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  • Einfluss durch Massenmedien am Beispiel der Kriegsberichterstattung des Irak Krieges - Instrumentalisierung der Medien durch die Regierung

    E-Book Cover: Einfluss durch Massenmedien am Beispiel der Kriegsberichterstattung des Irak Krieges - Instrumentalisierung der Medien durch die Regierung ()
    • Autor: Jacqueline Ahnert
    • Fachbereich: Soziologie - Medien, Kunst, Musik
    • Kategorie: Diplomarbeit
    • Institution: Technische Universität Chemnitz
    • Jahr: 2005
    • Seitenzahl: 157
    • Note: 1,7
    • Größe: 516 KB
    • Archivnummer: V47311
  • Diplomarbeit
    TU Chemnitz Philosophische Fakultät Institut für Soziologie

    Thema: Einfluss durch Massenmedien am Beispiel der Kriegsberichterstattung des Irak-Krieges -
    Instrumentalisierung der Medien durch die Regierung

    von Jacqueline Ahnert
    2005

     

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung ... 4

    I. Die Medien

    1. Begriff und Funktion der Massenmedien ... 7
    1.1 Begriffsklärung  ... 4
    1.2 Die Funktionen der Massenmedien ... 9
    1.3 Begrenzung der Massenmedien in deren Funktion ... 11
    1.4 Rechtliche und moralische Grundlagen ... 12

    2. Wirkung der Medien ... 14
    2.1 Die Konstruktion der Wirklichkeit ... 14
    2.2 Die Manipulation durch Massenmedien ... 17
    2.3 Die Techniken der Manipulationen ... 18

    3. Nachrichtenauswahl und Selektion ... 23
    3.1 Theoretische Modelle der Selektion ... 23
    3.2 Selektionskriterien ... 25
    3.3 Informationsgewinnung durch Journalisten und Redakteure ... 27
    3.4 Kommunikationsschäden ... 30
    3.5 Massenmedien und Öffentlichkeit ... 31

    4. Verbreitung und Konzentration der Massenmedien ... 31
    4.1 Die Verbreitung der Medien ... 31
    4.2 Medienkonzentration ... 34

    5. Vergleich der Massenmedien ausgewählter Staaten ... 37
    5.1 Die Medien in den USA ... 37
    5.2 Die Medien im Irak ... 39

    6. Zusammenfassung und Einordnung des Irak-Krieges ... 40

    II. Kriegsberichterstattung und Propaganda

    7. Propaganda ... 45
    7.1 Die Gleichschaltung der Medien im Nationalsozialismus ... 47
    7.2 Der Vietnamkrieg ... 50

    8. Die Kriegsberichterstattung ... 52
    8.1 Die Geschichte des Krieges ... 52
    8.2 Die Anfänge und Entwicklung der Kriegsberichterstattung ... 54
    8.3 Politik und Medien im Krieg ... 56
    8.4 Unabhängige Berichterstattung und Zensur ... 60
    8.5 Selbstzensur ... 66
    8.6 Der Zusammenhang zwischen Rüstungsindustrie und Massenmedien ... 67
    8.7 Die Macht der Bilder ... 68

    9. Zusammenfassung und Einordnung des Irak-Krieges ... 72

    III. Die Medien im Irak-Krieg

    10. Der Irak-Krieg ... 75
    10.1 Die Vorgeschichte ... 75
    10.2 Die Kriegsgründe ... 78
    10.3 Vom Freund zum Feind ... 80
    10.4 Der 11. September 2001 ... 81
    10.5 Die politisch-militärischen Folgen des 11. September ... 84
    10.6 Die Protestbewegung ... 87

    11. Die Kriegsvorbereitung in den Medien ... 88
    11.1 Die Vorkriegsberichterstattung im Irak ... 88
    11.2 Der PR-Apparat der US-Regierung ... 90
    11.3 Die Vorkriegsberichterstattung in den USA ... 93
    11.4 Die „embedded journalists“  ... 99
    11.5 Eine Rede von Präsident George W. Bush ... 103
    11.6 Reaktionen auf die Berichterstattung ... 106

    12. Die Medien im Krieg ... 107

    13. Die Kriegsberichterstattung ... 118
    13.1 Die Analyse der Berichterstattung im Krieg ... 118
    13.2 Die Inszenierungen durch die Regierung ... 123
    13.3 Kritik an der Berichterstattung ... 125
    13.4 Die arabischen Medien ... 129
    13.5 Alternative Mediennutzung ... 131
    13.6 Meinungen nach Ende des Krieges ... 132

    14. Wiederaufbau im Irak - neue Medien ... 135

    Fazit ... 137

    Literaturverzeichnis ... 147

    Internetverzeichnis ... 150

    Sonstige Quellen ... 156

     

    Einleitung

    „In Krisenzeiten [...] fragen besorgte Menschen verstärkt nach Nachrichten. Diese Kombination aus einer großen Nachfrage und geringem Wissen eröffnet neue Spielräume für den Einfluss der Medien. Das Bild des Publikums, die öffentliche Meinung zu einem Konflikt, beeinflusst auch den weiteren Konfliktverlauf auf internationaler Ebene. Wenn der offene, wahrhaftige Diskurs Voraussetzung ist zur Kontrolle und Bewertung des Regierungshandelns, dann sind Medien der Schlüssel zu einem friedlichen Verhalten demokratischer Staaten.“ (Bilke, 2005).
    Die Medien haben zunehmend an Einfluss und Bedeutung gewonnen. Dienten sie am Anfang ihrer Entstehung Adligen und Herrschern der Unterhaltung, Bildung und Information beispielsweise über die aktuelle politische Lage, fanden sie mit Erfindung des Buchdrucks eine größere Verbreitung, so dass auch das einfache Volk sich ihrer bedienen konnte. Im Laufe der Zeit konnten die Medien mit Hilfe technologischer Errungenschaften ihr Spektrum erweitern und Zugang zu einer stetig wachsenden Personenzahl erlangen. Neben Büchern und Zeitungen etablierten sich neue Medien wie Radio, Fernsehen und seit Ende des 20. Jahrhunderts auch das Internet. Es ist kaum möglich, sich den Medien zu entziehen.
    Medien werden oft, aufgrund ihrer Bedeutung und ihres Einflusses, als „Vierte Gewalt“ bezeichnet. Dies verdeutlicht die Verantwortung, die den Medien neben Legislative, Exekutive und Judikative zugeschrieben wird. Neben ihren zahlreichen Aufgaben, kommt ihnen die Funktion der Kontrolle und Kritik zu. Eine freie und pluralistische Medienlandschaft ist eine Voraussetzung für das Funktionieren einer Demokratie.
    Besonders während eines Krieges ist es Aufgabe der Medien, über diesen unabhängig und ausführlich zu berichten, Missstände aufzudecken und Aufklärungsarbeit zu leisten. Es liegt in ihrer Verantwortung, eine freie Meinungsbildung der Öffentlichkeit zu gewährleisten.
    Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Untersuchung des Einflusses der Massenmedien in Bezug auf die Kriegsberichterstattung. Im Vordergrund steht dabei die Instrumentalisierung der Medien durch die Politik, die sich der Bedeutung der Medien bewusst ist und sie zur Umsetzung politischer Ziele benutzt. Am Beispiel des Irak-Krieges wird dargestellt, wie sich sowohl die US-Regierung als auch das irakische Regime der Medien bedienten und die Berichterstattung auf ihre Weise manipulierten. Es geht in dieser Arbeit dabei nicht um eine Analyse des Irak-Krieges. Es wird erläutert, wie es möglich gewesen ist, dass die Regierungen der kriegführenden Parteien die Medien für ihre Propaganda nutzen konnten und wie die Medien auf diese Instrumentalisierung reagierten, ob sie weiterhin kritisch berichteten oder lediglich als Sprachrohr fungierten. Von Bedeutung ist ebenfalls die Frage, welche Auswirkungen die Berichterstattung auf die öffentliche Meinung hatte.
    Unterteilt ist diese Arbeit in drei Abschnitte. Der erste Teil widmet sich den „Massenmedien“. Nach einer Klärung des Begriffes werden deren Funktionen und sowohl die rechtlichen als auch die moralischen Grundsätze, denen sie unterstehen, näher beleuchtet. Anschließend wird aufgezeigt, wie die Medien die Wirklichkeit konstruieren, indem sie ein Abbild der Realität entwerfen. Des weiteren wird erörtert, warum und wie sich die Medien der Manipulation bedienen und welche Techniken sie einsetzen. Kapitel drei widmet sich der Untersuchung, nach welchen Kriterien Nachrichten ausgewählt werden, welche Intentionen die verschiedenen Akteure dabei verfolgen, wie Informationen gewonnen und nach welchen Kriterien diese selektiert werden. Anschließend wird die weltweite Verbreitung der Medien erläutert, wobei der Schwerpunkt auf den Staaten Deutschland, USA und dem Irak liegt. Untersucht wird die Medienvielfalt und der Grad der Pressefreiheit dieser Länder. Von Bedeutung sind hierbei ebenfalls die Prozesse der Medienkonzentration und ihre möglichen Folgen. Abschließend werden die Medien der USA und des Iraks erläutert. Hierbei soll in Ausblick auf die Kriegsberichterstattung im Irak-Krieg, die Unterschiede beider Staaten verdeutlicht werden, das unterschiedliche Ausmaß der Pressefreiheit und der Medienvielfalt.
    Der zweite Teil dieser Arbeit „Kriegsberichterstattung und Propaganda“ erörtert die Instrumentalisierung der Medien durch die Regierung. Nach einem Beleuchten des Begriffes der Propaganda wird im Folgenden, anhand zweier ausgewählter Beispiele - dem Nationalsozialismus und dem Vietnamkrieg - aufgezeigt, wie sich die Regierungen im Zuge ihrer Propaganda der Medien bedienten, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Im Anschluss erfolgt eine Erörterung der Kriegsberichterstattung im Allgemeinen, wobei die Geschichte des Krieges und die Entwicklung der Kriegsberichterstattung dargestellt werden.. Der zweite Abschnitt verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Politik und Medien und es wird die Frage diskutiert, ob Medien im Krieg unabhängig berichten. Es wird untersucht, inwieweit sie der Zensur durch Regierungen unterliegen und sich eine Selbstzensur auferlegen. Nach einer kurzen Erläuterung über den Zusammenhang zwischen der Rüstungsindustrie und den Medien stehen die Fragestellungen im Mittelpunkt, welchen Einfluss Bilder ausüben und ob es möglich gewesen wäre, die Medienpräsenz im Irak-Krieg zu verhindern.
    Der dritte Abschnitt diskutiert die „Medien im Irak-Krieg“. In diesem Abschnitt erfolgt vorerst eine kurze Darlegung zur Vorgeschichte des Krieges und den möglichen Gründen für den Angriff der USA auf den Irak. Es wird aufgezeigt, wie Saddam Hussein vom einstigen Verbündeten der USA zum Feindbild wurde und welche weit reichenden Folgen die Terroranschläge des 11. September 2001 hatten. Im Anschluss wird mittels einer Analyse der Vorkriegsberichterstattung erörtert, wie bereits vor Kriegsbeginn die US-Regierung und das irakische Regime um die öffentliche Meinung kämpften. Die Medien wurden zum Zweck der psychologischen Kriegsführung instrumentalisiert. Es wird erörtert, welche Ziele beide Regierungen verfolgten, welche Strategien sie anwandten, wie die Medien vor Kriegsbeginn berichteten und welche Reaktionen sich abzeichneten. Kapitel 12 widmet sich der Kriegsberichterstattung selbst. Hierbei wird veranschaulicht, auf welche Weise die kriegführenden Parteien ihre Propaganda im Krieg fortsetzten und wie sie versuchten, die Medien einzubinden. Das abschließende Kaptitel widmet sich der Analyse der Kriegsberichterstattung. Es wird untersucht, welchen Schwierigkeiten die Medien im Irak-Krieg unterlagen und wie diese ihre Arbeit erschwerten. Wie sowohl die US-Regierung als auch das irakische Regime versuchten, dem Krieg ein von ihnen gewünschtes Image zu verleihen und die Medien dazu benutzten. Ebenfalls wird erörtert, wie die Öffentlichkeit, national und international, auf die Berichterstattung reagierte. Anschließend wird dargelegt, wie die Medien anderer arabischer Staaten sich zum Irak-Krieg äußerten und es wird aufgezeigt, welche Schwierigkeiten sich nach Ende des Krieges im Irak abzeichnen.
    Die Analyse der Kriegsberichterstattung im Irak-Krieg beschäftigt nicht nur Journalisten und Autoren, sondern auch Politiker, Soziologen und andere Wissenschaftler. Ein Großteil der publizierten Bücher zu diesem Thema stammt von den Journalisten, die während des Krieges aus dem Irak berichteten, den „embedded journalists“ und den in Bagdad stationierten Reportern. Durch die dennoch geringen Anzahl bisher veröffentlichter Bücher werden in dieser Arbeit als weitere Quellen die zahlreichen publizierten Artikel und Aufsätze genutzt.

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