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Studienarbeit, 2002, 22 Seiten
Autor: Uta Weigel
Fach: Soziologie - Kinder und Jugend
Details
Institution/Hochschule: Berufsakademie Sachsen in Breitenbrunn (FB Soziologie)
Tags: Innerfamiliärer, Missbrauch, Kindern, Soziologie, Lebensalter
Jahr: 2002
Seiten: 22
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-17221-9
Dateigröße: 90 KB
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Textauszug (computergeneriert)
INNERFAMILIÄRER SEXUELLER MISSBRAUCH
VON KINDERN
Kurs: Soziologie der Lebensalter
Uta Weigel
11.09.2002
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung... 1
2. Die Entwicklungsphase „Kindheit“... 1
2.1. Definition „Kindheit“... 2
2.2. Zeitliche Abgrenzung und Einteilung der Kindheitsphase... 2
2.3. Kurzer geschichtlicher Abriss... 2
2.4. Entwicklungsaufgaben in der Kindheit... 3
2.5. Probleme in der Kindheitsphase... 4
3. Innerfamiliärer sexueller Missbrauch... 5
3.1. Definitionen „sexueller Missbrauch“... 5
3.2. Statistik... 6
3.3. Allgemeine Aussagen zum innerfamiliären sexuellen Missbrauch... 7
3.4. Symptome für den Verdacht auf innerfamiliären sexuellen Missbrauch... 9
3.5. Folgen des innerfamiliären sexuellen Missbrauch.... 10
3.6. Anforderungen an die soziale Arbeit – Prävention von sexuellem Missbrauch... 12
4. Zusammenfassung... 15
5. Anhang
- kurzer geschichtlicher Abriss der Kindheitsphase
- Folgen des innerfamiliären sexuellen Missbrauchs
- Anforderungen an die soziale Arbeit – Prävention von sexuellem Missbrauch
Literaturverzeichnis
1. EINLEITUNG
Es vergeht meist keine Woche, in der die Medien nicht über einen Fall von sexuellem Missbrauch von Kindern berichten. Diese Nachrichten werden von den meisten als etwas sehr Schlimmes betrachtet, da die meisten Mütter und Väter oft unweigerlich an ihre eigenen Kinder denken und Angst davor bekommen, dass eine solche grausame Begebenheit vielleicht auch ihnen „Schützlingen“ widerfahren könnte. Meist jedoch sind dies Missbräuche durch einen Fremdtäter, also durch eine für das Kind unbekannte Person. Dass aber sexueller Missbrauch von Kindern zum größten Teil in der Familie stattfindet, ist für viele kaum nachvollziehbar. In den letzten Jahren ist vor allem dieses Thema zunehmend enttabuisiert worden; viele Opfer haben sich zu Wort gemeldet und darüber berichtet, dass und wie sie innerhalb der Familie sexuell missbraucht worden sind. Dies und die Tatsache, dass eine Zusammenarbeit mit sexuell missbrauchten Kindern später einmal zu meinem Aufgabenbereich gehören könnte, veranlassten mich dazu, mich in meiner Studienarbeit dem Thema „innerfamiliärer sexueller Missbrauch von Kindern“ zu widmen. Ziele für mich dabei sind die Sammlung von Informationen zu diesem Thema und der Abbau von Unsicherheiten bezüglich des Themas.
Da ich mich in meiner Studienarbeit ausschließlich auf Kinder als Opfer beziehe, werde ich zu Beginn die Phase der Kindheit unter verschiedenen Gesichtspunkten näher beleuchten. Im folgenden treffe ich Aussagen über den innerfamiliären sexuellen Missbrauch, wobei ich allgemeine Aspekte an den Anfang stelle und danach sowohl Symptome, Folgen und auch Präventionsmaßnahmen erläutere.
2. DIE ENTWICKLUNGSPHASE „KINDHEIT“
Viele Menschen assoziieren mit dem Wort „Kindheit“ Dinge wie Unbeschwertheit, Freiheit, Emotionalität und wenig Problembelastung, aber auch Schutzlosigkeit, Unterstützungsbedürftigkeit, Unwissenheit und Unmündigkeit. Einige dieser Kennzeichen stimmen ohne Zweifel, sind aber sehr vom einzelnen Individuum und den sozialen Bedingungen, in denen das Kind aufwächst, abhängig. Sicher scheint jedoch, dass Kinder abhängig von anderen sind und spezifischer Unterstützung bedürfen. Kindheit ist eine Schutz- und Vorbereitungsphase. Dennoch genießen heutzutage viele Kinder eine freizügige Erziehung mit Entscheidungsbefugnissen und Mitsprache-rechten und haben viele Möglichkeiten der Selbstverwirklichung im Freizeitbereich.
2.1. Definition „Kindheit“
Die Kindheit ist der erste Abschnitt in der physischen, psychischen und sozialen Entwicklung eines Menschen nach seiner Geburt. In dieser Phase werden die Grundlagen für die weitere Persönlichkeitsentwicklung gelegt. „Kindheit als Ganzes kann als eine Lebensphase charakterisiert werden, in der ein Mensch unter der Obhut und Anleitung von Erwachsenen Schritte der Selbstbestimmung und Selbstbestimmung zu bewältigen hat. Die Kindheit kann in einen frühen und späten Abschnitt unterschieden werden, die jeweils ihre spezifischen und typischen vorrangigen Entwicklungsaufgaben haben.“ (Bründel/Hurrelmann 1996, S. 27)
2.2. Zeitliche Abgrenzung und Einteilung der Kindheitsphase
Nach dem kalendarischen Alter beginnt die Kindheit mit der Geburt und endet circa mit dem 14. Lebensjahr. Biologisch oder medizinisch gesehen wäre das Ende der Kindheitsphase mit dem Beginn der Pubertät und somit mit dem Eintritt der Geschlechtsreife (bei Mädchen erste Menstruation, bei Jungen erste Pollution) gegeben. In der Soziologie geht man davon aus, dass zwischen der Phase der Kindheit und der Jugendphase ein Positions- und Statusübergang stattfindet. Dieser ist gekennzeichnet durch eine allmähliche Erweiterung der Handlungsspielräume und somit einer Erweiterung der Rollenvielfalt. Laut Bründel/Hurrelmann 1996, S. 26 lassen sich in der Gesamtphase „Kindheit“ zwei Teilbereiche ausdifferenzieren:
a) frühe Kindheit, unterteilt in das Säuglingsalter (0-1 Jahr) und das Kleinkindalter (1-3 Jahre)
b) späte Kindheit, unterteilt in das Vorschulalter (4-5 Jahre) und das Grundschulalter (6-11 Jahre)
2.3. Kurzer geschichtlicher Abriss
[...]
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