Autor: Elena Scheiermann
Fach: Informatik - Technische Inf.
Details
Institut: BBS Montabaur
Tags: Referat, Mainboard, Motherboard, Hauptplatine
Jahr: 2001
Seiten: 9
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 130 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-01239-8
Volltext (computergeneriert)
Allgemeine Funktion
Das Mainboard - auch Motherboard oder Hauptplatine genannt - ist der
Hauptbestandteil jeden PCs. Es stellt die Schnittstelle zwischen allen
eingesteckten Bauteilen dar und hält sie auch an ihrem Platz. Nicht nur
die Zentraleinheit CPU ist hier untergebracht, sondern auch sämtliche
Bausteine, die die interne Kommunikation steuern und als Schnittstelle
mit anderen externen peripheren Geräten kommunizieren. Insofern ist
das Mainboard auch das Bauteil innerhalb eines PCs, das letztendlich
die gesamte Leistungsfähigkeit eines Rechners beeinflusst. Eine
superschnelle Festplatte oder eine gute Grafikkarte wird ihre
Leistungsfähigkeit niemals ausreichen können, wenn der Datenfluss zum
und vom Mainboard als Bremse dient. Das Mainboard beinhaltet die
gesamte Steuerungslogik für den Computer, in der Regel den Prozessor,
in einem speziellen Sockel und den Chipsatz, worunter man sich eine
Reihe auf der Platine verlöteter integrierter Bausteine vorstellen kann.
Ein besonders wichtiger Baustein des Chipsatzes, das BIOS, spielt eine
entscheidende Rolle. Weiter sitzen auf dem Mainboard die Bausteine,
die für die Speicherung von Daten zuständig sind, mit denen der
Prozessor arbeitet: der Arbeitsspeicher und sogenannte Cache-
Speicher-Chips. Eine CPU und der Arbeitsspeicher machen noch kein
lauffähiges Mainboard aus. Die Host-Bridge ist einer der wichtigsten
Teile des Mainboard´s. Es stellt die Verbindung zwischen Prozessor,
AGP, Hauptspeicher und PCI-Bus her. Die PCI-TO-ISA-Bridge
funktioniert wie eine PCI-Steckkarte und stellt den ISA-Bus zur
Verfügung. Außerdem beinhaltet sie den IDE- und USB-Kontroller. Der
Kontroller für die Seriellen, Parallelen, PS/2, Disketten und Keyboard
Schnittstellen, befindet sich im I/O Kontroller. Er ist über den ISA-Bus
angeschlossen. Auf dem Mainboard befindet sich außerdem noch der
Taktgeber, die Echtzeituhr und ein Schaltregler, der die Spannung für
den Prozessor transformiert. Als letztes gibt es noch die sogenannten
FD- und HD-Controller. Diese regeln den Datentransfer zwischen
Speichermedien, wie z.B. Diskette, Festplatte und CD-Rom mit dem
Mainboard.
Bauformen
1. Das AT-Board
Diese Form ist eine ältere Bauart und bringt einige Nachteile mit sich, da sich hinter
den Karten Steckplätzen der Prozessor und andere Bauteile befinden. Dadurch
lassen sich nicht in beliebige Slot´s überlange Karten stecken. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, dass für die Schnittstellen nach außen evtl. weitere Slot´s verloren
gehen. Die Anschlüsse befinden sich auf Slotblechen und müssen über
Flachbandkabel mit dem Mainboard verbunden werden. Weiterhin gab es keine USB
Schnittstelle.
LPX Board´s sind die Desktopversion des AT-Board´s. Sie haben meistens die
Grafik- und Soundkarte schon Onboard. Erweiterungskarten werden auf eine
Riserkarte gesteckt, die die Karten Parallel zum Mainboard verlaufen lässt, um an
Bauhöhe einzusparen.
2. Das ATX-Board
Beim ATX Mainboard wurde das Layout um 90° gedreht, wodurch sich keine hohen
Bauteile mehr hinter den Slot´s befinden. Weiterhin befindet sich der Schaltregler des
Mainboard´s und der Chipsatz jetzt hinter dem Netzteillüfter, wodurch sich eine
bessere Kühlung ergibt. Das Mainboard hat auch einen anderen
Spannungsversorgungsstecker erhalten, der sich grundlegend in zwei Dingen vom
alten unterscheidet:
a. Das Netzteil kann vom Mainboard ausgeschaltet werden
b. Die 3,3 V werden direkt im Netzteil erzeugt und müssen nicht auf dem
Mainboard umgerichtet werden.
Bei dieser Bauform befinden sich die Schnittstellen auf dem Board und nehmen
somit keine Slotöffnung in Anspruch.
Für den Lowcost-Bereich gibt es ein Micro-ATX-Board, welches speziell auf den
Celeron-Prozessor zugeschnitten wurde.
NLX-Board´s sind der ATX-Nachfolger der LPX Board´s. Auch hier gibt es das Micro-
NLX- Board speziell für Celeron Prozessoren.
BIOS
BIOS steht für "
B
asic
I
nput
O
utput
S
ystem". Wie der Name schon sagt, handelt es
sich um ein einfaches Ein- und Ausgabesystem, das nach dem Starten des Rechners
geladen wird, noch bevor das Betriebsystem hochfährt. Schließlich schlummert das
Betriebsystem vor jedem Einschalten auf der Festplatte, der Speicher ist noch leer.
Der Computer ist zu diesem Zeitpunkt "dumm". Er weiß nicht, wie er von der
Festplatte lesen kann, wie sie beschaffen ist oder ob überhaupt eine eingebaut ist.
Das BIOS stellt die Verbindung zwischen Software und Peripherie her. Es bezieht
seine Hardwareinformationen aus dem CMOS-RAM, die beim BIOS-Setup verändert
werden können.
CMOS-RAM und Echtzeituhr
Im CMOS-RAM werden die Hardwareinformationen gespeichert, die man im BIOS-
Setup einstellt. Sie werden dann bei jedem Start des PC´s vom BIOS ausgelesen.
Die Echtzeituhr wurde dem PC spendiert, damit auch bei ausgeschaltetem Computer
die Uhr weiterläuft und nicht bei jedem Einschalten neu gestellt werden muß.
Damit der CMOS-RAM seine Daten bei ausgeschaltetem Computer nicht verliert und
die Uhr weiterläuft, gibt es eine Batterie. Früher wurden NICD-Akkus benutzt, die
wegen ihrer begrenzten Haltbarkeit von durchschnittlich 3 Jahren aber durch Lithium
Batterien mit einer Haltbarkeit von 10 Jahren ersetzt wurden.
CPU
Der Prozessor ist das eigentliche Gehirn des Computers. Von CPU (Central
Prozessing Unit) werden Ein- und Ausgaben der Daten verarbeitet, Berechnungen
durchgeführt und Daten verglichen oder zwischengespeichert. So wie der Motor in
einem Auto die Fahrleistungen bestimmt, ist der Prozessor unmittelbar für die
Leistung des Rechners verantwortlich. Der Prozessor selbst ist lediglich ein flaches,
quadratisches Bauteil, das je nach Typ mit einer Vielzahl von kleinen Beinchen auf
der Hauptplatine festgelötet ist oder aber an seiner Unterseite Hunderte von kleinen
Stiften aufweist, mit denen es in einen speziellen Prozessor-Sockel gesteckt wird. Es
gibt verschiedene Bauformen, die immer wieder verändert wurden damit CPU und
Cache schneller werden. Die Taktgeschwindigkeit ist eine der entscheidensten
Angaben bei Prozessoren, denn sie ist ein Mass für die Geschwindigkeit, mit der ein
Rechner und die weiteren elektronischen Bauteile in seiner Umgebung arbeiten. Der
Takt wird in Megahertz gemessen, was die Anzahl der Millionen Schwingungen pro
Sekunde bedeutet. Eine 150 MHz, CPU arbeitet also mit 150 Millionen Takten pro
Sekunde. Heute sind es bis zu 1,5 GHz (1500 MHz) möglich.
Cache
Der Cache spielt vor allem bei Mainboards und Festplatten eine Rolle. Bei PC´s gibt
es zwei Caches:
-Der
1st-Level-Cache
sitzt im Prozessor zwischen Prozessor und 2nd-Level-Cache.
Er läuft mit vollem Prozessortakt.
-Der
2nd-Level-Cache
sitzt auf der Prozessorplatine zwischen 1st-Level-Cache und
Hauptspeicher (mittlerweile ist er auch im Prozessor integriegriert). Er läuft mit
halben Prozessortakt.
Wenn die CPU Daten beim Cachekontroller anfordert, ermittelt er zuerst, ob sich die
Daten schon im Cache befinden. Wenn ja, werden sie einfach vom Cache gelesen
und zum Prozessor geschickt. Befinden sich die Daten nicht im Cache, werden die
Daten aus dem L2-Cache bzw. Hauptspeicher in den Cache und den Prozessor
gelesen. Es werden alle Daten gelesen, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, daß
nachfolgende Daten auch noch benötigt werden. Im ersten Fall muß die CPU, wegen
des schnellen Caches, nur kurz auf die Daten warten. Im zweiten Fall dauert es
einige Zeit, bis die Daten zur Verfügung stehen und muß deshalb Pausen einlegen.
Das schreiben von Daten ist etwas komplizierter. Wenn die CPU Daten schreibt,
sucht der Cachekontroller zuerst im Cache. Befinden sich die Daten darin, werden
sie Daten im Cache abgelegt. Bei einem Cache-Hit gibt es zwei Möglichkeiten des
Zurückschreibens in den L2-Caches bzw. Speicher (Write Through und Write Back).
Der Hauptspeicher
Der Hauptspeicher ist das Gedächtnis des Computers. Hier werden die Daten
laufender Programme zwischengelagert, Damit sie dem Prozessor bei Bedarf zur
Verfügung stehen. Der Hauptspeicher besteht aus zwei Arten von Speichern:
· Arbeitsspeicher (RAM)
Die CPU liest Daten aus dem Arbeitsspeicher, verarbeitet, organisiert oder
berechnet sie und legt diese Informationen dann wieder im Arbeitsspeicher ab.
Diese Vorgänge bezeichnet man auch als lesen von Daten aus dem Speicher
bzw. schreiben von Daten in den Speicher. Der Arbeitsspeicher ist derjenige Teil
des Hauptspeichers, der sowohl gelesen als auch beschrieben werden kann.
Wegen dieser Fähigkeit wird der Arbeitsspeicher auch Schreib-Lese-Speicher
genannt, oder einfach RAM (Random Access Memory). Es ist ein sogenannter
flüchtiger Speicher, der die Daten nur solange speichert, wie der Rechner
eingeschaltet ist und mit Strom versorgt wird. Beim ausschalten des Computers
wird der Arbeitsspeicher gelöscht.
· Festspeicher (ROM)
In Festspeicher stecken unter anderem alle Programme und Daten, die der PC
unmittelbar nach dem Einschalten benötigt um richtig arbeiten zu können. Die im
ROM fest gespeicherten Daten können nur gelesen werden. Daher die
Bezeichnung ROM, eine Abkürzung von Read Only Memory, was Nur-Lese-
Speicher heisst.
Chipsatz
Die hochintegrierten ICs des Chipsatzes führen im Grunde zwei Aufgaben aus
· Host-Bridge (North-Bridge)
Die Host-Bridge Kontrolliert das Zusammenspiel zwischen CPU, Cache,
Speicher, AGP, PCI-Bus und stellt die notwendigen Schnittstellen zur Verfügung.
· 2. PCI-to-ISA-Bridge (South-Bridge)
Die PCI-TO-ISA-Bridge unterstützt die CPU bei der Datenbeschaffung und dem
Datentransport. Er Kommuniziert mit der Host-Bridge über den PCI-Bus und stellt
den ISA-Bus zur Verfügung. Außerdem beinhaltet sie den IDE- und USB
Kontroller.
Dementsprechend werden die wichtigsten ICs auch häufig als Controller-Bausteine
bezeichnet. Der Chipsatz muss genau auf den eingesetzten Prozessor und die
restlichen Systemkomponenten abgestimmt sein.
Kühler
Früher wurden oft die Passivkühler zur Kühlung verwendet, da die älteren
Prozessoren nicht viel Hitze erzeugten. Die moderne Prozessorkühler sind eine
Kombination aus einem leistungsstarken Aktivkühler und den Kühlrippen
(Passivkühler) auf denen er montiert ist. Für Prozessoren, die nicht übertaktet
werden sollen, muss der Kühler lediglich leistungsstark genug sein, die CPU-
Temperatur auch an einem heißen Sommertag nicht den zulässigen Maximalwert
überschreiten zu lassen. Bei aktuellen Prozessoren für PCs liegt dieser je nach CPU-
Typ zwischen 65 und 85 Grad Celsius. Gutes Kühlen ist aus zwei Gründen
besonders wichtig: Zum einen produzieren übertaktete CPUs mehr Wärme (die
Leistungsaufnahme wächst linear mit der Taktfrequenz und quadratisch mit der
Spannung), die von leistungsschwachen Kühlern nicht mehr abgeleitet werden kann.
Als Folge davon wird die zulässige Betriebstemperatur überschritten. Im schlimmsten
Fall kann dies zu Schäden an der CPU führen. Zum anderen ist die
Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Prozessor auf eine bestimmte Taktfrequenz
übertakten lässt, um so höher, je geringer die CPU-Temperatur ist. Beim Übertakten
gilt also: je kühler, desto besser.
Busse und Schnittstellen
Wichtigstes Leistungsmerkmal eines Busses ist die sogenannte Busbreite, sie legt
fest, wie viele Daten parallel über den Bus geschleust werden können. Es gibt
insgesamt drei Gruppen von Bussen mit verschiedenen Aufgaben:
·
Datenbus
(über diese Leitungen werden Daten zwischen CPU, dem restlichen
Chipsatz und den Erweiterungssteckplätzen ausgetauscht).
·
Adressbus
(darüber werden Daten an ganz genau definierten Stellen im RAM
abgeholt oder hinterlegt)
·
Steuerbus
(kontrolliert wer gerade Daten senden oder empfangen darf)
Es gibt sehr viele verschiedene Bussysteme, die für unterschiedliche Konfigurationen
geeignet sind. Hier sind die wichtigsten:
ISA-Bus (Industry Standard Architecture)
Der ISA-Bus ist arbeitet mit 16-Bit Datenleitungen. Er besitzt einen Zusatzstecker mit
zusätzlichen 8-Bit Daten-, 4-Bit Address-, 4 DMA- und 9 weiteren IRQ-Leitungen.
Unter optimalen Bedingungen werden in der Praxis maximal 5-6 Mbyte Daten pro
Sekunde übertragen, was für moderne Windows-Grafik einfach zu wenig ist.
MCA-Bus (Micro Channel Architecture)
Der MCA-Bus hat im Grunde die selben Eigenschafen, wie der ISA-Bus, nur daß er
mit 10 MHz getaktet wurde und Bus-Mastering unterstützte. Außerdem konnte man
die Karten über die Software konfigurieren. Er war vollkommen inkompatibel zum
ISA-Bus, deswegen konnte er sich im PC-Bereich nicht durchsetzen, obwohl er ein
zuverlässiges Bussystem ist und mit grösseren Datenübertragungsraten arbeitet als
ISA-Bus.
EISA-Bus (Extended Industry Standard Architecture)
Der EISA-Bus ist Kompatibel zum ISA-Bus, hat deshalb auch nur 8,33 MHz. Dafür
hat er aber eine 32-Bit breite Daten-, und Adressleitung. Der EISA ist über die
Software konfigurierbar.
Local-Bus
Der Local-Bus ist ein nicht standartisierter Bus zur Aufnahme von
Speichererweiterungskarten. Er ist eine 32-Bit Erweiterung hinter dem ISA-Bus und
lief mit der Prozessortaktgeschwindigkeit.
Vesa-Local-Bus
Der Vesa-Local-Bus wurde aus dem Local-Bus abgeleitet und standardisiert. Er ist
also nicht mehr für Speichererweiterungskarten gedacht. Er besitzt die gleichen Vor-
/Nachteile des Vorgängers, hat einen 32-Bit Transfer und arbeitet mit max. 40 MHz.
PCI-Bus
Der PCI-Bus ist ein moderner Bus. Abgetrennt durch die Host-Bridge ist er
unabhängig vom Prozessor. Er arbeitet auch mit 32-Bit und mit maximal 33 MHz.
Die Karten können über Software konfiguriert werden.
AGP
Der Accelerated Graphics Port ist speziell für Graphikkarten zugeschnitten. Ein
großer Vorteil besteht darin, dass dieser Anschluß unabhängig vom Bussystem
arbeitet, damit muss die Graphikkarte den Bus nicht mit anderen Karten teilen und
die anderen Busse werden nicht durch die Datenmenge belastet. AGP arbeitet mit 66
MHz und kann bei einem Takt 2x Daten übertragen, der neue sogar 4x. Außerdem
beherrscht der AGP Pipelining und besitzt zusätzlich zu der 32-Bit Datenbreite noch
8 zusätzliche Bits.
IDE (Intelligent Drive Electronics)
Diese Schnittstelle hat eine Datenbreite von 16-Bit. An einem IDE-Kanal können bis
zu 2 Geräten angeschlossen werden. Die IDE hat eine maximale Datenrate von
8,3MB/s. Aufgrund der Beschränkung von 504MB pro Festplatte wurde eine
Erweiterung mit neuen Modi hinzugefügt. Die Erweiterung wird Enhanced IDE
genannt. Bei EIDE beträgt die maximale Datenrate jetzt 16,6MB/s, das recht wenig
ist, deshalb wurde UltraDMA/33 / 66 / 100 entwickelt, welche durch neue Protokolle
den Datendurchsatz auf 33,3 / 66,6 / 100 MB/s erhöhen.
Seriell
Hier werden die Daten hintereinander übertragen, d.h. sie hat eine Datenleitung zum
Senden und eine zum Empfangen. Diese Schnittstelle hat eine geringe
Übertragungsgeschwindigkeit.
Parallel
Die Parallele Schnittstelle besitzt 8 Datenleitungen. Die 8-Bit werden in einem Takt
übertragen. Da die Schnittstelle speziell für den Anschluß von Druckern entwickelt
wurde, gibt es 4 Steuerleitungen, über die der PC mit dem Drucker kommunizieren
kann. Neuere Versionen erlauben auch eine bidirektionale Übertragung. Dadurch
können auch Geräte wie CD-Rom´s oder Scanner angeschlossen werden. Diese
Schnittstelle hat zwar eine hohe Übertragungsrate, dafür treten aber häufiger
Übertragungsfehler auf, als bei der seriellen Schnittstelle.
Floppy Kontroller
Der Floppy Kontroller übernimmt die Ansteuerung der Diskettenlaufwerke. Es können
zwei Laufwerke an einen Kontroller angeschlossen werden.
PS/2
Der PS/2 Anschluß ist kompatibel zur Keyboard Schnittstelle. Er besitzt nur einen
anderen Stecker. Hier kann man Tastatur und Maus anschliessen (nur ATX Board)
Keyboard
Die Keyboard Schnittstelle ist eine einfache serielle Schnittstelle, welche die
Verbindung zur Tastatur herstellt (nur bei AT-Board).
USB (Universal Serial-Bus)
Der USB ist der Nachfolger der seriellen Schnittstelle. Sie bietet eine höhere
Übertragungsrate von bis zu 10MBit/s und man kann bis zu 127 Geräte anschließen.
Interrupt Kontroller
Interrupts werden dazu gebraucht, die Aufmerksamkeit des Prozessors auf sich zu
lenken. Gäbe es keine Interrupts, müsste der Prozessor dauernd nachsehen, ob
neue Daten vorhanden sind. Das wäre eine Verschwendung an Rechenleistung,
wenn der Prozessor die ganze Zeit die Tastatur abfragen würde, obwohl man nur 2-3
mal pro Sekunde eine Taste drückt. Viel besser ist es, wenn die Tastatur dem
Prozessor sagt, daß eine Taste gedrückt wurde und dieser holt dann, wenn er Zeit
hat, das Zeichen aus dem Tastaturpuffer. Um dem Prozessor das zu sagen, benutzt
er eine Interruptleitung. Da der Prozessor aber nur einen Interrupteingang besitzt,
gibt es den Interrupt-Kontroller. Er stellt 15 Interrupts zur Verfügung. Wird ein
Interrupt ausgelöst, sendet er zunächst eine Interruptanforderung an den Prozessor.
Antwortet dieser, schickt der Kontroller als erstes die Interruptnummer an den
Prozessor. Antwortet der Prozessor erneut, bekommt er einen Zeiger auf den
Interrupt-Handler vom Kontroller geliefert.
DMA Kontroller (Direct Memory Access)
Der DMA-Kontroller dient dazu, die CPU bei der Datenübertragung von einer Karte
zum Hauptspeicher oder umgekehrt zu entlasten. Wenn eine Karte über einen DMA-
Kanal den DMA anfordert, kann sie direkt in den Speicher schreiben oder vom
Speicher lesen. Der DMA Kontroller steuert dabei, wohin die Daten im Speicher
geschrieben werden.
Programmierbarer Intervall Timer
Der Intervall Timer, dient in erster Linie dazu, auf jedem Computer mit
unterschiedlichen Taktfrequenzen die gleichen Intervalle erzeugen zu können. Dies
wird dadurch erreicht, indem der Interrupt Timer einfach in jedem PC mit derselben
Frequenz arbeitet. Er besitzt mehrere unabhängige Zähler, mit denen die Frequenz
weiter geteilt werden kann.
Der PC hat neben der Echtzeituhr noch eine Systemuhr. Sie wird durch den Timer
18,2 mal pro Sekunde weitergezählt.
Quellen:
PC-Hardware 98 Buch
EDV-Grundlagen
PC Welt
PC Professionell
ATX-Board
AGP
Serielle
Parallele
USB und PS2
Schnittstel
le
Schnittstelle
CPU
mit
Kühler
North-
PCI
Bridge
South-
SD-
Bridge
RAM
BIOS
Strom-
zufuhr
EIDE ( UDMA 100 )
Floppy -
Batterie
Kontroller
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