Abbau von Abhängigkeiten durch Open Source Software

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Details

Titel: Abbau von Abhängigkeiten durch Open Source Software
Autor: Daniel Schiffer
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Informationssysteme
Institut: University of Cooperative Education (VWA-Stuttgart)

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 28
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 21  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 181 KB
Archivnummer: V2112
ISBN: 978-3-638-11298-7



Textauszug

 

University of Cooperative Education
VWA-Stuttgart

Abbau von Abhängigkeiten durch Open Source Software

Studienarbeit
im Studienfach Informationssysteme
von 
Daniel Schiffer

Halbjahr: WS 2001/2002
Fachrichtung Wirtschaftsinformatik
Abgabedatum: 01.02.2002

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Ziel dieser Studienarbeit    ...  1

2. Entwicklung der Freien Software zu Open Source    ...  1

3. Gegenüberstellung der Softwareentwickungsphilosophien    ...  3

4. Open-Source versus proprietäre Software    ...  6

4.1. Betriebswirtschaftliche Aspekte    ...  6
4.1.1. Lizenzen    ...  6
4.1.2. Kosten     ...  9
4.1.3. Standards    ...  11
4.1.4. Investitionsschutz     ...  12
4.1.5. Monopol     ...  12

4.2. Technische Aspekte     ...  12
4.2.1. Sicherheit     ...  12
4.2.2. Stabilität     ...  15
4.2.3. Modifikationen     ...  18

5. Fazit     ...  19

Glossar     ...  II
Literaturverzeichnis     ...  IV
Anhang A: Annahmen und Berechnungen zu Abbildung 1    ...  V
Selbstständigkeitserklärung    ...  VI

 

 

1. Ziel dieser Studienarbeit

Der Autor erklärt auf Basis von Literatur- und Internetquellen, was Open Source (OS) Software ist und stellt die Hintergründe der Entstehung dieser und ähnlicher Software vor. Weiter werden die unterschiedlichen Softwareentwicklungsansätze von OS- und proprietärer Software gegenübergestellt. Im Anschluß daran wird aufgezeigt, in welchen Bereichen die OS-Software Schwächen proprietärer Software abbaut oder abbauen kann. Zum Abschluß bewertet der Autor den erarbeiteten Sachverhalt und zieht eigene Schlußfolgerungen.

2. Entwicklung der Freien Software zu Open Source

Anfang der 80er Jahre verlagerte sich die Softwareentwicklung aus den Universitäten zunehmend in die Unternehmen. Ziel der Unternehmen war es, Gewinne durch den Verkauf ihrer Software zu maximieren. Um dies zu realisieren mußten die hohen Entwicklungskosten auf eine möglichst große Stückzahl verteilt werden. Aus diesem Grund wurde das Kopieren und die kostenlose Weitergabe von Programmen untersagt. Zusätzlich wurden Entwicklungen vor den Augen der Konkurrenten verborgen, indem der Quellcode zu einem Firmengeheimnis wurde.1

Richard Stallman arbeitete zu dieser Zeit als Forscher am Massachussets Institute of Technology (MIT). In seiner Tätigkeit als Programmierer erlebte er durch diese Entwicklungen Einschränkungen, die ihm als Programmierer entstanden. Programme waren bis dahin behandelt worden wie wissenschaftliche Veröffentlichungen. Andere Programmierer konnten sie begutachten, aus ihnen lernen und verbessern. Jetzt waren sie Geheimnisse. Richard Stallman entschloß sich, ein freies Betriebssystem zu entwickeln, um auf diese Weise das Fundament für eine neue Gemeinschaft wie jene zu legen, die ausgelöscht worden war. Er entschied sich dafür, das neue System auf UNIX basieren zu lassen. Als Namen wählte er das rekursive Akronym GNU. GNU steht für „GNU’s Not Unix“. Der offizielle Startschuß für das GNU Projekt fiel im Januar 1984.2

Free Software Foundation (FSF)

1985 wurde die Free Software Foundation (FSF) von Richard Stallman und einigen seiner Kollegen gegründet. Die FSF übernahm den Verkauf der GNU Produkte Emacs (Editor), gcc (Compiler) und weiteren für ein freies System unerläßlichen Produkten. Nur der Kern des Betriebssystems war zu aufwendig konzipiert und wurde bis heute nicht fertig.3

Leider erwies sich der von Richard Stallmann gewählte Begriff der freien Software aus kommerzieller Sicht als unglücklich gewählt. Für Unternehmen steht frei meist als Synonym für kostenlos, doch mit kostenlosen Produkten läßt sich für sie kein Geld verdienen. Richard Stallmann allerdings verwendete frei immer nur im Sinne von Freiheit.4 Sein primäres Ziel war und ist, die Freiheit von Software zu gewährleisten. Darunter ist die Freiheit der Anwender zu verstehen, Programme zu kopieren, weiter zu verteilen und den eigenen Bedürfnissen gemäß zu verändern.5

Linux

Linus Torvalds schrieb 1991 ein einfaches Task-Switching Programm, um die Leistungsfähigkeit des Intel 386 Chips zu untersuchen. Das Programm wuchs recht schnell zu einer Terminalemulation an. Die Grundlage für das erfolgreiche freie Betriebssystem Linux war gelegt. Linus stellte sein Betriebssystem im Januar 1992 unter die GNU General Public Licence. GNU und Linux ergänzten sich zu einem kompletten System. GNU/Linux war geboren.6

Open Source

Eric Raymond, der Verleger Tim O’Reily und andere gründeten 1997 die Open Source Initiative (OSI) mit dem Ziel, „freie Software“ zu verbreiten. Die fundamentalistische Haltung der FSF war für sie zu marktfeindlich und abschreckend. Zusätzlich schreckte der Begriff der freien Software ihrer Meinung nach mögliche Unterstützer oder Entwickler aus dem kommerziellen Bereich ab. Sie nannten deshalb ihre freie Software „Open Source Software“ und veröffentlichten die Merkmale dafür in der Open Source Definition.7

3. Gegenüberstellung der Softwareentwickungsphilosophien

Die Entwicklung von OS-Software ist völlig anders als die von proprietärer Software. Der OS-Verfechter Eric Raymond hat die Unterschiede anschaulich in Bilder gefaßt. Er unterscheidet die Kathedrale und den Basar.

Die Kathedrale

Proprietäre Software wird meist von Softwareunternehmen geschrieben. Die Entwicklungsweise erinnert an den Bau einer Kathedrale. Einzelne Druiden oder kleine Teams von Hohe Priestern setzen sich in eine Kammer und erstellen in totaler Abgeschiedenheit von der Öffentlichkeit Software. Gelüftet werden die Geheimnisse erst mit den ersten Testversionen.8 Teilweise können einige Benutzerwünsche durch diese Art der Entwicklung erst viel zu spät oder gar nicht berücksichtigt werden. Die Software wird ohne Quellcode ausgeliefert und ist so auch für Softwareexperten eine Black Box.

Der Basar

OS-Software wird von interessierten Freiwilligen auf der ganzen Welt parallel geschrieben, getestet und erweitert. Der Entwicklungsstil gleicht dem eines Basars.

[...]


1 Vgl. Huber, Jörg: Einführung in freie Software, in www.physik3.gwdg.de/~jhuber/freesoft/freiesoftware.pdf, S.2, 28.12.012 Vgl. Moody, Glyn: Die Software Rebellen, Landsberg/Lech, 2001, S.33

3 Vgl. Huber, Jörg: [Einführung], S.2-3

4 Vgl. Moody, Glyn: [Rebellen], S. 233

5 Vgl. Freyermuth, Gundolf S.: Die neue Hackordnung, in c’t, 2001, Heft 21, S.271

6 Vgl. Diedrich, Oliver: Happy Birthday, Tux!, in: magazin für computertechnik, in: c’t, 2001, Heft 19, S.162 -163

7 Vgl. Huber, Jörg: [Einführung], S. 3

8 Vgl. Raymond, Eric S.: The Cathedral and the bazaar, deutsche Übersetzung von Reinhard Gantar, 8.8.1999, Kapitel 1, Seite 1

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