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Aborigines

Presentation (Pre-University), 2001, 4 Pages
Author: Janine A
Subject: Geography / Earth Science For Pre-University Students

Details

Institution/College: Altes Gymnasium Flensburg
Tags: Aborigines
Category: Presentation (Pre-University)
Year: 2001
Pages: 4
Grade: 1-
Language: German
Archive No.: V100319
ISBN (E-book): 978-3-638-98747-9

File size: 47 KB


Fulltext (computer-generated)

Autorin: Janine A

 

ABORIGINES

 

Aborigines sind die Ureinwohner Australiens (Aborigines=Urbewohner).
Es lebten um das Jahr 1800 ca. 300.000 Aborigines in Australien, diese Zahl ist um 1930 auf rund 40.000 zurückgegangen, jedoch bis heute wieder auf etwa 160.000 gestiegen.
Sie erreichten vor ungefähr 40.000 Jahren das australische Festland von China oder Indonesien aus. Mit der Zeit gliederten sie sich in verschiedene Stämme, z.B. die Aranda, Dieri, Loritja, Warramunga, Urabuna, Kamilaroi, Kurnai oder Narrinjeri, die eigene Sprachen hatten und in Horden von 20-200 Menschen, unter Führung der Ältesten, als Wildbeuter umherstreiften. (nach Bertelsmann Lexikon Band 2). Als Jäger und Sammler waren ihre Waffen hauptsächlich Bumerangs und Speere, arbeiten taten sie mit Stein und Holz. Sie lebten in Höhlen in einer Art "Wohngemeinschaft" zusammen.
Heute leben nur noch wenige in diesen traditionellen Gruppen, so dass die überlieferte Kultur der Aborigines vom Aussterben bedroht ist. Den Kindern werden zwar Bücher und alte Zeichnungen vorgelegt, die genaue Bedeutung jedoch lernen sie nicht.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts begannen die europäischen Siedler, das Land zu kolonialisieren . Da die Weißen vom Goldfieber "gepackt" waren, drängten sie die Aborigines immer tiefer in unwirtliche Gebiete ab. (nach Encarta ′99) Daraufhin begann ein lang andauernder Prozess der "Ghettoisierung". Sie bewohnen noch heute diese Reservate und Missionsstationen der Weißen , bekommen von ihnen Nahrung, Kleidung und das Wissen für ein Leben, wie die Weißen es führen, beigebracht. Den Aborigines wurde verboten, ihre Sprache zu sprechen, Zeremonien und Gebräuche wurden ebenfalls untersagt. Ihnen war außerdem der Kontakt mit anderen Aborigines nicht mehr gestattet, Familien wurden auseinandergerissen und Kinder wurden oftmals in Schlafsälen zusammengelegt, wenn sie nicht gleich zur Adoption freigegeben wurden.
Mittlerweile sind diese Reservate jedoch soweit aufgebaut, dass die Einwohner eigene Entscheidungen treffen dürfen, wie z.B. den Ort zu verlassen, wann sie möchten. Seit den 60er Jahren haben sie sogar ein Recht auf Landbesitz. Sie können auch leitende Positionen einnehmen, der Nachteil hierbei ist, dass eventuelle Vorschläge von Seiten der Aborigines jederzeit von Weißen abgelehnt werden können, da diese ein höheres Stimmrecht haben. Die Kinder gehen in die Schule, haben aber recht selten die Chance, etwas anderes zu werden als Tonbemaler oder Landarbeiter, denn sie besitzen nicht das nötige Wissen, in der Stadt, außerhalb der Reservats, zu überleben. Ihnen wird, wie oben angesprochen, die Kunst des Tonbemalens beigebracht, wobei hauptsächlich Tiere auf die Tongefäße gemalt werden, was diese aber bedeuten, weiß kaum einer der Jugendlichen. Außerdem fehlt den meisten die Lust zu arbeiten, weil sie sowieso keine Zukunft für ihr späteres Leben sehen. In dem Film: Aborigines-Ende einer Traumzeit, den wir im Unterricht sahen, wurde dafür folgendes Beispiel gegeben: Es wurden Aborigines gezeigt, die in die Stadt gingen, um unabhängig und "frei" zu sein, um sich von den Weißen nicht mehr bevormunden lassen zu müssen und ein eigenes Leben aufzubauen. Zum größten Teil sah man arbeitslose Alkoholiker, die keinen festen Wohnsitz hatten. Es gibt nur sehr wenige mit einem gesichertem Einkommen, so z.B. wurde von einem Pfarrer berichtet, der selbst einer der Aborigines ist, und versucht, diesen in der Stadt zu helfen. Er sagte aber auch, dass das kaum möglich sei.
Wenige Sitten und Gebäuche wurden überliefert und werden auch heute noch angewandt, wie z.B. ihre Art ein Fest zu celebrieren: man bemalt sich, tanzt um ein Lagerfeuer und spielt auf eigenen Instrumenten, wie dem Didgeridus
( einem bis zu 2.5m langen Blasinstrument aus Holz ). Es ist eine hohe Kunst, auf diesem Didgeridus zu spielen, die nur den Aborigines vorbehalten ist. Sonst gibt es kaum noch Sitten, denn die meisten wurden und werden durch die Weißen verboten. Zwar wurde 1967 erstmals die Gleichstellung aller Australier beschlossen und den Aborigines die vollen Bürgerrechte zuerkannt, jedoch beschloss 1996 die neue liberal-konservative Regierung Australiens, die Mittel für den Dachverband, Atics, drastisch zu kürzen. Prominente Bürgerrechtler schätzen, dass 2000 (!) Einrichtungen für Aborigines ihre Arbeit einstellen müssen und sprechen in diesem Zusammenhang von "institutionalisiertem Mord".( Zitat: Encarta ′99). Auch die Inhaftierungsrate ist bei den Aborigines, im Gegensatz zu den australischen Bürgern, um das 27-fache, die Arbeitslosenquote 6-mal höher. Dazu kommt die hohe Kindersterblichkeit.
Doch gibt es auch Weiße, die auf die Aborigines zugehen, wie einige Musiker
(z.B. Midnight Oil), die versuchen, die eigene Musik, mit der der Ureinwohner zu vermischen. "Gebt uns unser Land zurück, denn wenn ihr unser Land nehmt, nehmt ihr unsere Seelen", heißt es z.B. im Protestsong Aboriginal Power. (Mensch und Raum 9/10). So entsteht, wenn auch in geringem Maße, doch noch eine Zusammenkunft zweier Kulturen...

Quellen:
-Encarta Janine Albertsen
-Die große Bertelsmann Lexikothek (Band 2)
-Film:Aborigines-Ende einer Traumzeit
-Erdkundebuch: Mensch und Raum 9/10



Comments

sarah
05.03.2003 19:51:47
danke...
Wollte mich bei der Autorin für das gute Referat bedanken. Konnte viel übernehmen! Gruß, Sarah
Flo
18.04.2002 15:40:45
Über Aborigines
Sehr gut nur du müsstest noch etwas über ihr Verhalten miteinbringen! Wie sie si Überleben und Kinder zeugen! Das machen sie ja alleine ohne Hilfe. Sie gebären alleine an einem Gebärbaum. Sie bauen sich eine Kuhle und tragen ihr Kind aus.
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