2.5 Soziale Integration und Anerkennung 2.6 Kontrast und Kompensation 2.7 Alter als gesellschaftliche Ressource?
3 Bildungsangebote für Ältere
3.1 Deutschland im Vergleich 3.2 Innerhäusliche Bildung 3.2.1 Fersehen 3.2.2 Lesen 3.3 Außerhäusliche Bildung 3.3.1 Universitäten 3.3.2 Volkshochschulen 3.3.3 Parteien 3.3.4 Kirche 3.3.5 Sportvereine 3.2.6 Reisen
3.2.7 Theater, Konzerte, Museen und Ausstellungen
0 Einleitung
Entwicklungsgeschichte der Bildung Älterer 1
Während der 60er Jahre gab es nur eine gering ausgebaute Altersbildung. Diese war stark an einem sozialpädagogischen Unterhaltungs- und Betreuungskonzept orientiert. Aufgrund des Defizit-Modells, das durch körperliche und geistige Abbauprozesse charakterisiert ist, ging man von einer geringen Bildungsfähigkeit und damit von einem eingeschränkten Bildungsinteressen der Älteren aus. Die Ausgliederung alter Menschen aus der Gesellschaft galt als normal, und man war bestrebt, die sozialen Kontakte Älterer auf Kontakte untereinander zu beschränken. Die Bildungsangebote wurden der angeblichen Leistungsschwäche der Älteren angepaßt. Man schrieb den Älteren vor, wozu sie ,,in ihrem Alter" noch Interesse haben könnten, und richtete die Bildungsprogramme daran aus. Das Alter galt als eine Phase zum Spielen, Reisen und Hobbypflegen.
Es gab keine Eigenaktivität der Senioren, sondern man beschränkte diese auf passive Teilnahme an Programmen.
Während der 7Oer Jahre verschafften gerontologische Studien zur Lernfähigkeit Älterer der Einsicht Geltung, daß Ältere überhaupt noch lernfähig seien. Mit dieser Einsicht begann man, Ältere in Vorträgen über das Alter aufzuklären. Belehrung und Information galten als Mittel, um die Alten zu emanzipieren. Der Zugang Älterer zur Bildung wurde erweitert, indem die Lernbedingungen ,,altersgerecht" an die reduzierte Lernfähigkeit angepaßt wurden.
Erst in den 8Oer Jahren wurde die Altersabhängigkeit der Lernfähigkeit durch Befunde der Altersforschung grundlegend in Frage gestellt. Lernfähigkeit und Lernbereitschaft galten nunmehr als biographisch bedingt, als abhängig von der vorausgegangenen Bildungsgeschichte, nicht als altersabhängig. Diese These begründete auch, warum Bildung im Alter überhaupt noch Sinn macht, nämlich für die Aufrechterhaltung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit. Die nachgewiesenen Differenzen im Leistungsniveau Älterer dienten dazu, das Defizitmodell durch ein Kompetenzmodell zu ersetzen. Belehrung wurde durch Training ersetzt. Aber noch immer wurde von außen vorgegeben, was Ältere lernen sollten.
Erst seit Anfang der 90er Jahre setzt sich ein Alltagskonzept in der Altersbildung durch, das von den Selbstdefinitionen der Probleme Älterer ausgeht. Zunehmend häufiger bestimmen die Älteren, was und wie sie lernen wollen. Als Reaktion auf die Auseinandersetzung mit den Einflüssen der humanistischen Psychologie wird das Alter jetzt als eine eigenständige Lebensphase besonderer Qualität und mit einem eigenen Potential gesehen. Bildung zielt darauf, selbstverantwortlich zu einer Sinn-und Identitätsfindung im Alter zu kommen, die älterer Menschen zu befähigen, sich ihre Autonomie und Unabhängigkeit zu bewahren.
1 Voraussetzungen für das Lernen älterer Menschen
Schäuble unterteilt die ,,Hemmfaktoren" für die Bildung Älterer in vier Bereiche: 2
· biographische und epochale Hemmfaktoren, wie z.B.:
· unangenehme Erfahrungen in der Schulsituation
· Versagenserlebnisse
· geringe Schul- und Berufsqualifikation
· einseitige starke Familienzentriertheit während des ganzen Lebens
· situative Hemmfaktoren
· schwere Erreichbarkeit des Bildungsangebots
· ungünstige Verkehrslage
· ungünstige Tageszeit
· evtl. auch finanzielle Kosten);
· persönlichkeitsspezifische Hemmfaktoren wie:
· geringe intellektuelle Leistungsfähigkeit
· eingeschränkter Interessensradius
· geringe Anregbarkeit
· Inovationslosigkeit und allgemeine Passivität
· vor allem aber geringes Selbstvertrauen und ein negativ getöntes Selbstbild
· gesundheitsbedingte Hemmfaktoren z.B.:
· Einschränkung der Sinnestüchtigkeit)
In Anlehnung an die Punkte, die Schäuble in seiner Gliederung anspricht, soll nun auf bestimmte Einflußfaktoren der Bildung Älterer eingegangen werden. Zuerst möchte ich jedoch auf die allgemeine Lernfähigkeit Älterer zu sprechen kommen.
1.1 Lernfähigkeit
Alterungsprozesse wurden lange Zeit nach dem sogenannten ,,Defizitmodell" erklärt. Dieses Modell unterstellt ein generelles Nachlassen aller Fähigkeiten mit zunehmendem Alter. Aufgrund neuster Forschungen kann dieses jedoch nicht aufrechterhalten werden. Vielmehr kann man von einer mit zunehmenden Alter differenzierten Veränderung der Fähigkeitsstruktur ausgehen.
Die folgende Tabelle zeigt auf, welche körperlichen und geistigen Fähigkeiten im Alter, erhalten bleiben, welche sich verringern und welche sich sogar verbessern:
erhöhen sich bleiben weitgehend erhalten verringern sich
Körperliche Eigenschaften und Fähigkeiten
Geübtheit Widerstandsfähigkeit gegen Muskelkraft, Widerstands-
(in Abhängigkeit physische Dauerbelastung fähigkeit gegen Kurzzeitvon Art und Dauer unterhalb der Belastungs- belastungen, Seh- und Tätigkeit) grenze Hörvermögen, Tastsinn
Geistige Eigenschaften und Fähigkeiten
Erfahrung, Geübtheit, Allgemeinwissen, Fähigkeit zur geistige Beweglichkeit Urteilsvermögen, Aus- Informationsaufnahme und Ver- Reaktionsvermögen bei drucksvermögen, Selbst- arbeitung, Aufmerksamkeit, komplexer Aufgabenständigkeit, sprachliche Konzentrations-, Merkfähigkeit stellung, Widerstands-Gewandheit, (Langzeitgedächtnis), Wider- fähigkeit bei hoher psysoziale Kompetenz, Ver- standsfähigkeit gegen eine im chischer Dauerbelastung, antwortungsbewußtsein, Arbeitsprozeß übliche Belastung Abstraktionsvermögen, Zuverlässigkeit, Ausge- Kurzzeitgedächtnis, glichenheit, Beständigkeit, Risikobereitschaft positive Einstellung zur Arbeit, Sicherheitsbewußtsein
Tabelle 1: Kompetenzwechsel im Alter, Jutta M. Zerner, Altwerden. Psychologie Heute, Nov. 1984, S.41 in Hans Ulrich Klose, Forum Demographie und Politik, Bonn 1994, S.129 Das Kompetenzmodell macht deutlich, daß alte Menschen zwar eine andere Lernfähigkeit als jüngere haben, sie aber keineswegs als nicht mehr bildungsfähig zu bezeichnen sind. Durch eine altersbedingte Schwächung der Sinnesorgane und der allgemeinen Ausdauer und Kraft, wird die Aufnahmefähigkeit älterer Menschen reduziert. Das Lernen dauert länger als bei jüngeren, außerdem nimmt die Irritierbarkeit und Störanfälligkeit für Außenstörungen zu. 3 Das führt dazu, daß im Laufe des Alterns zum Lernen ein immer höherer Energieaufwand erforderlich wird. Wenn für diesen keine Zukunftsperspektiven sichtbar werden, machen sich emotionale Sperren gegen die Energieanforderungen bemerkbar. 4 Das heißt, für das Lernen älterer Menschen ist es sehr wichtig, daß sie einen Sinn im Lernstoff erkennen können Zu beachten ist auch, daß bei alten Menschen verstärkt die Gefahr der Inflexibilität besteht. 5 Diese zeigt sich an einem blockierenden Festhalten an eingefahrenen, starren oder zum Scheitern verurteilten Lösungsversuchen sowie einer mangelden Risikobereitschaft und mangelnder Bereitschaft mit Neuem umzugehen. Das Selbstverständnis Älterer ist durch den Anspruch geprägt, nach einem langen Leben in allem ein Meister zu sein, vermutete Inkompetenzen zu verbergen oder zu überspielen. So werden zeitweilige Verunsicherungen vermieden, die meist mit Lernen verbunden sind, in der Gesellschaft stellen sie Alte jedoch als dumm, unflexibel und ängstlich dar. Insofern Lernen Gewohnheiten in Frage stellt, hängt der Lernerfolg also auch davon ab, wie entwickelt die Bereitschaft ist, von Gewohnheiten zu lassen. 6
Das Lernverhalten alter Menschen unterscheidet sich auch in dem Maße von dem jüngerer Generationen, indem sie unter dem Grundsatz: ,,eine Sache zu einer Zeit", die jungen eher unter dem Motto ,,mehr erreicht in gleicher Zeit" lernen.
1.1.1 Lernbereitschaft älterer Menschen
Ältere Menschen haben zwar Lernbedürfnisse, auf der anderen Seite sind sie aber nicht bereit größere Anstrengungen zu machen. 7
Sie zeigen leicht eine Neigung zur passiven Informationsaufnahme und sind kaum dazu bereit, sich methodisch Lernstoff einzuprägen. Untersuchungen haben gezeigt, daß Ältere kaum Memotechniken (bspw. Eselsbrücken) beim Lernen benutzen und häufig eine geringe Bereitschaft und Motivation zum Ordnen, Sortieren und Einprägen beim Behalten zeigen. 8 Kennzeichnend für den Bildungsprozeß in unserer Gesellschaft ist der Erwerb von Zertifikaten. Dies trifft aber in keinster Weise auf die Bildung Älterer zu. Zwar streben ältere Menschen eine Bestätigung der von ihnen erbrachten Leistungen an, sie sind aber nicht dazu
bereit sich prüfen zu lassen und sehen in Leistungsnachweisen keinen höheren Wert. Zudem zeigen Ältere eine Abneigung gegen zeitliche Festlegung, sie wollen nicht mehr verpflichtet und gebunden sein. Aus diesem Grund sind Kurse, die auf einen begrenzten zeitlichen Rahmen festgelegt sind, besonders beliebt. 9
1.2 Das Fremd- und Selbstbild der Alten
Das Problem des Alters gewinnt zunehmend an Dringlichkeit, da der Anteil der alten Menschen, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, aufgrund der höheren Lebenserwartung ständig wächst und diese durch frühe Verrentung immer länger ohne Beschäftigung sind. Es wird den Menschen in der modernen Gesellschaft dank des medizinischen Fortschritts zwar leicht gemacht, alt zu werden, aber dafür um so schwerer alt zu sein. Als eigentlicher Beginn des Alterns wird in der Gesellschaft immer wieder das Ausscheiden aus dem Berufsleben gesehen. Es ist jedoch logisch das die Pensionierung zwar eine bestimmte Erwartungshaltung auslöst für ,,wirkliches Altern" jedoch andere Variablen, wie biologische, psychische und soziale verantwortlich sind. Dennoch wird von einem Pensionär passives Verhalten erwartet auch wenn er noch aktiv sein kann und will. Ideologisierte, vorurteilsbehaftete Begriffe wie Altlast, Rentnerschwemme, Überlastungsquoten sind Ausdruck von von irrationalen Ängsten geprägten Vorurteilen. Die Angst vor Überalterung gründet in kulturellen Sterotypen: Fortschritt und Wachstum, Wettbewerb und Leistung werden konventionell einseitig und mit der Jugend in Verbindung gebracht. Der junge dynamische Mensch ist das Idealbild unserer bürgerlichen Gesellschaft. Nach Meinungsumfragen steht die Bevölkerung dem Alterungsprozeß sehr kritisch gegenüber. 10 Zu dieser zum Teil pessimistischen Sichtweise trägt auch das negative
Altenklischee unserer Gesellschaft bei. Dazu gehören auch Bilder wie von der dahindösenden älteren Frau auf der Parkbank, das des älteren Mannes im Schaukelstuhl vor dem Fernsehgerät oder das von kartenspielenden Älteren in einem Seniorenclub. Dementsprechend wird die Alterung häufig mit fragwürdigen Metaphern wie Vergreisung, Erstarrung und Abstieg in Verbindung gebracht.
Auch in der Altersforschung stehen in Bezug auf Altenarbeit Fragen nach der Hochaltrigkeit, Demenz, Krankheit, Dauerpflege und Pflegenotstand an erster Stelle. Erst langsam kommt die Frage auf, wie man die vielen ,,Jungen Alten" in die Gesellschaft integrieren kann. 11
So bestimmt die Einstellung im Volk das Verhalten der alten Menschen. Dies wird deutlich an den Aussagen von älteren Menschen, wie: ,,Im Alter soll man nicht mehr soviel reisen" oder ,,Im Alter liest man nicht mehr soviel". ,,Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr",
,,Da bin ich doch zu alt zu", ,,Das kann ich doch in meinem Alter nicht mehr lernen". Alte Menschen werden mit Erwartungsnormen konfrontiert und passen sich an. Es ist eine Form der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Dies beeinträchtigt zum Teil stark das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude zahlloser Älterer. Wichtig ist es auch für die Lernfähigkeit älterer Menschen. Häufig wird durch das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben, die allgemeinen Entlastung von Außenaufgaben und das negativen Altenbild der Gesellschaft das Rollenbild des ,,alten Eisens" bestätigt. Außerdem erscheint Älteren das Einprägen und Erinnern von Lerninhalten aufgrund des abnehmenden Kurzzeitgedächnisses schwieriger als früher, was häufig Besorgnisse über einen Gedächnisabbau bei ihnen aufkommen läßt. Je nach dem wie sich dieses Fremd- und Selbstbild verfestigt hat wirkt es auf die Lernfähigkeit ein.
1.3 Bildungsbiographie
Mit dem Älterwerden nimmt die Bedeutung der Biographie zu. Nicht nur, daß jede neue Erfahrung bereits im vorhinein ihre Bedeutung im Erwartungshorizont vorausgegangener Erfahrungen zugewiesen bekommt und wirklich neue Erfahrungen kaum noch gemacht werden Mehr noch: Jede Erfahrung wird im Verlaufe des Älterwerdens daraufhin überprüft, ob sie die Kontinuität der Lebensgeschichte fortzusetzen erlaubt oder ob die Erfahrung abgewiesen werden muß, weil sie mit den vorhandenen und verfügbaren Erfahrungsmustern nicht zu vereinbaren ist. Dadurch ist die Aufnahmebereitschaft für Neues zweifellos durch biographische Vorerfahrungen begrenzt, die festlegen, was relevant ist, was eigenen Interessen und Bewältigungsmustern entspricht. 12
Abb. 1: Wie wichtig ist Bildung für Sie?
Aus: Klaus-Peter Schwitzer, Gunnar Winkler, Altenreport 1992 - Zur sozialen Lage und Lebensweise älterer Menschen in den neuen Bundesländern, Morgenbuchverlag, Berlin 1993, S. 161
Die Grenzen der Aufnahmebereitschaft Älterer liegen deshalb nicht primär im altersspezifischen Abbau von Gedächtnis, sie sind vielmehr in den im Laufe der Biographie entwickelten inneren Grenzen der Aufklärung begründet, die sich zu einem Widerstandsmuster verfestigt haben und alles abweisen, was nicht in das eigene Konzept paßt. Gelernt wird, was relevant ist, was biographische Vorerfahrungen bestätigt, vertieft und erweitert und eben deshalb ins Konzept paßt.
Oft wird das Lernen von Älteren dadurch behindert, daß nicht gelernt wurde, wie selbständiges Lernen vor sich geht. Früher erworbene Fähigkeiten der Informationsverarbeitung wirken also auf die Art und Weise ein, wie Aneignungsprozesse im Alter vollzogen und Inhalte aufgenommen werden können. 13
Abb. 2 aus: Hermann Lodenkemper, Norbert Schier: Altenbildung: Grundlagen und Handlungsorientierungen, Bad Heilbrunn/Obb., Verlag Julius Klinkhardt 1981, S.71
Fehlende Voraussetzungen zur Aneignung und Rezeption sind häufig eine Ursache dafür, daß ältere Menschen Bildungsangebot nicht wahrnehmen. Zusammenfassend kann man sagen, daß menschliches Lernen im Alter durch mangelnde Ausbildung und Förderung, Angst sowie
emotionale und soziale Schädigung beeinträchtigt wird. Frühes und lebenslanges Lernen begünstigen die Plastizität und Entfaltbarkeit des Lernens im Alter. Insgesamt gesehen sind alte Menschen in Bildingsveranstaltungen stark unterrepräsentiert. Besonders trifft dies jedoch auf diejenigen Mitglieder des Alters zu, die eine wenig umfangreiche Bildungsbiographie aufweisen (vgl. Abb. 1-5).
Die folgenden Abbildungen zeigen nun, einmal bezogen auf die Schulbildung und einmal bezogen auf die berufliche Qualifikation, wie das Interesse und die Beteiliging an Bildungsangeboten differieren. Die Untersuchungen sind nicht spezifisch auf alte Menschen bezogen, allerdings zeigt sich bei diesem Aspekt keine Altersabhängigkeit.
Abb. 3 aus: Wolfgang Böttcher, Klaus Klemm, Bildung in Zahlen, Weinheim/München Juventa Verlag 1995, S. 145
Abb. 4 aus: Wolfgang Böttcher, Klaus Klemm, Bildung in Zahlen, Weinheim/München Juventa Verlag 1995, S. 145
Außerdem machen auch die Erfahrungen, die ein Mensch mit dem begriff ,,Bilden" verbindet, einen wesentlichen Anteil aus. Die meisten Menschen verbinden mit ,,Bilden" Erinnerungen an ihre Schulzeit, wer dort negative Erfahrungen gemacht hat, wird auch im Alter weniger dazu bereit sein, sich den Gefahren einer solchen Situation noch einmal auszusetzen. 14 Ganz wichtig ist auch die frühe Sozialisation. 15 Wer von seinen Eltern zum Lesen (z.B. durch Vorlesen) erzogen wurde, oder wer in seiner Kindheit ein Musikinstrument erlernt hat, wird auch im Alter auf diese Aktivitäten zurückgreifen (vgl. Abb. 5). Allgemein kann man sagen, daß die Anknüpfung an früher Erlerntes. Das Lernen im Alter wesentlich beeinflußt.
Abb.5: Leseverhalten und Lesesozialisation, aus: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S.167
1.4 Einkommen
Einkommen und Bildung können nicht voneinander getrennt werden, da in unserer Gesellschaft im Regelfalle eine höhere Bildung mit einem höheren Einkommen gekoppelt ist. D.h. Ältere, die Interesse an Bildungsveranstaltungen haben, haben normalerweise auch ein höheres Einkommen, um diesen Interessen nachzugehen. Daher hat das Einkommen einen relativ geringen Einfluß auf die Teilnahme an Bildungsvernastaltungen. 16 Wie die Abb. 6 zeigt, würden ältere Menschen mit einem erhöhten Einkommen zuerst verstärkt ihre Familie unterstützen. An zweiter Stelle rangieren Erholungsreisen sowie Wohnungseinrichtung und Kleidung.
Abb. 6:,,Was würden Sie kaufen, wenn Sie mehr Geld zur Verfügung hätten?", aus Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 139
Eine kleine Ausnahme bilden wirtschaftlich schwächer gestellte Frauen, sie würden sich mehr an Bildungsveranstaltungen beteiligen, wenn sie mehr Einkommen zur Verfügung hätten. 17 Zudem läßt sich sagen, daß Personen in gehobenen Statuslagen eher zur Kultur neigen, während Personen mit geringerem Einkommen Zuwächse an Einkommen zuerst in Wohnung, Kleidung und Erholung investieren. 18
Dieser Tatbestand läßt sich aber wieder auf die Bildungsbiographie zurückverfolgen. Personen, die im Alter ein hohes Einkommen erhalten, haben meist auch im Berufsleben eine höhere Position bekleidet und sind oft besser und fortlaufender gebildet worden als wirtschftlich Benachteiligte. Durch höhere Schulbildung und Berufsqualifikation eröffnen sich für sie bessere Zugänge zu Bildungsveranstaltungen.
1.5 Wohnort/Mobilität und Tageszeit
Obwohl man annehmen könnte, daß ältere Menschen, die in der Nähe von Bildungseinrichtungen wohnen, diese eher Nutzen werden, als Ältere, die weite Anfahrtswege haben, haben Kollands Untersuchungen diese Vermutung nicht bestätigt. Seine Befragungen
in Österreich heben ergeben, daß sich kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Wohnort und Austellungsbesuchen feststellen ließ. D.h. bis auf Wien besuchten Großstadtbewohner nicht häufiger eine Austellung als Bewohner kleinerer Gemeinden. 19
1.6 Gesundheitszustand
Ein sehr wichtiger Faktor für die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen ist der Gesundheitszustand. Personen, die ihren Gesundheitszustand subjektiv positiv einschätzen, nehmen etwa doppelt so häufig an Bildungsveranstaltungen teil, wie jene, die ihren Gesundheitszustand als schlecht bezeichnen. Besonders benachteiligt sind Angehörige eines niedrigeren Bildungsstandes. Durch körperliche Arbeit im Beruf haben sie mehr Verschleiserscheinungen als höher Gebildete, außerdem achten sie weniger auf ihre Gesundheit. Auch psychisch sind sie benachteiligt, da sie Schwierigkeiten und Belastungen stärker wahrnehmen als höher Gebildete.
Ältere, die stark körperlich beeinträchtigt sind nutzen verstärkt innerhäusliche Bildungsangebote, wie Fernsehen, Radio oder lesen.
1.7 Lebensalter
Natürlich spielt das Lebensalter bei der Beteiligung an Bildungsangeboten eine Rolle. Wie die Abb. 7 zeigt, verringert sich mit zunehmendem Alter auch die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen. Das hängt vor allem mit dem (bevorstehenden) Ausscheiden aus dem Beruf zusammen, den damit entfällt der ,,Grund" für Weiterbildung.
Viel wichtiger jedoch als die strikte Kategorisierung nach dem absoluten Alter ist eine andere Einteilung. In der Wissenschaft werden alte Menschen in ,,junge Alte" und ,,alte Alte" oder ,,able elderly" und ,,frail elderly" 20 oder noch anders gesagt in ,,mobile" und ,,immobile
Ältere" 21 geteilt. Nach Gehard Schäuble unterscheidet sich das ,,junge" vom ,,alten Alter"
durch vier Merkmalen: Selbsteinschätzung, Gesundheitszustand, Aktivitätsgrad sowie persönliche und soziale Handlungsfähigkeit. 22
Abb. 7 aus: Wolfgang Böttcher, Klaus Klemm, Bildung in Zahlen, Weinheim/München Juventa Verlag 1995, S 145
Vergleicht man die Beteiligung der Alten an Bildungsveranstaltungen unter diesem Aspekt, läßt sich feststellen, daß Ältere, die in die Kategorie der ,,jungen Alten" fallen, wesentlich öfter an Bildungsprogrammen teilnehmen als die sogenannten ,,alten Alten".
1.8 Geschlecht
Besonders auffällig ist der Umschwung bei der Beteiligung an Bildungsangeboten in Bezug auf Alter und Geschlecht. Die Abb. 8 zeigt unabhängig vom Alter eine allgemein etwas niedrigere Beteiligung von Frauen an Weiterbildungsmaßnahmen.
Im Alter sind die Frauen jedoch aktiver bei der Teilnahme an Bildungsangeboten wie Männer. Veranstaltungen für ältere Menschen werden von fast doppelt so vielen Frauen wie Männern besucht, vor allem von geschiedenen und verwitweten. 23
Männer wenden mehr ihrer Freizeit auf für das Lesen und Fernsehen. In politischen und gesellschaftlichen Vereinen sind sie aktiver als Frauen. Letztere betätigen sich mehr künstlerisch und wenden mehr Zeit auf für kulturelle Veranstaltungen. Frauen orientieren sich stärker an sozialen Kontakten. Männer suchen verstärkt nach neuen Informationen und Anregungen. 24
Abb. 8 aus:Wolfgang Böttcher, Klaus Klemm, Bildung in Zahlen, Weinheim/München Juventa Verlag, 1995, S 145
1.9 Kontakte
Genauso wie Kontakte ein Grund für den Besuch von Bildungsveranstaltungen sein können, sind sie vielfach auch ein Grund dafür, diese nicht zu besuchen.
Besonders benachteiligt sind diejenigen, die während ihrer Berufstätigkeit in ihrer Freizeit sehr familienzentriert waren und außerhalb wenig Kontakte geknüpft haben. Wenn die Familie wegfällt z.B. durch den Tod des Partners oder das Wegziehen der Kinder, bleiben die Alten alleine zurück. Wer zu seiner Erwerbszeit schon z.B. in Vereine, Stammtische und ähnliches integriert war, tut sich auch im Alter leichter Aktivität aufzunehmen. Verheiratete haben das geringste Maß an überschüssiger Freizeit, Verwitwete haben die meiste Freizeit. Personen aus Mehr-Personen- Haushalten im dörflichen Milieu geben weniger Freizeit an, als Personen aus Ein-Personen-Haushalten aus städtischer Umgebung. Auffällig ist auch, daß es zwar einige alte Leute gibt, die gerne den generationsüberschreitenden Kontakt suchen, sich aber dennoch feststellen läßt, daß die größte Zahl älterer Menschen lieber unter sich bleibt und an Veranstaltungen teilnimmt, die besonders für sie geplant wurden.
2 Gründe für Bildung
2.1 Life long learning
Für das lebenslange Lernen gibt es laut Gehard Schäuble folgende Gründe: 25
· die Sicherung der Anpassung an die äußeren Gegebenheiten der Umwelt,
· die Sicherung einer hinreichenden Orientierung und Information über das Zeitgeschehen,
· die Sicherung der sozialen Integration, und um möglicher Isolation entgegenzuwirken
· die Auseinandersetzung mit neuem dient der Erhaltung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, der Interessenpflege und der Stärkung der Kompetenzen und damit auch der Vorbeugung von Altersabbau.
2.2 Sinngebung
Der beruflich organisierten Erwerbsarbeit kommt bis heute zweifellos der höchste Wert zu. Einkommen, Anerkennung und soziale Integration sind nach wie vor fast ausschließlich über Berufsarbeit vermittelt. Gesunken ist indessen der Wert, der auf traditioneller Arbeitsteilung, der Dauer der Berufsarbeit und dem Alter basierenden, Berufserfahrung. Nur in hochqualifizierten Berufsfeldern und in Leitungsfunktionen ist heute noch eine Weiterarbeit über die Altersgrenze hinaus im Beruf möglich und erwünscht. Mit dem Ausscheiden aus dem Beruf erleidet der Mensch einen Rollenverlust, sowie einen Verlust von Sinn und Werten seines Lebens. Wie der Mensch in seiner Arbeit einen Sinn legen will, strebt er auch in seiner Freizeit nach Sinnerfüllung. 26 Wer von Altenbildung hört, denkt oft an einen Kaffeenachmittag mit Diavortrag, einen Vortrag über die letzt Auslandsreise, eine Butterfahrt mit Erwerb einer Rheumadecke, letztlich an Dinge des Konsums, die in der Gesellschaft als überflüssig gelten. Viele sogenannte Pseudobeschäftigungen (wie Briefmarken sammeln oder Tauben züchten), werden schon nach wenigen Monaten langweilig und befriedigen den alten Menschen nicht mehr. Wichtig bei den Freizeitbeschäftigungen Älterer ist deshalb ein Gegenwartsbezug, der dem einzelnen hilft seinen Lebenssinn zu finden.
Zwar unterscheiden sich manche Freizeitangebote wie Theater- oder Konzertbesuche oder Weiterbildung nicht von denjenigen jüngerer Altersgruppen. Während aber diese Beschäftigungen bei Berufstätigen neben seiner Berufstätigkeit rangieren, müssen sie für den alten Menschen als Hauptsinn des Lebensvollzuges fungieren. 27 Sinnstifftung ist stark abhängig von den Sinnüberzeugungen eines Mensches, seinem persönlichen Sinnsystem.
2.3 Kompetenz
Im Alter unabhängig bleiben, niemandem zur Last fallen, ist eines der meist genannten Ziele älterer Menschen. Unter Kompetenz versteht man diejenigen Fähigkeiten, die zu einer selbständigen, der natürlichen und sozialen Umgebung angepaßten Lebensweise beitragen und erlauben, sich zu erhalten, sich wohl zu fühlen und sich zu entwickeln.. Für die
Altenarbeit ergeben sich vor allem Anforderungen auf Erhaltung, Wiedergewinnung und Verbesserung der Fähigkeiten zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben. 28 Kompetenzprobleme haben vor allem Witwen, die z.B. mit Behördengängen oder dem Ausfüllen von Formularen nicht zurechtkommen, weil ihr Mann zu Lebzeiten diese Dinge immer allein geregelt hat.
Bildung zielt darauf, selbstverantwortlich zu einer Sinn- und Identitätsfindung im Alter zu kommen, die älterer Menschen zu befähigen, sich ihre Autonomie und Unabhängigkeit zu bewahren. Dazu gehören die Bewahrung der finanziellen Unabhängigkeit, die Selbständigkeit der Lebensführung und das Hinausschieben von Hilfsbedürftigkeit, sowie die Aufrechterhaltung der physischen und psychischen Gesundheit und die Übernahme produktiver Rollen in der Gesellschaft. 29
2.4 Zeitstrukturierung
Bis zum Ausscheiden aus dem Berufsleben wird die zeitliche Strukturierung des Alltags durch den Wechsel von Arbeitszeit und Freizeit strukturiert und rhythmisiert. Mit dem Berufsende in den Ruhestand entlassen und freigesetzt zu sein, enthält zum einen die Möglichkeit, zur selbstbestimmten Lebensgestaltung, birgt aber auch die Gefahr der absoluten Passivität, die zwangsläufig zu körperlichen und geistigen Abbauprozessen führt. Wichtig für die Zeitstrukturierung im Alter ist der Wechsel von Ruhe und Unruhe, von wiederkehrenden Abläufen, die Sicherheit gewähren und von Abwechslung, die durch außergewöhnliche Ereignisse (z.B. Kulturveranstaltungen) in das Leben kommt. 30 Es geht im Alter nicht mehr um Optimierung der Zeiteinteilung nach zweckrationalen Kriterien, sondern vielmehr um das Finden eines selbstbestimmten Zeitrhythmus, der eigenen Bedürfnissen folgt: Eine selbstbestimmte, erfüllte Zeit ist das Ziel. Ist der Alltagsablauf zu monoton, kann Zeit nicht mehr erlebt werden, versinkt das Erleben im wiederholenden Tun, herrscht die reine Gegenwart oder der Rückzug in die Erinnerung vor. 31 Wesentlich ist, daß der alte Mensch noch eine Zukunftsperspektive braucht, die ihn planen und das Leben gestalten läßt.
Ältere sind aber kaum noch bereit Zeitverbindlichkeiten dauerhaft einzugehen. Soweit eine nachberufliche Tätigkeit der Zwangslogik des Berufslebens folgt und den Älteren keine zeitlichen Spielräume läßt, ist die Teilnahmebereitschaft Älterer gering. Rentnerinnen und Rentner haben im Vergleich zu Berufstätigen einen völlig anderen Lebensrythmus. Vorhandene Zeitpotentiale werden insbesondere vermehrt für Arbeiten im Haushalt und zur Befriedigung physischer Bedürfnisse genutzt. Die Zeitstruktur der sieben Tage Woche hat bei Rentnern keinen nennenswerte Bedeutung mehr. Die Teilnahme an
kulturellen Angeboten ist bei Älteren viel stärker auf alle Wochentage und auch Tageszeiten verteilt als bei Erwerbstätigen. Man kann allerdings feststellen, daß Ältere verstärkt morgens das Haus verlassen. Das gilt sowohl z.B. für das Einkaufen gehen, wie auch für den Besuch von Kursen und Veranstaltungen. Dies könnte sowohl damit zusammenhängen, daß es an Vormittagen in den Städten ruhiger ist als nach Dienstschluß, es könnte aber wiederum auch darauf hindeuten, daß ältere Menschen gerne unter sich bleiben möchten und dazu morgens die Gelegenheit haben.
Selbstständige haben bei der Zeitstrukturierung die größten Vorteile. Sie waren auch während ihrer Berufstätigkeit daran gewöhnt, selbstständig ihr Zeit einzuteilen. Andere Arbeitnehmer waren z.B. durch Geschäftszeiten, Dienstpläne usw. an eine Regelung von außen gewöhnt. Der Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen spielt im Leben älterer Menschen eine geringere Rolle, wohingegen Fernsehen, Radio, Lesen einen festen Platz im Zeitablauf haben. 32
2.5 Soziale Integration und Anerkennung
Wenn der Mensch aus seinem Berufsleben ausscheidet entfallen für ihn nicht nur Zeitplanung und Sinn, vielfach kommt es auch zu einer Reduktion der sozialen Kontakte. Besonders davon betroffen sind Alleinstehende besonders Frauen. In diesem Zusammenhang kommt es oft auch zu einem Mangel an Selbst- und Fremdbestätigung. Anerkennung wird über soziale Beziehungen vermittelt. Durch erlernen und anwenden neuer Fertigkeiten wird dem Menschen eine immer noch bestehende Leistungsfähigkeit und Nützlichkeit bestätigt. Zu einem erfüllten Leben muß auch älteren Menschen vermittel werden, daß sie immer noch gebraucht werden.
,,Bei älteren Menschen können Aktivitäten in sozialen Gruppen dazu beitragen, neue Impulse für die selbständige Auseinandersetzung mit einer sich stets verändernden Umwelt zu liefern, sie können Freizeitgestaltung bereichern, soziale Rollen vermitteln, die Anerkennung und wertschätzung erbringen und sie können die kognitive Leistungsfähigkeit stimulieren." 33
2.6 Kontrast und Kompensation
Fehlende Möglichkeiten der Bedürfnisbefriedigung im Arbeitsbereich motivieren Individuen zu Ersatzbefriedigungen außerhalb der Erwerbsarbeit durch Freizeitaktivität. 34 Besonders ältere Frauen, die z.B. in ihrer Jugend keine weiterführende Schule besuchen durften und auch später aus familiären Gründen dazu keine Gelegenheit hatten, wollen im Alter endlich dieses Versäumnis aufholen.
Insbesondere auch unter älteren Männern, die früher als Naturwissenschaftler oder Techniker tätig waren, ist das Motiv der Suche nach einem Ausgleich verbreitet. Sie möchten endlich
auch ihre andere kreative Seite kennenlernen und machen dabei erstaunliche Entdeckungen. Kreativitat, die auf rationales Handeln beschränkt blieb, hinterläßt einen Nachholbedarf, den Wunsch, das bisher ungelebte Leben durch Kontrasterfahningen nachzuholen, vereinseitigte Fähigkeiten zu ergänzen.
2.7 Alter als gesellschaftliche Recource
In der neueren Entwicklung werden ältere Menschen nicht länger als eine soziale Problemgruppe, sondern vielmehr als wichtiges gesellschaftliches Potential (recource), gesehen. 35 D.h. als Menschen mit bislang unausgeschöpften Talenten, Kapazitäten und Erfahrungen. Besonders in den USA und Canada ist das Ehrenamt weit verbreitet. Auch in Deutschland gibt es neue ehrenamtliche Tätigkeiten. Erste Projekte in Deutschland sind: Senioren Experten Service Bonn Aktion Rentner helfen jungen Unternehmern e.V., Hannover Senioren helfen jungen Unternehmern e.V., Hamburg Senioren-Partner-Dienst-Handwerk, Trier Seniorenkreis Wirtschaft, Mannheim/Ludwigshafen
Das Ehrenamt soll vor allem der Sinnstiftung und Kompetenz dienen. Fraglich ist aus meiner Sicht jedoch, ob diese Projekt sich wirklich an den Bedürfnissen der Alten orientiert. Angesichts der Tatsache, daß diese keine festen Zeitverbindlichkeiten eingehen wollen und nicht zur Leistungsfähigkeit gezwungen sein wollen, widersprechen die angesprochenen Projekte diesen Erkenntnissen. Gerade in der Wirtschaft, wo ständige Informationsverarbeitung und auch Risikobereitschaft gefordert werden scheinen mir alte Menschen falsch aufgehoben. Fraglich ist, ob sie den jüngeren auf diesen Gebieten überhaupt helfen können.
Außerdem bezieht sich das Integrationssystem wieder nur auf alte Menschen, die eine höhere Position im Berufsleben bekleidet haben. Berufslose, Hausfrauen usw. bleiben weiterhin ausgeschlossen.
Eine andere Variante ist die Einbindung älterer Frauen in soziale ehrenamtliche Dienste. Vielfach ist es jedoch so, daß die Pensionäre nicht aus eigenem Antrieb und Interessen ehrenamtliche Tätigkeiten aufnehmen, sondern gezwungen sind, so ihre magere Pension aufzubessern.
3 Bildungsangebot
3.1 Deutschland im Vergleich
Abb. 9 aus: Zentrum für Forschung und Innovation im Bildungswesen, Bildung Kompakt -OECD-Indikatoren, OECD 1995
Im Vergleich zu anderen Ländern rangiert Deutschland auf einem mittleren Rang was die Weiterbildung insbesondere auch die Bildung älterer Menschen angeht. Jedoch ist in einigen Ländern, wie in den USA oder Schweden, die Altenbildung weitaus anerkannter und normalisierter, als es dies in Deutschland ist.
,,Als Bildung wird gemäß der deutschen Tradition die Arbeit bezeichnet, in der Menschen sich, in der Außeinandersetzung mit ihrer Umwelt, das aneignen, was Menschen als Menschen ausmacht. Die Bildung eines Menschen ist prinzipiell nie abgeschlossen." (vgl. Script zur Vorlesung ,,Einführung in die Erziehungswissenschaft", Peter Menck, Uni/GH Siegen)
Wenn wir nach dieser Definition des Begriffes Bildung gehen, trägt jedes Zusammentreffen zwischen Mensch und Umwelt zur menschlichen Bildung bei.
Umgangssprachlich verstehen wir aber meist etwas anderes unter Bildung. Die meisten Menschen assozieren mit Bildung, eine außerhäusliche schulähnliche Situation. Dennoch sollte man die innerhäusliche Bildung nicht außer acht lassen. In Anlehnung an Kolland werden die Bildungsangebote hier nach inner- und außerhäußliche Bildung geteilt.
3.2 Innerhäusliche Bildung
Durch die wachsende Technologisierung und Rationalisierung unserer Alltagswelt nehmen auch die Informationen zu, die wir durch die Medien aufnehmen. Das Self-directed lerarning löst das institutionalisierte Lernen ab und führt das informelle Lernen ein. Durch Bücher, Fernsehen, Video, Tonträger und nicht zuletzt durch den Computer werden Informationen zu den Verbrauchern gebracht.
Die Tatsache, daß zunehmend mehr Kultur im privaten Raum konsumiert wird, wirft die Frage auf, ob es dadurch zu einer Einschränkung der Teilnahme am öffentlichen Leben kommt. Untersuchungen bei Kolland zur Teilnahme am inner- und außerhäuslichen Kulturangebot zeigen aber, daß sich ganz allgemein innerhäusliche und außerhäusliche Kulturteilnahme nicht konkurrenzieren.
Besonders alte Menschen neigen zum Konsum von innerhäuslicher Bildung. Dies entspricht zum einen ihren schwindenden körperlichen Kräften, paßt sich aber auch dem Bild des passiven Pensionärs an.
3.2.1 Fernsehen
Ältere Menschen zählen zu den intensivsten Nutzern des Fernsehens. Jeder zehnte über 50jährige gibt Fernsehen als Lieblingsbeschäftigung in seiner Freizeit an. In der BRD sehen von den über 60jährigen 94 % häufig fern. Fernsehen ist in allen sozialen Schichten stark verbreitet. Lediglich die Wahl des Programms unterscheidet sich. Fernsehen vermittelt Informationen und bietet demnach Orientierung, es gibt dem Tag einen Rhythmus. Es kann Bewältigung von Einsamkeit sein, z.B. bedingt durch Krankheit hohes Alter, räumliche Isolation usw. Es ist oft Ersatz für menschliche Beziehungen.
Im Gegensatz zu Berufstätigen sehen alte Menschen lange Fernsehabende nicht als sinnlos an. 36
Die Abb. 10 zeigt welche Funktionen das Fernsehen laut eigener Aussage für ältere Menschen haben kann:
Abb. 10 aus: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 160
3.2.2 Lesen
Lesen ist jene Aktivität, die von den Älteren am häufigsten als Lieblingsbeschäftigung angegeben wird (21%). Ca. 83 % der Alten lesen regelmäßig eine Tageszeitung. 90 % der Rentner mit höherer Bildung lesen täglich eine Zeitung, im Vergleich dazu nur 55 % der Pflichschulabsolventen. Männer lesen etwas mehr als Frauen, dies gilt besonders für Zeitungen. 37
3.3 Außerhäusliche Bildung
Rentner nehmen weniger oft an außerhäuslichen Bildungsangeboten teil, als dies andere Altersgruppen tun. Zum einen sind die Ursachen dafür mobilitäts-, einkommens- und gesundheitsabhängig. Zum anderen haben alte Menschen aber auch nicht zu allen außerhäuslichen Bildungsangeboten freien Zugang. Dazu zählen z.B. die regulären Schulen und die beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen.
Einige Beispiele für außerhäusliche Bildung, zu denen auch Ältere Zugang haben werden nachfolgend beschrieben:
3.3.1 Universitäten
Eines der weltweit größten und erfolgreichsten Altenbildungsprogramme ist das Elderhostel in den USA. Mehr als 170 000 alte Menschen nutzen jährlich dieses Angebot. In Deutschland ist die Integration von alten Menschen in die Universitäten noch nicht so
fortgeschritten und normalisiert wie in den USA. Die ersten Veranstalter zu diesem Thema waren die Hochschulen in Oldenburg und Kassel und die Altenakademie Dortmund im Jahre 1979. Es folgten weitere Tagungen 1981 und 1984 in der Universität Dortmund und 1987 in der Universität Marburg, 1990 in der Universität Frankfurt. 38
Abb. 11 aus Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 174
Inzwischen gibt es an sehr vielen Hochschulen die Möglichkeit für ein Seniorenstudium. Die Universitäten bieten den Älteren entweder ein ,,Studium Generale" an, bei dem sie sich als Gasthörer eintragen und alle Veranstaltungen besuchen können. Es werden aber auch strukturierte Studienformen angeboten, die z.B. auf eine nachberufliche ehrenamtliche Tätigkeit vorbereiten. Obwohl es eine Vielzahl von unterschiedlichen Interessen unter den Senioren gibt, entscheiden sich die Mehrzahl für Fächer wie, Geschichte, Philosophie, Theologie, Erziehungswissenschaften, Soziologie, Psychologie und allen Sparten der Kunst. Genau wie jeder andere Student auch, müssen sich die Älteren, entweder durch Abitur oder eine berufliche Tätigkeit, für die Universität qualifiziert haben.
Viele ältere Studenten studieren ohne einen Abschluß anzustreben, diejenigen die dies wollen, können jedoch nach 4-5 Semestern eine Prüfung ablegen um einen Abschluß zu erwerben. Zwar steigt die Zahl der alten Studenten (s. Abb.11), relativ gesehen stagniert die Zahl der älteren Studierenden jedoch.
3.3.2 Volkshochschulen
Schon seit Mitte der 60er Jahre hat die Volkshochschule das Kundenpotential der Älteren erkannt und vermehrt Bildungsangebote für die Zielgruppe der Älteren ausgewiesen. Eine Folge davon war, daß Kurse und Gesprächskreise nicht mehr am Abend stattfanden, sonder jetzt vermehrt an Vor- und Nachmittagen angesetzt wurden.
1988 waren von den 5,6 Millionen Teilnehmern an Kursveranstaltungen der Volkshochschule in Deutschland 16,2 %, in absoluten Zahlen etwa 900 000, Menschen über 50 Jahre und davon ca. 240 00 über 65 Jahre alt. 39
Angebote zur kulturellen Bildung und zur Gesundheitsbildung wurden deutlich bevorzugt. Auch politische Bildung und Fremdsprachenkurse waren unter den über 65jährigen mit 20% sehr beliebt.
3.3.3 Parteien
Parteien wie die Grauen Panther sehen das Alter als eine besondere Phase des Freigesetzseins aus gesellschaftlichen Normen und Zwängen an, das wie keine andere Lebensphase zuvor die Chance zur persönlichen Selbstbestimmung wie auch zur politischen Emanzipation enthält. Bildungsangebote, wie ,,Gray Power" oder ,,Senior Power", sollen ältere Menschen darin bestärken für ihr Selbstbestimmungsrecht und ihre Interessen zu kämpfen. Dazu gehören auch Sachverstand und selbstbewußtes Auftreten, die in den Fortbildungen geschult werden. Ziel ist es, das negative Bild der alten Generation zu berichtigen, die Alten zu beschäftigen ihre Erfahrungen, Sachverstand und ihr Urteilsvermögen nützlich einzusetzen. Zum Teil gibt es in verschiedenen Ländern auch Seniorenparlamente, die den Politiker besonders in bezug auf Fragen die alte Menschen betreffen, beraten. Kolland sieht in den politischen Bestrebungen der Alten auch einen möglichen Weg, soziale Macht zurückzugewinnen. 40 Neben Kirche und Wirtschaft gehört die Politik zu den Bereichen, in denen viele Ältere auch über die Altersgrenze von 65 Jahren hinaus aktiv sind. Betrachtet man die politischen Spitzenpositionen, so kann man feststellen, daß der größte Teil ihrer Inhaber mindestens über 50 Jahre alt ist.
3.3.4 Kirche
Abb. 12 aus: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 182
Ältere Menschen fühlen sich dem Tod näher, sie suchen nach einem Sinn und fragen sich, was nach dem Tod kommt. Daher nimmt auch die Teilnahme an kirchlichen Aktivitäten im Alter zu. Die Abb. 12 zeigt wieder eine deutliche Neigung älterer Menschen zu innerhäuslichen Aktivitäten, wie beten und Bibel lesen. Eine Ausnahme ist der Gottesdienstbesuch, der für viele Alte wohl ein Mittel zur Kontaktaufnahme mit anderen ist.
3.3.5 Sportvereine
Im Sport werden Ältere wie in keiner anderen Frezeitaktivität von anderen Erwachsenen unterschieden. Sie werden in Veranstaltungen gesteckt die speziell für ihren Leistungsstand ausgerichtet sind und sich z.B. mit Sport ,,60+" oder ,,Sport für Betagte" betiteln. Viele ältere Menschen sträuben sich zuerst sportliche Veranstaltungen zu besuchen. Aufgrund des negativen Selbstbildes, das sie häufig von sich haben, haben sie Angst vor Überforderung oder trauen sich nicht, sich in Sportkleidung der Öffentlichkeit tu tonen. 41 Für den Sport ist wie für alles andere auch die frühere Sozialisation sehr wichtig. Senioren, die ihr Leben lang Sport betrieben haben, oder als Jugendliche aktiv waren und
zwischenzeitlich ausgesetzt haben, setzen dieses Hobby auch im Alter fort. Die Mehrzahl der Rentner kommen allerdings erst über den Umweg einer schweren Erkrankung zur sportlichen Aktivität.
3.3.6 Reisen
Die Reisefreudigkeit sowie die Gestaltung eines aktiven Urlaubs von Senioren auch höherer Altersgruppen zeigt steigende Tendenz. Ältere machen ständig mehr Gebrauch von Reiseprogrammen, die sich nach ihren speziellen Bedürfnissen richten. 42
Abb. 13 aus: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 172
Bei den 60-69jährigen stieg die Reiseintensität zwischen 1972 und 1992 um 60,2 % (in der Gesamtbevölkerung um 45 %). 43 Besonders große Nachfrageschübe nach Reisen gibt es aber bei den über 70jährigen, dort wächst die Reiseintensität noch schneller. Deutschland gehört neben Großbritannien zu den stärksten Inlandsmärkten im Senioren-Reiseaufkommen. 44 Besonderen Anklang finden die Inlands- und Kurzzeitreisen, ganz besonders eintägige Ausflugsfahrten (s. Abb 13), aber auch die Fernreisen erfreuen sich unter den Senioren wachsender Beliebtheit.
Bei den längeren Reisen überwiegen die Erholungsreisen, Bildungsreisen werden von Älteren in geringerem Umfang gemacht.
3.3.7 Theater,Konzert, Museen und Austellungen
Der Besuch von Thaetern, Museen, Austellungen usw. ist bildungs-, einkommens-,
gesundheits- und mobilitätsabhängig. Personen mit höherer Schulbildung besuchen fünfmal häufiger eine Austellung als Pflichtschulabsoventen. Ähnlich denjenigen, die ihren Gesundheitszustand subjektiv als positiv einschätzen. Mit der zunehmenden Verteuerung dieser Angebote entwickelt sich auch immer mehr ein Einkommensproblem. 45 K141
Literaturverzeichnis
Bücher:
Wolfgang Böttcher, Klaus Klemm, Bildung in Zahlen, Weinheim/München Juventa Verlag 1995
Silvia Kade, Altersbildung, Ziele und Konzepte, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Frankfurt am Main 1994
Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992
Hans-Ulrich Klose, Forum Demographie und Politik, ,,Alternde Bevölkerung- Wandel der Lebenswelten", Heft 6 - Juni 1994, Bonn 1994
Prof. Dr. Martin Kohli, Dipl. Soz. Harald Künemund, Nachberufliche Tätigkeitsfelder, Band 130.1 Schriftreihe des Bundesminsteriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stuttgart/Berlin/Köln, Verlag W. Kohlhammer 1996
Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996
Hermann Lodenkemper, Norbert Schier: Altenbildung: Grundlagen und Handlungsorientierungen, Bad Heilbrunn/Obb., Verlag Julius Klinkhardt 1981
Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995
Klaus-Peter Schwitzer, Gunnar Winkler, Altenreport 1992 - Zur sozialen Lage und Lebensweise älterer Menschen in den neuen Bundesländern, Morgenbuchverlag, Berlin 1993
Zentrum für Forschung und Innovation im Bildungswesen, Bildung Kompakt - OECD-Indikatoren, OECD 1995
Zeitschriften und Broschüren
Aktion ,,Gesund alt werden", ,,Gesundheit braucht Bewegung, Arbeiter-Ersatz-Krankenkasse e.V. 1993
Techniker Krankenkasse, Aktiv bleiben, Broschüre aus der TK-Schriftreihe zur gesundheitsbewußten Lebensführung, 1994
Monica Ritter, Bio 5/97, ,,Der wahre Wert des Alter(n)s"
1 vgl.: Silvia Kade, Altersbildung, Ziele und Konzepte, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Frankfurt am Main 1994, S. 13-20
2 vgl.: Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995, S. 238
3 vgl.: Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995
4 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992
5 vgl.: Silvia Kade, Altersbildung, Ziele und Konzepte, deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Frankfurt am Main 1994
6 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992
7 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996
8 vgl.: Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995, S. 237
9 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992, S. 116 10 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992 11 Ibid
12 vgl.: Silvia Kade, Altersbildung, Ziele und Konzepte, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Frankfurt am Main 1994
13 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992 14 vgl.: Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995
15 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 167 ff.
16 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 139 17 Ibid 18 Ibid
19 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 141
20 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992
2 vgl.: Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995
21
22 ibid
23 vgl.: Klaus-Peter Schwitzer, Gunnar Winkler, Altenreport 1992 - Zur sozialen Lage und Lebensweise älterer Menschen in den neuen Bundesländern, Morgenbuchverlag, Berlin 1993, S. 154
24 Ibid
25 vgl.:Gerhard Schäuble, Sozialisation und Bildung der jungen Alten vor und nach der Berufsaufgabe, Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag 1995, S 237
26 vgl.: Hans-Ulrich Klose, Forum Demographie und Politik, ,,Alternde Bevölkerung-Wandel der Lebenswelten", Heft 6 - Juni 1994, Bonn 1994
27 vgl.: Hans-Ulrich Klose, Forum Demographie und Politik, ,,Alternde Bevölkerung-Wandel der Lebenswelten", Heft 6 - Juni 1994, Bonn 1994
28 vgl.:Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 67
29 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992
30 vgl.: Silvia Kade, Altersbildung, Ziele und Konzepte, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Frankfurt am Main 1994
31 Ibid
32 Klaus-Peter Schwitzer, Gunnar Winkler, Altenreport 1992 - Zur sozialen Lage und Lebensweise älterer Menschen in den neuen Bundesländern, Morgenbuchverlag, Berlin 1993, S. 151
33 vgl.:Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 194
34 vgl.: Silvia Kade, Altersbildung, Ziele und Konzepte, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Frankfurt am Main 1994
35 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992, S. 148
36 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 157-163
37 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 165
38 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992, S. 88
39 vgl.: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992, S. 55
40 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996, S. 15
41 vgl: Dr. Fred Karl, Prof. Dr. Walter Tokarski, Bildung und Freizeit im Alter, Angewandte Alterskunde Band 5, Bern/Göttingen/Toronto, Verlag Hans Huber 1992, S. 115
42 Ibid, S 137
43 vgl.: Hans-Ulrich Klose, Forum Demographie und Politik, ,,Alternde Bevölkerung-Wandel der Lebenswelten", Heft 6 - Juni 1994, Bonn 1994, S 139
44 Ibid, S. 210
45 vgl.: Franz Kolland, Kulturstile älterer Menschen: Jenseits von Pflicht und Alltag, Wien/Köln/Weimar/Böhlau, Böhlau Verlag 1996
Arbeit zitieren:
Sylvia Brand, 1998, Bildung alter Menschen, München, GRIN Verlag GmbH
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