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Scholary Paper (Seminar), 2000, 20 Pages
Author: Helena Edman
Subject: Scandinavian Languages
Details
Institution/College: LMU Munich
Tags: Nid-Motiv, Jomsvikinga-Saga, Proseminar, Jómsvíkinga
Year: 2000
Pages: 20
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-03264-8
File size: 227 KB
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Fulltext (computer-generated)
LMU München Sommer-Semester 2000
Institut für Nordische Philologie
Proseminar: Die Jómsvíkinga saga
Dozentin: Prof. Dr. Julia Zernack
Helena Edman
Fachsemester 3
Seminararbeit
Thema:
Das Níð-Motiv in der Jómsvíkinga saga
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 33
Formen des Níð 55
Tunguníð 66
Ýki 66
Níðstöng 66
Das Níð-Motiv in der Jómsvíkinga saga 77
Der Zwist zwischen Pálnatóki und König Harald 77
Der Zwist zwischen Vagn und Sigvaldi 1111
Die Hinrichtung der Jómsvíkinger 1515
Ausblick 1717
Bibliographie 1818
Einleitung
Der Níð, oder das Níð-Motiv, ist nicht ausschließlich eine Erscheinung in der altisländischen Literatur, sondern war in Island und Norwegen "ein wesentliches Merkmal der Mentalität [der] Gesellschaft".1 Der Níð diente zur Demütigung oder Herausforderung des Feindes, und bestand aus einer schweren Ehrekränkung und darin, den Feind zu schmähen und zu verhöhnen. In dieser Gesellschaft hatte Ehre einen überaus hohen Wert. Die Ehre eines Mannes durch Níð in Frage zu stellen, war eine eindeutige Provokation. Da Viele es als ihre Pflicht ansahen, diesen verbalen Angriff mit dem Tod zu vergelten um ihre Ehre zu verteidigen, war die Strafe, die gesetzlich auf Níð stand, unter den Höchsten. Wer sich des Níðs schuldig machte, wurde des Landes verwiesen oder vogelfrei. Demzufolge wurde der Níð sehr ernst genommen und auch gefürchtet. Trotzdem wurden Skalden für ihre Níð-Gedichte (níðhvísur) überaus bewundert, denn je kunstvoller sie geschrieben waren, desto ernsthafter war die Ehrekränkung.
Das Wort Níð existiert heutzutage nicht mehr in der Hinsicht wie es in altnordischen Literatur verwendet wurde, außer im Isländischen und norwegischen oder schwedischen Dialekten.2 Wenn man die einzelnen Bedeutungen in den germanischen und sogar indo-europäischen Sprachen vergleicht, merkt man, wie groß das semantische Feld ist, das die Wurzel níð beschreibt. Es mit einem Begriff zu übersetzen ist kaum möglich. ,,Der Neid" z.B. im Deutschen leitet sich zwar von der selben Wurzel níð ab, ist jedoch eine Bedeutungsentwicklung durchgangen. Wieder andere Bedeutungen findet man z.B.
- im Indo-Europäischen *naitjan => OE nǽtan, MLG nēten, OHG neizzen = quälen, peinigen, plagen
- im Gothischen neiþ = "Böswilligkeit durch verleumdende verbale Beleidigung" und später ,,Hass, Neid, Feindseligkeit"
- im Altenglischen nið, das eher im Zusammenhang mit Krieg benutzt wird, wie niðheard = "mutig im Kampf" oder niðgæst = "feindlicher Dämon"
- im Altisländischen níðingr = "Feigling, Vogelfreier, Verbannter"3, wobei sich diese genauen Übersetzungen aus den Gesetzestexten ableiten und der Begriff, wie er in der Literatur benutzt wird, mehr beinhaltet.
In der Literatur wird das Níð-Motiv sowohl eingesetzt, um die Personen in das vom Autor gewünschte Licht zu rücken, als auch um die Handlung voran zu treiben. Eine jemand neidende Handlung verlangt nach Vergeltung, und diese wiederum die folgende, usw.. Insbesondere in der Jómsvíkinga saga bildet die Kette von Níð-Motiven fast den gesamten Handlungsstrang der Vorgeschichte. Der heldenhafte Charakter Pálnatókis wird anhand von einer Nid-Motiv Kette aufgebaut, so daß er am Ende der Vorgeschichte den idealen Gründer und Anführer für den Kriegerbund der Jómsvíkinger darstellt.
Der folgende Teil der Saga konzentriert sich hauptsächlich auf das Verhältnis zwischen Vagn und Sigvaldi, und zeigt ihre Differenzen auf. In diesem Teil wird das Níð-Motiv dazu benutzt, bildhaft darzustellen, wer die Rolle des Protagonisten, und wer die des Antagonisten spielt, und um letztendlich die Handlung zum letzten Teil der Saga weiterzuführen.
Im Schluss der Saga kommt es zu der historisch belegten Schlacht, welche sich 986 in der Hjórunga Bucht zugetragen hat. Während des Gefechtes und der darauffolgenden Hinrichtung der Jómsvíkinger wird mit Hilfe des Níð-Motivs vermittelt, wer sich wie heroisch benimmt oder auch nicht, um am Ende den Protagonisten als glorreichen Helden siegen zu sehen, und den Antagonisten als einen von allem geschmähten níðingr zu erkennen.
Formen des Níð
Unterschieden wird in Gesetzestexten laut Preben Meulengracht Sörensen hauptsächlich in tunguníð, níðstöng, tréníð und ýki4, wobei alle Formen des Níð von Gesetzes wegen unter Strafe gestellt wurden. Wie z.B. im norwegischen Gulaþingslog, in dem steht: ,,Engi maðr scal gera tungunið um annan. ne trenið... þa liggr hanom utlegðvið."[Kein Mann soll weder verbalen Níð gegen einen anderen machen, noch Holzníð... sonst wird er vogelfrei]. Auch in der Gesetzessammlung Grágás (Konungsbók, Staðarhólsbók AM 125, 4to) steht die Strafe auf Níð.
Ef maðr gørir manne níð oc varðar fiorbavgs Garð. EN þat ero nið ef maðr sceR manne trénið eða rístr eða reisir manne níðstöng scal sǿkia við xii. quið.5
[Wenn ein Mann einem anderen Níð macht, wird er des Landes verwiesen. Und es ist Níð wenn ein Mann einem Mann Holzníð schnitzt oder eine Níðstange aufstellt oder errichtet, und er soll von einer 12köpfigen Jury gerichtet werden]
Strafen beliefen sich je nach Schwere des Níðs entweder auf Geldstrafen oder Landesverweisung, oder der, der den Níð verübte, wurde vogelfrei (skóggangr). Der des Níðs Beschuldigte nahm oft von seinem Recht auf Blutrache Gebrauch. Es war die Pflicht eines Mannes dieser Gesellschaft sowohl seine eigene Ehre, als auch die der Mitglieder seines Haushalts, zu verteidigen. Sollte er dieser Pflicht nicht nach kommen, würde er evtl. tatsächlich zum níðingr, weil man ihn für feige halten würde. Man unterscheidet hinsichtlich níð, ,,der Beschuldigung einer Veranlagung zum unmännlichen Handeln hinsichtlich Fehden oder sexuellen Umgangs und níðingr, einem, der sich tatsächlich in einem Handeln oder einem Umgang als verwerflich erwiesen hat."6
Ein Níð war es, wenn man einem Mann unterstellt hat, z.B. passiv homosexuell zu sein, ein Kind geboren zu haben, ihn mit einem weiblichen Tier verglichen hat, besonders populär war dabei eine Märe, unehelich zu sein (frillobarn), oder Sodomie zu betreiben. Besonders häufig wurden die Begriffe argr und ergi = "unmännlich, feminin, feige" benutzt (vgl. OHG ar(a)g, OE earg = faul, feige, niedrig, nutzlos, mutlos, OLFr arug = pervers7) Was Frauen betraf galt es als Níð, wenn man sie des Kindermordes, eines sexuellen Verhältnisses mit ihrem Vater, der Liederlichkeit, oder des Hurens beschuldigte.
Tunguníð
Diese Form drückt sich in Skaldendichtung oder Níðhvísur aus. Sie ist poetisch, kunstvoll, im dróttkvǽtt. Es gibt z.B. eine gehässige Strophe, die ein Skalde nach dem Verfahren des Jarls Sigvaldi mit König Sveinn und Óláf Tryggvason dichtete. Nach dem Jarl Sigvaldi sie hörte, ließ er den Skalden Stefnir Þorgilsson dafür töten. Eine níðhvísa aus der Jómsvíkinga saga findet sich auf S. 17 dieser Arbeit.
Ýki
Ýki unterscheidet sich vom tunguníð insofern, als er in direkter Rede geäußert wird, also nicht kunstvoll, ohne Reim und Versmaß. Im norwegischen Gulaþingslog wird erwähnt:
Engi scal gera yki um annan. æða fiolmæle. þat heiter yki ef maðr mælir um annan þat er eigi ma væra. ne verða oc eigi hever verit. kveðr hann væra kono niundu nott hveria. oc hever barn boret. oc kallar gylvin. þa er hann utlagr.8
[Keiner soll einem anderen ýki machen oder Geschwätz (verbreiten). Man nennt es ýki, wenn ein Mann etwas über einen anderen sagt, daß nicht sein oder werden kann, und nicht gewesen ist: sagt, daß er eine Frau ist jede neunte Nacht und ein Kind geboren hat, und ihn Wolf, oder von Wolfsnatur besessen sein, nennt, dann ist er geächtet]
Níðstöng
Die Komponenten, die bei fast allen Níð-Stangen gefunden werden, sind:
eine offene oder verborgene Beschuldigung des ergi,
der totemartige Gebrauch eines Tieres, meistens eines weiblichen
das Richten des Tierkopfes in die Richtung des Heims derjenigen Person gegen die der Níð gehen soll
ein formelartiger Vers, der in Runen in die Stange eingeritzt wird, und
das Beschwören von Göttern oder Geistern, die der Stange ihre Zauberkraft verleihen sollen, und/oder den Willen des Níðskalden ausführen sollen.
Hierfür findet man in der Egils saga ein Beispiel:
Egil errichtet eine Níð-Stange gegen König Eirík und seine Königin Gunnhild, und außerdem gegen die bewachenden Geister des Landes (landvættir). Dieser Pfahl ist mit dem Kopf eines Pferdes gekrönt, und zudem ist eine Art Zauberformel in Runen eingeritzt, die Egil auch vorträgt. Das Ziel ist, das die Geister solange nicht ruhen bis der König und seine Königin Norwegen verlassen. Sie werden später von Hákon Aðalsteinsfóstri vertrieben.
Das Níð-Motiv in der Jómsvíkinga saga
Der Zwist zwischen Pálnatóki und König Harald
In der Jómsvíkinga saga spielt das Níð-Motiv eine besonders tragende Rolle. Die Vorgeschichte, welche zur Gründung der Jómsburg führt, erzählt von einer Familienfehde. Jedoch benutzt der uneheliche Sohn Fjölnir König Harald Gormsson um sich vornehmlich an seinem einen Halbbruder zu rächen. Dadurch dehnt sich die Feindschaft auf König Harald und Pálnatóki, den Neffen des anderen Halbbruders, aus. Abgeschlossen wird die Vorgeschichte damit, daß Pálnatóki seine Rache an Harald Gormsson und seinem Halbonkel Fjölnir nimmt, daraufhin das Land verlässt und die Jómsburg gründet. Über Jahre hinweg führen die einzelnen Auseinandersetzungen jeweils zur Nächsten, und beschreiben so die Fehde und Pálnatókis Rachewunsch.
Beatrice La Farge erörtert in einem Aufsatz9 folgende Kette von Ereignissen. Nach dem Tod ihres Vaters verweigern die Brüder Áki und Pálnir ihrem unehelichen Bruder Fjölnir den gleichen Erbanteil. Dies ist aber berechtigt, denn als uneheliches Kind ist er tatsächlich ein níðingr, und der gleiche Anteil steht ihm nicht zu. Fjölnir sinnt auf Rache und verleumdet daraufhin Áki bei Harald Gormsson, dem König. Dieser sieht, Fjölnir glaubend, fortan Áki als Bedrohung für seinen Thron und lässt ihn schließlich töten. Ákis Bruder Pálnir findet keine Möglichkeit sich an Harald Gormsson zu rächen, welches jedoch seine Pflicht wäre. Seine Frau hat allerdings einen Traum, der andeutet, daß Pálnirs Sohn Harald zur Rechenschaft ziehen wird. Pálnirs Sohn Pálnatóki nimmt gewissermaßen den Platz seines Vaters und seines Onkels ein, und es ist an ihm, sich stellvertretend an Harald zu rächen. Auf einem Fest, welches Pálnatóki gibt, verlangt Harald Saum-Æsa, eine Frau aus Pálnatókis Gefolgschaft. Harald bricht ihr gegenüber sein Wort, indem er Sveinn, ihren gemeinsamen Sohn, nicht als seinen anerkennt. Da Saum-Æsa zu Pálnatókis Haushalt gehört, ist Haralds Wortbruch auch ein indirekter Níð gegen Pálnatóki selbst. Pálnatóki benutzt Sveinn um Harald zu Fall zu bringen. Er bringt ihn dazu, seinen unehelichen Vater aufzusuchen und sich öffentlich als dessen Sohn auszugeben. Außerdem verlangt Sveinn von ihm erst drei, und dann immer mehr Schiffe, mit denen er das Land seines Vaters verwüstet. Harald beschließt letztendlich, sich seinem Sohn Sveinn zur Wehr zu setzen, und es kommt zur Schlacht. In der Nacht vor dem entscheidenden Gefecht erschießt jedoch Pálnatóki Harald. Es mag nun wirken, als hätte sich Pálnatóki damit zum níðingr gemacht, weil er Harald von hinten und heimlich erschossen hat, jedoch macht er damit Harald zum níðingr, da dieser somit gegen seinen unehelichen Sohn Sveinn versagt hat.
Diese Steigerung des Níð-Motivs geht in der Edition des Codex Holmianus 7 4:to verloren, in welcher der Tod Haralds sehr pragmatisch dargestellt wird:
konungr afklęé ðiz ok bakaz. Palnatoki.... leGr nu aur a streing. ok skytr igegnum Haralld konung. fell hann þegar dauðr niðr.10
[der König zog sich aus und wärmt sich. Palnatoki legt nun einen Pfeil an die Sehne und schießt durch König Harald. Er fällt sofort tot nieder]
In den Editionen AM 510 4:to und AM 291 4:to sind die entsprechenden Stellen so gut wie identisch. In ihnen wird dieser Tod und der damit verbundene Níð sehr bildhaft geschildert. Es wird dargestellt, wie der König am Feuer auf allen Vieren kauert wie ein Tier, um sich zu wärmen. Die Beschreibung lässt ihn frierend, schwach und rückgratlos wirken, nicht männlich und nicht mutig, wie es ein König sein sollte.
En konungurinn í annan stað bakask við eldinn og bakar bringspöluna á sér og er kastað undir hann klæðum, og stendur hann á knjánum og ölbogunum og lýtur hann niður mjög við, er hann bakask við eldinn. Hann bakar og við axlirnar, og ber þá upp við mjög stjölinn konungs ..... Og nú leggur hann [Pálnatóki] ör á streng og skýtur ... til konungsins, og er svo sagt af flestum fræðimönnum, að örin flýgur beint í rassinn konunginum og eftir honum endilöngum og kom fram í munninn, og fellur konungurinn þegar á jörð niður.11
[Als der König sich auf der anderen Seite am Feuer wärmt, und sich das Brustbein wärmt, und ist unter ihn seine Kleidung geworfen, und steht er auf Knien und Ellbogen, und beugt er sich tief nieder, als er sich am Feuer wärmt. Er wärmt sich auch an den Schultern, und streckt da der Hintern des Königs hoch empor... Und nun legt er (Pálnatóki) einen Pfeil an die Sehne und schießt... auf den König, und es ist so gesagt von den meisten geschichtskundigen Männern, dass der Pfeil dem König direkt in den Arsch fliegt und (durch den Körper) ihn entlang und aus dem Mund hervor kam, und den König sofort zu Boden wirft.]
Pálnatóki bekommt seine Rache erst, indem er am Hof Sveinns, der seinem Vater folgend nun König ist, öffentlich seinen Pfeil erkennt und somit bekannt gibt, daß er Harald getötet hat. Nur dadurch wird die Ehre seiner Familie wieder hergestellt. Auch tötet er seinen Halb-Onkel Fjölnir, von dem alles ursprünglich ausging. Es wäre nun wiederum an Sveinn seinen Vater zu rächen. Da jedoch Fjölnir Harald Gormsson zum Werkzeug seiner Rache an seinen Brüdern gemacht hat, war es angemessen, dass Pálnatóki den Sohn des Königs wiederum zu seiner Waffe machte. "Nach Erlangung dieser Rache lässt sich der Streit zwischen Sveinn und Pálnatóki beilegen, da Fjölnirs Tod den Tod Ákins aufwiegt. Im Verhältnis Sveinns zum jungen Áki, Pálnatókis Sohn, ist der zwischen dem älteren Áki und Harald verlorengegangene Frieden wiederhergestellt."12 Zudem verläßt Pálnatóki Dänemark, und gründet den Kriegerbund auf der Jómsburg, womit die Vorgeschichte endet.
Die Vorgeschichte dient auch dazu, den Charakter Pálnatókis ausführlich und anschaulich zu beschreiben. Er wird gewissenhaft, weise, mutig, stark und als der angesehenste und mächtigste Mann des Landes neben dem König dargestellt, wie sein Onkel Áki vor ihm. Von Pálnatóki heißt es:
Og þykir hann nú annar mestur maður í Danmörku og ríkastur og bezt að viti búinn, þegar er konunginn líður sjálfan13
[Und hielt man ihn nun für den trefflichsten Mann in Dänemark und den reichsten und den am Besten mit Verstand versehen, abgesehen vom König selbst]
Von seinem Onkel Áki heißt es:
...að.engi maður þotti þvílíkur í Danaveldi sem hann í þann tíma, sá er eigi bæri tignarnafn14
[...daß kein Mann seinesgleichen angesehen war im Reich Dänemarks wie er zu der Zeit, der keinen hohen Rang hatte]
Die Eigenschaften, welche Pálnatóki in der Vorgeschichte zugesprochen werden, machen ihn also zum idealen metonymischen ,,König" für den Kriegerbund auf der Jómsburg. Die dort herrschenden Verhältnisse, sowie die strengen Gelübde, welche von den Mitgliedern abgelegt werden müssen, zeugen von einem stark ausgeprägten Ehrencodex. ,,Zwischen der Ehre des gemeinen Mannes und der Ehre des ihn repräsentierenden Anführers besteht," so ,,insistiert" Gerd Wolfgang Weber, ,,der denkbar engste Zusammenhang. Die eine fließt aus der anderen und umgekehrt."15 Die Jómsvíkinger, die Pálnatóki anführt, werden als überdurchschnittlich mutig, stark, und unbezwingbar beschrieben. ,,...hinur mestu hermenn, og öngvir þottu vera nálega þeirra jafningjar..."16 [...die besten Krieger, und niemand wurde für naheliegend ebenbürtig gehalten...]. Sie stehen Pálnatóki nur insofern nach, als dass er der Beste in jeder Hinsicht ist, um zu Recht der Anführer zu sein.
Der Zwist zwischen Vagn und Sigvaldi
Zu den Jómsvíkingern kommen nun einige Männer hinzu, unter ihnen Sigvaldi, ein Sohn Strút-Haralds. Er wird folgendermaßen beschrieben: ,,hann er maður nefljótur og fölleitur; hann var eygður manna bezt"17 [er ist ein Mann mit abscheulicher Nase und blass; der Mann mit den besten Augen] Diese Eigenschaft rückt Sigvaldi sofort in ein eher ungünstiges Licht. Die ,,besten" Augen schreiben ihm Klugheit zu. Trotzdem macht er keinen heldenhaften Eindruck, da Helden fast immer als stark, mutig, klug und schön beschrieben werden. Neben einigen anderen vielversprechenden Männern wird besonders Pálnatókis Enkel Vagn hervorgehoben, der so schonungslos in seiner Jugend war, daß er bis er neun Jahre alt war bereits drei Männer getötet hatte und als illgerðasamur [bösartig, gewalttätig] galt. Er hat genau die Eigenschaften, die laut Klaus von See ,,am Helden vor allem faszienier[en], die exorbitante Demonstration [der] Selbstmächtigkeit: seine Ungebundenheit, seine Unvernünftigkeit und Regelwidrigkeit."18 Denn um trotz seines Alters, er ist erst 12, bei den Jómsvíkingern aufgenommen zu werden, obwohl man laut deren Gesetzen mindestens 18 sein muss, fordert er mit einem schweren Nið Sigvaldi heraus um sich zu beweisen.
...að Sigvaldi jarlsson berist við oss ef hann þorir og sé hann óragur karldmaður og hafi heldur manns hjarta en berkykvendis19
[...daß Sigvaldi Jarlsson sich uns gegenüber mannhaft verhält und wir sehen, daß er ein un-unmännlicher Kerl-Mann ist und eher das Herz eines Mannes hat als das eines weiblichen Tieres.]
Ob er ausgerechnet Sigvaldi herausfordert, weil er als der Nächststärkste nach Pálnatóki gilt, oder vielleicht weil Sigvaldi die Höfe seines anderen Großvaters Véseti geplündert hatte, sei dahingestellt. Da Vagns Herausforderung dennoch die Form der schwerwiegendsten aller möglichen Ehrekränkungen hat, nimmt Sigvaldi an, versagt aber, und Vagn wird in die Jómsburg aufgenommen. Nach einer Weile gilt er als siðugur [wohlgesittet] und spakur [weise].
Bevor Pálnatóki stirbt, sagt er Búrizláfi, ,,að alla skorti nakkvað að því sem eg hefi verið"20 [daß alle dem etwas kurz kommen was er war]. Hinsichtlich Vagn wird erwähnt, daß Pálnatóki ihm ástúð [Zuneigung, Vertrauen] entgegenbringt. Vielleicht weil Vagn erst 15 ist, oder vielleicht auch, damit der Titel des höfðingi [Oberhaupt, Anführer] nicht, wie bei Königen, an den Sohn bzw. Enkel weitergegeben wird, denn sein Gut teilt er zwischen Vagn und seinem Sohn Áki auf, wird Sigvaldi Pálnatókis Nachfolger. Er steht Pálnatóki in vielem nach, denn sehr schnell ändern sich die Verhältnisse auf der Jómsburg, indem ,,..lögin haldin eigi með jafnmikilli freku sem þá er Pálnatóki stýrði."21 [die Gesetze nicht mit gleichviel Strenge eingehalten werden wie da als Pálnatóki führte]. Die oben schon genannte These, ,,die eine [Ehre des repräsentierenden Anführers] fließt aus der anderen [Ehre der Männer] und umgekehrt."22 beginnt mit Sigvaldi als Anführer zu zerfallen, unter anderem, da hier die für die Jómsvíkinger vernichtende Schlacht ihre Wurzel hat. Denn um Ástriður, die Tochter des Königs Búrizláfi, zur Frau zu bekommen, trügt Sigvaldi König Sveinn in eine Heirat mit Ástriðurs Schwester Gunnhildur. Sowohl in der Edition Cod. Holm. 7, als auch in AM 510, wird diese Passage mit ,,Svik Sigval(l)da viđ Svein konung" [Betrug, Verrat Sigvaldis an König Sveinn] betitelt. Obwohl dieser Betrug nur darin besteht, dass Sveinn die nicht ebenso schöne Schwester Gunnhild bekommt, während Sigvaldi die schönere Ástriður selbst heiratet, ist es für Sveinn Grund genug, die Jómsvíkinger zu einem Gelage einzuladen, auf welchem er sie absichtlich dauðdrukknir [tot-betrunken] macht, damit die heitstrengingar [feierlichen Versprechen, Gelübde], die sie zur Belustigung der Gesellschaft vortragen, großgesinnter und somit gefährlicher werden. Der Schwur Sigvaldis besagt, dass er Jarl Hákon von Norwegen vertreiben oder töten würde, oder selbst bei dem Versuch stürbe. (Jarl Hákon wandte sich nach kurzer Zeit wieder vom Christentum ab, wurde also wieder Heide, zahlte fortan keine Tribute mehr an Dänemark, und war somit König Sveinn ein Dorn im Auge.) Die anderen ,,Hauptmänner" der Jómsvíkinger geloben alle Sigvaldi zu folgen. Vagn bildet die Ausnahme, indem er zusätzlich noch schwört, in das Bett Ingibjargurs, der Tochter Þorkel Leiras, zu kommen ohne weder seine noch die Zustimmung ihrer Verwandten zu haben. Indem Vagn Sigvaldi damit übertrifft, ist das sowohl ein Nið gegen Sigvaldi als natürlich auch gegen den zukünftigen Feind. Der Nið gegen Sigvaldi wird verstärkt, indem Vagn schwört, nicht eher zu fliehen, als sein Onkel Búi, und nicht Sigvaldi, was indirekt bedeutet, dass er Búi für mutiger hält. Um ihre Ehre nicht zu verlieren sind die Jómsvíkinger dazu gezwungen ihre Versprechen einhalten und es kommt wenig später zur Schlacht in der Hjörungar Bucht. Nachdem Jarl Hákon seine Göttin Þorgerðr Hörðatröll zu Hilfe ruft flieht Sigvaldi, da er nicht geschworen hat, gegen übernatürliche Wesen zu kämpfen. Seine Chance durch einen glorreichen Untergang Ehre und Mut zu beweisen, ist damit vertan, und er wird zum níðingr, wie Vagn in einer nídhvísa, einem Spottgedicht, eindeutig macht. Vagn beschuldigt Sigvaldi, die Jómsvíkinger in diese missliche Situation gebracht zu haben, unter den Waffen der Feinde zu leiden, oder hinsichtlich Búi, unter das Boot. Nicht in allen Editionen steht vnd konu sinne [unter seine Frau], jedoch impliziert diese Lesart einen Níð, nämlich, dass Sigvaldi sich sogar noch hinter/unter seiner Frau versteckt. Finnur Jónsson übersetzt Z.7 mit ,,über Bord gehen", in der Saga wird jedoch erwähnt, dass Búi über eine Planke läuft, die die Boote miteinander verbindet, um das Boot zu verlassen, jedoch legt Sigvaldi von dem anderen Boot ab, auf dem sich Vagn und Búi befinden, so dass die Planke ins Nichts führt, und Bui ins Wasser springen muß.
Sigvalldi hefir setta sialfa ós vnd kylfo en fár hvgaþr fnau þi fór heim aptr danmarkar; hygr i faþm at falla fliot vnd konu23 sinne, enn fyrir borþ et breiþa Bvi gegc meþ hvgrecki. 24 | Sigvaldi hat gesetzt selbst uns unter die Keule/denKiel aber der bösartig gesinnte Feigling fuhr Heim nach Dänemark gedenkt in die Umarmung zu fallen flott unter seine Frau und über das breite Bord Búi ging mit Mut |
Bemerkenswert parallel zur Szene des Todes König Haralds ist die Szene der Flucht Sigvaldis gestaltet. Beide sind Anführer, beide versagen in der entscheidenden Schlacht, beiden ist kalt, beide versuchen sich zu wärmen, beide sollen nach dem Akt absoluter Ehrlosigkeit von dem, dem es auf Grund seiner Gesinnung und seines Benehmens gebühren würde König/Anführer zu sein, durchbohrt werden. Es scheint fast als wäre besonders das ,,sich wärmen" der Szene des Todes König Haralds so ausführlich geschildert, unter Umständen mit Absicht so verfasst worden, damit der Leser sie auf jeden Fall in Erinnerung behält, um Sigvaldis Flucht und sein Frieren mit schwerwiegendem Níð zu assoziieren.
...Sigvalda var orðit kalt í élinu og hleypur hann til ára og vill láta orna sér, en annar maður sezt við stjórnina...þá fleygir hann spjóti til hans og ætlaði að hann sæti enn við stjórnina, en Sigvaldi var þá þó við árar, og hlaut sendingina sá er stýrði. Og þá er Vagn fleygði af hendi spjótinu, þá mælti hann til Sigvalda, að hann skyldi fara manna armastur.25
[...Sigvaldi war kalt geworden im Boot und springt er dann an die Ruder und will sich erwärmen (durch rudern) und ein anderer Mann setzt sich ans Steuer.. dann wirft er den Speer auf ihn und meinte er dass er noch am Steuer sitze, aber Sigvaldi war dann doch an den Rudern, und durch das Los zugeteilt, erhielt die Sendung der, der steuerte. Und da als Vagn den Speer von den Händen schleuderte, da sagte er zu Sigvaldi, da verfluchte er ihn als einen elenden Feigling.]
Dass Vagn aus Versehen jemand anderen tötet bleibt nebensächlich, denn für das Motiv zählt sein Vorhaben.
Die Hinrichtung der Jómsvíkinger
Da Búi stirbt, ist Vagn der Einzige der ,,Hauptmänner" der überlebt und nicht flieht. Als er und 19 seiner Männer gefangen genommen werden, äußern die an einem Seil gefesselten Jómsvíkinger noch eine Kette von Níð-Motiven gegenüber ihrem Scharfrichter. Diese Szene bildet den absoluten Höhepunkt ihrer heroischen Tapferkeit. Nachdem der Scharfrichter, Þorkel Leira, Dreien den Kopf abschlägt um seine Grausamkeit zu zeigen, stellt er jedem der Verbleibenden einzeln die Frage ,,hversu gott hyggur þú til að deyja?"26 [was findest Du gut daran zu sterben?]. Der Vierte gibt die Antwort, daß er wie seine Väter auch irgendwann sterben müsse. Der Fünfte wiederholt noch einmal das Gesetz der Jómsvíkinger welches besagt ohne ein Wort der Angst zu sterben. Der Sechste antwortet übermütig, daß Þorkel mit Schmach und Schande leben müsse. Der Siebte hält ein Messer hoch, um herauszufinden ob, wie die Jómsvíkinger oft besprachen, man etwas merkt wenn man stirbt, und lässt zum Beweis, dass man nichts merkt, fallen, als auch er seinen Kopf verliert. Der Achte verhöhnt ihn damit zu sagen, dass die Männer des Jarls ,,Au" geschrien hätten, als er sie verwundete. Der Neunte verlangt, daß Þorkel ihm ins Gesicht sieht, und umgekehrt, damit er sieht, dass er nicht mit der Wimper zuckt, wenn er den Kopf verliert, und er schließt erst die Augen, als er stirbt. Der Zehnte äußert den Níð exhibitionistisch, und sagt er wollte mit der Frau des Jarls ins Bett. Der Nächste, der Sohn Búis, wünscht sich, dass jemand seine Haare von seinem Hals hält, damit sie nicht von seinem Blut befleckt werden, und ruckt dann den Kopf zur Seite, so daß die Hände des Mannes, der seine Haare hält, abgeschlagen werden. Der Sohn des Jarls, Eiríkur, begnadigt ihn. Als Vagn gefragt wird, was er vom Sterben halte, erwidert dieser, dass er viel davon halte, sobald er sein Versprechen eingehalten habe, mit Þorkels Tochter im Bett gewesen zu sein. Daraufhin bringt er Þorkel zu Fall und tötet ihn mit dessen eigenem Schwert, wodurch þorkel zum níðingr wird. Von Vagns Mut beeindruckt begnadigt Eiríkur alle Verbleibenden, und die durch Sigvaldi verlorene Ehre der Jómsvíkinger ist wiederhergestellt.27
Ástriður, macht ihrem Mann Sigvaldi nach dessen Heimkehr noch einen nennenswerten Níð, da sie, als sie seine Wunden reinigen will, keine findet und erkennt, dass er geflohen ist.
Verið get eg hafa nökkura í bardaganum í liði Jómsvíkinga, er þaðan munu hafa borið raufóttara belginn en svo sem þú hefir borið, þvíað mér þykir sjá til þess bezt fallin að verðveita í hveitimjöl.28
[Ich vermute, dass einige der Jómsvíkinger aus der Schlacht löchrigere Haut davon getragen haben als du, weil mir scheint, daß ich mich um diese am besten mit Weizenmehl kümmere.]
Dass eine Frau einem Mann diesen eindeutigen Vorwurf des ergi macht, und sagt, dass man dessen Haut eher pudern sollte, wie die einer Frau, ist ein schwerwiegender Níð. Da Sigvaldi nichts dagegen sagt und seine Schuld so indirekt eingesteht, wird er , sogar von seiner eigenen Frau geschmäht, zum größten níðingr der gesamten Jómsvíkinga saga.
Im Kontrast dazu wird noch erwähnt, dass Vagn sowohl die Tochter þorkels, Ingibjargur, heiratet, wodurch er jeden Teil seines Versprechens einhält, als auch als Erbe und Nachfolger Pálnatókis fortan in Bretland regiert. Vagn ist in jeder Hinsicht so, wie ein König es sein sollte.
Ausblick
Es mag heute schwer scheinen, zu verstehen, dass im Falle dass die Integrität einer Person angegriffen wird, sie dafür mit ihrem Leben einsteht, oder daß Familien-Fehden sich auf Grund einer Ehrekränkung über Generationen hinweg ziehen. In Mitteleuropa herrscht nun im 21. Jh. eine eher neutestamentarische Mentalität, welche die Leute dazu neigen lässt, über Beleidigungen hinweg zu sehen, oder sie hinzunehmen. Das ist wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß in der heutigen Gesellschaft Ehre im heroischen Sinne, verglichen mit moderneren Werten, eher unwichtig geworden ist. Klaus von See bietet noch die Entschuldigung an, dass ,,großräumige Staatsgebilde, in denen persönliche -patriarchalische oder feudalistische- Beziehungen mehr oder weniger zurückgedrängt sind, kein günstiger Boden für Helden... mehr sein können."29 Versucht man sich aber in eine Mentalität zu versetzen, in der die eigene Ehre wichtiger ist als alles andere, wird man auch verstehen, warum es sich lohnt für sie zu töten oder zu sterben. Die Bedeutsamkeit des Níð-Motivs in der norrönen Literatur liegt also in der Bedeutsamkeit der Ehre in der norrönen Gesellschaft.
Bibliographie
Primärliteratur
Jómsvíkinga saga (efter COD. AM. 510, 4:to) samt Jómsvíkinga drápa, Carl af Petersens (Hrsg.), (Lund, 1879)
Jómsvíkinga saga efter skinnboken 7, 4:to å Kungl. Biblioteket i Stockholm, Gustaf Cederschiöld (Hrsg.) in: Acta Universitatis Lundensis. Lunds Universitetets Års-Skrift, TOM. XI. 1874, (Lund, 1874-75)
Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (Hrsg.), (Reykjavík, 1969)
Den Norsk-Islandske Skjaldedigtning udgiven af Kommissionen for det Arnamagnæanske Legat ved Finnur Jónsson, A Tekst efter Handskrifterne 1. Bind
Sekundärliteratur
Bo Almqvist: "Norrön Niddiktning - Traditionshistoriska Studier i Versmagi. 1. Nid mot Furstar" in: Nordiska Texter och Undersökningar, Band 21 (Stockholm, Göteborg, Uppsala 1965)
Bo Almqvist: "Norrön Niddiktning - Traditionshistoriska Studier i Versmagi 2: 1-2 Nid mot Missionärer. Senmedeltida Nidtraditioner" in: Nordiska Texter och Undersökningar, Band 23 (Stockholm, Uppsala 1974)
Beatrice La Farge: "Rez. Preben Meulengracht Sørensen: Norrønt nid. (1980)" in: Skandinavistik 13. (1983) S. 59-64
Thomas L. Markey: "Nordic niðvisur: An Instance of Ritual Inversion?" in: Medieval Scandinavia 5 (1972), S. 7-18
Erik Noreen: "Studier i Fornvästnordisk Diktning, andra samlingen" in: Uppsala Universitets Årsskrift 1922 (Uppsala 1921-23)
Klaus von See: "Was ist Heldendichtung?" in: Edda, Saga, Skaldendichtung: Aufsätze zur skandinavischen Literatur des Mittelalters (Heidelberg, 1981)
Preben Meulengracht Sørensen: Norrønt nid. Forestillningen om den umandige mand i de islandske sagaer (Odense 1980)
Gerd Wolfgang Weber: "Sem konungr skyldi" Heldendichtung und Semiotik in: Philologica Germanica 11, Helden und Heldensage, Otto Gschwandtler zum 60. Geburtstag (Wien 1990)
1 Beatrice La Farge: Rez. Preben Meulengracht Sørensen: Norrønt nid. (1980) in: Skandinavistik 13. (1983) S. 60
2 Thomas L. Markey: "Nordic niðvisur: An Instance of Ritual Inversion?" in: Medieval Scandinavia, 5 (1972), S.15
3 Thomas L. Markey, (1972), S.15
4 Preben Meulengracht Sørensen: Norrønt nid. Forestillningen om den umandige mand i de islandske sagaer (Odense 1980)
5 ibid. S.18
6 Beatrice La Farge, (1980) S.60
7 Thomas L. Markey, (1972), S.17
8 in: Preben Meulengracht Sørensen (1980) S.18
9 Beatrice La Farge: "Rez. Preben Meulengracht Sørensen: Norrønt nid. (1980)" in: Skandinavistik 13. (1983) S. 59-64
10 Jómsvíkinga saga efter skinnboken 7, 4:to å Kungl. Biblioteket i Stockholm, Gustaf Cederschiöld (Hrsg.) in: Acta Universitatis Lundensis. Lunds Universitetets Års-Skrift, TOM. XI. 1874, (Lund, 1874-75) S.12
11 Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (Hrsg.), (Reykjavík, 1969) S.119
12 Beatrice La Farge (1980), S. 63
13 Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (1969) S.107
14 ibid. S.101
15 Gerd Wolfgang Weber: "Sem konungr skyldi" Heldendichtung und Semiotik in: Philologica Germanica 11, Helden und Heldensage, Otto Gschwandtler zum 60. Geburtstag (Wien 1990) S. 455
16 Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (1969) S.130
17 ibid. S. 132
18 Klaus von See: "Was ist Heldendichtung?" in: Edda, Saga, Skaldendichtung: Aufsätze zur skandinavischen Literatur des Mittelalters (Heidelberg, 1981) S.192
19 Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (1969) S. 147
20 ibid. S. 151
21 ibid. S. 152
22 Gerd Wolfgang Weber (1990) S. 455
23 Flateyarbók: vinkonu; 510, 291:vnd konu, Cod.Holm.7 auR konu
24 Den Norsk-Islandske Skjaldedigtning udgiven af Kommissionen for det Arnamagnæanske Legat ved Finnur Jónsson, A Tekst efter Handskrifterne 1. Bind, S. 185-186
25 Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (1969) S. 188
26 ibid. S. 194
27 Jómsvíkinga saga (AM 291 4:to), Ólafur Halldórsson (1969) Kapitel 36.-38.
28 ibid. S. 204
29 Klaus von See (1981) S. 189
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