Den Übergang von den Stachelhäutern zu den Wirbeltieren belegte ein kaulquappenartiges Fossil aus dem frühen Paläozoikum.
Eine Zwischenform ist der Calcichordata. Er bestand aus einem Kopf mit Schild, einem Mund, einem Gehirn und einem Schwanz. Die Entwicklung der Wirbeltiere beginnt mit verschiedenen und mittlerweile ausgestorbenen Fischarten, Amphibien und unterschiedlich entwickelten Reptilien. Durch diese paläontologischen Funde ist die Entwicklung der Wirbeltiere nachgewiesen.
Diese kieferlosen Tiere existierten wahrscheinlich am Ende des Kambiums Ihre Hauptbestandszeit lag ca. 130 Mio. Jahre später zwischen dem späten Ordovizium und dem späten Devon. Die einzigen Kieferlosen die heute noch leben sind das Neunauge und der Inger, auch bekannt als Schmarotzer.
Viele von den früheren kieferlosen Wirbeltieren hatten eine Plattenhaut, die aus breiten Schilden und aus knochigen Schuppen bestand. Da diese Tiere ihre Nahrung im Schlamm suchten, hatten sie ihren Mund an der Unterseite des Körpers. Der erste Fisch unter den Wirbeltieren war der Hai, dessen Skelett auch wie bei den heutigen Haien aus Knorpel und nicht aus Knochen bestand.
2.1 Knorpel- und Knochenfische
Da sich ein Knorpelskelett bei den ersten Wirbeltieren als erfolgreich bewertet hat, gibt es auch heute noch Tiere mit einem Knorpelskelett wie die Haie und Rochen. Das Skelett von dem ca. 1.80 m langen Cladoselche, der aus dem späten Devon stammt, ähnelt unserem heutigen Hai sehr, aber es wurde durch eine dünne Knochenschicht verstärkt.
Die ersten Fische mit einem fast reinen Knochenskelett erschienen im oberen Silur. Sie entwickelten sich wahrscheinlich aus dem Stachelhai, da dieser Hai nämlich mehrere Knochen in seinem Aufbau aufwies.
Die Knochenfische wurden in zwei Gruppen unterteilt, die Strahlenflosser und die Fleischflosser. Die Fleischflosser sind bis heute so gut wie ausgestorben. Es gibt also fast nur noch Strahlenflosser. Typische Strahlenflosser sind der Kabeljau, der Hering und der Lachs. Diese Fischarten erschienen zum ersten mal in der Trias. Die Fleischflosser unterteilten sich noch in Quastenflosser und Lungenfische. Beide Tierarten hatten eine Lunge, mit der sie an Land eine Zeit überleben konnten. Es haben sich auch nach einer Zeit starke Flossenlappen mit einem stabilen Knochenaufbau. Mit diesen Fleischlappen konnten sich diese Fische an Land
bewegen. Langsam entwickelten sich aus den Quastenflossern und den Lungenfischen die landlebenden Wirbeltiere.
3. Die Amphibien
Die uns heute wohl bekanntesten Amphibien sind die Frösche, die Kröten, die Molche und die Salamander. Es wurde nachgewiesen, daß vor 400 Mio. Jahren mitten im Devon die ersten Amphibien gelebt hatten. Einer von ihnen ist der Ichthyostega. Er hatte damals schon die typischen Merkmale einer Amphibie. Der Ichthyostega hatte einen stabilen Körper mit verstärkten Rippen, die ihm den speziellen Halt an Land gaben. Seine vier Füße mit je fünf Zehen dienten zur schnellen Fortbewegung an Land.
Er besaß Augen, die im Wasser genauso klar sehen konnten wie auf dem Land. Allerdings hatte der Ichthyostega noch fischartige Merkmale, wie den Schädel, der nach vorne hin spitz war und den mit Schwimmflossen versehenen Schwanz. Die Amphibien entwickelten sich aus den Quastenflossern. Wahrscheinlich mußten die Tiere immer von Wasserstelle zu Wasserstelle laufen, da sie häufig austrockneten. So mußten die Tiere immer eine Zeit lang auf dem Land Überleben. Mit der Zeit entwickelte sich ihre Lunge immer weiter und konnten so immer länger auf dem Land bleiben.
Eine zweite Möglichkeit ist, daß die Amphibien viele Feinde im Wasser hatten und sich deshalb immer häufiger an das Ufer gerettet haben um dort Schutz zu suchen. Zur Fortpflanzung müssen die Amphibien, wie auch früher schon, ins Wasser gehen. Im Wasser legen sie ihre Eier in Schwämmen ab. Wenn die Kleintiere aus ihren Eiern schlüpfen müssen sie aufpassen, daß sie nicht gefressen werden. Im Anfangsstadium sehen die Tiere ihrer Tierart nicht ähnlich, da sie als zum Beispiel Kaulquappen ( bei Fröschen) aufwachsen. Erst nach und nach entwickelt sich ihr Körper zu seinem späteren Aussehen.
4. Die Reptilien
Wie auch die Amphibien können die Reptilien im Wasser und auf dem Land leben. Die Reptilien leben aber fast dauerhaft auf dem Land. Wenn sie ins Wasser gehen, gehen sie entweder auf Jagt oder zur Wäsche oder Abkühlung des Körpers. Die Fortpflanzung der Reptilien findet auf dem Land statt. Dort legen sie ihre Eier in
Nestern ab. Damit die Nachkommen besser geschützt sind, hat sich eine feste Schutzschale entwickelt. Nachdem Schlüpfen wird der Nachwuchs von der Mutter gepflegt und gefüttert bis sie sich selber Nahrung beschaffen können.
Im oberen Karbon erschienen die ersten echten Reptilien. Die ersten Reptilien lebten am Anfang noch mehr im Wasser als auf dem Land. Einer von den ersten Reptilien war der Hylonomus. Er gehört zu der Gruppe der Anapsiden. Man unterscheidet die Reptilien in drei Gruppen. Die erste Gruppe sind die Anapsiden. Diese Gruppe erkennt man daran, daß sie keine Schläfengruben haben. Die Anapsiden waren die frühesten Reptilien. Es waren eidechsenartige Tiere, die sich hauptsächlich von kleinen wirbellosen Tieren ernährte. Von dieser Gruppe haben sich noch weitere Formen entwickelt. Die zweite Gruppe sind die Synapsiden. Sie erkennt man an einer Schläfenöffnung. Die dritte Gruppe, die Diapsiden, hat zwei dieser Schläfenöffnungen.
4.1 säugetierähnliche Reptilien
Die ersten säugetierähnlichen Reptilien wahren die Pelycosaurier. Zu dieser Gruppe gehörten zum Beispiel der Ophiacodon, der Edaphosaurus und der Sphenacodon. Sie wurden je nach Art der Zähne in verschiedene Gruppen eingeteilt. Es gab die Fleischfresser ( z.B. Ophiacodon), die friedlichen Pflanzenfresser (z.B. Edaphosaurus) und die räuberischen Jäger (z.B. Sphenacodon).
Je nach Art der Tiere ähnelten sie den Säugetieren mehr oder weniger. Der Ephosaurus hatte seine vier Beine wie bei den heutigen Säugetieren unter dem Körper und nicht an der Seite des Körpers angebracht, so wie der Sphenacodon. Das aber wichtigste säugetierähnliche Merkmal war der Stoffwechsel im Körper. Stoffwechsel bedeutet, die Art wie der Körper die Energie der Nahrung nutzt.
Reptilien passen ihre Körpertemperatur immer an ihre Umgebung an. Deshalb nennt man sie Wechselwarmblüter.
Säugetiere sind Warmblüter. Sie können ihre Körpertemperatur regulieren. Zur Regulierung müssen sie mehr fressen und brauchen ein Körperkleid, d.h. Haare oder Federn.
Die späten säugetierähnlichen Reptilien waren anscheinend Warmblüter. Zum ersten Mal wurde der Rachen- und der Nasenraum von dem Gaumen getrennt. Das war die Grundvoraussetzung zum Saugen. Außerdem konnte man so auch Essen und Atmen zugleich. Wahrscheinlich hatten diese Tiere auch schon Schnurrhaare, da kleine
Löcher in Fossilienfunden entdeckt wurden. Die säugetierähnlichen Reptilien starben in der Jura aus. Jedoch haben sich zuvor die Säugetiere entwickelt und die Erde beherrscht.
5. Die Säugetiere
Die Säugetiere sind die weitestentwickelten Tiere in der Gruppe der Wirbeltiere. Säugetiere sind Warmblüter, d.h. daß sie ihre Körpertemperatur zwischen 34 und 39° C regulieren können. Alle Säugetiere sind Lungenatmer und tragen bis auf die Wale alle ein Haarkleid, das den ganzen Körper bedeckt. In der Haut der Säugetiere befinden sich viele kleine Drüsen, die giftige Mineralien und überflüssiges Wasser ausscheiden.
Bis auf bei den Kloakentieren werden die Säuglinge lebendig gebärt. Die Säuglinge werden anschließend eine Zeit lang mit Milch aus Milchdrüsen der Mutter ernährt. Alle Säugetiere werden mit zwei Paar Gliedmaßen geboren. Nur bei den Walen und Sirenen verkümmern die hinteren Gliedmaßen, die vorderen Gliedmaßen fehlen bei niemandem. Die Vorderen sind oft den besonderen Bedürfnissen entsprechend zu Flossen, Flügeln, Hufen, Greiforganen oder Grabschaufeln entwickelt. Die Säugetiere sind noch in 18 Gruppen eingeteilt: Kloakentiere, Beuteltiere Insektenfresser, Pelzflatterer, Fledermäuse, Herrentiere, Zahnarme, Schuppentiere Hasenartige, Nagetiere, Wale, Raubtiere, Röhrchenzähner, Rüsseltiere, Klippschliefer Sirenen, Einhufer, Paarhufer.
Es wurde nachgewiesen, daß es die Säugetiere bereits in der Trias gab. Alle heutigen Säugetiere stammen aber aus dem Quartär.
6. Ausblick
Der Mensch ist das intelligenteste Lebewesen auf der Erde. Er ist der einzige, der die Evolution nachweisen kann.
Es ist ja nun sehr interessant wie sich die Urmenschen und die Tiere weiter entwickelt haben. So wissen wir auch welches Tier von welchem abstammt. Es ist auch phänomenal , daß z.B. ein Mensch die Mrd. Jahre der Evolution in nur 9 Monaten bewältigen kann.
7. Literaturangaben
1. Abenteuer Urzeit
2. Biologie Heute 2R
3. Das große Lexikon in Farbe 4./ 5. Entwicklungsgeschichte der Tiere 1 u. 2 6./ 7. Lexikon der Natur und Technik: Über das Leben Erde und Weltall
8. Meyers Taschenlexikon - Biologie 2
9. Urknall, Urzeugung und Schöpfung 10.- 13. Was ist Was?: Der Urmensch Dinosaurier Haie und Rochen Unsere Erde
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Christoph Breuer, 2000, Evolution, Munich, GRIN Publishing GmbH
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