Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Wirtschaftsgeschichte 3
3 Faktoren des Wirtschaftswachstums 5
4 Japans Stellung im Welthandel 6
5 Das Japan Problem 7
6 Entwicklungsausblick 8
7 Literaturverzeichnis 8
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1 Einleitung
Heute gehört Japan, nicht nur im asiatischen Raum, neben China zu den größten Welthandelsländern. Innerhalb kürzester Zeit, in weniger als hundert Jahren, hat es Japan geschafft sich von einer geschlossenen feudalistischen Agrarwirtschaft zu einem hochmodernen aufstrebenden Industriestaat zu entwickeln, welcher seit mehr als zwei Jahrzehnten auf den vorderen Plätzen des Welthandels zu finden ist. Es stellt sich nun die Frage, wie es ein Land, was kaum über mineralische Ressourcen verfügt, nur wenig Raum für Standortansiedlungen bietet und dessen politische Situation zu Beginn des 17. Jahrhunderts noch der des Mittelalters glich, schaffen konnte, zur globalen Welthandelsmacht aufzusteigen.
2 Wirtschaftsgeschichte
Meiji – Reform 1868 Unter der Herrschaft des Tokugawa – Shogunats (1603) war Feudalismus und Ständewesen in Japan die vorherrschenden Regierungsformen. Das Land wurde von der Außenwelt völlig isoliert. Es durfte weder gereist noch Handel mit dem Ausland betrieben werden. Später, ab 1720 lockerten sich diese Bestimmungen. Die Häfen wurden geöffnet und Handelsabkommen mit Europa und den USA schlossen. Die meisten Investitionen seitens des Staates flossen in die Industrie (Textilindustrie), in den Flotten- und Armeeaufbau und in die Eisenbahn.
Mit der Meiji - Reform 1868, als Kaiser Meiji die Herrschaft wieder übernahm, näherte sich Japan dem westlichen Europa an. Der neue Staat und die neue Verfassung orientierten sich stark an dem Vorbild Europas. Außerdem wurde erstmalig Know – How bei ausländischen Gelehrten eingeholt und ein einheitliches Münz-, Maß- und Gewichtssystem eingeführt. Mit all seinen Neuerungen wird das Jahr 1868 auch als Ausgangsjahr der modernen japanischen Wirtschaftsentwicklung bezeichnet. 1
1. Weltkrieg, Zwischenkriegszeit und 2.Weltkrieg
Begründet dadurch, dass Japan am 1. Weltkrieg nicht beteiligt war, konnte das Land Aufgaben übernehmen, die Länder, die am Krieg beteiligt waren nicht übernehmen konnte. Japan erschloss in dieser Zeit neue Märkte, vor allem im südostasiatischen
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Raum, es konnte aber auch seinen Handel mit Staaten wie Großbritannien, den USA und Russland ausbauen und befand sich damit in einer Phase des stürmischen Wachstums. Gleichzeitig entwickelte sich das Land, bedingt durch seine Dumpingpolitik, zu einem starken Konkurrenten auf dem Weltmarkt. Der größte Industriezweig war in den 30er und 40er Jahren die Metallbranche und damit verbunden, die Ausrichtung der Produktion auf militärische Zwecke. Die ersten ressourcenbedingten Probleme traten während des 2. Weltkrieges auf. Denn hier bemerkte Japan erstmalig, wie abhängig es von Rohstoffimporten aus dem Ausland eigentlich war. Zum Ende des Krieges hin bestand eine wirtschaftlich aussichtslose Lage, da während des Krieges die Materialimporte völlig eingestellt wurden. Mit dem Wiederaufbau und vor allem mit dem Übergang in die freie Marktwirtschaft 1948 erholte such die japanische Wirtschaft wieder. Einen wesentlichen Beitrag zum neuen Aufschwung lieferten die alten Unternehmensgruppen (Zaibatsu) wie Mitsubishi oder Mitsui. Diese blieben trotz des Verbotes in den ersten Nachkriegsjahren bestehen und konnten nun ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Auch der Koreakrieg (1950-1953) begünstigte das Wirtschaftswachstum. Japan erhielt in dieser Zeit vermehrt Reparations- und Versorgungsaufträge durch die USA, wodurch die Handelsbeziehungen mit den USA weiter ausgebaut und gefestigt werden konnten. 2
Phase des Wirtschaftswunders
Zwischen den Jahren 1955 und 1973 stieg das Bruttosozialprodukt jährlich im Durchschnitt 9,2 % an. In Deutschland dagegen nur 5,5 % und in den USA nur 3,5 %. Japan stieg in dieser Phase kontinuierlich an die Spitze der Welthandelsländer auf, was hauptsächlich dem starken Warenexport zu verdanken war, aber auch die hohen Investitionen durch den Staat und der fortlaufende technische Fortschritt leisteten einen Beitrag dazu.
Ölkrise
Mit dem Einsetzen der Ölkrise 1973 und 1979 endete das schnelle Wachstum der japanischen Wirtschaft abrupt. Wieder einmal stand Japan vor dem großen Problem der Rohstoff- und Energiearmut. Für Japan ergaben sich 2 Konsequenzen. Zum einen eine energiesparende Wandlung in der Industrie und zu anderen die Entwicklung 2 Vgl. Fundamente - Der asiatisch - pazifische Raum; Klett SII Länder und Regionen, 1992, S. 48/49
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Christine Langer, 2007, Japan und die Globalisierung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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