Research Paper (Pre-University), 2003, 28 Pages
Author: Oliver Rusterholz
Subject: Mathematics - Analysis
Details
Tags: Integral
Year: 2003
Pages: 28
Grade: sehr gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-06479-3
File size: 789 KB
Das Programm, das ursprünglich bei Abgabe der Arbeit enthalten war, wird hier nicht mitgeliefert!
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Interdisziplinäre Arbeit
Das Integral
Oliver Rusterholz
21.02.2003
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was ist ein Integral
4
2.1
Stammfunktion 4
2.2
Das bestimmte Integral
5
2.2.1
Berechnung 6
2.3
Das unbestimmte Integral
7
3. Die Geschichte und Anwendung des Integrals
8
4. Annäherungsmethoden 10
4.1
Rechtecke 10
4.1.1
Rechteck Links
10
4.1.2
Rechteck Mitte
11
4.1.3
Rechteck Rechts
12
4.2
Sehnentrapeze 13
4.3
Tangententrapeze 14
4.4
Simpson 15
5. Interview 17
6. Computerprogramm 19
6.1
Aufbau 19
6.2
Bedienung 22
7. Schlusswort 25
8. Inhalt der CD-ROM
26
9. Bibliografie 27
2
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
1. Einleitung
Ich werde meine obligatorische Arbeit über das Thema "Integral" schreiben. Grund-
sätzlich wollte ich sie im Fach Informatik machen und dort ein Computerprogramm
erstellen, welches die verschiedenen Annäherungsmethoden des Integrals grafisch
darstellt. In Absprache mit Herrn Hügli erweiterte ich das Konzept jedoch und es be-
inhaltete neu auch etwas über das Integral allgemein und dessen Geschichte. Der
Schwerpunkt liegt jedoch noch immer bei dem Programm. Ich beschreibe ebenfalls,
wie das Integral definiert ist und wie es ausgerechnet wird. Die Arbeit enthält ein In-
terview, welches ich mit einem Professor der ETH machte, der das Integral bei seiner
täglichen Arbeit immer wieder braucht. Ebenso ist natürlich die Beschreibung und
eine Bedienungsanleitung meines Programms vorhanden.
Ich persönlich interessiere mich für beide Gebiete, die diese Arbeit abdeckt. Ich pro-
grammierte schon früher Anwendungen in C++ und darum war mein erster Gedanke,
ein Programm zu erstellen. Auch die Mathematik finde ich interessant und bin immer
bereit etwas Neues zu lernen. Da wir ja in diesem Schuljahr die Analysis praktisch
nicht behandeln und ich an der Fachhochschule diese Sachen sowieso lernen muss,
finde ich das Thema in dieser Hinsicht sehr geeignet. Ich lerne also nicht nur etwas
dazu, was mich interessiert, sondern kann es später sicherlich auch einmal gebrau-
chen.
3
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
2. Was ist ein Integral
Es wird eine Funktion gesucht, die den Flächeninhalt zwischen dem Graphen einer
Funktion und der x-Achse innerhalb eines Intervalls wiedergibt. Die Fläche unterhalb
der x-Achse wird dabei negativ gezählt. Diese Funktion heisst das Integral der Funk-
tion f.
Um zu verstehen, wie ein Integral berechnet wird, muss man zuerst wissen was eine
Stammfunktion ist. Diese wird im nächsten Kapitel beschrieben.
2.1 Stammfunktion
Zu einer gegebenen Funktion f soll eine Funktion F gefunden werden, von der f die
Ableitung ist. F heisst dann die Stammfunktion von f. Um ein Integral zu berechnen,
von dem die Funktion bekannt ist, braucht man die Stammfunktion dieser Funktion.
Bei einer Potenzfunktion bildet man die Stammfunktion folgendermassen:
1
1. Ableitung:
n
x
Stammfunktion:
n
1
+
x
n
+ 1
Beispiel:
2
f
(
x
) =
x
1 3
F
(
x
) =
x
3
F(x) ist aber nicht die einzige Stammfunktion zu f(x). Da beim Ableiten der Stamm-
funktion ein konstanter Summand verloren geht, gibt es nicht nur eine Stammfunktion
zu einer gegebenen Funktion, sondern unendlich viele. Dies wird dargestellt, indem
der Stammfunktion eine Konstante c hinzugefügt wird.
1
F
(
x
) =
x
3 +
c
3
Das hier beschriebene Vorgehen gilt nur für Potenzfunktionen. Hat man jedoch einen
Term, bei dem Winkel-, oder Logarithmusfunktionen vorkommen, gelten andere Re-
chenregeln, auf die ich aber nicht näher eingehe. Auch kann man dieses Verfahren
nicht anwenden, wenn die Variable x im Exponent steht.
4
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
2.2 Das bestimmte Integral
Gegeben sei eine Funktion y = f(x) und ein Intervall [a,b] im Definitionsbereich der
Funktion.
Ausgangspunkt für das bestimmte Integral ist das so genannte Flächenproblem:
Gesucht ist der Inhalt der "Fläche unter der Kurve", also der Fläche, die durch den
Funktionsgraphen und der x-Achse zwischen a und b eingeschlossen ist.
Die Bestimmung des Inhalts einer solchen krummlinig begrenzten Fläche erfolgt
durch Annäherung an die Fläche mit Rechtecken, deren Inhalt leicht zu bestimmen
ist:
[a,b] wird in n Teilintervalle der Länge x zerlegt. In jedem Teilintervall wird eine Stel-
le xi (z.B. die Intervallmitte) genommen und ein Rechtecke mit der Höhe f(xi) in die-
sem Teilintervall erstellt.
Summiert man die Flächeninhalte der Rechtecke, so erhält man:
n
f
(
x
)*
x
i
i
=1
Dies liefert eine Näherung des Flächeninhalts. Zur Verbesserung der Näherung ver-
feinert man die Intervallzerlegung (n wird grösser, x wird kleiner). Existiert der
Grenzwert für n -> unendlich (oder x -> 0), so liefert dieser den wahren Flächenin-
halt:
n
lim
f
(
x
)*
x
i
n
(
x
0 )
i
=1
Der Grenzwert heisst "das bestimmte Integral von f von a bis b", in algebraischer
Form:
b
f
(
x dx
)
a
Die Funktion f(x) heisst Integrand, a und b sind die Integrationsgrenzen, der Buch-
stabe der nach dem d (in diesem Fall x) ist die Integrationsvariable.
5
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
2.2.1 Berechnung
Beim Berechnen müssen zwei Arten unterschieden werden. Entweder die Funktion
ist bekannt oder es ist nur der Graph vorhanden. Ist nur der Graph vorhanden, muss
das Resultat, durch eine Methode, die noch genauer beschrieben werden, angenä-
hert werden.
Ist jedoch die Funktion des Graphen bekannt, kann mit Hilfe der Stammfunktion, das
bestimmte Integral genau ausgerechnet werden.
Hauptsatz der Differential und Integralrechnung
Sei F(x) eine Stammfunktion von f(x), dann gilt für das Integral:
b f
(
x dx
)
= [
F
(
x
]
b
) =
F
(
b
) -
F
(
a
)
a
a
In Worten: bestimmtes Integral = Stammfunktion an der oberen Grenze minus
Stammfunktion an der unteren Grenze. Die Stammfunktion in eckigen Klammern ge-
schrieben, mit den Grenzen an der rechten Klammer, ist eine abgekürzte Schreib-
weise für F(b)-F(a).
Dazu ein Beispiel:
3
Es ist folgendes Integral zu berechnen
3
x dx
1
Der Integrand ist die Funktion
3
f
(
x
) =
x
1
Die Stammfunktion dazu ist
4
F
(
x
) =
x
4
Nach dem Hauptsatz
F
(3) -
F
)
1
( =
1
1
4
3 -
4
1 =
4
4
Lösung
20
Wie man sieht, ist es relativ einfach, das bestimmte Integral auszurechnen, wenn die
Stammfunktion zur Verfügung steht.
6
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Das unbestimmte Integral
Wie bereits im Kapitel Stammfunktionen beschrieben, gibt es zu einer Funktion f un-
endlich viele Stammfunktionen, wenn überhaupt eine Stammfunktion existiert. Die
Menge aller dieser Stammfunktionen nennt man das
unbestimmte Integral.
Beispiel:
2
f
(
x
) =
x
Nun hat jede Stammfunktion von f die Form:
1
F
(
x
) =
x
3 +
c
3
Das unbestimmte Integral von x2 hat nun die oben beschriebene Form, wobei c die
Integrationskonstante ist. Diese kann irgendeine reelle Zahl sein.
Man bezeichnet das unbestimmte Integral von f mit:
f
(
x dx
)
Diese Bezeichnung unterscheidet sich von der Bezeichnung des bestimmten Integ-
rals nur durch das Fehlen der Integrationsgrenzen. Es soll aber auf keinen Fall dar-
über hinwegtäuschen, dass es sich um etwas komplett anderes handelt. Das be-
stimmte Integral ist (sofern alle Angaben bekannt sind) eine Zahl, das unbestimmte
Integral eine Menge von Funktionen.
Das oben benutze Beispiel heisst nun komplett:
1
x
2
dx
=
3
x
+
c
3
7
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
3. Die Geschichte und Anwendung des Integrals
Vor über 2000 Jahren hat Archimedes (287 212 v. Ch.)
Formeln zur Berechnung von Oberflächen und Volumen von
Körpern gefunden. Seine Methode der Integration war
bemerkenswert aussergewöhnlich, wenn man bedenkt, dass
weder die Algebra, die Funktionen und noch nicht einmal die
Dezimalzahlen erfunden worden waren.
Anschliessend passierte lange nichts
mehr, bis Leibniz (1646 1716) und
Newton (1642 1727) die Calculus
erfunden haben. Calculus, heute auch
Archimedes
Analysis genannt, ist ein Bereich der
Mathematik, welcher sich mit der
Analyse von Kurven beschäftigt. Calculus wird manchmal in
Differential- und Integralcalculus unterteilt. Leibniz war
derjenige, der das Integralzeichen
erfunden hat. Bevor er jedoch dieses Newton
Zeichen verwendete, schrieb er 1675
"omnia" vor den Term, der integriert werden sollte. Er brauchte
das Integralzeichen erstmals in einem unveröffentlichten
Manuskript. Ein paar Wochen später, platzierte er erstmals ein
"dx" nach dem Integralsymbol. Nochmals etwas später schlug
er in einem Brief an Henry Oldenburg, Sekretär der
königlichen Gesellschaft von England vor: "Utile erit scribi
Leibniz
pro omnia, ut om
l
=
nia
l
, id est summa ipsorum
l
" (Es wäre
nützlich statt omnia zu schrei
ben, so dass omnia l oder die
l
=
Summe aller l′s ist). Das Integralzeichen stellt ein langgezogenes S, welches für
Summe steht, dar. Newton war es, der die Schreibweise, bei der die Stammfunktion
in rechteckige Klammern gesetzt wird oder ein langer Strich geschrieben wird, erfun-
den hat. Die Integrationsgrenzen wurden zuerst nur in Worten angegeben. Euler war
der erste, der ein Symbol brauchte und die Grenzen mit den lateinischen Wörtern
ab
und
ad
auf Stützen schrieb. Das moderne Zeichen für das bestimmte Integral, wie wir
es heute noch brauchen, stammt von Jean Baptiste Fourier. Er schrieb es erstmals in
"Théorie analytique de la chaleur" 1822.1
Weiter wichtig in der Geschichte des Integrals sind folgende
Personen:
Gauss (1777 1855) erstellte die erste Integrationstabellen.
Cauchy (1789 1857) machte die Integrale auch im
komplexen Zahlenbereich anwendbar.
Riemann (1826 1866) und Lebesgue (1875 1941) brachten
das bestimmte Integral in eine logische Form, so wie wir es
heute auch noch brauchen.
Das Integral wird heute überall gebraucht. Oft geschieht dies Gauss
auch ohne dass wir das wissen. Ein gutes Beispiel hierfür ist
der Kilometerzähler im Auto. Dieser integriert den Weg, den das Auto zurücklegt. Ein
1 Earliest Uses of Symbols of Calculus
8
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
anderes Beispiel ist der Stromzähler. Jede "kontinuierliche" Summation ist im Grunde
eine Integration. Weitere Anwendungen sind die Berechnung von Flächen, Rotati-
onskörpern, Volumen und vielem mehr. In der Physik wird das Integral z.B. in der
Raumfahrt gebraucht. Hier gibt es verschiedene Faktoren, wie den Luftdruck, die
kleiner werdende Gravitation, den Treibstoffverbrauch und damit den Verlust von
Gewicht, die es nötig machen, während dem Flug eine enorme Anzahl von kompli-
zierten Integralen zu berechnen.
Weiter wird das Integral auch in einem ganz anderen Gebiet gebraucht. Bei der Vor-
hersage des Bevölkerungswachstums werden bei komplexen Lösungen, welche
auch Katastrophen, sinkende Geburtenrate und mehr berücksichtigen, an irgendei-
nem Punkt Integrale benötigt.
9
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
4. Annäherungsmethoden
Die Annäherungsmethoden werden dann gebraucht, wenn die Funktion des Gra-
phen, unter dem die Fläche zu bestimmen ist, nicht bekannt ist oder die Stammfunk-
tion nicht ausgerechnet werden kann. Nun kann man die Fläche nicht mit Hilfe der
Stammfunktion ausrechen, sondern muss zu den Annäherungsmethoden greifen.
Alle diese Methoden basieren grundsätzlich darauf, dass das Intervall in verschiede-
ne Teilintervalle unterteilt wird. Jedes dieser Teilintervalle ist gleich breit. Nun werden
Rechtecke oder Trapeze mit der Breite eben dieser Teilintervalle gebildet. Die Höhe
jedoch variiert je nach der gewählten Methode. Anschliessend werden die Flächen
der Rechtecke oder Trapeze addiert. Dies gibt der angenäherte Betrag der Fläche
unter der Funktion im Intervall.
In den folgenden Kapiteln werde ich die einzelnen Methoden genauer erklären und
auch aufzeigen, wie genau sie sind. Um die Genauigkeit zu messen, habe ich die
Funktion sin(x) genommen und den genauen Wert des Integrals mit meinem Ta-
schenrechner ausgerechnet. Anschliessend benutzte ich mein Programm und rech-
nete damit das Integral mit den verschiedenen Methoden und unterschiedlicher An-
zahl Teilintervallschritte aus. Jetzt bestimmte ich von den Werten die prozentuale
Abweichung zur genauen Lösung und stellte sie in einem Diagramm dar.
4.1 Rechtecke
Bei dieser Methode werden Rechtecke gezeichnet. Die Breite entspricht der eines
Teilintervalls, das wie oben beschrieben, gebildet wird. Es gibt 3 Varianten der
Rechteckmethode, bei der die Höhe unterschiedlich bestimmt wird.
4.1.1 Rechteck Links
Erklärung
Bei dieser Variante wird das Rechteck so hoch wie der Wert der Funktion am linken
Rand des Teilintervalls.
n
= Anzahl Teilintervalle
n
b
-
a
i
= i-ter Wert
A
z
*
f
(
a
+ (
i
- ))
1
z
=
f(x)
= Wert der Funktion bei x
n
i
=1
z
= Breite des Teilintervalls
a
= Start des Intervalls
b
= Ende des Intervalls
A
= Fläche
10
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Genauigkeit
Rechteck Links
45
40
35
30
%
n
25
c
hung i
20
Abwei
15
10
5
0
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Anz. Teilintervalle
Wie man sieht, ist dies eine recht ungenaue Methode. Der Fehler fällt erst bei 65
Teilintervallschritten unter 1%. Bei dem Maximum von 998 Teilintervallen, beträgt der
Fehler 0.0644%. Diese Methode ist also nur für eine grobe Annäherung geeignet.
4.1.2 Rechteck Mitte
Erklärung
Bei dieser Variante wird das Rechteck so hoch wie der Wert der Funktion in der Mitte
des Teilintervalls.
n
= Anzahl Teilintervalle
i
= i-ter Wert
n
z
*
i
+
z
* (
i
+ )
1
b
-
a
f(x)
= Wert der Funktion bei x
A
z
*
f
(
a
+
)
z
=
n
z
= Breite des Teilintervalls
i
=1
2
a
= Start des Intervalls
b
= Ende des Intervalls
A
= Fläche
11
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Genauigkeit
Rechteck Mitte
0
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
-0.5
-1
-1.5
%
-2
in
g
n
u
-2.5
h
e
ic
w
b
-3
A
-3.5
-4
-4.5
-5
Anz. Teilintervalle
Diese Methode ist dafür, dass sie zur Gruppe der Rechteckmethoden gehört, er-
staunlich genau. Der Fehler fällt bei schon bei 5 Teilintervallen unter -1%. Beim Ma-
ximum von 998 Teilintervallen beträgt der Fehler nur noch -0.0000167%. Diese Vari-
ante nähert das Integral also schon recht genau an.
4.1.3 Rechteck Rechts
Erklärung
Bei dieser Variante wird das Rechteck so hoch wie der Wert der Funktion am rechten
Rand des Teilintervalls.
n
= Anzahl Teilintervalle
i
= i-ter Wert
n
b
-
a
f(zi)
= Wert der Funktion bei i
A
z
*
f
(
z
)
z
=
i
z
= Breite des Teilintervalls
n
i
=1
a
= Start des Intervalls
b
= Ende des Intervalls
12
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Genauigkeit
Rechteck Rechts
0
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
-5
%
-10
in
g
n
u
h
e
ic
w
b
-15
A
-20
-25
Anz. Teilintervalle
Diese Variante ist wieder fast so ungenau, wie die Rechteck Links Methode. Der
Fehler fällt erst bei 64 Teilintervallen unter 1%. Bei 998 Teilintervallen beträgt er
-0.0643%. Auch diese Methode ist nur für eine grobe Annäherung geeignet.
4.2 Sehnentrapeze
Erklärung
Bei dieser Variante werden Trapeze gebildet. Die beiden Grundseiten bilden die linke
und rechte Seite des Teilintervalles und haben die Höhe des jeweiligen Funktions-
wertes an dieser Stelle.
b
-
a
y
+
y
y
+
y
y
+
y
-
n
= Anzahl Teilintervalle
0
1
1
2
A
+
+ ...
n
1
n
+
n
2
2
2
a
= Start des Intervalls
b
= Ende des Intervalls
b
-
a
=
(
y
+ 2
y
+ 2
y
+ ... + 2
y
+
y
)
yx
= siehe unten
2
0
1
2
n
1
-
n
n
y
y
0
y1
yn-1
2
yn
13
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Genauigkeit
Sehnentrapeze
9
8
7
6
%
n
5
c
hung i
4
Abwei
3
2
1
0
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Anz. Teilintervalle
Diese Variante ist sogar ein bisschen ungenauer als die Rechteck Mitte Methode.
Der Fehler fällt nach 6 Teilintervallen unter 1%. Bei 998 Teilintervallen beträgt er
noch 0.0000335%.
4.3 Tangententrapeze
Bei diesem Verfahren legt man, wie der Name schon sagt, Tangenten an den Gra-
phen der Funktion und bildet damit Trapeze. Um dies einfacher zu gestalten, bildet
man Trapeze nicht wie bei den Sehnentrapezen zwischen einem Teilintervall, son-
dern zwischen 2 Teilintervallen. Daher muss man nun für die Höhe der Trapeze mit
der doppelten Breite (oder mit 2) Teilintervallen rechnen. Dies ist auch der Grund,
weshalb hier eine gerade Anzahl Teilintervalle verlangt wird. Auch müssen nicht
mehr die Grundseiten der Trapeze mit in die Rechnung mit einbezogen werden, son-
dern es kann mit der Mittelparallele gerechnet werden.
n
= Anzahl Teilintervalle
b
-
A
a
2
(
y
+
y
+
y
+ ... +
y
)
a
= Start des Intervalls
1
3
5
n
1
-
n
b
= Ende des Intervalls
y
x
= siehe unten
y1
y3
yn-1
14
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Genauigkeit
Sehnentrapeze
9
8
7
6
%
n
5
c
hung i
4
Abwei
3
2
1
0
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Anz. Teilintervalle
Diese Methode ist ein bisschen ungenauer als die Tangententrapeze. Der Fehler fällt
bei 10 Teilintervallen unter 1%. Bei 998 Teilintervallen beträgt er noch 0.0000669%.
4.4 Simpson
Der Annäherungswert der Simpsonmethode wird aus den Näherungswerten der
Sehnentrapeze sowie den Näherungswerten der Tangententrapeze bestimmt. Da
nun aber doppelt so viele Sehnentrapeze wie Tangententrapeze verwendet werden,
muss der Näherungswert der Sehnentrapeze doppelt so stark gewichtet werden wie
der Näherungswert der Tangententrapeze. Daraus erhält man die Formel:
1
Sn
= Näherungswert der Sehnentrapeze
A
(2
S
+
T
)
3
n
n
Tn
= Näherungswert der Tangententrapeze
Genauigkeit
Simpson
0
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
-0.1
-0.2
%
n
-0.3
ng i
c
hu
-0.4
Abwei
-0.5
-0.6
-0.7
Anz. Teilintervalle
15
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Bei dieser Methode steigert sich die Genauigkeit enorm. Es ist erstaunlich, wie viel
aus den Werten der Tangenten- und Sehnentrapeze herausgeholt werden kann. Der
Fehler liegt nie unter 10 Prozent und ab etwa 200 Teilintervallen unterscheidet sich
das gerechnete Resultat nicht mehr von meinem angenäherten (bei 10 signifikanten
Stellen). Diese Methode kann also gut gebraucht werden, wenn ein Integral angenä-
hert werden muss, und das Resultat mit möglichst wenig Teilintervallschritten mög-
lichst genau sein sollte. Der Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass sie sich aus
zwei anderen Methoden zusammensetzt und darum die hohe Genauigkeit mit einem
erhöhten Rechenaufwand kompensiert wird.
16
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
5. Interview
Ich interviewte für diese Arbeit Prof. Dr. Gaudenz Danuser. Gaudenz Danuser ist seit
Februar 2001 Assistenzprofessor für Zellbiomechanik am Laboratorium für Biome-
chanik der ETH Zürich.
Gaudenz Danuser wurde 1969 in Bern geboren, wo er die Grundschulen besuchte
und nach der Matura am Konservatorium ein Musikstudium aufnahm. 1988 wechsel-
te er an die ETH Zürich. Er erhielt 1993 das Diplom als Verm. Ing. ETH und schloss
1997 sein Studium mit einer Doktorarbeit in Computer Vision ab. Die Zeit zwischen
Herbst 1997 und Sommer 1999 verbrachte er als Postdoktorand am Marine Biologi-
cal Labratory in Woods Hole, Massachusetts. Nach Abschluss seiner Arbeiten in den
USA gründete er als Oberassistent am Laboratorium für Biomechanik die Bio-Micro-
Metrics Group. Diese leitet er auch nach seinem Ruf zum Assistenzprofessor an das
Departement für Materialwissenschaften.
Gaudenz Danuser und seine Gruppe beschäftigen sich mit der mechanischen Model-
lierung von dynamischen Prozessen im Zytoskelett. Ziel ist es, Veränderungen der
Zellarchitektur als Folge von biochemischen Eingriffen zu quantifizieren um damit
Grundlagen für verschiedene Anwendungen in der Biotechnologie zu schaffen.1
Ich hielt dieses Interview am 14.2.2003 an seiner Arbeitstelle am Laboratorium für
Biomechanik.
Hieltest du es für nötig solche Sachen wie das Integral am Gymi zu lernen, obwohl
du zuerst ans Konsi gingst?
Musik und Mathematik sind ja bekanntermassen sehr ähnlich. Sogar im Hirn ist der
mathematische und der musische Teil sehr nahe beieinander und sogar verknüpft.
Persönlich war das nicht eine Frage des Brauchens sondern des Interesses.
Ich war am Gymi einer der ersten, der an einem Versuchsprojekt zwei Kernfächer
auswählen konnte. Bei mir war das Mathematik und Musik und ich hatte diese beiden
Fächer bis zu 20 Stunden pro Woche. Aus diesen Gründen fand ich es sehr interes-
sant und es machte mir auch Spass sie zu lernen.
War die Mathematik für dich schwer zu erlernen?
Nein, überhaupt nicht. Ich musste in der Mathematik und auch der Physik fast nichts
lernen und machte während dem Gymi auch primär Musik anstatt etwas für die
Schule zu tun.
Musstest du die verschiedenen Annäherungsmethoden des Integrals auch mal ler-
nen?
Zum verstehen des Integrals haben sie mir wohl mal die Methode mit den Trapezen
gezeigt. Das weiss ich aber nicht mehr so genau. Solche Sachen mit Computerpro-
grammen zu lösen haben wir an der ETH begonnen. Ich war auch einer der ersten
Jahrgänge, die mit Computer arbeiteten.
1 ETHZ Who′s Who: Gaudenz Danuser
17
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Benutzt du heute manchmal solche Annäherungsmethoden und wenn ja, wie?
Ja, natürlich. Um solche Probleme zu lösen, hat man heute fertige Softwaretools, die
das ganz gut machen. Man übergibt diesem Tool einfach seine Daten, die ja die 1.
Ableitung der Stammfunktion sind, und dieses rechnet anschliessend das Integral
aus. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen diese Tools versagen und dann bleibt nichts
anderes übrig, als selbst eine Software zu schreiben.
Wo benutzt du das Integral?
Das klassischste Beispiel in der Biomechanik ist das Suchen von Kräften. Man kennt
die Beschleunigung sowie die Position und sucht anschliessend die Kräfte, die auf
etwas wirken.
In meinem speziellen Gebiet, der Zellbiomechanik, ist es so, dass wir das ganze mit
Zellen machen. Wir haben es hier noch einfach, da man die Trägheit der Zellen ver-
nachlässigen kann, weil sie fast keine Masse haben. Dadurch hat man nur noch die
Viskosität, die die Zellen am Bewegen hindert. Wir messen nun die Bewegung der
Zellen und versuchen mittels Integrieren herauszufinden, welche Kräfte wirken. Das
geschieht folgendermassen: Wir nehmen ein paar Kräfte an, integrieren sie an-
schliessend um auf die simulierte Bewegung der Zellen zu kommen. Diese Verglei-
chen wir nun mit der Realität. Nun integrieren wir den Fehler, den unsere Annahme
noch hat wieder und passen damit unsere angenommenen Kräfte an. Dies geschieht
solange, bis der Fehler möglichst klein oder sogar weg ist und wir so die Kräfte, die
auf die Zellen wirken, kennen.
Das Ganze machen wir ebenfalls mit Chromosomen. Wir messen während deren
Teilung die Positionen und Bewegungen und versuchen anschliessend Kräfte so zu
modellieren und zu integrieren, bis wir ans Reale kommen.
Weisst du auch etwas über den geschichtlichen Hintergrund des Integrals?
Ich weiss, das Newton als erster die Integralrechnung entwickelte. Er hat das übri-
gens auch so gebraucht wie wir das heute noch brauchen, mit der Beschleunigung
und den Kräften. Das steht auch in seiner Principia Mathematica. Auch sehr wichtig
für das Integral war Riemann. Er war derjenige, der den Übergang von der Summen-
bildung zur wirklichen Integralrechung vollzog.
18
21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
6. Computerprogramm
6.1 Aufbau
Das Programm ist komplett in der Sprache C++ geschrieben. Ich benutze zum pro-
grammieren die Anwendung Visual C++ von Microsoft.
Ich verzichte darauf, den ganzen Quellcode diesem Dokument beizufügen, da er zu
lang ist. Er ist jedoch auf der CD vorhanden. Ein paar wichtige Codeausschnitte wer-
de ich dennoch kurz zeigen.
Code zur Methode Rechteck Links:
for(int i = 1; i <= funct_param.iAnz_Int; i++)
{
x = funct_param.dUG + (i-1) * step;
inside += pop->Val();;
}
result = step * inside;
Das Schlüsselwort "for" leitet eine Schleife ein. Bevor diese Schleife startet, wird die
Variable i auf 1 gesetzt, anschliessend wird bei jedem Durchlauf i um eins erhöht
(i++) bis i nicht mehr kleiner gleich der Variable funct_param.iAnz_Int (Anzahl Inter-
valle) ist. Innerhalb der Schleife wird der x-Wert ausgerechnet, der die Höhe des
Rechteckes bestimmt. Anschliessend wird der y-Wert (Wert der Funktion bei diesem
x-Wert) mit dem vorhergehenden addiert. Ist die Schleife beendet, werden die ad-
dierten Werte (in der Variable inside) mit der Teilintervallbreite multipliziert und so die
Fläche der Rechtecke ausgerechnet. Wie man erkennt, ist dieser Codeteil die ge-
naue Umsetzung der Formel, die im Kapitel 4.1.1 beschrieben wurde.
Code zur Methode Rechteck Mitte:
for(i = 0, inside = 0; i <= (funct_param.iAnz_Int-1); i++)
{
x = (((funct_param.dUG + (i*step)) + (funct_param.dUG + ((i
+ 1) * step))) / 2);
inside += pop->Val();
}
result = step * inside;
Auch dieser Codeauschnitt entspricht er Formel, welche im Kapitel 4.1.2 beschrieben
wurde. Der Unterschied zu oben besteht nur darin, das der x-Wert, der die Höhe des
Rechteckes bestimmt, anders berechnet wird.
Code zur Methode Rechteck Rechts:
for(i = 1, inside = 0; i<= funct_param.iAnz_Int; i++)
{
x = funct_param.dUG + i * step;
inside += pop->Val();
}
result = step * inside;
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21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Dieser Ausschnitt ist der einfachste. Er entspricht der in Kapitel 4.1.3 beschriebenen
Formel.
Code zu Sehnentrapeze:
for(i = 0, inside = 0; i <= funct_param.iAnz_Int; i++)
{
double x_i = funct_param.dUG+(i*step);
double term_i = 0;
if(i==0)
{
x = funct_param.dUG;
term_i = pop->Val();
}
if(i!=0 && i!=funct_param.iAnz_Int)
{
x = x_i;
term_i = 2*pop->Val();
}
if(i == funct_param.iAnz_Int)
{
x = funct_param.dOG;
term_i = pop->Val();
}
inside += term_i;
}
result = (step/2) * inside;
Auch hier wird genau die Formel umgesetzt, die in Kapitel 4.2 beschrieben ist. Zuerst
wird auch wieder eine Schleife durchlaufen. Spezialfälle stellen der erste und der
letzte x-Wert dar. Diese beiden werden einmal, alle anderen zweimal gezählt. Ist die
Schleife beendet, wird noch die Teilintervallbreite durch 2 dividiert und anschliessend
mit den addierten Werten multipliziert.
Code zu Tangententrapeze:
if(funct_param.iAnz_Int % 2 == 0)
{
for(i = 1, inside = 0; i <= funct_param.iAnz_Int; i = i + 2)
{
double term_i = 0;
x = funct_param.dUG+(i*step);
inside += pop->Val();
}
result = 2 * inside * step;
}
else
{
SetDlgItemText(hwnd, IDC_TT, "Gerade Anzahl Intervalle!");
}
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21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Hier wird zuerst überprüft, ob die Anzahl Teilintervalle auch eine gerade Zahl ist. Ist
dies nicht der Fall, wird abgebrochen und eine Meldung ausgegeben. Ist sie jedoch
eine gerade Zahl, wird nach der Formel von Kapitel 4.3 gerechnet.
Code zu Simpson
if(funct_param.iAnz_Int % 2 == 0)
{
result = (2*sehne+tangente)/3;
SetDlgItemText(hwnd, IDC_SR, gcvt(result, 10, buffer));
}
else
{
SetDlgItemText(hwnd, IDC_SR, "Gerade Anzahl Intervalle!");
}
Auch hier wird wieder zuerst überprüft, ob die Anzahl Teilintervalle gerade ist. Ist dies
nicht der Fall, wird wieder eine Meldung ausgegeben. Stimmt dies jedoch, wird das
Integral anhand der Simpson-Regel ausgerechnet. Diese ist im Kapitel 4.4 näher be-
schrieben. Es wird hier die Formel verwendet, die sich aus den beiden (und das ist
auch der Vorteil) bereits gerechneten Näherungswerten zusammensetzt.
Allgemein
Nicht der ganze Code ist von mir programmiert worden. Ein Teil, der so genannte
Parser, habe ich von jemand anderem, da so etwas zu programmieren sehr kompli-
ziert, schwierig und zeitraubend ist. Die Aufgabe des Parsers besteht, grob gesagt,
darin, die Funktion die der Benutzer eingibt, in ein für den Computer ausführbares
Format umzuwandeln. Dies ist ein kompliziertes Unterfangen, da der ganze String
(die Zeichenkette, die man als Funktion eingibt) auseinander genommen und analy-
siert werden muss. Dies ist auch der Grund, warum Eingabefehler hier nicht abge-
fangen werden können. Der Code des Parsers sieht das nicht vor und er ist zu kom-
pliziert um darin selber etwas programmieren zu können.
Gerechnet wird jeweils auf 10 signifikante Stellen. Dies ist von Windows so gegeben.
Wollte man genauere Resultate, würde dies einen erhöhten Programmieraufwand
nach sich ziehen.
Ich habe in verschiedenen Büchern zwei Varianten gefunden, wie die Fläche unter
der x-Achse zu behandeln ist. Entweder man rechnet immer nur mit dem Betrag der
Fläche oder man subtrahiert die Fläche unter der x-Achse. Ich entschied mich für die
zweite Variante, da auch mein Taschenrechner und ein Mathematikprogramm auf
dem Computer so rechnet.
Ein Problem für mein Programm gab es, wenn die berechnete Fläche Null ist. Da ein
Computer augrund seiner Architektur nie ganz genau rechnet, kann es vorkommen,
dass der Computer 123.2547834e-16 statt 0 anzeigt. Diesen Fehler habe ich beho-
ben, indem ich alle Zahlen die kleiner als +-10e-12 sind, gleich 0 setze. Dies ist eine
zu verantwortende Lösung, da ja am Resultat nichts geändert wird und ich nur Fehler
des Computers behebe.
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Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
6.2 Bedienung
Um das Programm zu starten, muss man auf integral.exe doppelklicken. Anschlies-
send öffnen sich zwei Fenster wie unten abgebildet.
Das linke Fenster mit dem Namen "Konsole" dient zur Eingabe der Daten. Dort wer-
den auch die gerechneten Werte der verschiedenen Methoden angezeigt.
Im rechten Fenster wird die Funktion, sowie die gewählte Methode gezeichnet.
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Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
Konsole
Das Fenster "Konsole" ist in 4 Bereiche unterteilt.
Anzeige:
Hier kann gewählt werden, welche Annäherungsmethode angezeigt werde soll. Das
Resultat sieht man dann im Grafik-Fenster.
Funktion:
Hier muss unter "Funktion" die Funktion eingegeben werden. Es müssen dabei ge-
wisse Regeln beachtet werden:
· Grundsätzlich ist der Term wie in einem graphischen Taschenrechner (ohne
RPN) einzugeben.
· Die Grundrechenarten können mit den Tasten + für Addieren, - für Subtrahieren,
* für Multiplizieren und / für Dividieren eingegeben werden.
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Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
· Die Konstante PI kann als PI eingegeben werden (Bsp. 2*PI*x), wer die Euler-
sche Zahl verwenden will, muss exp(1) (= e1) verwenden.
· Hochzahlen müssen mit ^ eingeben werden (Bsp. x^2 = x2 oder 5^x = 5x)
· Es müssen folgende Wörter für die verschiedenen Funktionen verwendet wer-
den:
sin() Sinus
cos()
Cosinus
tan() Tangens
asin()
Arcus-Sinus
acos()
Arcus-Cosinus
atan()
Arcus-Tangens
exp()
Exponentialfunktion = ex
log()
Logarithmus naturalis Funktion
abs() Absolutwert
sqrt() Quadratwurzel
· ACHTUNG! Hier werden Eingabefehler NICHT abgefangen. Es muss also darauf
geachtet werden, bei der Eingabe keine Fehler zu machen.
Weiter muss bei "Unter- und Obergrenze" die Unter- bzw. Obergrenze des Intervalls
eingegeben werden. Hierbei ist zu beachten, dass die beiden Grenzen nicht den
gleichen Wert haben dürfen und innerhalb -999 und +999 liegen müssen.
Zuletzt muss noch die Anzahl Teilintervalle eingegeben werden. Dieser Wert muss
zwischen 1 und 999 liegen. Hier gilt natürlich, je grösser dieser Wert ist, desto höher
ist die Genauigkeit. Um die Annäherungsmethoden anschaulich darzustellen, em-
pfiehlt es sich jedoch einen kleinen Wert zu wählen.
Gerechnet
Hier stehen die gerechneten Werte für die 7 Annäherungsmethoden. Die Formeln
dafür sind weiter vorne in dieser Arbeit beschrieben.
Koordinatensystem
Hier kann man die Grösse des Koordinatensystems eingeben. Der Wert bedeutet die
Anzahl Schritte, die die jeweilige Achse von der Mitte aus macht.
Die ausgewählte Annäherungsmethode wird angezeigt, sobald man im Bereich An-
zeige die gewünschte Methode ausgewählt hat. Die gerechneten Resultate erschei-
nen nachdem man auf den Button "Berechnen" gedrückt hat.
Das Programm besteht noch aus weiterem Fenster, dem Grafikfenster. In diesem
wird der Graph der Funktion sowie die ausgewählte Annäherungsmethode gezeich-
net. Hier kann nichts verändert werden ausser der Grösse des Fensters selbst.
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Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
7. Schlusswort
Das Erstellen dieser Arbeit und das Programmieren haben mir eine Menge Spass
gemacht und viele lehrreiche Stunden gebracht. Für mich stand am Anfang klar das
Programm im Vordergrund. Je mehr ich aber an dieser Arbeit schrieb, desto grösser
wurde sie. Schlussendlich hat sie jetzt schon fast den Umfang einer ganzen IDA oh-
ne ein zusätzliches Programm. Ich habe mir anfangs nicht vorgenommen, so viel zu
schreiben, ich habe aber auch nichts dagegen, jetzt wo es so ist.
Ich wusste schon vor dieser Arbeit, dass man mit dem Integral "die Fläche unter der
Kurve" ausrechnen kann. Jetzt ist mir aber auch noch bekannt, wie das genau geht
und wie das Integral definiert ist. Auch dass mir jetzt die verschiedenen Annähe-
rungsmethoden bekannt sind ist sicher ein Vorteil, da diese in den Schulen meistens
gar nicht oder nur teilweise behandelt werden. Das Interview war ebenfalls sehr inte-
ressant. Ich arbeitete zwar 2 Jahre am selben Ort wie mein Interviewpartner, doch
wusste ich eigentlich nie so genau was er macht. Das lag jedoch auch daran, dass
es ein nicht wirklich einfaches Thema ist, mit dem er sich beschäftigt. Er konnte mir
erzählen wo das Integral wirklich gebraucht wird, und damit war es nicht mehr nur
eine trockene Materie "ohne Anwendung".
Es ging aber nicht alles so, wie ich mir das erwünscht oder vorgestellt hatte. Über die
geschichtlichen Hintergründe der Annäherungsmethoden konnte ich fast nichts er-
fahren. So entschloss ich mich einfach, etwas über die Geschichte des Integrals all-
gemein zu schreiben. Hier war es dann nicht mehr so schwierig, geeignetes Material
zu finden, da ja bekannt ist, welche Personen bei der "Erfindung" des Integrals invol-
viert waren. Das war jedoch der einzige grössere Punkt, den ich nicht so machen
konnte, wie ich wollte. Sonst kann man sagen, dass diese Arbeit eigentlich immer
rund gelaufen ist. Ich hatte auch nie Zeitprobleme, da ich mich mehr oder weniger an
meinen vorgegebenen Zeitplan hielt und auch keine Computerabstürze oder ähnli-
ches passiert sind.
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21.2.03
Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
8. Inhalt der CD-ROM
Die CD-ROM befindet sich in einer Papiertasche, aufgeklebt auf dem Karton zuhin
terst.
Wir die CD-ROM in ein CD-Laufwerk eingelegt, wird mein Programm automatisch
gestartet.
Der Inhalt der CD-ROM gestaltet sich folgendermassen:
/Programm/intergal.exe
Dies
ist
die Anwendung die ich programmiert habe
/Programm/Code/Integral.cpp
Der Code meines Programms ohne den Parser-Teil
Integral.dsw
Eine Projektdatei, nötig um das Projekt zu öffnen
Integral.dsp
Eine Projektdatei, nötig um das Projekt zu öffnen
mathexpr.cpp Der Code des Parsers
mathexpr.h
Die Definitionen des Parsers
resource.h
Die Definitionen des Dialogfensters
Ressources.rc Der Aufbau des Dialogfensters
Icon1.ico
Das Icon des Programms
/Dokument/IDA.pdf
Die komplette Facharbeit als PDF Datei
/IDA_oL.pdf
Die Facharbeit ohne Logbuch als PDF Datei
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Oliver Rusterholz
IDA
Das Integral
9. Bibliografie
Knerr, Richard: Mathematik, Eine faszinierende Wissenschaft
Frankfurt am Main: Goverts Krüger Stahlberg Verlag GmbH, 1973
Streckeisen, Paul: Algebra und Analysis II / Integralrechnung I
AKAD Kursmaterial
Grosses Handbuch der Mathematik
Köln: Buch und Zeit Verlags M.B.H, 1967
Wissensspeicher Mathematik
Berlin: Volk und Wissen Verlag GmbH, 1996
Mathematik / Formeln, Regeln, Merksätze
München: Compact Verlag, 1998
Louis, Dirk: C/C++
München: Markt & Technik Verlag, 2000
Toth, Viktor / Louis, Dirk: Visual C++ 6
München, Markt & Technik Verlag, 1999
Integrals at work
http://integrals.wolfram.com/about/uses
History of Integration
http://integrals.wolfram.com/about/history
Calculus
http://mathworld.wolfram.com/Calculus.html
Integral Approximation
http://www.smithandbyford.com/Integral/S&B%20Integral%20Approximation.htm
ETHZ Who′s Who: Gaudenz Danuser
http://www.verw.ethz.ch/cgi-win/Who.exe/ws7?ID=1599&lang=dt
Näherungsweise Berechnung von Integral
http://sites.inka.de/picasso/Wenz/integral.htm
Earliest Uses of Symbols of Calculus
http://members.aol.com/jeff570/calculus.html
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