische Schulgeset z, das am 1. August 1997 in Kr af t get r et en ist , ver pf licht et die Schulen dazu, ein Schulpr ogr amm zu ent wickeln. Die Schulen hat t en f ür das er st e Schulpr ogr amm dr ei J ahr e Ent wicklungszeit .
Das Schulgeset z widmet dem Schulpr ogr amm einen eigenen Par agr aphen (§ 51), in dem der nor mat ive Rahmen der Schulpr ogr amment wicklung f est gelegt ist . Die Er ar beit ung des Schulpr ogr amms geschieht im Rahmen des allgemeinen Bildungs- auf t r ags der Schule und unt er Ber ücksicht igung der Lehr pläne, Bildungspläne, St undent af eln, Richt linien und sonst iger ver bindlicher Vor gaben.
Hambur gisches Schulgeset z § 51, Sät ze 1 und 2:
Die Schule legt die besonder en Ziele, Schwer punkt e und Or ganisat ionsf or men ihr er pädagogischen Ar beit sowie Kr it er ien zur Zieler r eichung in dem Schulpr o- gr amm f est . Sie konkr et isier t dar in den allgemeinen Bildungs- und Er ziehungs- auf t r ag unt er Ber ücksicht igung der speziellen Vor ausset zungen und Mer kmale ihr er Schüler schaf t und die spezif ischen Gegebenheit en der Schule und ihr es r egionalen Umf eldes im Rahmen ihr er geset zlich gegebenen inhalt lichen und un- t er r icht sor ganisat or ischen Gest alt ungsmöglichkeit en.
Auf gabe eines Schulpr ogr ammes ist es also, eine Br ücke zwischen dem allgemei- nen Bildungs- und Er ziehungsauf t r ag und den Gr undsät zen f ür dessen Ver wir kli- chung auf der einen Seit e und den spezif ischen Vor ausset zungen der j eweiligen Schüler schaf t der Schule und den schulischen Rahmenbedingungen auf der ande- r en Seit e zu schlagen. I n Sat z 3 lief er t das Schulgeset z dazu Beispiele f ür kon- kr et e Maßnahmen und Ar beit svor haben.
Fer ner wir d f olgendes f est gelegt :
Der Beschluss des Schulpr ogr ammes er f olgt dur ch 2/ 3-Mehr heit der Schulkon- f er enz auf der Gr undlage von Vor lagen der Lehr er konf er enz. Die Schulleit ung ist ver ant wor t lich f ür die Umset zung der Beschlüsse der Schul- und der Lehr er - konf er enz und sor gt f ür die Er st ellung, Einhalt ung, Auswer t ung und Weit er ent - wicklung des Pr ogr ammes. Die Schulauf sicht ber ät die Schulen bei der Pr o- gr ammer st ellung und bei der Wahr nehmung ihr er Selbst ver walt ungsauf gaben und genehmigt das vor gelegt e Pr ogr amm. Die schulischen Mit wir kungsgr emien der Schüler , der Elt er n und der Mit glieder des Schulbeir at s an ber uf lichen Schulen sind zur Unt er st üt zung in die Ber at ung des Schulpr ogr amms einbezogen.
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Die Begr if f e „Schulpr of il“, „Schulleit bild“ und „Schulpr ogr amm“ wer den of t mals unzur eichend voneinander abgegr enzt .
Mit dem Schulpr of il kann zum einen der Ruf bzw. das I mage der Schule gemeint sein, zum ander en kann das Pr of il auf einem t r adit ionellen t hemat ischen Schwer - punkt einer Schule basier en. Für ber uf liche Schulen er gibt sich dies dur ch den j eweiligen ber uf lichen Schwer punkt . Der Begr if f wir d dur ch die Außenwahr neh- mung der Schule bzw. das Außenver hält nis best immt , welches nicht unbedingt immer der inner schulischen Wir klichkeit ent spr echen muss. J ede Schule hat ein Schulpr of il, t eils j edoch unbewußt und ungeplant .
Ein Schulleit bild (oder Mot t o) hingegen muss dur ch j ede Schule individuell ent - wickelt wer den. Es st ellt die wicht igst en Ziel- und Wer t evor st ellungen in int er n ent wickelt en, knappen (max. 10), t eils visionär en, einpr ägsamen Leit sät zen dar . I m Leit bild wer den also die Gr undideen ar t ikulier t , nach denen sich die Schule ausr icht en will, nach innen wie nach außen.
Der Unt er schied zwischen dem Schulpr ogr amm und dem Leit bild liegt in der Ausf ühr lichkeit und dem Konkr et isier ungsgr ad, die er heblich gr ößer sind als
beim Leit bild. I nner halb des Schulpr ogr ammes wer den einzelne Schr it t e be- schr ieben, die zur Realisier ung des Schulleit bildes f ühr en sollen. Hier dur ch wir d bewusst ver sucht , das Schulpr of il posit iv zu beeinf lussen. Aus dem implizit en Schulpr of il wir d dur ch ein gelebt es Schulpr ogr amm ein explizit es. Ein Schulpr ogr amm beginnt im Regelf all mit der Beschr eibung des I st -Zust andes der Schule, dem implizit en Schulpr of il. Diese Best andsauf nahme der St är ken, Schwächen und Besonder heit en der Schule zusammen mit dem individuellen Leit - bild sind Gr undlage f ür eine dauer haf t e Schulent wicklung. I n diesen Sinne ist das Schulpr ogr amm ein I nst r ument der Schulent wicklung – ein Ar beit spr ogr amm mit t ler er Reichweit e, in dem die einzelne Schule bilanzier t , was sie in den ver - gangenen J ahr en zur Weit er ent wicklung von Unt er r icht , Schulleben, Kommunika- t ion und Or ganisat ion get an hat , und dar an anknüpf end beschr eibt , welche Schwer punkt e sie in der nächst en Zeit bear beit en will. Ein Schulpr ogr amm do- kument ier t also neben dem bisher Er r eicht en auch Ziele und konkr et e Umset - zungsschr it t e und gibt an, wann und wie eine Schule über pr üf t , welche Ziele er - r eicht wer den konnt en und welche nicht .
Mer kmale eines Schulpr ogr amms:
• I m Schulpr ogr amm dr ückt sich die pädagogische Gr undhalt ung der Schule aus.
• Ein Schulpr ogr amm ent hält auf der Basis der beschr iebenen Ausgangslage klar e Zielvor st ellungen. Die Kr it er ien der Zieler r eichung wer den benannt .
• Das Schulpr ogr amm nennt Maßnahmen zur Zieler r eichung, ent wir f t einen Zeit plan, benennt Ver ant wor t liche f ür die Umset zung und weist die not wen- digen Ressour cen im Rahmen des Schulbudget s aus.
• Das Schulpr ogr amm set zt Schwer punkt e in Unt er r icht , Schulleben, Or ganisa- t ion und Kommunikat ion sowie Kooper at ion mit den Par t ner n des dualen Sys- t ems und ber ücksicht igt dabei cur r icular e und sonst ige Rahmenvor gaben und schulint er ne Ver abr edungen.
• Das Schulpr ogr amm ent hält Aussagen über die Dur chf ühr ung der int er nen Evaluat ion.
• Bei der Er ar beit ung des Schulpr ogr amms wer den alle schulischen Gr uppen angemessen einbezogen.
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Um als Gr undlage f ür die weit er e Ent wicklung der Schule und zur Sicher ung der Qualit ät der pädagogischen Ar beit dienen zu können, sollt e das Schulpr ogr amm f olgende Best andt eile beinhalt en:
1.) Best andsauf nahme Die Best andsauf nahme er f or der t eine Ver st ändigung über die spezielle Aus- gangslage der pädagogischen Ar beit in der Schule.
2.) Spezif ische Unt er r icht s- und Er ziehungsauf gaben Auf der Gr undlage der Best andsauf nahme auf der einen Seit e und der Dis- kussion des auf die Schule bezogenen Bildungs- und Er ziehungsauf t r ags auf der ander en Seit e muß eine Ver st ändigung dar über er r eicht wer den, welche spezif ischen Ent wicklungsauf gaben sich dar aus f ür die Schule er geben. 3.) Konkr et e Maßnahmen und Ar beit svor haben Auf der Gr undlage der Ver st ändigung über die spezif ischen Unt er r icht s- und Er ziehungsauf gaben der Schule sind konkr et e Maßnahmen und Ar beit svor ha- ben zu ent wickeln, mit denen die spezif ischen Auf gaben er f üllt wer den sollen. 4.) Kr it er ien f ür die Zieler r eichung Das Schulgeset z f or der t , dass im Schulpr ogr amm Kr it er ien f est gelegt wer - den, an denen die Schule über pr üf en kann, ob sie ihr e Ziele er r eicht hat , und dass die Schule in r egelmäßigen Abst änden eigenver ant wor t lich die Dur ch- f ühr ung und den Er f olg ihr er pädagogischen Ar beit evaluier t . Diese Best andt eile sind auf einander zu beziehen.
Arbeit zitieren:
Mirja Schüler, 2002, Schulprogramme, München, GRIN Verlag GmbH
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