Referat / Schulaufsatz, 1999, 3 Seiten
Autor: Matthias Eckel-Binder
Fach: Physik
Details
Institution/Hochschule: Ortenburg-Gymnasium-Oberviechtach
Tags: Teilchenbeschleuniger Zyklotron Synchrotron
Jahr: 1999
Seiten: 3
Note: 2+
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-03073-6
Dateigröße: 59 KB
Ein Referat, über das Zyklotron mit technischen Daten zum teilchenbeschleuniger in Cern
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Volltext (computergeneriert)
Das Zyklotron
Ein Zyklotron besteht aus einer flachen, zylindrischen
Vakuumkammer zwischen den Polen eines
Elektromagneten, der ein Feld in z-Richtung erzeugt. Die
Kammer ist in zwei D-förmige Hälften aufgeteilt, zwischen
denen eine Hochfrequente Wechselpannung anliegt. Die
positiven Ionen im Zentrum, werden auf die negative
Kammerhälfte zu beschleunigt. Da im Inneren der
Kammerhälften mit metallischen Wänden kein elektrisches
Feld existiert (Faradeykäfig!), beschreiben die Ionen hier
im Magnetfeld
B
einen Halbkreis, dessen Radius
r
durch
die Bedingung Zentripetalkraft = Lorentzkraft:
mv2 m v
(1) ----- = Q v B
r = -------
r Q B
festgelegt ist. Die Zeit für einen halben Umlauf ist unabhängig vom Radius:
r m Q B
(2) t =
--- =
------
= ------
v Q B m
Das bedeutet, die
Umlauffrequenz
(Zyklotronfrequenz)
der Teilchen ist nur von den
Faktoren
Q / m
und
B
abhängig.
Da die Ionen für verschiedene Radien immer die gleiche Zeit benötigen, werden sie nach
dem Durchlaufen des Halbkreises immer nach gleichen Zeitintervallen am Spalt
ankommen. Wenn das Ion von D1 nach D2 beschleunigt wird, ist eine andere Polarität
notwendig als beim Beschleunigen aus D2 nach D1, deshalb wird eine
Wechselspannung mit der Zyklotronfrequenz angelegt, die aus Gleichung (2) folgt:
Q B
Nach
= 2
= ----------
2
m
Das Ion trifft immer dann auf den Spalt, wenn die richtige Polarität der
Beschleunigungsspannung anliegt. Ihre Energie nimmt daher bei Durchlaufen des
Spaltes um
QU
zu, ihre Geschwindigkeit
v
wächst und daher auch gemäß Gleichung (1)
der Radius des nächsten Halbkreises. Die Ionen durchlaufen deshalb eine spiralartige
Bahn, die aus lauter Halbkreisen mit wachsenden Radien besteht, bis sie den Rand
r
=
R
des Magnetfeldes erreicht haben und dort durch ein elektrisches Ablenkfeld, oder wie in
der Abbildung durch eine Ablenkelektrode aus dem Zyklotron extrahiert werden können.
Bei höheren Energien kann man die relativistische Massenzunahme
nicht mehr vernachlässigen. Die Teilchen brauchen dadurch für
einen Umlauf gemäß (2) länger (Der Quotient
m / Q
verändert sich;
vgl. Ruhemasse) und erreichen den Spalt zu einem Zeitpunkt der
immer mehr gegenüber dem Scheitelwert der
Beschleunigungsspannung verschoben ist, bis sie schließlich bei
der falschen Phase der Frequenz ankommen und abgebremst
anstatt beschleunigt werden. Dies begrenzt die Maximalenergie auf
etwa 20 MeV für Protonen und 70 MeV für Alpha - Teilchen.
Um die relativistisch bedingte Massenzunahme auszugleichen kann
die Beschleunigerspannung entsprechend der Zunahme moduliert werden. Man spricht
dann von einem
,,Synchrozyklotron"
Beim
,,Isochron-Zyklotron"
wird der Magnet so beeinflußt, daß die Flußdichte zunimmt,
was dazu führt, daß für jeden Umlauf die gleiche Zeit benötigt wird und deshalb die
Frequenz der Beschleunigerspannung gleich bleiben kann.
Einige Zahlen des Synchrotrons in
CERN bei Genf
Maximale Energie der Protonen: 28 GeV
Magnetfeld:
von 140 bis 14000 G ansteigend
Zahl der Magnete:
100
Magnetpolabstände:
10 cm
Zahl der
16
Beschleunigungsstrecken:
Frequenz des
2,9 - 9,5 Mhz ansteigend
Beschleunigungsfeldes:
Umlaufzahl der Protonen:
480000
Energieaufnahme pro Umlauf:
54 keV
Maximale
0,9994 c
Protonengeschwindigkeit:
Anzahl der
1 in 5 Sekunden
Beschleunigungsimpulse:
Zahl der Protonen:
7× 1011
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