Referat / Schulaufsatz, 2000, 2 Seiten
Autor: Hanka Kämpf
Fach: Chemie
Details
Jahr: 2000
Seiten: 2
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-02209-0
Dateigröße: 47 KB
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Volltext (computergeneriert)
Ammoniaksynthese (Haber-Bosch-Verfahren)
Name: Hanka Kämpf
Klasse: 9b
Grundlagen
Für die Herstellung von Ammoniak sind die Ausgangsstoffe Wasserstoff, Stickstoff und ein Katalysator
erforderlich.
Reaktionsgleichung
N + 3H(2) > 2NH(3) Q= -92,4 kj
Die Einflussfaktoren bei der Ammoniaksynthese sind Temperatur, Druck und Katalysator. Um einen hohen
Anteil an Ammoniak herzustellen, ist es sinnvoll eine niedrige Temperatur zu verwenden, weil die
Ammoniaksynthese eine exotherme Reaktion ist und somit Energie abgegeben wird. Laut der
Reaktionsgleichung werden aus 4 Raumteilen 2 Raumteile, deshalb ist ein relativ hoher Druck sinnvoll. Auf
Grund von technischen und ökonomischen Bedingungen sind aber Temperaturen von 450...550°C und ein Druck
von 25...35MPa erforderlich. Diese Reaktionsbedingungen sind notwendig, da der Katalysator erst bei diesen
Temperaturen zu arbeiten beginnt. Desweiteren muss der Druck niedrig gehalten werden, da das Material einen
zu hohen Druck nicht standhalten würde.
Der erste Mann, dem es gelang durch direkte Vereinigung von Stickstoff und Wasserstoff Ammoniak zu
gewinnen, war Fritz Haber im Jahre 1913. Er erkannte, dass es nur möglich sei, wenn man bestimmte
Katalysatoren aus Nickel, Eisen, Osmium, Uran verwende. Er selbst brauchte eine ganze Weile um alle
technischen Schwierigkeiten bei der Ammoniasynthese zu beseitigen. Die Synthese nach Haber konnte
allerdings nicht industriell genutzt werden. Der Chemiker Carl Bosch entwickelte in den dreißiger Jahren die
industrielle Produktion von Ammoniak aus Wasserstoff und Stickstoff, dabei ging er von der von seinem
Schwager entdeckten katalytischen Hochdrucksynthese aus. Die heute als Haber-Bosch-Verfahren bekannte
Methode ermöglichte es, enorme Mengen an Ammoniak aus billigen Rohstoffen herzustellen. Über 90% des
weltweiten Ammoniakbedarfs gewinnt man heute nach dem Haber-Bosch-Verfahren. Das Haber-Bosch-
Verfahren wird zur Herstellung von Explosivstoffen und Düngemitteln verwendet.
Technische Durchführung
Die Ausgangsstoffe für die Herstellung von Ammoniak sind Stickstoff und Wasserstoff. Der Stickstoff wird aus
der Luft nach dem Linde-Verfahren (Trennung durch unterschiedliche Siedetemperaturen) gewonnen. Der
Wasserstoff kann aus Erdgas, Erdöl oder Kohle hergestellt werden. Früher wurden Wasserstoff aus Kohle und
Stickstoff durch die Verbrennung von Kohle gewonnen. Das Synthesegas wird in Wasser im Waschturm
geleitet, dort werden die Gase gereinigt und Schwefeloxid und Kohlenstoffdioxid werden entfernt. Übrig bleibt
ein Synthesegemisch von Stickstoff und Wasserstoff, laut der Reaktionsgleichung befinden sie sich im
Verhältnis 1:3. Nun wird das kalte Synthesegas durch einen Kompressor mit einem Druck von 200-300 bar in
den Synthesereaktor gedrückt. Der Synthesereaktor besteht aus kohlenstoffarmen Stahl, doppelten Mantel und ist
innen durchlöchert. Diese Öffnungen dienen zur Entweichung von Wasserstoff. Der Katalysator, welcher aus
Eisen, Aluminiumoxid und Kaliumoxid besteht, ist ein Netzwerk aus Katalysatoren und besitzt eine breite
Oberfläche. Im Katalysator befinden sich Wärmeaustauscher, die dem Gasgemisch die bei der Bildung von
Ammoniak freigesetzte Wärme entziehen, denn die Temperaturerhöhung wirkt sich ungünstig auf die
Gleichgewichtslage aus. Anschließend strömt das heiße Gas, nun bestehend aus Ammoniak, Stickstoff und
Wasserstoff, in den Tiefkühler, wo eine Temperatur von 33°C herrscht. Das Gas kühlt sich ab und Ammoniak
wird verflüssigt. Wasserstoff und Stickstoff bleiben gasförmig und werden über einen anderen Kompressor
wieder den Katalysator zugeführt, in dem die 33°C kalten Gase zum Kühlen dienen. Das Reaktionsprodukt
Ammoniak läuft in einen Abscheider und wird in Tanks aufgefangen.
Technische Arbeitsweisen
Aus ökonomischen Gründen wird bei der Herstellung von Ammoniak eine kontinuierliche Arbeitsweise
angewendet d.h. dass die Ammoniakbildung ständig ohne aufzuhören (abgesehen von Wartungen) ablaufen
kann. Außerdem findet ein Wärmeaustausch statt, wenn die gekühlten Stoffe Stickstoff und Wasserstoff vom
Tiefkühler über den Kompressor erneut in den Reaktor gedrückt werden und so die dortige Temperatur konstant
halten. Die Synthese findet nach dem Kreislaufprinzip statt, d.h. dass der nicht umgesetzte Stick- und
Wasserstoff wieder in den Prozess zurückgeleitet werden. Im Waschturm gibt es das Gegenstromprinzip.
Zensur:1
Wörter: 578
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