Abkürzungsverzeichnis
F&E Forschung und Entwicklung
M&A Mergers & Acqusitions, Fusionen und Übernahmen
US(A) United States (of Amerika), Vereinigte Staaten (von Amerika)
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Seite 2
Anzahl und Ausmaß weltweiter Bankenkonzentration (1985 2004)
Abbildung 2 Seite 3
M A im Finanzsektor mit einem Transaktionswert von über 1 Mrd US-Dollar (1990 1999)
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 1
II Entwicklungen und Trends von M A im Finanzsektor 1
III Motive für Bankenzusammenschlüsse 3
III 1 Unternehmensbezogene Leitziele 3
III 2 Wirtschaftspolitisches Umfeld 4
IV Direkte und indirekte Wirkungen von Konzentrationen durch Finanzinstitutionen 6
IV 1 Synergieeffekte und Effizienz 6
IV 2 Marktmacht 7
IV 3 Kreditverfügbarkeit für kleingewerbliche Unternehmen 8
V Systemimmanente Implikationen von Bankenfusionen 10
V 1 Effizienz von Zahlungs und Abwicklungsverfahren 10
V 2 Systemrisikopotential 11
V 3 Geldpolitische Einflüsse 12
VI Schlussbetrachtung 14
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I Einleitung
Zunehmende Finanzsektorkonsolidierung rückt immer stärker in das Blickfeld ökonomischer Diskussionen. Die stets weiter ansteigenden Volumina durchbrechen die bisherigen Barrieren der internationalen Konglomerationsprozesse und verändern damit den räumlichen und produktspezifischen Fokus weltweiter Bankentätigkeit. So stehen Finanzsysteme heute und auch zukünftig neuen Herausforderungen, Problemstellungen und Ungewissheiten gegenüber, die unter verschiedenen Facetten betriebs- und volkswirtschaftlicher Fragestellungen kritisch analysiert werden. Im Fokus stehen dabei die Motivation, die Auswirkungen wie auch die zukünftigen Implikationen der entsprechenden Konzentrationsvorgänge.
Die vorliegende Arbeit untersucht zunächst die geschichtliche Entstehung von Fusionen und Übernahmen im Finanzsystem (Kapitel II), um dieser im Folgenden unter dem Hintergrund der unternehmensspezifischen und wirtschaftspolitischen Motive zu begegnen (Kapitel III). Der Hauptteil befasst sich mit den möglichen ökonomischen Folgen von Bankenkonzentrationen, die im Einzelnen eine Veränderung der Synergien, der Marktmacht wie auch der Kreditverfügbarkeit für kleingewerbliche Kunden beinhalten können (Kapitel IV). Hinzu kommen drei mögliche systemische Auswirkungen, die die Effizienz von Zahlungs- und Abwicklungsverfahren, das Systemrisikopotential wie auch geldpolitische Einflüsse umfassen (Kapitel V). Der Abschnitt VI fasst die wesentlichen Ergebnisse der Ausarbeitung noch einmal zusammen und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung.
II Entwicklungen und Trends von M&A im Finanzsektor
Die historischen Anfänge der Finanzsektorkonsolidierung reichen in den Zeitraum der 1980er und der frühen 1990er Jahre zurück, in denen sich - nach einer relativ stabilen Phase von 1950 bis 1980 - der Anbeginn einer Welle von Megafusionen in der US-amerikanischen Bankindustrie abzeichnete (Mishkin 1998: 1f). Diese Trendwende betraf vor allem den Zeitabschnitt von 1988 bis 1991, in dem eine rapide Erhöhung der Fusionsfälle bei noch zumeist relativ leicht wachsenden Transaktionswerten datiert werden konnte. In den 1990er Jahren hielt dieser Fusionstrend an und erreichte 1995 sein Maximum mit einem Zusammenschlussvolumen von über 400 Mrd. US Dollar bei mehr als 900 Fusionsfällen (vgl. Abbildung 1). So sank die Summe an eigenständigen Instituten von Ende 1985 bis Ende 1995 um etwa 30 Prozent (Peek/Rosengren 1997: 1 bzw. Mishkin 1996: 1). In der weiteren Entwicklung verringerte sich die Anzahl an jährlichen M&A (Mergers & Acquisitions, Fusionen und Übernahmen) von ca. 750 Fällen in 1996 auf etwa 450 in 2004. Im Gegenzug stiegen jedoch die jährlichen
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Transaktionswerte im Vergleich zu den Jahren 1985 bis 1994 erheblich an und erlangten ihren Höhepunkt im Jahr 1999 mit einem Gesamtausmaß von über 400 Mrd. US-Dollar. Die Zusammenschlussvolumina zeigten von Mitte 1995-2004 einen sehr volatilen Verlauf auf und pendelten zwischen 75 Mrd. US-Dollar in 1996 und dem Rekordwert in 1999 (siehe Abbildung 1).
Die Abbildung 1 zeigt, dass Anzahl und Umfang von jährlichen M&A zum Teil konträr verlaufen und vor allem in der zweiten Hälfte der betrachteten Zeitspannen eher leicht sinkende Fusionsfälle bei steigenden Gesamtwerten zu verzeichnen sind, deutet auf den Trend zu größeren und umfassenderen Megafusionen, bei denen sich immer größere Bankenkomplexe herausbilden. Diese Annahme lässt sich auch anhand der Abbildung 2 bestätigen: Im Zeitraum von 1990 bis 1999 ist ein rapides Wachstum sowohl in Anzahl wie auch im Volumen der weltweit größten Fusionen und Übernahmen festzustellen. So kann im US-amerikanischen Raum im Zeitverlauf der Jahre 1984 bis 1998 ein dreifacher Anstieg der durchschnittlichen Bankgröße von 174 zu 584 Millionen US-Dollar vermerkt werden (Berger/Rosen/Udell 2007: 12).
Abbildung 1: Anzahl und Ausmaß weltweiter Bankenkonzentration (1985-2004)
Quelle: http://first.emeraldinsight.com/samples/3110150207.pdf?PHPSESSID=1423baeb156c88436a5b11
(leicht modifiziert).
Quote paper:
Swetlana Katolnik, 2007, Konsolidierung und Konglomeration im Finanzsystem - Trends und Auswirkungen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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