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1.Einleitung
Der Erfolg von Unternehmen hängt immer stärker von der Gestaltung kostenoptimierten und kunden-
orientierten Prozessen ab [VER-05 S.54]. Um die Planung, Kontrolle, Information und Steuerung der
Logistik so kundenorientiert und kostenoptimiert wie möglich zu gestalten, bedarf es des
Logistikcontrolling [vgl. BIC-94, WEB-93 und MÄN-93].
In dieser wissenschaftlichen Arbeit soll das Logistikcontrolling näher erläutert werden und evtl. Defizite
des Logistikcontrolling und der Unternehmen, im Bezug auf das Logistikcontrolling, herausgearbeitet
werden.
2. Logistikbegriff
Logistik ist die Gesamtheit aller Aktivitäten zur Organisation, Planung, Überwachung und Ausführung
des Güterflusses, von der Beschaffung, über die Fertigung und Verteilung bis zum Endabnehmer
[VOH-04 S.50].
Der Begriff ,,Logistik" wurde erstmals im Militärwesen bei Fragen der Truppenbewegung und der
Nachschubgestaltung gewählt. Erst später wurde er Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen.
In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre entwickelte sich der Begriff Logistik bis in die Gegenwart zu
einem immer zentraler werdenden Begriff, der eng mit Beschaffung, Einkauf und Materialwirtschaft im
Zusammenhang steht [SCH-05 S.1].
Neben Organisation und Geld gehört die Logistik zu der Vorraussetzung, damit Arbeitsteilung und
Warenaustausch reibungslos funktionieren. Durch die Entwicklung der Logistik ist ein Weltweiter
Güteraustausch überhaupt erst möglich [VOH-04 S.50].
3. Controllingbegriff
Controlling ist ein Instrument der Unternehmensführung und befasst sich mit der Planung, Kontrolle,
Information und Steuerung unternehmerischen Handelns. Der Begriff Controlling ist lateinischen
Ursprungs und hatte in etwa die Bedeutung ,,das Führen einer Gegenrolle". In der Bundesrepublik
Deutschland taucht der Begriff erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg auf und fand ab den sechziger
Jahren Eingang in Deutsche Unternehmen [BIC-94 S. 9-10].
4. Logistikcontrollingbegriff
Das Logistikcontrolling befasst sich im Wesentlichen mit der Planung, Kontrolle, Information und
Steuerung der Logistik [vgl. BIC-94, WEB-93 und MÄN-93].
Das Logistikcontrolling wurde nicht von Wissenschaftlern neu entwickelt, sondern entstand im
logistischen Alltag der Unternehmen. Die ersten Ansätze bezogen sich lediglich auf den Aufbau einer
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logistischen Kosten- und Leistungsrechnung und stammen überwiegend von Logistik-
Verantwortlichen, nicht von Controllern oder Kostenrechnern. Das Logistikcontrolling beschränkt sich
heute jedoch nicht auf die Leistungs- und Kostenrechnung für die Logistik, sondern befasst sich auch
mit der strategischen Grundausrichtung des Unternehmens, die Überprüfung der logistischen Ziele,
bis hin zur betriebswirtschaftlichen Beratung des Logistik-Verantwortlichen. Es gibt sehr
Unterschiedliche Gründe, Logistikkosten- und -leistungsdaten zu erfassen und auszuweisen [WEB-93
S.6-8].
Bichler, Gerster und Reuter sagen, dass diese Gründe unter anderem die Aufdeckung von
Schwachstellen, die exakte Steuerung der logistischen Prozesse und die Erfolgskontrolle von
Rationalisierungsprogrammen sind. Somit ist dies eine wesentliche Vorraussetzung für die
Verbesserung der Produktivität der Logistik [BIC-94 S.24].
Das Logistikcontrolling hat sich als wirksames Instrument erwiesen, um die Logistikleistung zu
verbessern und somit zu steigern [NYH-05 S.107]
Jedoch hat eine Befragung des Berliner Zentrums für Logistik und Unternehmensplanung ergeben,
dass zahlreiche Manager in Industrieunternehmen schlecht über Logistikkosten und -leistung
Informiert sind. Sechzig Prozent der befragten Unternehmen überwachen ihre Logistikkosten
überhaupt nicht [DEB-04 S. 127].
Eine Studie des Zentrums für Logistik und Unternehmensplanung in Berlin besagt, dass fast zwei
Drittel der befragten Unternehmen ihre Logistikkosten nicht im Sinne eines Controllings erfassen
sowie keine Angaben über die Größenordnung und Zusammensetzung der Logistikkosten in ihrem
Unternehmen geben können. Zudem misst nicht einmal die Hälfte ihre Logistikleistung [VER-05 S.54].
Dies liegt unter anderem daran, dass die Einführung des Logistikcontrolling mit einen sehr hohen
Aufwand verbunden ist. Da die für ein funktionierendes Logistikcontrolling nötige Datenbasis nicht
existiert und auch die Bestimmung der Kennzahlen bei der Ersteinführung schwierig ist. Ein weiterer
Grund ist, dass das Logistikcontrolling zusätzlich erschwert wird, wenn das System nicht von allen
Mitarbeitern akzeptiert und entsprechend gepflegt wird [VER-05 S.54].
5. Instrumente des Logistikcontrolling
Unter Logistikcontrollinginstrumente versteht man die Gesamtheit von Methoden, Hilfsmitteln und
Modelle des Logistikcontrolling. Durch deren Einsatz soll die Steuerung, Planung und Kontrolle der
einzelnen Teilbereiche der Logistik und des gesamten Materialflusses im Unternehmen unterstützt
werden. Darüber hinaus helfen sie, die Informationsversorgung zielbezogen zu fördern [HOR-03
S.454]. Schulte führt in seinem Buch ,,Logistik" folgende Logistikcontrollinginstrumente auf: Die
Logistikkosten- und -leistungsrechnung, die Logistikkennzahlen, die Portfolioanalyse, die
Wertzuwachskurve, die Nutzwertanalyse sowie Transport- und Lagerhaltungsmodelle [SCH-05]. Mit
der Logistikkosten- und -leistungsrechnung sollen die mit der Logistik verbunden Kosten und
Leistungen für erschließbare Rationalisierungspotenziale Transparent gemacht werden [SCH-05
S.358].
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