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Autor: Yvonne Köster
Fach: Pädagogik - Allgemein
Details
Institution/Hochschule: Universität Dortmund (Pädagogik)
Tags: Leben und Wirken Humboldts, Neuhumanismus, Bildungstheorie
Jahr: 2000
Seiten: 15
Note: ohne Benotung
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 200 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16640-9
Lebensgeschichte von Wilhelm von Humboldt, Neuhumanismus, Humboldts Bildungstheorie. 316 KB
Textauszug (computergeneriert)
Wilhelm von Humboldt
Yvonne Kasten
1. Einleitende Worte 2
1.1 Vorbemerkung: zur Person Wilhelm von Humboldt und Vorgehensweise 2
2. Kurze Darstellung der Familiengeschichte 3
2.1 Kindheit und Jugend von Wilhelm von Humboldt 4
2.2 Wilhelm von Humboldts Lehrer 4
2.3 Studienzeit und beruflicher Werdegang Wilhelms von Humboldt 5
3. Vom Humanismus zum Neumanismus 6
3.1 Die Entstehung des Neuhumanismus 6
3.2 Darstellung von Humoldts Bild der Antike als Basis für sein humanistisches Bildungsideal 7
4. Interpretation von Humboldts Bildunstheorie anhand ausgewählter Zitate 9
5. Von der Bildungstheorie zur Praxis. Die Preußische Schulreform und deren Ergebnisse als Grundlage für ein erstes Resümee. 13
Literaturverzeichnis
1. Einleitende Worte
Wilhelm von Humboldt lebte von 1767 bis 1835. Der deutsche Philosoph, Sprachforscher und Politiker reformierte als verantwortlicher Minister des Kultes das preußische Bildungswesen. 1810 war er der Motor zur Gründung der Berliner Universität, die seinen trägt.
1.1 Vorbemerkung: zur Person Wilhelm von Humboldt und Vorgehensweise
Beschäftigt man sich mit der Person Wilhelm von Humboldt so verbindet man als erstes, die schon erwähnte Berliner Universität, mit ihm. Bei weiteren und tiefgründigeren Recherche wird jedoch schnell offensichtlich, daß Wilhelm von Humboldt eine sehr umfangreiche Persönlichkeit seiner Zeit war. Wie einleitend erwähnt war er nicht nur Bildungstheoretiker sondern vielmehr Sprachphilosoph, deutscher Staatsmann und Diplomat. Wilhelm von Humboldt ist einer der eindrucksvollsten Repräsentanten des neuen griechischen deutschen Humanismus - dem Neuhumanismus. Seine Leistungen waren sehr vielseitig, so trug er gleichermaßen zu wissenschaftstheoretischen, bildungstheoretischen und bildungspolitischen Ergebnissen des Neuhumanismus bei. Seine Bildungstheorie begrenzte sich nicht nur auf das Schulwesen sondern war vielmehr eine Theorie von der allgemeinen Menschenbildung überhaupt. Diese Menschenbildung hatte zwei Ziele. Einerseits sollte sich der Mensch durch seine Bildung zum Individuum entwickeln und andererseits geht es in dieser Bildung um etwas Allgemeines, nämlich um die Humanität als Ideal.
Wilhelm von Humboldt setzte für die Pädagogik Maßstäbe, denn ihm ist es maßgeblich zu verdanken, daß die allgemeine Bildung vor jeder Berufsausbildung angesiedelt und gefördert wird. Humboldt selbst hat seinen Bildungsgedanken durch die Gründung der Berliner Universität realisiert und sich damit ein Denkmal gesetzt.
Ziele diese Arbeit werden also sein, herauszufinden und darzustellen, welche Umstände, Beeinflussungen und Einstellungen Wilhelm von Humboldt geleitet haben seine Bildungstheorie zu entwickeln. Auch dem Neuhumanismus kommt bei der Betrachtung der Bildungstheorie von Wilhelm von Humboldt eine entscheidende Rolle zu. Eine zentrale Frage wird sein, wie und wodurch sich seine Bildungstheorie entwickelt und dargestellt hat, die er nicht in einem systematisch abgeschlossenen Werk vorgelegt hat.
Um nachvollziehen zu können, wo Wilhelm von Humboldts Lebenseinstellungen ihren Ursprung haben, werde ich mich mit seiner Entwicklungsgeschichte bzw. mit seiner Lebensgeschichte beschäftigen. Ich gehe also damit zu seinen geistigen Wurzeln zurück, um sein späteres Wirken interpretieren zu können. Dies soll das Fundament einer aufschlußreichen Analyse und Darstellung seiner Bildungstheorie liefern.
In ihrer Bedeutung gleichrangig erscheint mir die Geschichte des Humanismus zu sein, da Humboldt in zahlreicher Literatur als einer der bedeutendsten Denker des Neuhumanismus charakterisiert wird.
Von weiterer eminenter Bedeutung für diese Arbeit werden die Griechen sein, die für Humboldt das Absolute bzw. das leitende Vorbild seiner Humanitätsidee waren.
Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Einflußgrößen, die Wilhelm von Humboldt in seinem Werdegang und seinem Schaffen beeinflußt haben, doch schon kleine Einblicke in seinen Lebenslauf werden beweisen von welch großer Bedeutung die Griechen sowohl für seine persönliche und die neuhumanistische als auch für die Reform des preußischen Schulwesens. Außerdem würde es den Rahmen sprengen auf alle Einflußgrößen gleichermaßen intensiv einzugehen, so daß ich mich auf die bedeutendsten konzentrieren werde.
Durch die Darstellung seiner Lebenszeit, seiner Lebenswelt und seinen Einstellungen hoffe ich, etwas Verbindliches zu finden auf dessen Basis ich seine Bildungstheorie analysieren und darstellen kann. Gestützt wird diese Vorgehensweise von der geisteswissenschaftlichen Überzeugung, daß zwischen der Philosophie, der Wissenschaft, deren Methoden und der Wissenschaft an sich eine innere Abhängigkeit besteht. Sie bedingen sich gegenseitig. Das jeweilige Menschenbild prägt die Philosophie, diese dann die Wissenschaftstheorie und so weiter. Es bleibt also auch zu klären, welches Menschenbild zur Zeit Wilhelm von Humboldts herrschte und wie sein persönlicher Weg zu seinen Erkenntnissen aussah.
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