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Protokoll zur Blutgruppenbestimmung

Referat / Schulaufsatz, 2001, 7 Seiten
Autor: Truelsen Maike
Fach: Biologie - Humanbiologie

Details

Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2001
Seiten: 7
Note: 2
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V103186
ISBN (E-Book): 978-3-640-01565-8

Dateigröße: 53 KB
Anmerkungen :
Die Darstellungen fehlen, da sie mit Hand gemalt wurden



Volltext (computergeneriert)

 

Bioprotokoll

Blutgruppenbestimmung
(von Maike Truelsen)

 

Ziel des Versuches:

Ziel ist es die eigene Blutgruppen mit dem AB0-system und dem Rhesusfaktor-system zu bestimmen. Dann soll gesagt werden wie es erblich gesehen zu dieser Blutgruppe kommt. Und die Werte der ganzen Klasse sollen verglichen werden mit der dänischen Bevölkerung.

Theorie:

Bis zum 1900 Jahrhundert kam es zu Komplikationen bei Bluttransfusionen. Diese folgten meist tödlich. Ein Arzt namens Karl Landsteiner erforschte im Jahre 1900 das Blut und kam zu dem Ergebnis, daß es verschiedene Blutgruppen geben muß. Er stellte fest, daß es vier Blutgruppen gibt. Er stellte damit das AB0-System auf. Es ist gewissermaßen ein Antigensystem.

Heute weiß man, daß das Blut noch weitere Informationen hat, die eine negative Auswirkung bei einer Bluttransfusion führen können. Darauf hin gibt es über ein Dutzend Blutgruppensysteme mit weit über hundert Blutkörperchenantigenen.

Das Blut verfügt über zwei erblich überreichte Informationen, diese sind Merkmale, die sich besonders auf die charakterlichen Oberflächeneigenschaft der roten Blutkörperchen beruhen. Sie wirken als sogenannte Antigene und Antikörper im Blut Antigene sind Aggulationsgene der roten Blutkörperchen und die Antikörper sind Agglutinine im Blutserum.

Jede Blutgruppe hat verschiedene Antigene und Antikörper.

Man unterscheidet bei der Blutgruppenbestimmung von Phänotyp und Genotyp.

Der Phänotyp kommt zustande, weil A und B dominant (=überdeckend) sind und 0 rezessiv (= zurücktretendes Erbmerkmal) ist . Das soll heißen, wenn ein dominantes mit einem rezessiven Merkmal zusammen kommt, dann setzt sich das dominante Merkmal durch und nach außen hin kann man das rezessive Merkmal nicht mehr erkennen. Wenn aber zwei gleichstarke aufeinander treffen, also zwei rezessive oder zwei dominante Merkmale sich neu formieren sollen, dann unterwirft sich keinem dem anderen, das nennt man codominant. Es folgt dann eine Blutgruppe wie AB.

Beim Genotyp kann man einzelnen Merkmale erkennen. Die Gene sind freikombinierbar und die Erbinformation wird einfach, d.h. eine Information pro Keimzelle, weiter gegeben.

Bei der Blutgruppenbestimmung des Phänotyp unterscheidet man von den Blutgruppen:

A, B, AB, 0

Da aber jede Blutgruppe über zwei Informationen verfügt, gibt es noch weitere Blutgruppen genannt Genotyp:

AA, A0, BB, B0, Ab, 00

Es gibt 6 genetische Kombinationsmöglichkeiten. Aber nur vier werden erkannt, weil die phänotypischen Blutgruppe A kann genotypisch sowohl AA als auch A0 (mischerbig), die Blutgruppe B sowohl BB als auch B0 sein kann. Die Blutgruppe 0 ist immer 00 und die Blutgruppe AB ist immer AB.
Sobald Blut von zwei verschiedenen Blutgruppen in Berührung kommt, wie z.B. bei einer Transfusion, kommt es zu einer Verballung (Agglutination). Dabei sorgen die Antikörper dafür, daß das fremde Blut mit den Antigenen verklumpt.

Bei der Blutgruppe A hat man das Merkmal A und gleichzeitig in seinem Blutplasma Antikörper Anti-B. Anti-B verklumpt die Blutkörperchen mit den Merkmalen.
Bei der Blutgruppe B hat man das Merkmal B und gleichzeitig in seinem Blutplasma Antikörper Anti-B. Anti-B verklumpt die Blutkörperchen mir den Merkmalen.
Bei der Blutgruppe AB hat man das Merkmal AB, aber keine Agglutinine oder Antikörper. Denn angenommen dieses Blut verfügt über das Anti-A und das Anti-B, dann würde das Blut mit sich selber verklumpen.
Bei der Blutgruppe 0 hat man das Merkmal 0 und gleichzeitig in seinem Blutplasma Antikörper Anti-A und Anti-B, aber man kann diese Blutgruppe nicht verklumpen.

Früher wurde deswegen die Blutgruppe 0 als Universalspender und die Blutgruppe AB als Universalempfänger angesehen, da der Anteil an Agglutininen im Spenderblut zu gering ist, um wirksam zu sein. Doch heute wird nicht mehr nach diesem Prinzip gearbeitet, da es meistens nur noch bei großen Mengen Blut transformiert wird.

Im Jahr 1940 stellten K. Landsteiner und sein Kollege A. S. Wiener ein weiteres Blutgruppensystem her, das sogenannte Rhesusfaktorsystem. Dabei spritzten sie Blut von Rhesusaffen in Blut von Kaninchen und dabei entdeckten sie im Serum der Kaninchen den Rhesusfaktor und man weiß heute, daß 85% Der Europäer Rh-positiv sind und alle Rhesusaffen.
Beim Rhesusfaktor verfügt das Blut zwar über Antigen der roten Blutkörperchen, aber nicht über die natürlich entsprechende Antikörper. Wenn ein Mensch das Merkmal rh- besitzt (ohne Rh-Antigen), dann bildet er erst bei dem zweiten Kontakt mit Rh-positiven Blut oder Rh-positiven Serum z.B. bei der Schwangerschaft oder bei der Transfusion so viele Antikörper aus, daß es zu Schädigungen kommt es kann auch zum Tod führen.

Versuchsaufbau:

Durchführung:

Zu aller erst werden die Hände aus hygienischen Gründen gewaschen. Danach wird die Eldon-Karte aus ihrer Hülle entnommen, dabei ist darauf zu achten, daß man nicht auf die Felder kommt, die für die Testreihe nötig sind. Auf jedem Feld wird jeweils ein Bluttropfen getan. Um besser das Blut von den Fingerkuppen entnehmen zu können, wäre es sinnvoll den Arm im großen Kreis einmal zu drehen. Dabei wird das Blut durch die Zentrifugalkraft mehr in die Hand gesogen.

Das Abnehmen von Blut trägt noch gewisse Risiken mit sich. Man sollte sie Verhaltensregeln beachten und damit mindert man auch die Infektionsmöglichkeit. Bevor man das Blut abnimmt, soll die Fingerkuppe gründlich mit Alkohol benässter Watte abgetupft werden und es soll beim Auspacken der Blutlanzette darauf geachtet werden, daß man nicht mit der Spitze in Berührung kommt. Darauf hin sticht man sich kurz, kräftig und schmerzlos die Lanzette in die Fingerkuppe. Wenn genügend Blut auf der wunden Stelle kommt, kann die Lanzette beiseite gelegt werden, allen falls sticht man noch ein zweites Mal. Die Lanzette darf dann aber nicht noch einmal benutzt werden und erst recht nicht von einer anderen Person.

Es werden dann jeweils 1-2 Tropfen Blut auf die vier planaren Flächen des Plastikkammes gedrückt. Das Blut sollte sich konvex auf dieser Fläche befinden. Dann wird der Kamm vorsichtig umgedreht und pro Feld wird ein Bluttropfen getan.

Durch vorsichtiges Umrühren wird das Blut mit dem Wasser vermischt. Es dürfen die Flüssigkeiten der einzelnen Felder nicht mit einander in Berührung kommen, dabei verfälscht sich das Ergebnis. Nach einer Weile wird das Ergebnis sichtbar. Darauf hin soll die Lanzette aus Sicherheitsgründen in die Verpackung der Eldon-Karte gelegt werden.

Beobachtung:

Bei einigen Feldern der Eldon-Karte verklumpt das Blut

Meßergebnisse:

Durch den Test komme ich zu den Ergebnis, saß zu der Blutgruppe A+ angehöre (phänotypisch).

Da mir nur die Blutgruppe meiner Mutter bekannt ist muß ich aus meiner Blutgruppe und der aus meiner Mutter die wahrscheinlichen Blutgruppen bestimmen können.

Ich: eine Mutter: mögl. Form meines Vaters
phänotypisch A+ A- A+ ; 0+; AB+; B+

mögl. Form von
genotypisch AA + +; A0 +- AA- - ; A0 - - AA+ ; A0+ ; 00+ ; AB+ ; B0+

Mein Vater darf aber nur die Informationen A, 0 , + abgegeben haben, ansonsten kommt es bei mir zu einer anderen Blutgruppe.

Die Testergebnisse der Klasse:


A

B

AB

0

+

-

7 (50%)

1(ca.7.1%)

2( ca.14.3%)

4(ca.28,6%)

9(ca.64,3%)

5(ca.35.7%)


A+

A-

B-

AB+

0+

0-

4(ca.28,6%)

3(ca.21,4%)

1(ca.7,1%)

2(ca.14,3%)

3(ca.21,4%)

1(ca.7,1%)

Werte aus der dänischen Bevölkerung:


A

B

AB

0

+

-

ca. 44%

ca.10%

ca.4%

ca.42%

85%

15%

daraus ergibt sich folgende Tabelle:

A+
A-
B+
B-
AB+
AB-
0+
0-
37,4%
6,6%
8,5%
1,5%
3,4%
0,6%
35,7%
6.3%

Wenn man die Werte aus unserer Testreihe mit den Werten vom dänischen Volk vergleicht, erkennt man, daß in meiner Klasse erheblich mehr der AB-Blutgruppe vertreten sind, auch die Blutgruppe 0 weicht weit niedriger aus. Ansonsten sind die Werte nach dem AB0-System einigermaßen akzeptabel. Beim Rhesusfaktorsystem kommt es zu weit aus größeren Abständen der Werte. Bei Rh+ gibt es Abweichungen von 20.7% und bei rh- demnach von 20.7%.

Solch große Abstände gibt es, weil die Klasse sehr klein ist und demnach ein Schüler ein prozentualen Wert von 7,1% hat.

Außerdem ist noch erwähnens Wert, daß die Blutgruppe B zu 20-30% bei der Urbevölkerung Zentralasiens und die Blutgruppe 0 zu 90-95% bei der Urbevölkerung Amerikas vorliegt.

Zusammenfassung:

Das Ziel des Versuches wurde erreicht, indem ich , meine Blutgruppe mit Hilfe der Eldon-Karte bestimmt habe, dadurch habe ich Rückschlüsse auf die Blutgruppe meines Vaters gezogen. Außerdem habe ich festgestellt, daß ich meine Blutgruppe zu die Häufigste in Dänemark ist.

 


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