Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 2
2. Biographisches zum Autor 2
3. Begriffserklärungen 3
3.1. universals 3
3.2. etic emic 3
4. Vergleich nach Jensen 4
4.1. Formeller Vergleich 4
4.2. Funktioneller Vergleich 6
4.3. Struktureller Vergleich 6
4.4. Bedeutung Sinn 8
5. Konklusion 9
6. Literaturverzeichnis 10
7. Anhang 11
1
1. Einführung
Im Bericht „Universals, General Terms and the Comparative Study of Religion“, welcher 2001 in NUMEN International Review for the History of Religions erschien, erläutert Jeppe Sinding Jensen besonders die drei Begriffe “universals”, “emic” und “etic”. Die folgende Arbeit beschäftigt sich im dritten Teil mit diesen drei Begriffen und versucht im vierten Abschnitt mit Hilfe von Jensens „four main modes“ ein religiöses Phänomen innerhalb zwei Religionen zu vergleichen. Als vergleichbares Beispiel habe ich die Speisevorschriften der jüdischen und der islamischen Religion gewählt und versucht, die oft verwirrenden Ähnlichkeiten der gegebenen Vorschriften anhand Jensens Vergleichsmodell zu differenzieren und einander gegenüberzustellen.
Das Ziel der Arbeit ist eine kurze Zusammenfassung von Jensens Text, kurze Definitionen der drei Hauptbegriffe und einen verständlichen Vergleich mit Hilfe der vier Ebenen, welche Jensen genauer erläutert. Das Vergleichsmodell bietet die Möglichkeit, auch ausserhalb der Religionswissenschaft Vergleiche mit verschiedensten Themen zu wagen.
2. Biographisches zum Autor
Jeppe Sinding Jensen ist 1951 in Dänemark geboren. Er studierte Griechisch, Latein und moderne Sprachen und arbeitete für kurze Zeit als Journalist. 1977 schloss er den Bachelor in Islamische und Arabische Wissenschaft und Kultur, 1981 den Bachelor in Religionsgeschichte ab. 1981 absolvierte er den Master in Religionsgeschichte und arbeitete ab 1982 in der Odense University (Dänemark), wo er ab 1986 als ausserordentlicher Professor unterrichtete. 1995 bis 2005 war er als ausserordentlicher Professor für Religionsgeschichte an der Universität Aarhus (Dänemark) tätig. Jensen lehrte als Gastdozent in den verschiedensten Ländern, darunter auch in Grossbritannien, Finnland, Norwegen, Kanada, Amerika, Deutschland, Holland und auch in der Schweiz. Er gehört zu den Gründern der „Danish Association for the History of Religions“ und besetzt in vielen anderen Organisationen den Posten als Vorsitzender oder Organisationsleiter. Seit 2002 arbeitet er als Mitbegründer am Forschungsprojekt „Religious Narrative, Cognition, and Culture“, welches voraussichtlich bis 2008 andauern wird.
Jensen veröffentlichte viele Werke, darunter das 2003 erschienene Buch „Rationality and the Study of Religion“. 2004 erschien “Syncretism in the Study of Religion” und 2005 “Myths
2
and Mythologies. A Reader“. Dieses Jahr wird sein aktuellster Titel unter dem Namen „Narrativity in Religion, Cognition, Culture“ veröffentlicht. 1
3. Begriffserklärungen
3.1. „universals“
Jensen versucht über mehrere Seiten, die Vielfältigkeit und Merkmale des Begriffs „universals“ zu erklären. Dieser Begriff kann wohl am ehesten mit „universelle Eigenschaften“ oder „Allgemeinheiten“ ins Deutsche übersetzt werden. Hierzu zwei Textstellen, in welchen Jensen genauer auf „universals“ eingeht:
„Despite all surface irregularity, social and cultural phenomena exhibit some regularities and other «metaphysical» properties that render them worthy of being assigned the designation «universals».“ 2 “Universals are under-determined by particulars, universals are not empirical things.” 3 Jensen erläutert mehrmals die Abstraktion und Wertneutralität des Begriffes, welche Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Kultur- und Religionsrichtungen aufzuzeigen vermögen. Verallgemeinerungen sind gemäss Jensen jedoch nur möglich, wenn Bedingungen, Entwürfe und Begriffe für alltägliche Bestandteile und Verbindungen vorhanden sind, die individuell und einzeln eintreten. 4 Das heisst, „universals“ sind in verschiedenen Zeiten, Kulturen und Religionen anzutreffen und können unabhängig voneinander existieren, verlangen jedoch eine gemeinsame Grundlage.
3.2. „etic“ & „emic“
Jensen unterscheidet zwischen zwei grundlegenden Möglichkeiten, Vergleiche anzustellen. Die erste Variante ist die Sichtweise des „etischen“. Dieser Begriff darf auf keinen Fall mit dem deutschen „ethisch“ oder englischen „ethic“ in Verbindung gebracht werden. „etic“ wurde vom amerikanischen Linguisten Kenneth Pike von dem englischen Begriff Phonetic abgeleitet. Der Begriff „etic“ steht für eine Sichtweise, die Phänomene oder Situationen von Aussen zu betrachten. Diese Empathie ist gerade für die wissenschaftliche Forschung und Analyse von grosser Wichtigkeit und ermöglicht eine möglichst „objektive“, bzw. intersubjektive Sichtweise des zu behandelnden Objekts.
1 vgl. The Faculty of Theology, University of Aarhus: Jeppe Sinding Jensen - Bibliography. O.J. URL: http://www2.teo.au.dk/index.asp?lang=uk 2 Jensen, Jeppe S.: Universals, General Terms and the Comparative Study of Religion. Leiden 2001, S.246. 3 Jensen, 2001, S. 246.
4 vgl. Jensen, 2001, S.261.
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2006, „Universals, General Terms and the Comparative Study of Religion.“ - Auseinandersetzung mit Jeppe Sinding Jensens Theorie zu vergleichenden Religionsstudien, Munich, GRIN Publishing GmbH
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