Presentation (Pre-University), 2003, 12 Pages
Author: Julia Ptock
Subject: Biology - Ecology
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Fulltext (computer-generated)
Ökosystem Bach
Abbildung 1
Julia Ptock
Klasse 9/4
Gliederung:
1. Allgemeines / Einleitung
2. Entstehung eines Baches
2.1 . Bachverlauf
2.2 . Schematischer Querschnitt durch den Bach
2.3 . Schematischer Längsschnitt durch den Bach
3. Sauerstoff im Wasser
4. Ökosystem Bach / Nahrungskette
4.1 . Lebensbedingungen
5. Tiere und Pflanzen am Bach
6. Selbstreinigung des Baches
7. Der Bach im Wandel
7.1. Veränderung und Entwicklung
8. Gewässerbeurteilung
9. Quellenangabe
1. Allgemeines / Einleitung :
Wasser ist für uns etwas ganz Selbstverständliches. Man begegnet ihm au Schritt und Tritt, sei
es als Trinkwasser aus dem Wasserhahn, als Regen oder als Bach vor unserer Haustüre.
Die Frage: ,,Bekommt das Element Wasser in unserer Gesellschaft genügend Schutz ?", stellt
sich kaum jemand. In den letzten zwei Jahrhunderten sind wir sehr unsanft mit unsern
Fließgewässern umgegangen. Zur Gewinnung von fruchtbaren Landwirtschaftsflächen, zur
Stromgewinnung und für den Hochwasserschutz. In den großen Talebenen wurden viele
Flüsse und Bäche eingedämmt und begradigt. Dies hat jedoch große Folgen. Auen und
Feuchtgebiete wurden zerstört. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind verschwunden oder
stark bedroht. Unser Landschaftsbild hat sich stark verändert. Heute ist man sich dieser
Problematik immer mehr bewusst. Einzelne Revitalisierungsprojekte sind bereits mit Erfolg
umgesetzt, wie beispielsweise in Felsberg oder Strada. Die Natur kann sich in diesen freien
Flusslandschaften langsam wieder erholen.
2. Entstehung eines Baches :
Abbildung
2
Ein Bach entsteht mit einer Quelle. Dort sickert, quillt oder sprudelt das Wasser aus der Erde.
Das Quellwasser ist Regenwasser. Im Boden versickert und durch das Erdreich gefiltert,
sammelt es sich über wasserundurchlässigen Bodenschichten, rinnt durch Fugen und Spalten
und tritt nach Tagen oder auch nach vielen Jahren wieder aus der Erde hervor. Das Wasser
sucht sich seinen Weg, nimmt Rinnsale und weiteres Wasser aus dem Boden auf und wird
somit zum Bach.
2.1. Bachverlauf :
Quelle: Kristallklares Wasser, gleich bleibende Temperatur. Oft kantige Steine, die im
Bachverlauf kleiner und runder werden. Es gibt Moospolster und Algen an den
Steinen.
Oberlauf: Mehrere Quellbäche lassen den Bach breiter und reißender werden, schnell
fließendes Wasser. Der Bach mäandriert d.h. er gräbt sich sein Bett in Schleifen,
die sich im Laufe der Zeit vergrößern. Das Wasser prallt gegen einen Uferbereich,
dabei trägt es Erde ab. Die Böschung wird steiler und bildet eine Ausbuchtung
(Prallhang). Das Wasser staut sich davor, wird umgelenkt und fließt seitlich ab,
wodurch es wieder gegen das andere Ufer prallt.
Außenkurve: Prallhang, höhere Fließgeschwindigkeit
Innenkurve: Gleithang, Sand und Kies werden abgelagert, langsame
Fließgeschwindigkeit
Mittellauf: Der Bach ist tiefer und breiter, das Wasser fließt gleichmäßiger, Sand lagert sich
ab.
Unterlauf: Träger fließend, Erde setzt sich als Schlick und Sand ab. Mit der Einmündung in
einen Fluss oder See endet der Bach.
2.2 Schematischer Querschnitt durch einen Bach :
Abbildung 3
In jedem Ökosystem sind die grünen Pflanzen die Produzenten, die aus Kohlendioxid,
Nährstoffen und Wasser mit Hilfe der Sonnenenergie organische Substanzen aufbauen, z.B.
Holz, Blätter und Äste. Die Tiere sind Konsumenten und ernähren sich entweder von den
Pflanzen oder sind Räuber und fressen andere Tiere. Im Gebirgsbach gibt es zwar viele Tiere,
aber außer Algen und Moose nur wenige Pflanzen. Die Nahrungsgrundlage der Konsumenten
ist organisches Material von außerhalb. Dieses gelangt in den Bach durch Laubfall (1) und
wird bei Regen vom
Ufer eingeschwemmt (2), kleine und gelöste organische Bestandteile
gelangen durch unterirdische Zuflüsse in den Bach (3). Die Bachtiere können diese
Pflanzenteile allerdings nicht sofort verwerten. Bakterien und Pilze können das organische
Material verwerten und wachsen darauf als schleimiger Überzug, der so genannte Biofilm (6).
Die Tiere (4) fressen dieses Material, verwerten aber nur den Biofilm und scheiden die
nunmehr zerkleinerten organischen Partikel wieder aus. Diese werden wieder vom Biofilm
besiedelt und von anderen Tieren gefressen. Das geht so lange bis die Pflanzenteile in
winzige, gelöste Bestandteile zerlegt sind.
2.3 Schematischer Längsschnitt durch den Bach :
Abbildung 4
Durch die Abfolge von seichten und tiefen Bachbereichen wird das Wasser ständig zwischen
Oberfläche und Schotter ausgetauscht (5). Auch der Schotter ist vom Biofilm (6) besiedelt,
der die kleinsten organischen Bestandteile hier aus dem Wasser filtert und verwertet. Im
RITRODAT
ist der Schotterkörper bis 2 Meter tief. Die Bachtiere können daher noch tief im
Sediment existieren. Unter einem m² leben bis zu 300.000 Individuen mit einer Körperlänge
größer als 1 mm. Die sehr zahlreiche Fauna die kleiner als 0.1 mm ist dabei noch nicht
mitgerechnet. 95 % der Tiere leben oberhalb einer Tiefe von 0.5 Meter. Unterhalb 1.5 Meter
beginnt die Grundwasserfauna.
(
RITRODAT
ist der Name für das Forschungskonzept seit 1978 [ griechisch
rheithron
=
Fluss ]. Der Fachbegriff
Rhithral
bezeichnet den Oberlauf = Forellenregion eines Flusses,
was einem Schotterbach entspricht. )
3. Sauerstoff im Wasser :
Im Quellwasser, das längere Zeit unter der Erde von der Luft abgeschlossen war, ist
Sauerstoff kaum vorhanden. Mit dem Hindernislauf des Wassers, immer wenn es gluckst,
gurgelt, plätschert und schäumt ist das ein Zeichen, dass es sich mit Luft vermischt.
Luftblasen werden eingeschlossen und mitgerissen, dabei löst sich der Sauerstoff im Wasser.
Im Oberlauf des Baches ist das Wasser besonders reich an Sauerstoff, hier fühlt sich die
Forelle wohl. Im Mittel- und Unterlauf, wo das Wasser ruhiger fließt, nimmt es weniger
Sauerstoff auf. Hier gibt es Wasserpflanzen, die mit Hilfe des Sonnenlichts Sauerstoff
produzieren und an das Wasser abgeben. Nachts nehmen die Pflanzen selbst Sauerstoff auf.
Daher fühlen sich hier der Flussbarsch, der Plötz und der Hecht wohl. Auch die Temperatur
des Wassers spielt eine Rolle. Das nahezu immer gleich warme Quellwasser kühlt sich im
Winter auf seinem Lauf ab. Im Sommer erwärmt es sich dort, wo die Sonne hinkommt.
Deshalb gedeihen dort mehr Wasserpflanzen, die Sauerstoff produzieren. Wärmeres Wasser
kann jedoch weniger Sauerstoff aufnehmen als kaltes. Im Schatten, wo das Wasser kühl
bleibt, gedeihen wiederum weniger Wasserpflanzen. So nimmt der Sauerstoffgehalt im
Verlauf des Baches insgesamt ab.
4. Ökosystem Bach / Nahrungsketten :
Ein Ökosystem besteht aus einem Lebensraum mit Lebensgemeinschaften von Tieren und
Pflanzen die an ganz bestimmte Bedingungen gebunden sind. Auch der Bach ist ein solches
Ökosystem. Er beherbergt eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, die im Wasser und an
seinen Ufern vorkommen. Im Bachbett selbst ist die Strömung einer der wichtigsten Faktoren.
Im Bach leben ca. 1500 Tierarten, aber nur wenige Großpflanzen. Dies ist im Verhältnis zum
Ökosystem Wald relativ wenig. Sie haben sich alle an die Strömungen im Bach angepasst.
Auch gegen die geringen Temperaturen müssen sie resistent sein.
Tiere und Pflanzen haben sich auf vielfältigste Weise daran angepasst :
- Algen bilden flache Lager aus
- Andere Pflanzen bilden robuste, lang gestreckte Sprosse, die sich der Strömung
anpassen (z.B.: Wasserhahnfuss)
- Anhefter die sich am Untergrund festsaugen (z.B.: Schnecken und Egel)
- Beschwerer, wie zum Beispiel die Köcherfliegenlarve. Sie baut ihren Köcher aus
Steinchen und Sand, die sie an Ort und Stelle halten.
- Klammerer halten sich mit Beinkrallen an den Steinen und Pflanzen fest. Zum
Beispiel die Wasserassel
- Größere Tiere, wie Amphibien, meiden eher starke Strömungen
- Fische sind durch ihre stromlinienförmige Bauweise und ihre Abflachung gegen die
Strömung gewappnet.
Weitere wesentliche ökologische Faktoren sind Temperatur, der Gehalt des Sauerstoffes und
an gelösten Stoffen. Das Ökosystem Bach endet nicht am Ufer, sondern steht in enger
Verbindung mit dem umgebenden Land (Land- Wasser- Verschmutzung). Diese Uferbereiche
sind Lebens- und Rückzugsraum für viele Pflanzen und Tiere.
Im Bach herrscht ein Gewimmel von Kleinstlebewesen. Im Sand oder unter Steinen versteckt
findet man je nach Wassergüte verschiedene Tiere. In sauberen Gewässern (Güteklasse 2 und
besser) kann man den Bachflohkrebs, die Eintagsfliegenlarve (flach und rund), die
Steinfliegen- und Köcherfliegenlarve so wie Wasserasseln und Hakenkäfer entdecken. In
Gewässern, die nicht in Ordnung sind (Güteklasse 3 und schlechter) findet man z.B. die Rote
Zuckmückenlarve, die Waffenfliegenlarve, die Kriebelmückenlarve, den Rollegel und den
Schlammröhrenwurm. In Gewässer, die teilweise oder ganz verödet sind trifft man auf wenige
bis keine der oben angeführten Kleinlebewesen.
Die gefundenen Lebewesen lassen sich mit einer Lupe gut erkennen und bestimmen. Nur
noch kleinere Tiere wie Glockentierchen und Rädertierchen kann man nur mit Hilfe eines
Mikroskops sehen.
Kleinlebewesen sind Abfallvertilger im Bach. Sie zerlegen Pflanzenreste und Tierkadaver und
bauen sie Stufe um Stufe ab. Zum Schluss bleiben von den Abfällen nur noch Mineralstoffe
übrig. Diese lösen sich im Wasser und sind für die Pflanzen wichtige Nährstoffe. Den
Sauerstoff für die Abbauarbeit liefern die Pflanzen. Die Wasserpflanzen geben ihn direkt, die
anderen Pflanzen über die Luft in den Bach ab.
Somit schließt sich der Kreis: Die Kleinlebewesen sind Nahrung für die Fische, diese, wenn
sie klein sind, Nahrung für z.B. Libellenlarven, wenn sie größer werden für die Vögel z.B. für
den Eisvogel und für andere Tiere wie den Fischotter. Hier wird jeder gebraucht und es
bleiben keine Reste übrig.
4.1 Lebensbedingungen :
Der beherrschende Faktor in Bächen ist die Strömung. Wenn der Bach enger wird, wird diese
stärker, bei zunehmender Breite wird sie geringer. Durch sie werden Schlammablagerungen
im Bach verhindert und das Wasser mit Sauerstoff durchmischt. Dies führt zu einer hohen
Sauerstoffsättigung des Wassers.
Der größte Teil der organischen Masse stammt nicht vom Bach selbst, sondern aus dem
Grundwasser oder Falllaub. Der Bach ist also sehr von seiner Umwelt abhängig.
5. Tiere und Pflanzen am Bach :
Amphibien:
Am Bach findet man folgende Lurcharten: Grasfrösche, Teichfrösche, Teichmolche
Feuersalamander und Erdkröten. Sie sind wechselwarme Tiere, deren Jungstadien (Larven) in
der Regel durch Kiemen atmen. Erwachsene Lurche atmen durch Haut und Lungen. Die Haut
der Lurche ist weich, feucht und drüsenreich. Sie wird mit Hilfe der Drüsen ständig feucht
gehalten. Lurche fühlen sich kühl, feucht und schlüpfrig an. Unsere heimischen Lurche sind
getrenntgeschlechtlich. Ihre Paarungszeit liegt im Frühjahr. Viele Arten wandern zu
bestimmten Laichplätzen. Die Froschlurchweibchen setzen den Laich ab, der anschließend
von den Männchen besamt wird. Bei den Schwanzlurchen kommt es durchweg zur
Innenbefruchtung. Die häufigsten Vertreter der Froschlurche sind bei uns der Grasfrosch, der
Teichfrosch und die Erdkröte. Alle Arten bedürfen unseres Schutzes und sind durch
Vernichtung, Zerstörung oder Verschmutzung ihres Lebensraums bedroht.
Fische: Bachforelle, Regenbogenforelle, Bachschmerle (nachtaktiv)
Vögel: Wasseramsel, Gebirgsstelze, Eisvogel
Tiere unter Wasser:
·
Fortbewegung:
Wasserkäfer: bewegen sich hauptsächlich mit ihren verbreiterten und mit langen
Haaren besetzten Hinterbeinen fort
Mückenlarven: schlagende Bewegungen mit dem ganzen Körper
Bachflohkrebs: mit Hilfe ihres gekrümmten Hinterleibs
Libellenlarven: pressen Wasser durch ihren Enddarm (Rückstoßprinzip)
Wasserläufer: gleiten mit unbenetzbaren Fußspitzen über die Wasseroberfläche
·
Atmung:
Manche Tiere nehmen sich einen gewissen Luftvorrat mit nach unten: die meisten
Käfer mit einer Luftblase unter den Flügeldecken. Andere Tiere können durch
bestimmte Körperpartien den Sauerstoff aus dem Wasser entziehen: dünnhäutige
Wassertiere wie Würmer oder kleine Larven. Andere atmen mit Kiemen.
Pflanzen am Ufer und im Wasser:
Bäume und Sträucher: z.B. Schwarzerle, Esche,
Zwergweiden, Weiden, Haselstrauch und Weißdorn
Uferblumen: z.B. Gemeine Pestwurz, Sumpf-
madesüß, Stumfblättriger Ampfer, Kletten-Labkraut,
Große Brennnessel, Weiße Taubnessel, Gundermann
und evtl. Blumen einer angrenzenden Wiese und
Wasserlinsen im Bach
Röhrichtpflanzen :
z.B. Wasserminze, Wasserhahnenfuß, Aufrechte
Berle, Sumpf-Wasserstern, Brunnenkresse, Flutender
Schwaden, Rohrglanzgras, Wasser-Ehrenpreis (die
Pflanzen befinden sich im und am Wasser)
Abbildung 5
6. Selbstreinigung des Baches :
Verschmutzungen in Fließgewässern sind meist organische Substanzen, wie z.B. aus
Waschmitteln oder Fäkalien. Sie werden von den Biofilmen aus dem Wasser gefiltert und von
den Tieren weiter verwertet, im selben Kreislauf wie im natürlichen System. Um diese
Selbstreinigungskraft zu erhalten ist es daher wichtig die natürlichen Schotterkörper und die
Uferstrukturen zu erhalten. Ökologisch intakte und funktionierende Fließgewässer sind
Grundlage für sauberes Trinkwasser.
7. Der Bach im Wandel :
Bäche und Flüsse stellen die Lebensadern in unserer Landschaft dar. Sie durchfließen weite
Landstriche und sind ein wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufes. Naturnahe Bäche
und Flüsse wechseln häufig ihre Richtung, auf kurzen graden Abschnitten folgen Schleifen
und Windungen. Man sagt: ,,Der Bach mäandriert".
Ufer und Bachbett sind in solchen natürlichen Fließgewässern reich strukturiert. Sie
beherbergen je nach Strömung, Wassertemperatur, Qualität oder Bodenbeschaffenheit
verschiedene Tier- und Pflanzengemeinschaften.
Ohne äußere Einflüsse kann der Lebensraum Bach Störungen abfangen und sich selbst
erhalten. Der Wandel in unserer Kulturlandschaft zeigt jedoch eine andere Entwicklung.
Naturnahe Bäche und Flüsse sind zur Seltenheit geworden. Fast die Hälfte aller Fließgewässer
sind in der Schweiz verbaut oder eingedolt. Die Gewässer unterliegen vielfältigen Nutzungen:
sei es zur Stromerzeugung, sei es in der Landwirtschaft oder für den Tourismus. Ebenso hat
die zunehmende Besiedlung einen großen Einfluss auf unser Landschaftsbild und damit auch
auf den Raum, den wir unseren Bächen und Flüssen zugestehen. Naturnahe Bäche und Flüsse
sind heutzutage zu ökologischen Nischen in einer oft sehr intensiv bewirtschafteten
Kulturlandschaft geworden.
7.1 Veränderung und Entwicklung :
Ökosysteme durchlaufen allmählich eine als Sukzession bezeichnete Entwicklung, die uns
kaum bewusst wird, da sie nur sehr langsam abläuft.
- Beeinflussung der Sukzession durch den Menschen
In den letzten Jahrhunderten greift der Mensch immer mehr in die Ökosysteme ein. Bäche
werden begradigt und umverlegt, Monokulturen gepflanzt und der Urwald wird abgeholzt.
Auch werden künstlich Seen angelegt und andere zugeschüttet.
All diese Veränderungen sind Folgen der Industrialisierung und werden aus wirtschaftlichen
Gründen vorgenommen.
Die Folgen der Eingriffe des Menschen sind noch nicht vorhersehbar. Es gibt aber schon
Anzeichen für eine negative Entwicklung wie etwa den Treibhauseffekt oder die
zunehmenden Überschwemmungen und Schlammlawinen, die in Gebirgen durch die
fehlenden Bäume nicht mehr aufgehalten werden können.
(Sukzession: Entwicklungsreihe von Pflanzen- oder Tiergesellschaften am gleichen Ort, die
durch Änderung der Umweltverhältnisse [z. B. Klimaänderungen, menschliche Einflüsse]
oder durch die Gesellschaft selbst verursacht wird.)
8. Gewässerbeurteilung :
Im Laufe eines Jahreszyklus ist der Lebensraum Bach mit seinen zahlreichen
Lebensgemeinschaften einem steten Wandel unterworfen. Dieser manifestiert sich vor allem
in der Vegetation aber auch in der Zusammensetzung der Tiergemeinschaften. Andere
Veränderungen können durch die Beeinträchtigung der Wasserqualität, d.h. durch den
Einfluss der Menschen hervorgerufen werden.
Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, um den Zustand eines Baches feststellen zu
können:
Gewässerchemie: Das Messen verschiedener Parameter (pH, Temperatur, Sauerstoffgehalt,
Nitrat, Nitrit, Phosphat) gibt Auskunft über die Belastung des Gewässers.
Das untersuchte Fließgewässer kann einer Güteklasse zu geordnet werden.
Biologische Wassergüte: Biologische Gütebestimmungen eignen sich, um den
Langzeitzustand eines Gewässers zu beurteilen. Bestimmte
Organismen, so genannte Bioindikatoren, lassen Rückschlüsse auf
die Wasserqualität zu. Saprobien, so genannte ,,Abbauer", verwerten
Schmutzstoffe im Wasser und reinigen es somit. Mit dem
Saprobienindex lassen sich die Gewässer mehreren Güteklassen (I
III) zuordnen.
Landschaftsökologische Bachbeurteilung:
Diese Form der Beurteilung beruht nach klar definierten Kriterien auf dem genauen
Beobachten und Beschreiben der Bachsohle so wie seiner Uferbereiche. Das Fließgewässer
lässt sich in verschiedene Kategorien von natürlich über naturnah, verbaut bis naturfremd
einteilen.
9. Quellenangabe :
Abbildung 1: http://www.bayern.de/LFU/natur/flaechenschutz/oekoflaechen/fluss.jpg
Abbildung 2: http://www.vib-bw.de/tp4/Start/regal/ordner/bach/bilder/bach5c.jpg
Abbildung 3: http://www.bsl.oeaw.ac.at/images/section.jpg
Abbildung 4: http://www.bsl.oeaw.ac.at/images/flow.jpg
Abbildung 5: http://www.vib-bw.de/tp4/Start/regal/ordner/bach/bilder/bach12kl.jpg
,,Menschen und Umwelt"
,,Umwelt Lexikon"
,,Das große Buch des Allgemeinwissens Natur"
http://www.migy.de/oekologie/Oekosystem%20Bach.htm
http://www.bsl.oeaw.ac.at/funktion.htm
http://www.vib-bw.de/tp4/Start/regal/ordner/bach/sach.html
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