Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
II
Tabellenverzeichnis
III
Abkürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Aufgabe der Einlagensicherung
3 Europäischer und deutscher Standard im Vergleich
3.1.1 Einlagensicherungsrichtlinie 3
3.1.2 Anlegerentschädigungsrichtlinie 5
3.2.1 Einlagensicherungs und Anlegerentschädigungsgesetz 5
3.2.2 Die freiwillige Einlagensicherung 8
3.2.2.1 Sicherungssystem des privaten Bankgewerbes 8
3.2.2.2 Sicherungssystem der öffentlich-rechtlichen Banken 9
3.2.2.3 Sicherungssystem der genossenschaftlichen Banken 9
3.2.2.4 Sicherungssystem im Sparkassensektor 10
4 Perspektiven der Einlagensicherung
12
4.1 Risikodifferenzierte Beiträge 12
5 Fazit
15
Anhang
16
Literaturverzeichnis
21
Verzeichnis der amtlichen Dokumente
24
Verzeichnis der Telefonkontakte 25
Verzeichnis der Emailkontakte 26
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die bisherigen Sicherungsstufen innerhalb des Sparkassensektors S. 16
Abbildung 2: Das neue bonitätsklassenabhängige Beitragssystem des BVR S. 17
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Anzahl der teilnehmenden Instituten in den gesetzlichen deutschen
Entschädigungseinrichtungen (1999 2003) S 18
Einlagensicherungsgrenzen ausgewählter Institute durch den ESF Tabelle 2: S 18
Tabelle 4: Vergleichende Gegenüberstellung ESF und europäischer Standard
(94 19 EWG) S 20
III
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
AERL Anlegerentschädigungsrichtlinie
AG Aktiengesellschaft
Art. Artikel
BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
BAKred Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen
Bd. Band
BdB Bundesverband deutscher Banken e.V.
Bl. Blatt
BVR Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken
DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
DepotG Depotgesetz
Diss. Dissertation
DSGV Deutscher Sparkassen- und Giroverband
EAG Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz
EC European Community
EdB Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
EdVÖB Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken
Deutschlands GmbH
EdW Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen
EG Europäische Gemeinschaft
ELS Einlagensicherung
ESF Einlagensicherungsfonds
ESFÖB Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken
e.V.
ESRL Einlagensicherungsrichtlinie
et al. et alii
EU Europäische Union
EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
EuGH Europäischer Gerichtshof
IV
gem. gemäss
H. Heft
Hrsg. Herausgeber
HGB Handelsgesetzbuch
inkl. inklusive
i.e.S. im engeren Sinn
i.S.d. im Sinne des
i.w.S. im weiteren Sinn
Jg. Jahrgang
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
KgaA Kommanditgesellschaft auf Aktien
KI Kreditinstitut
Ltd. Limited
Nr. Nummer
o. S. ohne Seite
S. Seite
u.a. unter anderem
Univ. Universität
vgl. vergleiche
VÖB Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands
Vol. Volume
zugl. zugleich
z. Zt. zur Zeit
1 Einleitung
Die Diskussionen um die ELS als Anlegerschutz in Deutschland reichen zurück bis in das letzte Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts. Kriege, Inflation, Weltwirtschaftskrise und spektakuläre Bankenzusammenbrüche, sowie das resultierende schwindende Vertrauen der Anleger in die Sicherheit ihrer Geldanlagen ließen ein historisch gewachsenes, effektives Einlagensicherungssystem entstehen. Im Zuge der Liberalisierung der europäischen Märkte wurde dieses bislang zweckerfüllende System in Deutschland jedoch mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert. 1 Die Ausgestaltung und Intensität der Einlagensicherungssysteme war bis zu diesem Zeitpunkt in den EU-Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich, vereinzelt nicht vorhanden. Um den Individualschutz des Einlegers, die Stabilität des Bankensystems, die Förderung des Wettbewerbs und die Schaffung eines ungehinderten grenzübergreifenden Dienstleistungsverkehrs europaweit sicherzustellen, wurden zu diesem Zweck im Bereich der ELS von der Europäischen Kommission Verbesserungen mittels einer Mindestharmonisierung angestrebt. 2 Im Rahmen der Seminararbeit sollen neben der deskriptiven Beschreibung des deutschen und EU- Standards der ELS auch die Gründe für die Entstehung deren Koexistenz aufgezeigt werden. In einem nächsten Schritt wird die deutsche Umsetzung der europäischen Vorgaben näher beleuchtet, dabei insbesondere die Maßnahmen der deutschen Regierung zur Beibehaltung des weltweit hohen Schutzniveaus. Abschließend werden exemplarisch einige Problematiken der bestehenden Einlagensicherungssysteme im Zuge der veränderten Rahmenbedingungen herausgestellt, um somit einen Ausblick auf mögliche Perspektiven zu liefern. Dezentraler Wettbewerb der verschiedenen Standards einzelner EU-Mitgliedstaaten bei gegebener Mindestharmonisierung ist keinesfalls ein Thema, dass nur für den (bank)betriebswirtschaftlichen oder juristischen Bereich von Interesse ist. Vielmehr können die hier aufgezeigten Aspekte auch in einem universelleren Sinne eine Diskussionsgrundlage über die fortschreitende Integration Europas und die sich hieraus künftig zu erwartenden Chancen, Risiken und Perspektiven liefern.
Die vorliegende Seminararbeit stellt aufgrund ihres geringen Umfangs jedoch keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit des bearbeiteten Themas. Vielmehr gibt sie dem Leser einen Überblick über die Problematik der ELS insbesondere unter Berücksichtigung der veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen in der EU und deren Implikationen für die Modifikation bestehender Einlagensicherungssysteme in der Zukunft.
1 Vgl. Wenger, E./ Kaserer, C. (1997a), S. 7ff.
2 Vgl. Priewasser, E. (2001), S. 138.; vgl. Huizinga, H./ Nicodeme, G. (2002), S. 16.;
vgl. Europäisches Parlament/ Europäischer Rat (1994), S. 5.
1
2 Aufgabe der Einlagensicherung
Zur näheren Betrachtung der ELS ist es sinnvoll, zunächst die in diesem Zusammenhang wichtigen Aufgaben zu nennen und relevante Begriffe genauer zu bestimmen. Aus Komplexitätsgründen verzichtet der Verfasser jedoch auf eine ausführlichere Darstellung der Sachverhalte. 3 Begrifflich wird im Deutschen zwischen „Einlagensicherung i.w.S.“ und „Einlagensicherung i.e.S.“ unterschieden. I.w.S. umfasst die ELS alle rechtlichen und tatsächlich bestehenden Einrichtungen, die den Gläubiger eines Kreditinstituts vor einem Total- oder Teilverlust seiner Einlagen schützen sollen. Gemeint sind hiermit Maßnahmen zur präventiven Krisenvermeidung, wobei der Bankenaufsicht eine zentrale Rolle zukommt, da sie im Vorfeld Bankenzusammenbrüche vermeiden und die Stabilität des Bankensystems gewähren soll. 4 Die Einlagensicherung i.e.S. greift dann, wenn ein KI bereits in Schwierigkeiten geraten ist. Insofern geht es hier nicht mehr um Schadensvermeidung, sondern vielmehr um Schadensbegrenzung. 5 Dazu zählen einerseits Einrichtungen, die bei Zahlungsunfähigkeit einer Bank deren Einleger direkt entschädigen (direkte Einlagensicherung), andererseits solche, die Mittel präventiv zur Abwendung drohender Zahlungsschwierigkeiten bei einem angeschlossenen KI einsetzen. Somit wird der Einleger mittelbar geschützt (Institutssicherung). 6 Empirische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Errichtung dieser Einlagensicherungssysteme einen wichtigen Mechanismus zur Vertrauensbildung gegenüber dem Bankensystem, zur Vermeidung von „Bank-Runs“ und zum Schutz von Kleinanlegern darstellen. 7
3 Europäischer und deutscher Standard im Vergleich
Abweichend von der Aufgabenstellung erscheint es dem Verfasser zweckmäßiger, bei einer vergleichenden Gegenüberstellung des deutschen Standards und des EU-Standards hier zunächst auf die europäische Norm einzugehen, da sich die deutsche Umsetzung nach deren Vorgaben zu richten hatte.
3.1 Die europäische Vorgabe
Ursprünglich hatte die Europäische Kommission auf die Setzung einer Richtlinie und die damit einhergehende Harmonisierung des Einlegerschutzes innerhalb der EU verzichtet und am 22. Dezember 1986 lediglich die Empfehlung 87/63/EWG ausgesprochen, die die Einrichtung bzw.
3 Als weiterführende Literatur empfohlen: Wagner, M. (2004), S. 6ff.; Schöner, M. (1997), S. 26f.; Dowe, C. (2000), S. 9ff.; Wenger, E./ Kaserer, C. (1997a), S. 6.; Keine, F. M. (1993), S.86 ff. 4 Vgl. Schöner, M. (1997), S. 26f.; vgl. Dowe, C. (2000), S. 9ff.
5 Vgl. Wagner, M. (2004), S. 6f.
6 Vgl. Wenger, E./ Kaserer, C. (1997a), S. 6.
7 Vgl. Beck, T. (2001), S. 3ff.; vgl. Huizinga, H./ Nicodeme, G. (2002), S. 14ff.;
vgl. Kaserer, C. (2000), S. 176f.; vgl. Wenger, E./ Kaserer, C. (1997b), S. 33f.
2
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Dipl. Kfm. Stefan Göbel, 2005, Anlegerschutz - Einlagensicherungsfonds, Munich, GRIN Publishing GmbH
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