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Bachelor-Projektarbeit
7. Fachsemester
Hochschule Bremen, Fachbereich 9 Wirtschaft
Studiengang Europäisches Finanz- und Rechnungswesen
Wintersemester 2007/2008
1
Inhaltsverzeichnis
I. DARSTELLUNGSVERZEICHNIS ... 2
II. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... 3
1
EINLEITUNG ... 4
2
BEGRIFFSABGRENZUNG ... 5
2.1 E
XTERNES
R
ECHNUNGSWESEN
... 5
2.2 E
RFOLG UND
E
RFOLGSMAßSTÄBE
... 5
2.3 E
RFOLGSWIRTSCHAFTLICHE
B
ILANZANALYSE
... 6
3
ERFOLGSMAßSTÄBE IM RECHNUNGSWESEN ... 8
3.1 J
AHRESÜBERSCHUSS UND
J
AHRESFEHLBETRAG
... 8
3.1.1 Ermittlung des Jahresüberschusses ... 8
3.1.2 Beurteilung des Jahresüberschusses ... 9
3.1.3 Bilanzgewinn und Bilanzverlust ... 10
3.2 E
RFOLGSMAßSTÄBE AUS DER
E
RFOLGSSPALTUNG
... 11
3.2.1 Die Erfolgsspaltung nach HGB ... 12
3.2.2 Die Erfolgsspaltung in der internationalen Rechnungslegung ... 14
3.2.3 Die betriebswirtschaftliche Erfolgsspaltung ... 15
3.2.4 Ermittlung des ordentlichen Betriebserfolgs ... 16
3.2.5 Beurteilung des ordentlichen Betriebserfolgs ... 19
3.3 C
ASHFLOW
... 20
3.3.1 Ermittlung des Cashflows ... 21
3.3.2 Beurteilung des Cashflows ... 22
3.4 D
IE
,,P
RO
-
FORMA
-E
RGEBNISSE
"
EBIT
UND
EBITDA ... 23
3.4.1 Ermittlung der ,,Pro-forma-Ergebnisse" ... 23
3.4.2 Beurteilung der ,,Pro-forma-Ergebnisse" ... 24
4
FAZIT ... 26
III. LITERATURVERZEICHNIS ... 27
2
I. Darstellungsverzeichnis
Darstellung 1: Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse ... 7
Darstellung 2: Die Erfolgsspaltung nach HGB ... 12
Darstellung 3: Die Erfolgsspaltung in der internationalen Rechnungslegung ... 14
Darstellung 4: Die betriebswirtschaftliche Erfolgsspaltung ... 17
Darstellung 5: Cashflow direkte Ermittlung ... 22
Darstellung 6: Cashflow indirekte Ermittlung ... 22
Darstellung 7: EBT, EBIT und EBITDA ... 24
3
II. Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz
BP14 - Backpropagation-Netz 14
bspw. beispielsweise
EBDIT Earnings before depreciation, interest and taxes
EBT Earnings before taxes
EBIT Earnings before interest and taxes
EBITA Earnings before interest, taxes and amortisation
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation
EBITDAR Earnings before interest, taxes, depreciation, amortisation and rent
EBITDASO Earnings before interest, taxes, depreciation, amortisation and stock
options
EBITSO Earnings before interest, taxes and stock options
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
IAS International Accounting Standards
IASB International Accounting Standards Board
IASC International Accounting Standards Committee
IFRS International Financial Reporting Standards
i.V.m in Verbindung mit
US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles
z.B. zum Beispiel
4
1 Einleitung
Betriebswirtschaftlicher Erfolg wird in Zusammenhang mit Vision und Strategie
eines Unternehmens unterschiedlich definiert, gemessen und bewertet. Ob die
Maximierung des Shareholder Value, ansteigende Kundenzufriedenheit oder
kontinuierliche Prozessoptimierungen: Sie alle können betriebswirtschaftlichen Erfolg
widerspiegeln.
1
Jedoch ist kein Erfolgsbegriff so verbreitet wie der monetäre Erfolg.
Dieser wird, basierend auf betriebswirtschaftlichen Vorgängen, im Rechnungswesen
des Unternehmens ermittelt.
2
Einige Erfolgsgrößen aus dem Rechnungswesen zum Beispiel der
Jahresüberschuss sind Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses, während andere
zum Beispiel die earnings before interest and taxes freiwillig berichtet oder von
einem externen Analysten ermittelt werden können.
3
Die vorliegende Arbeit ist mit
Erfolgsmaßstäben im externen Rechnungswesen befasst. Neben dem
Jahresüberschuss und dem mit ihm verwandten Bilanzgewinn, werden
Erfolgsmaßstäbe aus der Erfolgsspaltung, der Cashflow und eine Auswahl der so
genannten ,,Pro-forma-Kennzahlen" besprochen. Aufbauend auf einer allgemeinen
Definition wird die Ermittlung der Erfolgsmaßstäbe dargestellt und eine Beurteilung
vorgenommen.
Zuvor werden die Begriffe ,,externes Rechnungswesen", ,,Erfolg und
Erfolgsmaßstäbe" sowie die ,,erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse" abgegrenzt.
Schließlich wird ein Fazit die Ergebnisse der Arbeit zusammenfassen und weitere
Forschungsansätze vorschlagen.
Die vorliegende Arbeit ist primär an den Inhalten des Handelsgesetzbuches zur
Bilanzierung ausgerichtet. Allerdings werden an ausgewiesenen Stellen auch die
Zusammenhänge und Implikationen in der internationalen Rechnungslegung dies
umfasst hier die US-GAAP und die IFRS erläutert.
1
Vgl. Lombriser, Abplanalp, Strategisches Management, 2004, S. 122f.
2
Vgl. Freidank/Velte, Rechnungslegung und Rechnungslegungspolitik, 2007, S. 3ff.
3
Vgl. Lachnit, Bilanzanalyse, 2004, S. 164ff. und S. 202ff.
5
2 Begriffsabgrenzung
Die Darstellung und Analyse der Erfolgsmaßstäbe im externen Rechnungswesen
erfordert die Abgrenzung der in der Einleitung genannten Begrifflichkeiten. Diese
Abgrenzung wird im Folgenden vorgenommen.
2.1
Externes Rechnungswesen
Das Rechnungswesen wird in internes und externes Rechnungswesen unterteilt. Das
Kernelement des internen Rechnungswesens ist die Kosten- und Leistungsrechnung
(regelmäßige Erfassung) und die Zielsetzung ist die interne Informationsgewinnung.
Weiterhin umfasst das interne Rechnungswesen beispielsweise betriebsinterne
Kalkulationen (fallweise Erfassung) und ist ein fakultatives Element des
Rechnungswesens.
Allgemeine Ziele des externen Rechnungswesens auch Rechnungslegung genannt
hingegen sind die Dokumentation, Zahlungsbemessung (Ausschüttungs- und
Steuerbemessung), sowie die interne und externe Information. Es beinhaltet zum
Beispiel den Jahresabschluss (regelmäßige Erfassung) und Sonderbilanzen
(fallweise Erfassung) und ist zu unterschiedlichen Teilen (abhängig von
Größenordnung und Rechtsform eines Unternehmens) obligatorisch. Quelle dieser
Verpflichtung ist in Deutschland das Handelsgesetzbuch (HGB). Für Unternehmen
mit internationalen Aktivitäten können beispielsweise die International Financial
Reporting Standards (IFRS) oder die United States Generally Accepted Accounting
Principles (US-GAAP) zu berücksichtigen sein.
4
2.2
Erfolg und Erfolgsmaßstäbe
Der Erfolgsbegriff in der Rechnungslegung steht regelmäßig für den Gewinn
positiver Unternehmenserfolg oder den Verlust negativer Unternehmenserfolg
eines Unternehmens. Ermittelt wird der Erfolg durch die Differenz der Summe der
Erträge (Vermögensmehrungen) und der Summe der Aufwendungen
(Vermögensminderungen) innerhalb einer Periode.
5
4
Vgl. Busse von Colbe/Pellens, Lexikon des Rechnungswesens, 1998, S. 599 602.
5
Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 1233.
6
Erfolgsmaßstäbe sind Größen, die den Erfolg eines Unternehmens messen und
ausweisen. Gängige Erfolgmaßstäbe sind unter anderem der Jahresüberschuss oder
die earnings before interest and taxes (EBIT).
6
In der vorliegenden Arbeit werden
Erfolgsmaßstäbe im externen Rechnungswesen dargestellt, ihre Ermittlung erläutert
und Beurteilungen über die Aussagekraft der Erfolgsmaßstäbe vorgenommen.
2.3
Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
Die Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse ist, als Teil der Jahresabschlussanalyse, mit
der Ertragskraft des Unternehmens befasst. Obgleich der Begriff Ertragskraft einen
Zukunftsbezug der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse suggeriert, wird hier
tatsächlich die Erfolgslage einer vergangenen Periode ermittelt. Die Ergebnisse der
erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse können dann zur Bildung von Rückschlüssen
auf die zukünftige Erfolgslage genutzt werden.
7
Darstellung 1: Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
Quelle: Coenenberg, ,,Jahresabschluss- und Jahresabschlussanalyse", 2003, S. 988.
Darstellung 1 zeigt die Spaltung der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse in die
Ergebnis-, Rentabilitäts-, Wertschöpfungs- und Break-even-Analyse. Die
Ergebnisanalyse ist weiter unterteilbar in die betragsmäßige Ergebnisanalyse und die
6
Vgl. Diedrich, Erfolgsgrößen und Erfolgsmaße in Handwörterbuch Unternehmensrechnung und
Controlling, 2002, S. 402ff.
7
Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1028ff.
7
strukturelle Ergebnisanalyse (welche weiter untergliedert wird in die
Ergebnisquellenanalyse und die Ertrags- und Aufwandsstrukturanalyse).
Grundlegend nutzt die Ergebnisanalyse als Ausgangspunkt den in der Gewinn- und
Verlustrechnung ermittelten Jahresüberschuss, um eine Analyse des
Periodenergebnisses auszuführen. Die Rentabilitätsanalyse ist eine relative
Erfolgsanalyse, welche Rentabilitätskennzahlen eines Unternehmens mit Industrie-
oder Konkurrenzdaten vergleicht um Aussagen über die Erfolgslage des
Unternehmens zu treffen. Die Wertschöpfungsanalyse betrachtet nicht die hier
definierte Erfolgsgröße von Gewinn oder Verlust sondern die umfassendere Größe
Wertschöpfung (das Einkommen aller Stakeholder) als Indikator für die Ertragskraft
des Unternehmens. Schließlich ermittelt die Break-even-Analyse, auf Basis von
Erlösen und Kosten (abhängig von Beschäftigung), den benötigten
Beschäftigungsgrad um die Verlustzone zu verlassen.
8
Die vorliegende Arbeit ist ausschließlich mit der Ergebnisanalyse befasst, da ihr die
Erfolgsmaßstäbe des externen Rechnungswesens entstammen.
8
Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1029 1126.
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