Ernst Probst
SEEUNGEHEUER
Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster
Meinem Enkel Max und meiner Enkelin Paula gewidmet
Nessie
Das „schottische Weltwunder“ ... Seite 13
Cadborosaurus
Ein Schlangen-Monster in der Cadboro-Bay ... Seite 41
Champ
Die „amerikanische Nessie“ ... Seite 45
Chessie
Gigantische Seeschlange in der Chesapeake-Bay ... Seite 47
Flathead-Lake-Monster
Es sah aus wie ein weißer Stör ... Seite 49
Igopogo
Seeungeheuer mit Hals wie ein Ofenrohr ... Seite 51
Lizzy
Dunkles Objekt im Loch Lochy ... Seite 53
Manipogo
Ein Monster das meistens nur seinen Rücken zeigt ... Seite 55
Mann-Hill-Monster
Riesenhai oder Plesiosaurier? ... Seite 57
Masbate-Monster
Kreuzung zwischen Saurier und Schildkröte? ... Seite 59
Morag
Der „Geist des Sees“ ... Seite 61
Morgawr
Der „Seeriese“ aus Cornwall ... Seite 63
Nahuelito
„Patagonischer Plesiosaurier“ ... Seite 65
Ogopogo
Ur-Wal oder Seeschlange? ... Seite 69
Selma
Uralte Geschichten über Seewürmer ... Seite 71
Shielagh
Im Loch Shiel hätte ein Monster reichlich Platz ... Seite 73
Storsie
Die Wikinger kannten diese Seeschlange ... Seite 75
Tessie
Was schwimmt im „See in den Wolken“? ... Seite 77
Van
Die „türkische Nessie“ ... Seite 79
Wally
„Cousine von Nessie“ mit sieben Höckern
... Seite 81
Zuiyo-maru-Monster
Seit Godzilla hatte kein Monster Japan so im Griff ... Seite 83
Entdeckungen spektakulärer Wassertiere
Riemenfisch ... Seite 87
Krausenhai ... Seite 89
Vampir-Tintenfisch ... Seite 91
Andrew-Schnabelwal ... Seite 93
True-Schnabelwal ... Seite 94
Chinesischer Flussdelphin ... Seite 96
Indopazifischer Schnabelwal ... Seite 97
Mekong-Riesenwels ... Seite 98
Quastenflosser ... S. 99
Japanischer Schnabelwal ... Seite 102
Pazifischer Hafenschweinswal ... Seite 103
Hubb-Schnabelwal ... S. 104
Melonenkopf-Wal ... S. 105
Peruanischer Schnabelwal Seite ... 106
Riesenmaulhai ... Seite 107
Indonesischer Quastenflosser ... Seite 109
Kryptiden im Meer
Riesenhaie ... Seite 111
Riesenkraken ... Seite 13
Seeschlangen ... Seite 115
Ur-Wale ... Seite 119
Der Autor ... Seite 123
Literatur ... Seite 125
Bildquellen ... Seite 128
Vorwort
„Nessie“ hat viele Brüder und Schwestern
Das bekannteste Seeungeheuer der Erde ist „Nessie“, jenes legendäre Monster, das im schottischen Bergsee Loch Ness leben soll. Bereits mehr als 10000 Augenzeugen glauben, dieses Ungeheuer gesehen zu haben. Ihren Beschreibungen zufolge könnte es sich um ein Tier mit dem Aussehen eines prähistorischen Meeressauriers (Plesiosaurier) gehandelt haben: etwa 8 bis 15 Meter lang mit kleinem pferdeähnlichen Kopf, langem Schlangenhals, zwei bis sieben Höckern, paddelartigen Flossen und dunkelgrauer bis schwarzer Haut. „Nessie“ hat nach Ansicht von Kryptozoologen, die sich mit der Suche nach verborgenen Tierarten (Kryptiden) befassen, weltweit viele Brüder und Schwestern. Seeungeheuer wie „Nessie“ wurden im Laufe der Zeit angeblich auch anderswo gesichtet: Im Loch Lochy, im Loch Morar, im Loch Shiel und im Loch Lomond in Schottland, in der Faymouth Bay in Cornwall/England, im Vansee (Van Golü) in der Türkei, im Lake Champlain (USBundesstaat New York), im Lake Tahoe (Kalifornien) und im Lake Wallowa (Oregon) in den USA. Vor der neuseeländischen Christchurch-Küste, am Mann Hill Beach (Massachusetts), vor einer der philippinischen Masbate-Inseln und an der äyptischen Küste sollen sogar Kadaver plesiosaurierartiger Seemonster entdeckt worden sein. Aber jeder dieser Funde ist sehr umstritten. Mit dem Begriff „Seeungeheuer“ bezeichnet man im deutschsprachigen Gebiet sowohl Geschöpfe, die angeblich im Meer existieren, als auch solche, die in Seen vorkommen sollen. In früheren Jahrhunderten lebten „Seeungeheuer“ vor allem in der Phantasie der Seeleute, die große Gefahren wie Unwetter und unerklärlich wirkende Naturerscheinungen mit Ungeheuern und Geistern erklärten. In Seen lebende Ungeheuer kommen aber auch in Mythen vieler Völker vor. Die Texte aus dem Buch „Seeungeheuer“ stammen aus dem Werk „Nessie. Das Monsterbuch“ (2002) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er ist weder Kryptozoologe, noch glaubt er an die Existenz von Seeungeheuern, findet dieses Thema aber sehr interessant. Auch er kann nicht ausschließen, dass in den Tiefen der Meere irgendwann spektakuläre Entdeckungen bisher unbekannter Tiere gelingen.
Nessie Das „schottische Weltwunder“
Mehr als 10000 angebliche Augenzeugen schworen bereits hoch und heilig, sie hätten im schottischen Hochlandsee Loch Ness südlich von Inverness ein leibhaftiges Seeungeheuer gesehen. Unter ihnen befanden sich so respektable Leute wie Geistliche, Juristen, Kriminalisten, Wissenschaftler, Ärzte, Bankiers, Offiziere und Politiker. Sogar der Nobelpreisträger für Chemie von 1952, Richard Synge (1914–1994), war ernsthaft davon überzeugt, „Nessie“ erblickt zu haben. Bei den Sichtungen im Loch Ness soll oft ein prähistorisches Monster beobachtet worden sein: ein Plesiosaurier, der heute weltweit liebevoll „Nessie“ genannt wird. Den Schilderungen vieler Augenzeugen zufolge ist das „schottische Weltwunder“ etwa 8 bis 15 Meter lang, trägt einen verhältnismäßig kleinen, pferdeähnlichen Kopf auf einem langen Schlangenhals, besitzt ovale Augen, zwei bis sieben Höcker, paddelartige Flossen und hat eine dunkelgraue bis schwarze Haut. Das Seeungeheuer tauchte für Minuten bis zu maximal einer Dreiviertelstunde auf, verfügte offenbar über keine Stimme und soll – weil es bei lauten Geräuschen schnell verschwindet – sehr lärmempfindlich sein. Diese Beschreibung passt zu urzeitlichen Plesiosauriern, die einst auch in England existierten. Doch jene Meeresreptilien sind nach Erkenntnissen der Paläontologen gegen Ende der Kreidezeit vor mehr als 65 Millionen Jahren ausgestorben und den kaltblütigen Tieren wäre es heute im kalten Wasser von Loch Ness nicht warm genug. Bei Kryptozoologen verhallten die Argumente gegen ein Vorhandensein von Sauriern im Loch Ness jedoch ungehört. Die Kryptozoologie ist jene Wissenschaft, die sich ...
[...]
PROBST, Ernst: Deutschland in der Urzeit, München1986
PROBST, Ernst: Rekorde der Urzeit, München 1992
PROBST, Ernst: Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden, Mainz 2001
PROBST, Ernst: Nessie. Das Monsterbuch, Mainz-Kostheim 2002
Quote paper:
Ernst Probst, 2002, Seeungeheuer, Munich, GRIN Publishing GmbH
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