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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 31
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 252 KB
Archivnummer: V10663
ISBN (E-Book): 978-3-638-17027-7

Textauszug (computergeneriert)

Bilanzanalyse

von Dirk Cordes


Inhalt

1. Einleitung 4

2. Grenzen und Probleme
bei der Analyse von Bilanzen 4

3. Instrumente und Methoden
der Bilanzanalyse 6

3.1. Sichtung des Informationsmaterials
und Analyse der Bilanzpolitik 6

3.2.Strukturbilanz und Kennzahlenbildung 7

3.3. Zielsetzungen der Bilanzanalyse 8

4. Die Erfolgsanalyse 9

4.2. Ermittlung der Rentabilität 10

4.3. Der Cash-flow als Erfolgsindikator 12

4.4. Einschätzung der Unternehmen durch die Börse 13

5. Die Finanzwirtschaftliche Analyse 15

5.1. Zielsetzung der Finanzwirtschaftlichen Analyse 15

5.2. Beurteilung der kurzfristigen Liquidität 15

5.3. Vermögensstrukturkennzahlen
und Umschlagskoeffizienten 16

5.4. Der Cash-flow als Indikator
für die Finanzkraft der Unternehmung 17

5.5. Die Kapitalflussrechnung 18

5.6. Solidität und Stabilität der Finanzierung 19

6. Analyse der Investitionspolitik 23

6.1. Höhe der Investitionen 23

6.2. Investitionsbereiche 24

6.3. Beurteilung des Investitionsrisikos 26

6.4. Wachstum der Unternehmung 26

6.5. Finanzierung der Investitionen 27

6.6. Finanzierungspotential
des künftigen Wachstums 28

7. Fazit 28

Abkürzungsverzeichnis 30

Literaturverzeichnis 31

 


1. Einleitung

Eine Bilanz muss heute von fast allen Unternehmen, insbesondere Kapitalgesellschaften erstellt werden. Dient sie bei kleineren Personengesellschaften lediglich der Ermittlung der Höhe der Körperschaftssteuer, hat sie besonders im Falle von börsennotierten Aktiengesellschaften auch eine Informationsfunktion gegenüber den Anteilseignern und anderen Interessenten, wie den Kreditgebern, den Lieferanten, den Kunden, der Belegschaft und der übrigen interessierten Öffentlichkeit. So sind Kreditgeber, Lieferanten und Kunden besonders daran interessiert mit Hilfe der Bilanz etwas über die Kreditwürdigkeit der Unternehmung zu erfahren. Die Belegschaft, bzw. ihre Standesorganisationen, die Gewerkschaften, möchten aus der Bilanz Einsicht in die Ertragslage des Unternehmens gewinnen, um Argumente für Tarifverhandlungen zu sammeln. Mögliche Investoren wiederum erhoffen sich durch die Analyse der Bilanz Rückschlüsse auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu erhalten. Das Lesen einer Bilanz allein beantwortet jedoch kaum eine Frage des interessierten Personenkreises. Hierzu bedarf es einer detaillierten Analyse der Bilanz.

Der folgende Text soll die grundlegenden Methoden und Möglichkeiten, welche die Analyse von Bilanzen bietet, aufzeigen. Ich werde mich in meinen Ausführungen auf die Methoden zur Erfolgsanalyse und zur Analyse der Finanzlage der Unternehmung konzentrieren, da es sich hierbei um die wichtigsten und in der Literatur am ausführlichsten erläuterten Analyseziele handelt. Einleitend werde ich die sich bei einer Bilanzanalyse stellenden Probleme betrachten, um anschließend auf die allgemeinen Methodiken der Bilanzanalyse und die Analyse der oben genannten Zielsetzungen einzugehen.

2. Grenzen und Probleme bei der Analyse von Bilanzen

Bei der Analyse einer Bilanz stellen sich dem Analysten einige Hindernisse in den Weg, die es im folgenden immer wieder zu bedenken gibt. Deshalb sollen diese grundsätzlichen Probleme bei der Interpretation einer Bilanz bereits hier erläutert werden.

Das erste Problem, das sich dem Analysten stellt ist, dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahresabschluss nicht mit dem Bilanzstichtag übereinstimmt. Die gesetzlichen Vorschriften sehen eine Veröffentlichung der Bilanz spätestens 12 Monate nach dem Abschlussstichtag vor. In einem solchen Extremfall würde der Analyst einer Bilanz also Zahlenmaterial betrachten, das vor einem Jahr aktuell war. Aber auch wenn eine Unternehmung seine Bilanz schnellstmöglich für die Öffentlichkeit freigibt, entsteht durch die Erstellung des Jahresabschlusses eine erhebliche zeitliche Lücke zum Abschlussstichtag. Ein weiteres Problem bei Bilanzanalysen besteht darin, dass die Ergebnisse der Untersuchung rein quantitativ sind und beispielsweise nichts über die Qualität des Managements der Unternehmung aussagen. Außerdem stellen die Größen der in der analysierten Bilanz enthaltenen Posten keine eindeutig definierten Größen dar. Sie werden teilweise massiv durch bilanzpolitische Maßnahmen der Unternehmensleitung beeinflusst und müssen keinesfalls realistische Größen repräsentieren. Ermöglicht wird eine solche "Bilanzkosmetik" durch zahlreiche Wahlmöglichkeiten, die das Handelsgesetzbuch (HGB) dem Bilanzierenden gewährt. So räumt das HGB beispielsweise umfangreiche Bewertungs-, und Abschreibungswahlrechte ein, wodurch eine Bildung und Auflösung von stillen Reserven und somit eine Beeinflussung des ausgewiesenen Jahresüberschusses für das bilanzierende Unternehmen ermöglicht wird. Während solche Beeinflussungen des Ergebnisses vom Bilanzleser möglicherweise durch die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zumindest teilweise erkannt werden, können Transaktionen die bereits vor dem Bilanzstichtag durchgeführt wurden um das "Bilanzbild" zu verbessern, gar nicht oder nur äußerst schwer aufgedeckt werden. Zu solchen Transaktionen gehören beispielsweise die Verlagerung wichtiger Transaktionen in das folgende Geschäftsjahr zur Senkung des Gewinnes, oder die Abtretung von Forderungen zur Erhöhung der Liquidität. Aber auch die Wahl des Bilanzstichtags kann bereits erhebliche Auswirkungen auf das durch die Bilanz vermittelte Bild haben. Erfahrungsgemäß ist in Branchen mit saisonalem Geschäftsverlauf der Bestand an Vorräten, Forderungen, liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten zu unterschiedlichen Jahreszeiten verschieden hoch, sodass eine Bilanz zu verschiedenen Zeitpunkten innerhalb eines Jahren ein vollkommen unterschiedliches Bild der Vermögenslage vermitteln würde. Außerdem handelt es sich bei einem Jahresabschluss immer um eine Aufstellung der vergangenen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Ein Bilanzanalyst möchte aber in der Regel Erkenntnisse über die zukünftige Entwicklung der Unternehmung, wie beispielsweise die weitere Zahlungsfähigkeit oder den in der Zukunft erzielbaren Jahresüberschuss, gewinnen.

Aus den genannten Gründen hat die Analyse einer Bilanz nicht zum Ziel "endgültige Urteile zu fällen, sondern Entwicklungstendenzen aufzudecken, die Anlass für weitere Fragen und Recherchen geben". Sie hat jedoch den Vorteil, dass sie Dank der heutigen Computertechnik (entsprechende Kenntnisse vorrausgesetzt) relativ schnell durchführbar ist und zumindest größere Probleme in der Unternehmensentwicklung frühzeitig erkannt werden können.

3. Instrumente und Methoden der Bilanzanalyse

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