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Die Organisationsstruktur des Internets

Autor: Jules Rover
Fach: Informatik - Internet, neue Technologien

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Details

Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2002
Seiten: 14
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 205 KB
Archivnummer: V106197
ISBN (E-Book): 978-3-640-04476-4

Volltext (computergeneriert)

Die Organisationsstruktur des Internets

1 Einleitung 2

1.1 Der

Organisationsbaum 2

2 Organisationen 2

2.1

W3C ­ WWW Consortium 2

2.2

ISOC ­ Internet Society 3

2.3

IAB ­ Internet Architecture Board 3

2.4

IETF ­ Internet Engineering Task Force 4

2.4.1

IESG ­ Internet Engineering Steering Group 4

2.5

IRTF ­ Internet Research Task Force 4

2.5.1

IRSG ­ Internet Research Steering Group 4

2.6

RFC ­ Request for Comment 5

2.7

gTLD ­ MoU ­ Generic Top Level Domain Memorandum of Understanding 6

2.8

IANA ­ Internet Assigned Numbers Authority 6

2.9

ICANN ­ Internet Cooperation for Assigned Names and Numbers 6

2.10 InterNIC ­ Internationales Network Informationcentre 6

2.10.1

DE-NIC ­ Deutsches Network Informationcentre 7

2.10.2 Neue

Domainnamen 7

2.10.3 Probleme

mit

Namenregistrierung 7

2.11 ICRA ­ Internet Content Rating Association 7

2.12 EFF ­ Electronic Frontier Foundation 8

3 Beziehungen

untereinander 8

3.1 Allgemein 8

3.2

ISOC, IAB und Co 9

4 Mitglieder 9

4.1 Allgemein 9

4.2

Beispiel an der ISOC 10

4.3

Beispiel an der ICANN 10

5

ISOC Individual Membership Application 11

6 Glossar 12

7 Quellenverzeichnis 13


1 Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Überblick über die Organisationsstruktur des Internets zu geben.

Dies geschieht in drei Schritten. Als erstes werden die verschiedenen Organisationen und ihre Aufgabenfelder

einzeln vorgestellt und in einem zweiten Schritt werden sie dann in Zusammenhang gesetzt. Das heißt es wird

ihrer Beziehungen zu einander beschrieben. Der dritte und letzte Schritt besteht darin darzustellen, wie man

an diesem Medium Internet selbst teilhaben kann. Wie man den Weg dieses Mediums selbst, als Individuum,

in einer gewissen Weise beeinflussen kann.

1.1 Der

Organisationsbaum

gTLD-MoU

ISOC

IANA

US - Regierung

t

e

IAB

NIC

ü

n

de

ICANN

gr

IETF

IRTF

IESG

IRSG

Legende:

Verantwortlich für

gegründet

Als Einstieg und zur Erleichterung des Verständnisses ist dieses Diagramm gedacht. Es soll die einzelnen

Verknüpfungen deutlich machen und einem helfen die Zusammenhänge besser zu verstehen.

2 Organisationen
2.1

W3C ­ WWW Consortium

Das im Oktober 1994 gegründete Konsortium ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, sie

befasst sich mit der Weiterentwicklung der Internetstandards WWW, HTML, HTTP und MIME (Siehe

Glossar S. 13). Durch dieses Aufgabenfeld wird das W3C auch als Leiter der technischen Entwicklung des

Webs genannt. Die drei wichtigsten, langfristigen Ziele des W3C sind, das Internet für jeden Menschen

zugänglich zu machen, egal in welchem Land und in welcher Kultur er auch lebt, die Entwicklung von

Software, die es einem ermöglicht, alle Informationen im Netz zu nutzen, egal in welcher Sprache sie verfasst

worden sind und zu guter letzt eine ausreichende Sicherheit im World Wide Web zu schaffen, die keinerlei

Rassismus und ähnliches erlaubt.

Der Prozess der Standardisierung, eine der Nebenaufgaben, verläuft nur sehr langsam und schleppend und

hängt momentan der Entwicklung völlig hinterher. Dieses Problem tritt dadurch auf, dass Firmen wie


Microsoft oder Netscape viele der Entwicklungen schon vor der eigentlichen Standardisierung in ihre

Browser integrieren.

Die tatsächliche Arbeit des WWW Consortium lässt sich in fünf unterschiedliche Bereiche gliedern. Der erste

Bereich beschäftigt sich mit der Architektur und der Struktur des Internets, der zweite Bereich entwickelt

neue Infrastrukturen für das soziale Leben innerhalb des Webs, eine weitere Abteilung ist für die

Verbesserung der Interaktionsmöglichkeiten zum Beispiel zwischen Usern untereinander. Ein weiterer

wichtiger Aufgabenbereich ist die Entwicklung und Verbesserung von Formaten, wie zum Beispiel HTML

und zu guter letzt arbeitet eine Gruppe an der Erreichbarkeit des Internets, dies entspricht auch einem der

Grundsätze des W3C, den beiden zuletzt genannten Bereichen kommt besonders viel Bedeutung zu.

2.2

ISOC ­ Internet Society

Die ISOC, Internet Society, ist eine der Organisationen, die mit der IAB (siehe Kapitel 2.3)

zusammenarbeitet. Seit 1990 arbeitet die ISOC an neuen Standards und Protokollen innerhalb des Internets.

Ein Aufgabenfeld, das einen relativ großen Anteil am Arbeitsaufwand einnimmt, ist die Instandhaltung der

Infrastruktur des Internets und deren Weiterentwicklung.

Allen denjenigen, die Interesse am Internet und dessen Struktur haben, bietet die ISOC auf Kongressen

Informations- und Diskussionsplattformen. Aber auch auf Internetseiten werden unter anderem die

Verbesserung des IP ­ Nummernsystems besprochen. Ihr jährlicher Kongress nennt sich INET, International

Networking, auf dem nicht nur neue Entwicklungen besprochen, sondern auch neue Projekte und Initiativen

gestartet werden und Fortbildung rund um das Thema Internet stattfinden. Eine der wichtigsten Prinzipien ist

die Entwicklung des Internets als ein freies, kommunikatives Medium, in dem jeder seine Meinung frei

äußern kann, wenn es sich nicht um Diskriminierungen handelt.

Gegründet wurde diese Vereinigung von IETF (siehe Kapitel 2.4) Leuten, denen es sinnvoller erschien, eine

solche Internet Gesellschaft zu gründen um die Entwicklung des Internets zu fördern, als die IETF mit Fonds

und Spenden zu unterstützen. Heute zählt man über 6.000 Mitglieder in mehr als 100 Ländern. Die ISOC ist

eine Art ,,Oberhaus" für viele Arbeitsgruppen, aber auch großen Organisationen wie das Internet Architecture

Board und die Internet Engineering Task Force.

2.3

IAB ­ Internet Architecture Board

Das Internet Architecture Board ist eine Organisation, die im Dienste der ISOC steht. 1983 wurde diese

Organisation gegründet, damals aber noch unter dem Namen Internet Activities Board, 1992 als die ISOC

gegründet wurde, nannte man diese als ,,technischer Support" fungierende Organisation um. Der Kopf der

IAB besteht aus 13 gewählten Mitgliedern, von diesen werden 6 jedes Jahr aus den Reihen des IETF (siehe

Kapitel 2.4) nominiert und gewählt, also bleibt jedes Mitglied für 2 Jahre im Amt. Der IETF Direktor ist das

dreizehnte Mitglied und wird nicht alle zwei Jahre neu bestimmt, sondern bleibt für eine längere Periode im

Amt. Den regelmäßigen Treffen wohnen auch Vertreter anderen Organisationen, unter anderem der IANA

(Internet Assigned Numbers and Names) und IESG (Siehe Kapitel 2.4.1) bei.

Das IAB hat im Grunde keine eigenen Aufgaben, es wurde aus dem IETF herausgelöst, um ihm bei seinen

Aufgaben zu helfen. Trotz dieser Festlegung sind die Grenzen seiner Aufgaben nicht genau festgelegt und

können sich in ihrem begrenzten Feld verschieben. Also muss man sich nur den Aufgabenbereich des IETF

ansehen, um den des IAB zu kennen. Es kann jedoch als Helfer einspringen, wenn es Beschwerden über das

IETF oder IESG gibt, diese Pflicht muss das IAB allerdings nur sehr selten wahr nehmen.


2.4

IETF ­ Internet Engineering Task Force

Die Internet Engineering Task Force ist eine internationale Vereinigung, die sich wie auch die IAB mit der

,,Architektur" des Internets befasst. Ideen und Ergebnisse werden in dem Gesamttreffen, das dreimal im Jahr

statt findet, zusammengetragen und besprochen. Die tatsächliche technische und organisatorische Arbeit

findet in so genannten ,,working groups" (Quellenverzeichnis 12.) statt. Die kleinen Einzelthemen lassen sich

wiederum in große Bereiche einteilen, das sind zum Beispiel Sicherheit und Routing. Die Leiter dieser

Gruppen sind die ADs, Mitglieder der IESG (siehe Kapitel 2.4.1), sie kümmern sich unter anderem um die

Öffentlichkeitsarbeit ihrer Gruppe. Drei der Arbeitsgruppen zum Thema Sicherheit sind die ipsec, ipsp und

ipsra (siehe Glossar S. 13), sie sorgen für die Sicherheit des IP ­ Systems und den Schutz vor Zugriffen von

Hackern.

2.4.1

IESG ­ Internet Engineering Steering Group

Die IESG ist ein Komitee, das aus dem IETF Vorsitzenden und den Abteilungsleitern der IETF besteht. Die

Aufgabe der Internet Engineering Steering Group ist es, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen

Arbeitsgruppen der IETF zu koordinieren. Weiterhin ist sie für die technische und administrative Arbeit ihrer

Mutterorganisation verantwortlich, das beinhaltet auch Aufgaben für die ISCO zu übernehmen, die ebenfalls

eine Oberorganisation der IESG ist. Die Mitarbeiter sind aber auch für spezifische Definitionen der neuen

Standards und Protokollen zuständig, sie müssen darauf achten, dass sich alle neuen Entwicklungen an den

bereits existierenden orientieren, es sei denn, es handelt sich um eine komplett neue Entwicklung.

2.5

IRTF ­ Internet Research Task Force

Die Internet Research Task Force besteht aus vielen kleinen Abteilungen und Gruppen, die sich hauptsächlich

mit langjährigen Projekten befassen. Dies ist trotz des Namens ,,Task Force" so, der eher auf eine punktuelle,

schnelle Handlung und Problemlösung hindeutet. Der IRTF Vorsitz wird von der IAB benannt und sie

bestimmen auch die Mitglieder der IRSG (Siehe Kapitel 2.5.1), der Tochtergesellschaft von IRTF. Das IRTF

ist aber ebenfalls eine Art Subunternehmen der IETF und ISCO, diese unterstützen und fördern die Arbeit der

Internet Research Task Force.

Diese Forschungseinheit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Forschung nach wichtigen und

internetrelevanten Themen, wie zum Beispiel Protokollen und Applikationen, zu fördern und bekannt zu

machen.

2.5.1

IRSG ­ Internet Research Steering Group

Die IRSG, Internet Research Steering Group lässt sich sehr gut mit der IESG vergleichen, da sie ungefähr die

gleichen Aufgaben haben. Sie sind ebenfalls mit administrativen Aufgaben betreut, man könnte sie also als

eine Art Steuerungsgremium bezeichnen.

Ihr Aufgabenfeld liegt, als Tochtergruppe, jedoch auch bei technischen und organisatorischer Hilfe im Bezug

auf Koordination und Kommunikation zwischen einzelnen Abteilungen. Gefördert und unterstützt wird sie

ebenfalls von der IRTF.


2.6

RFC ­ Request for Comment

Die RFCs sind Dokumente, die vom IETF und IESG veröffentlicht werden, in ihnen werden die neusten

Entwicklungen beschrieben und vorgestellt werden. RFC steht für Request for Comment und das ist auch der

Sinn dieser Diskussionsplattformen, um eine Reaktion bitten, in ihnen können auch Außenstehende sich zu

den neusten Themen äußern und teilweise auch Verbesserungsvorschläge machen.

Die RFC enthalten auch die FYIs (Siehe Glossar S. 13). Dies sind nummerierte Dokumente, die Standards

beschreiben, aber nicht präzise definieren. Ihnen kann man auch nichts hinzufügen, sie sind allein als

Informationsquelle für Internetuser gedacht.

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem RFC 2554. An diesem Anfang eines Dokuments lässt sich der

formale Aufbau gut erkennen. Den ersten Teil des Dokuments könnte man als eine Art Briefkopf bezeichnen,

dort stehen der Name des Autors, seine Firma, das Datum, der Bereich zu dem das Thema des RFC gehört,

die RFC Nummer und der Titel.

Network Working Group

J. Myers

Request for Comments: 2554

Netscape Communications

Category: Standards Track

March 1999

SMTP Service Extension

for Authentication

Status of this Memo

This document specifies an Internet standards track protocol for the Internet community, and requests

discussion and suggestions for improvements. Please refer to the current edition of the "Internet Official

Protocol Standards" (STD 1) for the standardization state and status of this protocol. Distribution of this

memo is unlimited.

Copyright (C) The Internet Society (1999). All Rights Reserved.

1. Introduction

This document defines an SMTP service extension [ESMTP] whereby an

SMTP client may indicate an authentication mechanism to the server,

perform an authentication protocol exchange, and optionally negotiate

a security layer for subsequent protocol interactions. This

extension is a profile of the Simple Authentication and Security

Layer [SASL].

2. Conventions Used in this Document

In examples, "C:" and "S:" indicate lines sent by the client and

server respectively.

The key words "MUST", "MUST NOT", "SHOULD", "SHOULD NOT", and "MAY"

in this document are to be interpreted as defined in "Key words for

use in RFCs to Indicate Requirement Levels" [KEYWORDS].

3. The Authentication service extension

(1) the name of the SMTP service extension is "Authentication"

(2) the EHLO keyword value associated with this extension is "AUTH" (...) ( Siehe Quellenverzeichnis [23])


2.7

gTLD ­ MoU ­ Generic Top Level Domain Memorandum of Understanding

Dieses Komitee wurde 1996 aus der IANA (Siehe Kapitel 2.8) und der ISCO zusammengeschlossen, damals

hieß sie noch IAHC, International Ad Hoc Commitee, es wurden dann 1997 umbenannt in Generic Top Level

Domain Memorandum of Understanding, das bedeutet so viel wie Allgemeine Top Level Domain Notiz der

Verständigung.

Zu den Aufgaben dieses Komitees gehören vor allem die Entwicklung und Instandhaltung des DNS ­

Systems, um seinen untergeordneten Organisationen ein erfolgreiches und effizientes Arbeiten zu

ermöglichen. Sie arbeiten aber nicht nur mit IANA, einer ihrer Gründer, zusammen, sondern auch mit

anderen Gesellschaften, zum Beispiel ISOC, IAB, CORE, INTA, WIPO und ITU (Siehe Glossar S. 13). Mit

diesen Organisationen hat die gTLD ­ MoU einige Verträge unterzeichnet, die das Zusammenarbeiten regeln

und definieren.

2.8

IANA ­ Internet Assigned Numbers Authority

Die Internet Assigned Numbers Authority verwaltet Protokolle, die direkt auf dem IP ­ Nummern System

aufsetzen und überwachen die Vergabe aller konstanten Werte, innerhalb des IP ­ Protokolls. Sie sind also für

sämtliche Protokolle mit einer numerischen basierender Bezeichnung angewiesenen Protokolle zuständig. Die

Liste dieser bereits vergebenen IP - Adressen werden in einem RFC veröffentlicht, dabei steht auch, welche

Organisation diese Nummer inne hat. Das sind die so genannten assigned numbers. Daher kann man schon

aus dem Namen das Hauptaufgabenfeld ableiten.

Die Internetports unterhalb von 1024 sind nicht komplett von IANA standardisiert worden, eine vollständige

Auflistung aller Ports findet man in dem RFC 1700. Sie sind jedoch nicht frei wählbar, dafür hat die IANA

erst die Ports aber der Nummer 2048 freigegeben. Die Ports unter 1024 sind für bestimmte Dienste festgelegt

worden, so zum Beispiel 110 für POP3, 25 für SMTP und 21 für FTP.

1996 schlossen sich die IANA und die ISOC zu einem Komitee zusammen, das IAHC, International Ad Hoc

Committee. In dieser Organisation sollten Vorschläge zu einem neuen DNS System erarbeitet werden.

2.9

ICANN ­ Internet Cooperation for Assigned Names and Numbers

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers wurde 1998 unter der damaligen US ­

Regierung in Vereinbarung mit IANA und anderen Organisationen ins Leben gerufen. Sie ist zuständig für

die Vergabe der IP- Adressen, und das DNS ­ System, außerdem kontrolliert sie das Inkrafttreten von neuen

Parametern, die andere Gesellschaften entwickeln. Von der ICANN kam im Oktober 2000 auch die

Entscheidung über die neuen Top Level Donains, nachdem sicher war, dass die bisherigen nicht ausreichen

würden.

9 der 18 Direktoren, die die Abteilungen, die so genannten Direktorien leiten, werden von der Regierung

gestellt, die anderen 9 werden von den drei Subunternehmen PSO, DNSO und ASO (Siehe Glossar S. 13) aus

ihrer Mitte gewählt.

2.10

InterNIC ­ Internationales Network Informationcentre

Die InterNIC ist die höchste Instanz in der weltweiten Vergabe von Internetnamen. Sie ist eine Abteilung der

Firma Network Solutions, die die Vergabe von Namen und IP-Adressen in den USA, also .

com, .org, .net

etc., verwaltet.


Diese oberste Instanz wurde 1993 von Network Solutions, AT&T und General Atomics gegründet und

kümmerte sich bis 1998 nicht nur um die Vergabe von Internetadressen, sondern auch um die Verwaltung

und Weiterentwicklung, ab 1998 wurden dann einige Teile des Aufgabenfeldes an die ICANN

weitergegeben, die sich bis heute darum kümmert.

Für jede einzelne Top Level Domain gibt es jedoch ihren eigenen Verantwortungskreis, die die

Verantwortung für ,,ihr" TLD und deren Nutzer übernimmt.

2.10.1 DE-NIC ­ Deutsches Network Informationcentre

Die DE-NIC wurde am 17. 12.1996 gegründet und ein knappes Jahr später in das Genossenschaftsregister

eingetragen. Vorher gab es jedoch schon eine freiwillige Vereinigung, zuerst an der Universität in Dortmund

und später in Karlsruhe. Die so genannten ISPs sind die Mitglieder der DE-NIC und bieten dem Benutzer

einen lokalen Anschluss ans Internet.

Das deutsche Network Information Center ist eine Unterabteilung von dem NIC (Network Information

Center) und ist für die Verwaltung des deutsche TLD .de zuständig. Sie vergibt Domännamen und die

dazugehörigen IP-Nummern. Sie bietet die so genannte ,,Whois" Abfrage an, bei dieser Datenbank kann man

ausprobieren, ob sein Wunschname für seinen Internetauftritt noch frei ist. Weiterhin erfährt man bei bereits

vergebenen Namen wer diese Adresse besitzt und kann so zum Beispiel eine Anfrage an diesen Besitzer

schicken. Theoretisch kann man seinen Wunschnamen auch direkt bei der DE-NIC registrieren, dies ist

jedoch vergleichsweise teure und daher nicht zu empfehlen.

Im Bezug auf die Verwaltung des Internets bzw. der TLDs arbeitet die DE-NIC unter der Hauptorganisation

NIC mit anderen Organisationen zusammen, die ebenfalls im gleichen Aufgabenfeld agieren, so zum Beispiel

CENTR, ICANN und CORE.

2.10.2 Neue

Domainnamen

Die seit 1980 bestehenden Top Level Domains wurden im November 2000, von der ICANN um sieben

erweitert, da die bestehenden TLD bereits relativ knapp waren und es an der Zeit war, das Angebot zu

erweitern. Bei diesen sieben TLDs handelt es sich um .aero für Fluggesellschaften und ähnliche

Organisationen, .biz für das Geschäftsleben, .coop für Vereinigungen, .info für alles Mögliche, .museum für

Museen, .name für den privaten Gebrauch und .pro für Berufsgruppen. Die meisten dieser Erweiterungen

stehen bereits jetzt schon zur Registrierung frei und können bei der NIC überall registriert werden.

2.10.3 Probleme mit Namenregistrierung

Ein Problem, das mittlerweile immer häufiger auftritt ist, dass bestimmte Firmennamen schon registriert sind

und das nicht auf die Firma. Jetzt stellt sich die Frage, was kann die Firma machen. Kann sie die Seite mit

ihrem Namen einklagen? Die Antwort lautet ,,ja", unter bestimmten Voraussetzungen. Das Gesetzt gibt an,

dass jemand, der eine Domain registrieren will, überprüfen muss, ob ein anderer nicht Anrecht auf diesen

Namen hat. Dabei gilt, wer seinen Namen zuerst im richtigen Leben hatte, darf ihn auch im Internet haben.

Trotzdem kann man einen beliebigen Namen registrieren, man läuft dann aber natürlich Gefahr, dass eine

ältere Firma mit dem selben Namen diese Internetseite einklagt.

2.11

ICRA ­ Internet Content Rating Association

Die Internet Content Rating Association (Vereinigung zur Klassifizierung von Internetseiten) hat es sich zur

Aufgabe gemacht, ein einheitliches Bewertungssystem für Internetseiten zu entwickeln. Sie wollen Kinder

und Jugendliche vor so genannten gefährlichen und schädlichen Inhalten wie Pornoseiten oder rechtsradikale


Seiten schützen. Gleichzeitig sind sie aber auch darauf bedacht, die Meinungsfreiheit im Internet zu wahren.

Die Mitarbeiter sind über die ganze Welt verstreut und arbeiten aber hauptsächlich in Europa und in

Nordamerika. Dazu wurde ein Kennzeichen entwickelt, ein Code, den der Administrator nach dem Ausfüllen

eines Fragebogens zu den Inhalten der Homepage erhält. Dieser wird dann in die Seite eingebaut. Diesen

Code nennt man PICS, Platform for Internet Content Selection.

Diese unabhängige und gemeinnützige Organisation ist der Nachfolger von RASCi, die von 1994 bis 1999

die Aufgaben des Schutze der Jugend und Meinungsfreiheit im Internet übernahm.

Viele große Firmen sind Mitglied von ICRA, wie z.B. Microsoft, t-online, thus, yahoo, TA japan und Bell.

Der derzeitige Leiter der Organisation, Sheridan Scott, arbeitet bei Bell Kanada und hat sein Amt seit Oktober

2000 inne.

Das erste Bewertungssystem wurde 1994 vorgestellt, zwei Jahre später wurde es bereits von Microsoft in

seinen Internet Explorer integriert und bereits 1 Jahr später, im Dezember `97 wurden 50.000 Seiten mit PICS

bewertet. Als Netscape diesen Erfolg des Systems sah, beschlossen sie, ebenfalls das System in ihren

Netscape Navigator zu integrieren. Im Mai 1999 wurde ICRA offiziell gegründet und übernahm RASCi und

dessen Aufgaben. Im Dezember 2000 wurde das Protokoll zur Selbstbewertung eingeführt.

Neben den Firmen, die als Mitglieder fungieren, hat ICRA auch einige Tochterunternehmen, um unter

anderem seine Aufgabe zu verbreiten, zwei davon sind Zanox und EuroISPA.

2.12

EFF ­ Electronic Frontier Foundation

Die Electronic Frontier Foundation wurde gegründet, um einen Schutz der allgemeinen Menschen- und

Bürgerrechte im Internet zu gewährleisten, dazu gehört unter anderem das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Es wird aber auch jeglicher Versuch verurteilt und versucht zu verhindern, der zum Ziel hat das Internet und

seinen Informationsfluss durch Zensur, Abhören und systematischem Sammeln von Benutzerdaten zu

kontrollieren. Jedoch soll dies nicht auf radikale Art und Weise geschehen, in manchen Bereichen seien

Zensur und Kontrolle durchaus angebracht, so zum Beispiel bei Kinderpornographie und rechtsradikalen

Seiten. Auf diesem Gebiet unterstützt EFF auch die Entwicklung von Filtersystemen, die es erlauben solchen

Seiten in Zukunft zu verhindern.

Die in San Francisco ansässige Stiftung hat auch das ,,Blue Ribbon" (,,blaue Band") ins Leben gerufen. Dies

ist eine Symbol dafür, dass man die Menschenrechte im Internet unterstützt und keinerlei illegale

Komponenten im Internet unterstützt.

Ein wichtiger Grundsatz von EFF ist es, die Administratoren ihrer Homepages selber beurteilen zu lassen und

sie nicht von einer Redaktion nach Inhalt und Wert prüfen zu lassen. In diesem Punkt vertraut die Electronic

Frontier Foundation auf die User und ihre Ehrlichkeit.

3 Beziehungen

untereinander

3.1

Allgemein

Zwischen den einzelnen Organisationen gibt es viele Vernetzungen und Verzweigungen. Diese Beziehungen

vereinfachen unter anderem die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, die an ähnlichen Themen

arbeiten.


Zwischen den meisten Organisationen oder Gesellschaften besteht nur eine lose Verknüpfung, die die

Zusammenarbeit regelt und sicherstellt, dass sich keiner in das Terrain des anderen begibt. Es gibt aber auch

direkte Verwandtschaften untereinander, so zum Beispiel die IETF und die ISOC. Die ergeben sich, wenn

Organisationen aus anderen herausgelöst wurden, da Aufgabenfelder zu groß und umfangreich wurden, oder

wenn einige Mitarbeiter der Meinung waren, die Entwicklungen und Erkenntnisse ihrer Gesellschaft seien

nicht ausreichend. Es gibt aber auch Fälle, in denen sich zwei oder mehrere Firmen oder Vereinigungen

zusammengetan haben, um eine neue Organisation zu gründen.

3.2

ISOC, IAB und Co.

Mit die erste Organisation überhaupt war die IAB. Sie existierte bereits 1983, und aus ihr, bzw. unter ihrer

Schirmherrschaft sind einige neue Gesellschaften gegründet worden. Sie ist direkt zuständig für die IANA,

IETF und IRTF. Das Internet Architecture Board führt sozusagen die Aufsicht über die anderen

Organisationen und springt ein, wenn es unter den kleineren Gesellschaften Kommunikationsprobleme gibt,

die sie nicht alleine lösen können. Diese Aufgabe übernimmt sie neben ihrer eigentlich Aufgabe.

Die IETF und IRTF haben aber selber noch einmal kleine Suborganisationen, die aus ihnen herausgelöst

wurden, um ihnen die Arbeit zu erleichtern, dies sind die IESG und die IRSG. Wobei man eigentlich sagen

kann, dass die IETF und IESG sich gegenseitig helfen und unterstützen, aber die kleinere der beiden, die

IESG, die administrativen Rechte und Pflichten hat, somit kann man eigentlich nicht sagen, wer mehr Macht

und Einfluss besitzt. Bei der IRTF und der IRSG ist es genauso, die IRSG ist zwar eine Tochtergesellschaft,

übernimmt aber auch die organisatorischen und kommunikativen Aufgaben, innerhalb dieser

Gesellschaftsfamilie.

Die ISOC wurde 1990 aus der IETF heraus gegründet und ist der Dachverband aller existierender

Organisationen. Sie ist direkt für die IAB verantwortlich und somit indirekt auch für die unter der IAB

stehenden Gesellschaften. Zusammen mit der IANA gründete die ISOC das IAHC, um eine übergeordnetes

Unternehmen zu haben, unter dem alle Organisationen zusammengefasst wurden, die sich um die TLDs und

deren Vergabe kümmern.

Die IANA gründete aber noch ein Subunternehmen, dass ihr einige Arbeit abnehmen sollte, zusammen mit

der US-Regierung wurde die ICANN gegründet.

Neben diesen zusammenhängenden Organisationen gibt es noch viele andere, die allerdings nicht so direkt

miteinander verknüpft sind.

4 Mitglieder
4.1 Allgemein

Bei den meisten Organisationen ist die Arbeit ehrenamtlich, wird also auch nicht bezahlt. Bei den so

genannten non-profit Gesellschaften sind die Leiter auf Mitglieder angewiesen, die Beiträge zahlen, damit die

normalen Jobs auch bezahlt werden können. Um ihre Unkosten, bezahlen zu können, sind sie auch auf

Spenden oder Fonds angewiesen. Die Unkosten, wie zum Beispiel Telefonrechnungen halten sich aber jedoch

in Grenzen, da die meiste Arbeit zu Hause stattfindet. Zu diesen Organisationen gehören zum Beispiel die

IRTF und ICANN.

Es gibt aber auf der anderen Seite auch Organisationen, die bezahlte Jobs anbieten, wie zum Beispiel das

W3C, die ICANN bietet aber ebenfalls bezahlte Jobs an. Es ist also nicht unbedingt immer so, dass non-profit

Organisationen keine Jobs anbieten. Diese Jobs beziehen sich zu 90% auf das Internet bezogene


Themenbereiche. Auch wenn diese Gesellschaften weltweit operieren, sind die meisten Angestellten an nicht

mehr als 2 oder 3 Orten konzentriert, da so die Arbeit leichter fällt.

4.2

Beispiel an der ISOC

Die ISOC ist auf die Spenden ihrer Mitglieder angewiesen, die sie in fünf Gruppen einteilt, je nach Höher der

Spende bzw. des Beitrages. Die unterste Mitgliedschaftsklasse ist die globale, sie ist kostenlos. Der User

profitier also nur von der Mitgliedschaft, in dem neue Erkenntnisse erwirbt und sich auch durch das

alljährliche Treffen neues Wissen aneignet. Die Mitglieder entlohnen sich also gegenseitig, indem sie sich

gegenseitig austauschen und ergänzen. Die zweite Mitgliedsart trägt einen kleinen Beitrag zu seiner

Organisation bei, im Fall der ISOC sind es $ 75 im Jahr. Das nächst höhere Mitglied unterstützt die

Gesellschaft schon mehr, sein jährlicher Beitrag beläuft sich auf $ 125. Dies setzt sich bis $ 500 fort, das ist

der höchste jährliche Beitrag, für den man sich eintragen lassen kann. Diese fünf Klassen sind, außer durch

ihren Beitrag nicht zu unterscheiden. Alle haben die gleichen Rechte und Pflichten. Die Anmeldung bei der

ISOC, wie bei den meisten Internetorganisationen erfolgt über ein Formular, das ausgefüllt und dann per E-

Mail an die jeweilige Gesellschaft, in diesem Fall ISOC, geschickt werden muss (Siehe Anhang S. 12).

4.3

Beispiel an der ICANN

Die ICANN bietet eine ganze Reihe von Jobmöglichkeiten an. Im Moment sind zwei Stellen frei, einmal als

Webmaster und einmal als Administrator. In der Stellenausschreibung werden genau die Anforderungen und

die Möglichkeiten beschrieben. Es ist also ein völlig normaler Bürojob den man nicht von Zuhause machen

kann, sondern eine Stelle in einem Büro, die bezahlt wird. Die Anforderungen bei der ICANN sind recht

hoch, es werden ausreichende Vorkenntnisse verlangt. Durch diesen Job wird einem aber auch die

Möglichkeit gegeben, sich genau über die Hintergründe des Internets zu verschaffen, das ist der inoffizielle

Vorteil an diesem Job. Man kann also zusammenfassend sagen, dass sich diese Jobs nicht von anderen Jobs

unterscheiden, wie zum Beispiel eines Informatikers bei Siemens. Die Bewerbung erfolgt allerdings etwas

unorthodox. Seine Bewerbung und seinen Lebenslauf schickt man nicht wie gewöhnlich in einem Hefter per

Post an die jeweilige Firma, sondern per E-Mail. Dies würden viele Personalchefs in anderen Firmen nicht

akzeptieren, obwohl sich diese Art der Bewerbung langsam auch in anderen Unternehmen durchsetzt.


5

ISOC Individual Membership Application

Prefix: __ Mr. __Ms. __Mrs.

*These areas MUST be filled.

Application will not be processed otherwise.

*First Name:

MI

*Last Name:

Suffix

*Mailing Adrress:

Mailing Address (line 2)

*City:

*Postal Code:

*State/Province:

*Country:

Work Tel:

Home Tel:

Fax:

*Email Address:

Billing Address (if different from above)

Address:

Address (line 2)

City: Postal

Code:

State/Province: Country:

Job Title:

Employer:

Which Mailings do you wish to receive?

___ Postal member mailings only

___ All official member mailings ( postal and email)

___ E-mail member mailings only

___ None

Membership Level -

(Membership will extend for 12 months from month after application receipt)

___Global

free

Supporter Levels

___ Contributor

US

$75 Annually

___ Supporter

US $125 Annually

___ Benefactor

US $250 Annually

___ Patron

US $500 Annually

RATES ARE GIVEN IN U.S. DOLLARS. CHARGES TO YOUR CREDIT CARD WILL BE IN YOUR

CURRENCY AT THE EXCHANGE RATE IN EFFECT WHEN PAYING CHARGES.

Send Bank/Wire Transfer to:

Check/Money Order:

Internet Society Account # 01850091742,

Make check/money order payable to:

Internet Society

ABA # 051000253

Reference Member name on check/Money order/ wire

Wachovia Bank, N.A.

11527 Sunrise Valley Drive, Reston,

Credit Card:

Virginia, 20191, USA

___ American Express ___ Mastercard ___ Visa

Bank:

Card Number:

Confirmation No:

Expiration Date (mm/yy)

Name on Card (print)

Signature:


6 Glossar

ASO

- Address Supporting Organization

CORE

- Council of Registrars

DE-NIC

- Deutsches Network Informationcentre

DNSO

- Domain Name Supporting Organization

EFF

- Electronic Frontier Foundation

FTP

- File Transfer Protocol

FYI

- For your information

IANA

- Internet Assigned Numbers Authority

ICANN

- Internet Corporation for Assigned Names and Numbers

IESG

- Internet Engineering Steering Group

IETF

- Internet Engineering Task Force

INRIA

- Institut de Recherche en Informatique et en Automatique

INTA

- International Trademark Association

IPSEC

- IP Security Protocol

IPSP

- IP Security Policy

IPSRA

- IP Security Remote Access

IRSG

- Internet Research Steering Group

IRTF

- Internet Research Task Force

ISOC

- Internet Society

ISP

- Internet Service Provider

ITU

- International Telecommunication Union

MIME

- Multipurpose Internet Mail Extensions

MIT

- Massachusetts Institute of Technology

NIC

- Network Informationcentre

POP3

- Post Office Protocol Version 3

PSO

- Protocol Supporting Organization

SMTP

- Simple Mail Transfer Protocol

W3C

- WWW Consortium

WIPO

- World Intellectual Property Organization


7 Quellenverzeichnis

1. Dr. Festl ­ Wietek, Wolfgang: Gewagter Einstieg. c′t 12/99. S. 192 & 193

2. Herzog, Melanie und Kronenberg, Friedrich: Das Internet Einmalseins ­ Browser,

eMail & Co. Düsseldorf ECON Verlag 1990, 2. Auflage

3. Kreutz, Frank und Gieseke, Wolfram: DATA BECKER ­ Das große Internet

Lexikon. Berlin 2001

4. Sittek, Dietmar: Das große Internet-Lexikon Begriffe, Slang ­ enträtselt und

erläutert. München 1997

5. Tischer, Michael und Jennrich, Bruno: DATA BECKER ­ Internet intern.

Paderborn 1997

6. http://iana.netnod.se/, 05.03.2002

7. http://www.denic.de/doc/DENIC/index.html, 03.02.20002

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