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Das DRK im Dritten Reich

Termpaper, 2005, 21 Pages
Author: Anna Arend
Subject: Nursing Science

Details

Institution/College: FH
Tags: Dritten, Reich
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V109546
ISBN (E-book): 978-3-640-07726-7

File size: 190 KB


Fulltext (computer-generated)

FH
Einführung in die Pflegewissenschafften 1. Semester

Das Deutsche Rote Kreuz im Dritten Reich

eingereicht von:
Anna-Rebecca Arend

06.2005

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung ...  3

II. Anfänge des Roten Kreuzes ...  4

III. Das DRK bis 1933 ...  5

IV. Das DRK von 1933 bis 1945 ...  7
IV. 1.   Rechtliche Bedingungen ...  7
IV. 2.   Rechtliche und personelle Veränderungen ...  9
IV. 3.   Das DRK im Dritten Reich ... 10
IV. 4.   Rolle der Frauen im DRK ... 15

V. Schlusswort ... 16

Anmerkungen ... 18

Quellenangaben ... 19

Anhang ... 20

 

I. Einleitung

Die Rotkreuzorganisation ist ein weltweit anerkannter humanitärer Verein, welcher von jeher ein hohes Ansehen in der Gesellschaft genießt. Die Leistungen, die das Rote Kreuz international in Vergangenheit und Gegenwart vorzuweisen hat sind unabstreitbar wichtig und vorbildlich für die Allgemeinheit. Auch die nationale Gesellschaft in Deutschland, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), erfüllt bis heute ein breites Spektrum an humanitären Aufgaben. Doch in den letzten zwanzig Jahren wurden immer häufiger Kritiken am Deutschen Roten Kreuz verlautbar. Diese Kritiker behaupten, das DRK habe im Dritten Reich seine Grundsätze verraten und habe aktiv die Ziele Adolf Hitlers und der NSDAP unterstützt. Hinzu kommt der Einwand, dass das DRK sich der Aufarbeitung der eigenen Geschichte verweigere und belegbare Tatsachen abstreite.

Für mich ergibt sich die Frage, ob das DRK sich jeder Zeit an seine Grundsätze hielt, oder ob es den humanitären Gedanken der Rotkreuzorganisationen tatsächlich zu irgendeiner Zeit vernachlässigte. Wobei beachtet werden soll, welche Einflussnahme eine Rotkreuz- organisation in einem Staat überhaupt nehmen kann und in wie weit sie an den Staat gebunden ist.

Durch die verschiedenen Ansichten zum DRK sind in den letzten Jahren viele sich stark widersprechende Schriften über die Rolle des Deutschen Roten Kreuzes im Dritten Reich verfasst worden. Daher ist es mir ein Anliegen, von objektiver Seite herauszufinden, wie man die Bedeutsamkeit des Deutschen Roten Kreuzes zur Zeit des Nationalsozialismus richtig ein zu ordnen hat.

Hierzu soll zunächst kurz die Gründungsgeschichte und die Anfänge des Roten Kreuzes aufgezeigt werden, sowie der damalige Status des DRK in Deutschland zwischen dem ersten Weltkrieg und der Weimarer Republik verdeutlicht werden. Anschließend wird näher auf die eigentlich zu betrachtende Zeit von 1933 bis 1945 eingegangen. Abschließend wird die Bedeutung der hier erlangten Ergebnisse für das Deutsche Rote Kreuz der Gegenwart ermittelt.

 

II. Anfänge des Roten Kreuzes

1859 wurde Henry Dunant auf einer Geschäftsreise Augenzeuge der Schlacht von Solverino, dort mangelte so es stark an Hilfe für die Verwundeten, dass viele sinnlos sterben mussten. Dunant versuchte mit seinen wenigen Mitteln, möglichst vielen Verwundeten zu helfen und begann nach der Schlacht über organisierte Hilfe für die Opfer auf den Schlachtfeldern nachzudenken. Dieser Gedanke war zwar kein neues Thema, da Angehörige verschiedener Orden, z.B. Malteser und Johanniter, schon lange auf den Schlachtfeldern halfen, doch diese Hilfe war nur sehr ungenügend organisiert und nur wenig geeignet zur Bewältigung einer großen Zahl von Verletzten, vor allem, da es an Ärzten und Material fehlte. Zudem wurde meist nur den Verwundeten der eigenen Seite geholfen, während man verletzte oder erkrankte Gegner dem Schicksal überließ. Dunant machte es sich zum Ziel die Hilfe für die verwundeten und erkrankten Krieger zu verbessern und schon in Friedenszeiten mit der Vorbereitung zu beginnen. Außerdem beschloss er, keinen Unterschied zwischen den Menschen zu machen, sondern sowohl den eigenen, als auch den gegnerischen Verletzen zu helfen.

1862 schrieb er in seinem Buch "Eine Erinnerung an Solverino" über seine Erfahrungen und forderte eine unabhängige, ausgebildete Gruppe, welche sich im Kriegsfall um Verletzte kümmern sollte. Gleichzeitig forderte er alle Leute international zu schützen, die nicht in die Kämpfe verwickelt sind. Zur Ausführung seiner Ideen heißt es in dem Buch: „So braucht man also freiwillige Wärter und Wärterinnen, die im Voraus ausgebildet, geschickt und mit ihrer Aufgabe vertraut sind, die außerdem von den Armeeführern anerkannt und daher in jeder Weise unterstützt werden". In seinem Buch wurde vor allem die Forderung nach Gründung von Hilfsgesellschaften für Verwundete deutlich.

Ein Jahr später gründete Henry Dunant das sogenannte „Komitee der Fünf", welchem sich die angesehenen Schweizer Bürger Dr. Appia, und Dr. Manoir, der General Dufour und der Jurist Moynier anschlossen. Später wurde dieses Komitee in „Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)" umbenannt.

Zu Ehren der Schweiz wurde als Zeichen des Roten Kreuzes die schweizerische Nationalflagge in ihren Farben umgekehrt.

Dunants Buch galt in höfischen Kreisen bald als modern und seine beschriebenen humanitären Bestrebungen wurden als vornehm angesehen. Somit war der Weg für das Rote Kreuz auch in Deutschland bereitet, da nun immer mehr Ehefrauen der deutschen Fürsten begannen, Frauenvereine vom Roten Kreuz zu gründen, wodurch das Deutsche Rote Kreuz natürlich noch mehr gesellschaftliche Anerkennung erhielt. Während eines preußischen Krieges gegen Österreich bildeten sich mehrere Frauen –Hilfsvereine, die dann nach dem Krieg 1866 von Königin Augusta aus Preußen unter dem Namen „Vaterländischer Frauenverein“ zusammengefasst wurden. Dieser Verein nahm sowohl Kriegs-, als auch Friedensaufgaben wahr und trug das Zeichen des Roten Kreuzes.

Durch diesen und andere deutsche Vereine freiwilliger Krankenpflege verbesserte sich der Zustand der deutschen und preußischen Truppen enorm. Die einzelnen Männervereine vom Roten Kreuz schlossen sich 1869 zusammen, während sich die Frauenvereine zwei Jahre später zusammenschlossen, außerdem wurde festgelegt, dass sich beide Vereine im Kriegsfall zu einem zusammenfinden.

 

III. Das DRK bis 1933

Zu Anfang des ersten Weltkrieges standen der Gesamtorganisation des Deutschen Roten Kreuzes mehrere Tausend Vereine zur Verfügung, welche zur Unterstützung der deutschen Truppen die erste reichsweite Spendensammlung veranlassten.

1915 forderte das DRK die deutsche Bevölkerung auf sich zu mobilisieren und dem Heer sowie dem Vaterland eine Unterstützung zu sein. Diese Unterstützung konnte sowohl Spendencharakter haben, als auch freiwillige Hilfe in der Krankenpflege sein. Trotz offiziell nicht sinkender Kriegsbegeisterung und Siegeszuversicht des DRK wurde, als der Krieg immer mehr Opfer forderte, der Appell zur Spendengabe vollkommen ersetzt von dem Aufruf zur Opferbereitschaft in der Pflege Verwundeter tätig zu werden. Um auch die Jugend auf solche aufopferungsvollen Einsetze vorzubereiten wurde 1916 ein Jugendverband des DRK gegründet, wo zwar hauptsächlich die Kinderpflege und Hauswirtschaft im Vordergrund stand, aber in der Regel auch Opferbereitschaft indiziert wurde.

Zahlreiche bürgerliche junge Frauen wurden davon angesprochen, da ihnen bereits in Kindertagen beigebracht wurde, dass diese Opferleistungen eine vollkommende Frau ausmachten. Bald galt das Tragen der Schwesternuniform in der Freizeit als schick und versprach ein noch höheres Ansehen in der Gesellschaft., weshalb das DRK viel Zulauf an Nachfolgern bekam.

1918 wurde eine Zentralanstalt zur Aus- und Weiterbildung von Krankenpflegern und Schwestern gegründet, der damit einhergehende Aufruf sich ausbilden zu lassen stieß auf große Resonanz und überstieg sogar die Kapazitäten. Dieses und die Tatsache, dass der Krieg immer mehr Opfer forderte führten dazu, dass die Ausbildungsdauer kurzzeitig stark verkürzt wurde, wodurch sich nach Wiederaufhebung dieser Regelung ergab, dass die zahlreichen Helfer des DRK trotz gleichem Berufsstand noch lange verschiedene Qualifikationen hatten. Bei der Verleihung des Offiziersrang an die Schwestern des DRK, wurde die Qualifikation weiterhin außer Acht gelassen. Somit wurde allen Schwestern, welche direkt im Kriegsgebiet tätig waren, offiziell der Offiziersrang zugesprochen. Damit wurde ihnen mehr Ansehen gesichert, aber auch die enge Verknüpfung der DRK- Schwestern mit dem Militär verdeutlicht. Des weiteren wurde vom Roten Kreuz gefordert, der Bevölkerung den Unterschied zwischen den freiwilligen Schwestern des DRK und anderen Krankenpflegerinnen zu verdeutlichen. Das DRK verlangte daher, dass nur eine DRK- Schwester sich als Schwester bezeichnen durfte, da angeblich nur sie sich in der Pflege tatsächlich aufopfere und alle Arbeit freiwillig annähme.

Gegen Ende des Krieges erfuhr die Schwesternschaft noch eine Neuerung, denn da es in der

Heimat vermehrt an Ärzten fehlte, welche größten Teils an die Front berufen wurden, mussten die Schwestern immer mehr wissenschaftliche Arbeit übernehmen und konnten erstmals an weiterqualifizierenden Fortbildungen teilnehmen.

Nach Ende des Krieges schlossen sich dann schließlich die Landesvereine und Landesfrauen- vereine vom Roten Kreuz zum Deutschen Roten Kreuz mit Sitz in Berlin zusammen. Als Gründungsdatum des DRK ist daher der 25. Januar 1921 benannt.

 

IV. Das DRK von 1933 bis 1945

IV. 1. Rechtliche Bedingungen

Um urteilen zu können, ob das Deutsche Rote Kreuz im Dritten Reich seine Grundsätze verriet oder sogar gesetzeswidrig handelte muss geklärt werden, in wie weit es hätte agieren können und wie genau die Grundsätze zu dieser Zeit lauteten.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verfasste die Grundsätze der Rotkreuzbewegung erst 1965, somit konnte das Deutsche Rote Kreuz während der NS- Zeit nicht bewusst gegen diese Grundsätze handeln. Allerdings galten die später formulierten Grundsätze in den Grundzügen bereits zur Zeit des Dritten Reiches, waren aber noch nicht ausformuliert.

Die Grundsätze der Rotkreuzbewegung sind heute weit verbreitet und für jeden einsichtig auf den DRK- Webseiten, sie lauten wie folgt:

Menschlichkeit

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedslos Hilfe zu leisten, bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Sie ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern.

Unparteilichkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Sie ist einzig bemüht, den Menschen nach dem Maß ihrer Not zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben

Neutralität

Um sich das Vertrauen aller zu bewähren, enthält sich die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung der Teilnahme an Feindseligkeiten wie auch, zu jeder Zeit, an politischen, rassischen, religiösen oder ideologischen Auseinandersetzungen.

Unabhängigkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist unabhängig. Wenn auch die Nationalen Gesellschaften den Behörden bei ihrer humanitären Tätigkeit als Hilfsgesellschaften zur Seite stehen und den jeweiligen Landesgesetzen unterworfen sind, müssen sie dennoch eine

Eigenständigkeit bewahren, die ihnen gestattet, jederzeit nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu handeln.

Freiwilligkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verkörpert freiwillige und uneigennützige Hilfe ohne jedes Gewinnstreben.

Einheit

In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben.

Universalität

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltumfassend. In ihr haben alle Nationalen Gesellschaften gleiche Rechte und die Pflicht, einander zu helfen.

Das Rote Kreuz hatte zur Zeit des Hitler- Regimes, gebunden an die Genfer Konventionen von 1929, den Auftrag, den offiziellen Heeressanitätsdienst zu unterstützen und in Friedenszeiten in einer nationalen Hilfsgesellschaft auf freiwilliger Basis aktiv zu werden. Hierbei durfte nur eine Rotkreuzgesellschaft pro Staat existieren.

Diese Hilfsgesellschaft sollte eine private, vom Staat weitgehende unabhängig Gemeinschaft sein. Allerdings konnte eine Rotkreuzgesellschaft nur unter Duldung des Staates existieren, wodurch eine enge Verbindung zwischen Staat und Rotem Kreuz gegeben war.

Des weiteren galt die Satzung des Deutschen Roten Kreuzes von 1937, welche bis heute, allerdings in stark veränderter Form, im Bundesgesetzbuch verankert ist. Die Paragraphen zwei und drei beschreiben die Aufgaben des DRK:

§ 2. Das Deutsche Rote Kreuz dient gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken.

§ 3. Das Deutsche Rote Kreuz wird gemäß Artikel 10 des Genfer Abkommens zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken der Heere im Felde vom 27. Juli 1929 (RGBl. 1934 II S. 208) als freiwillige Hilfsgesellschaft anerkannt und ermächtigt, im amtlichen Sanitätsdienst der Wehrmacht mitzuwirken.[1]

IV. 2. Rechtliche und personelle Veränderungen

Bereits 1933, also direkt nach der Wahl Adolf Hitlers, wurden aus dem Deutschen Roten Kreuz alle auffälligen NSDAP- Gegner in Führungspositionen entlassen, um die frei gewordenen Stellen durch Mitglieder der Partei zu ersetzen. Der damalige Präsident des Roten Kreuzes wurde auf Wunsch der Partei vorerst beibehalten, bald trat die NSDAP dann an ihre Mitglieder heran, um diese zu ermutigen, in die Vorstände des DRK einzutreten. Somit musste das DRK der nationalsozialistischen Partei die Ausrichtung der Organisation überlassen, um sich ein Fortbestehen, im Sinne der Regelung, dass eine Rotkreuzgesellschaft nur unter Duldung des Staates bestehen darf, zu sichern.

Hätte sich das Rote Kreuz gegen die Regierung gewandt, so hätte diese das Recht gehabt das DRK aufzulösen, somit hatte das DRK eigentlich kaum eine andere Chance, als um seines Fortbestehens wegen die neue Regierung wenigstens zu akzeptieren. In wieweit die Rotkreuzorganisation mehr als nur die benannte Akzeptanz ausübte, wird im Laufe der Arbeit zu klären sein. Ein Beispiel dafür, dass das DRK tatsächlich vorerst keine andere Wahl hatte, ist der Arbeiter Samariter Bund (ASB). Dieser hatte eine andere politische Gesinnung als die NSDAP und wurde somit kurz nach der Wahl der Partei aufgelöst und verboten. Seine Mitglieder hatten nur die Möglichkeit zusammen zu bleiben, wenn sie geschlossen in das DRK eintraten, was die meisten auch taten.

Auch das sogenannte Führerprinzip wurde im DRK allmählich eingeführt, das heißt, nun wurden Vorstände nicht mehr gewählt sondern vom Präsidenten ernannt, wobei dieser sich an die Forderungen der Partei zu halten hatte. Die Regierung versuchte so zu sichern, dass möglichst viele Nationalsozialisten im DRK vorzufinden waren.

Noch im Jahr der Wahl trat der damalige Präsident zurück, um vom SA-Ehrenführer Carl-Eduard Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha ersetz zu werden, ihm wurde der stellvertretende Präsident Hocheisen, ebenfalls aus der SA, zur Seite gestellt. Hocheisen war für die sogenannte Gleichschaltung des DRK verantwortlich, wobei Gleichschaltung hier bedeutet, dass das Rote Kreuz das Führerprinzip und die deutliche Vermehrung an SA- Leuten in den Führungspositionen annehmen sollte.

1939 waren letztlich 50 % der Führungsebene mit aktiven Nationalsozialisten besetzt. (siehe Tab.1)

IV. 3: Das DRK im Dritten Reich

Alle Ausrichtung des Deutschen Roten Kreuzes wurden weitgehend von der NSDAP beeinflusst. Am deutlichsten wird dieses dadurch, dass 1933 die Sanitäter der Organisation zunehmend militarisiert wurden. Dies begann mit einem Wechsel der Uniformen, welche von da an mehr einer militärischen Uniform glich, als die vorherige Arbeitskleidung. Außerdem wurde den DRK- Mitgliedern erlaubt, dass sie, falls sie ebenfalls Mitglied der NSDAP waren, ihre Parteiabzeichen auf der Uniform tragen durften.

Außerdem wurde ein militärisches Zeremoniell eingeführt, so musste man sich zum Beispiel nach militärischer Form grüßen. Hinzukam, dass die NSDAP den Vorschlag unterbreitete, man solle Marschübungen, wie in der Armee unternehmen. Aus meinem Interview geht allerdings hervor, dass nicht jede Dienststelle diesen Vorschlag annahm, so musste die interviewte Schwester nie an solchen Übungen teilnehmen, da sie in ihrer Schwesternschaft nicht ausgeübt worden sind.[2]

Die Sanitäter nahmen den Vorschlag allerdings bereitwilliger an und ließen sich auch immer häufiger vom Sanitätsdienst der SA abwerben. Ein ehemaliger ASB- Mitglied, welches in das DRK übernommen worden ist, schildert in dem Film von Bergmann[3], dass er bei den Sanitätern des DRK den Eindruck einer militärischen Gruppe, statt einer guten Gemeinschaft vermittelt bekam.

Als die SA dann 1934 entmachtet wurde, wurden die ehemaligen DRK- Sanitäter wieder in ihre alten Positionen übernommen.

Ein großer Einschnitt für die Mitglieder des DRK kam 1933 noch hinzu, es wurde nämlich von da an verboten jüdische und nicht „rein arische“ Mitglieder weiterhin zu beschäftigen, da iesen selbst die freiwillige Arbeit verboten wurde. Biege beanstandet, dass das Deutsche Rote Kreuz von sich aus nachfragte, ob Juden weiterhin Helfer sein dürften und kommt zu dem Schluss: „ Solche Initiativen konnten bei Menschenversuchen an Häftlingen in Konzentrationslagern enden.“[4]

Meiner Meinung nach zeigt diese Nachfrage aber nicht, dass das DRK als Organisation nationalsozialistisch war, denn man muss bedenken, dass eine solche Nachfrage wahrscheinlich von einer Führungskraft gestellt worden ist und wie bereits erwähnt, hatte die NSDAP viele Führungspositionen durch Parteimitglieder besetzt. Zumal bedacht werden muss, dass sich das DRK auch nicht gegen den Beschluss hätte wehren können, egal ob die Frage nach jüdischen Helfern gestellt geworden wäre oder nicht. Es ist auch belegt, dass der Hessische Landesverein „diese Praxis für nicht vereinbar mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes“[5] hielt, sich aber letztlich nicht gegen dieses Beschluss stellen konnte.

Dadurch, dass das DRK nun nicht mehr allen offen stand, wurde gegen die Grundsätze der Universalität und der Unparteilichkeit gehandelt Es ist anzunehmen, dass das der Grund war, weshalb das Rote Kreuz das Verbot für Juden nicht schriftlich in die neue Satzung von 1937 mit aufnahm.

In der neuen Satzung wurde Hitler als Schirmherr des Deutschen Roten Kreuzes benannt und fortan mussten alle Führungskräfte, sowie alle aktiven Mitglieder einen Eid auf die Treue zu dem neuen Schirmherr leisten: „ Ich schwöre Treue dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler. Ich gelobe Gehorsam und Pflichterfüllung in der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes nach den Befehlen meiner Vorgesetzten. So wahr mir Gott helfe.“[6] Zusätzlich wurde in der neuen Satzung ein neues Symbol für das Rote Kreuz Deutschlands bestimmt, dieses Symbol war ein Adler mit Hakenkreuz auf der Brust, welches das Rote Kreuz in den Fängen trug. (siehe Abb.1)

Diese Symbolik lässt meiner Meinung nach kaum Spielraum für Spekulationen, es sollte eindeutig deutlich gemacht werden, dass das Deutsche Rote Kreuz fest in der Hand des Hakenkreuzes ist. Damit verstieß das DRK gegen den Grundsatz der Unabhängigkeit, da offensichtlich keine Eigenständigkeit mehr gewährleistet war.

Diese von mir geäußerte Vermutung lässt sich durch ein von Biege gewähltes Zitat aus der Selbsteinschätzung des DRK von 1939, formuliert von Grüneisen in „Das Deutsche Rote Kreuz in Vergangenheit und Gegenwart“ S. 191f.[7] , untermauern. Hier heißt es:

„In einem Staat, der aus nationalsozialistischer Anschauung gestaltet ist, in Gefolgschaft einer Wehrmacht, die von nationalsozialistischem Kämpfertum erfüllt ist, gefördert von einer Partei, die Träger und Ausdruck des nationalsozialistischen Willens des deutschen Volkes ist, kann ein Deutsches Rotes Kreuz nur bestehen, das aus solchem Geist und Willen geformt wurde.“ Das hier Beschriebene geht weit über eine reine Anpassung hinaus, sondern beschreibt das DRK als vom Nationalsozialismus geformt.

Noch im Jahre 1933 veröffentlicht das DRK in der Zeitschrift „Blätter des Deutschen Roten Kreuzes“ einen Artikel über „menschliche Unwertigkeit“, in welchem gefordert wurde, dass man einen energischen Kampf gegen minderwertige Menschen, wie z.B. Behinderte und Erbkranke führen solle. Das DRK bekam die Aufgabe, alle Patienten mit „minderwertigen“ Erbmaterial an die Behörden zu melden aufgetragen. Ein Jahr später führten solche Meldungen zur Sterilisation.

Betrachtet man diese Tatsache unter Beachtung des Grundsatzes der Menschlichkeit, wird man feststellen, dass sich nach nationalsozialistischer Ansicht an den Grundsatz zur Erhaltung der Gesundheit gehalten worden ist, von jedem anderen Standpunkt allerdings ist klar, dass dieses Handeln nur als unmenschlich zu bezeichnen ist und das die im DRK- Grundsatz beschriebene Würde des Menschen vollkommen missachtet wurde.

Der Staat begann 1936 das Deutsche Rote Kreuz immer mehr an sich zu binden, zweifelsohne bereits mit dem Hintergedanken, wie wichtig das DRK im Falle eines Krieges werden könne.

Diese enge Bindung wurde zum Einen durch ein Spendenverbot für das DRK erreicht, denn nun fehlten die finanziellen Mittel für die Arbeit der Organisation, so dass diese auf Hilfe vom Staat angewiesen war. Hätte sich das DRK gegen die NSDAP gewandt, so wären die finanziellen Mittel ausgeblieben und das DKR wäre ruiniert worden.

Zum Anderen wurde der Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes aufgelöst und alle Mitglieder in die Reichsjugend übergeben. Der Nachwuchs wurde also nun gezielt von Nationalsozialisten geprägt, wobei auch DRK- Mitglieder an der Ausbildung beteiligt waren. Das DRK bekam das Recht zugesprochen, zu einem festgelegten Stichtag im Jahr die angeforderte Menge an Jugendlichen überstellt zu bekommen.

Ein Jahr später wird Hocheisen, der die Gleichschaltung nach Meinung der NSDAP nicht ausreichend umsetzen konnte, vom SS- Brigadeführer Ernst- Robert Grawitz ersetzt. Dieses geschah unter anderem daher, weil zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung zu einem Angriffskrieg endgültig gefallen war und Hitler nun die Ressourcen und die Erfahrung des DRK nötiger hatte als je zuvor.

Die einzelnen Verbände des DRK wurden von Grawitz zu einer großen Organisation zusammengefasst, um einen strafferen Arbeitsablauf zu gewährleisten und um sich effektiver auf den Krieg vorbereiten zu können.

Zum gleichen Zwecke wurde die Ausbildung der Schwestern und Helferinnen vereinheitlicht.

Um sich Auszubildende im DRK zu sichern wurde viel Propaganda betrieben, doch diese war nicht annähernd so erfolgreich wie im ersten Weltkrieg, da die Kriegsgeneration noch am Leben war und von den Schrecknissen des Krieges zu berichten wussten.

Schon zu Anfang des Krieges kam es dann zu beträchtlichen Engpässen in der Pflege, so dass alle Krankenhäuser verpflichtet werden mussten, Schwesternschulen einzurichten, außerdem wurde die Dauer der Ausbildung, ähnlich wie bereits im ersten Weltkrieg, verkürzt. Zusätzlich mussten alle Medizinstudenten ein Praktikum im DRK ableisten.

Die nun zahlreichen Schwesternschulen wurden vom Staat als „zentrales Ideologisierungsinstrument“[8] angesehen, da dort vermehrt auf das Unterrichten von Rassen- und Erbfragen geachtet wurde und der nationalsozialistische Gedanke in den Schülerinnen verankert werden sollte. So erinnert sich die von mir Interviewte, dass auch sie bereits mit siebzehn Jahren so häufig die Verhaltensweisen einer guten Bürgerin nahegelegt bekommen hatte, dass sie bereit war eine Frau, die sich ihr gegenüber gegen den Staat geäußert hatte, zu melden, wenn sie nicht von ihrer Familie davon abgehalten worden wäre. Sie meinte dazu wörtlich „Wir bekamen es schon früher so im BDM eingetrichtert, so dass wir am Anfang unserer Ausbildung schon tatsächlich daran (das Melden von Partei- Gegnern) glaubten.“[9]

Wenn man bedenkt, dass nun immer mehr DRK- Mitglieder von Anfang an zu Nationalsozialisten erzogen worden waren, ist es nicht verwunderlich, dass das Anbieten der Mitgliedschaft in der NSDAP als Auszeichnung für die DRK- Helfer eingeführt wurde. Biege sagt, dass die Uniform des Deutschen Roten Kreuzes sich für „Ausschmückungen aller Art“ anbot und dass die DRK- Mitglieder „von diesem Wunsch nach Auszeichnungen“ nicht frei waren.[10] Doch aus meinem Interview geht hervor, dass die Schwestern des DRK meist keine andere Möglichkeit hatten, als die sogenannte Auszeichnung in Form der NSDAP- Mitgliedschaft anzunehmen. Laut Frau Tews geht hervor, dass es einen festgelegten Tag im Jahr gab, an dem alle anwesenden Schwestern in die Partei aufgenommen wurden, sie selbst entging dem unfreiwillig, da sie genau an diesem Tag Urlaub hatte.[11]

Im September 1939 erklärte sich Grawitz bereit, für die später als „Aktion T4“ getarnte und als „Euthanasie“ bezeichnete Ermordung körperlich und geistig Behinderter, SS-Ärzte, unter Anderem auch aus dem DRK, abzustellen. Grawitz war außerdem persönlich für die Genehmigung der seit 1941 in den Konzentrationslagern stattfindenden medizinischen Experimente an KZ-Häftlingen zuständig. Der Reichsarzt- SS wurde zur Anlaufstelle für die Anforderungen von Häftlingen für medizinische Versuche verschiedenster Forschungseinrichtungen. Auch Himmler selbst beauftragte ihn mit der Planung oder Koordinierung von Versuchen und erhielt laufend schriftlich von Grawitz Bericht. Auf diese Weise machte Grawitz Himmler auch den Vorschlag zum Einsetzen von Gaskammern für KZ- Insassen.

In allen diesen Briefen richtet sich Himmler allerdings an Grawitz in der Funktion als Reichsarzt- SS, nicht an Grawitz den stellvertretenden Präsidenten des DRK.

Grawitz selbst versuchte weitgehend verdeckt zu arbeiten, um nicht als DRK- Mitglied wider den Konventionen zu handeln und somit das Fortbestehen des DRK zu gefährden.

Am 26. April 1945 besetzten sowjetische Truppen das DRK-Hauptlager und DRK-Präsidium in Potsdam-Babelsberg. Die SS- Führungsspitze war zu diesem Zeitpunkt schon geflohen. Grawitz hatte sich drei Tage zuvor samt Familie selbst getötet. Der Rest der DRK-Führung gründete ein vorübergehendes Komitee und versuchte bei den Alliierten das Fortbestehen der Organisation zu erreichen.

IV. 4. Rolle der Frauen im DRK

Die Frauen, die im DRK zu Anfang des Dritten Reiches tätig waren, entstammten hauptsächlich dem Kleinbürgertum, Mädchen aus der Arbeiterschaft wurden erst 1944 zugelassen, da es durch den herrschenden Krieg zu einem regen Mangel an Pflegekräften kam. Diesen jungen Frauen musste dann aber erst Lesen und Schreiben beigebracht werden, da sie aus ärmlichen Verhältnissen kamen und sich vorher keine Bildung hatten leisten können.

Die Schwestern und Helferinnen des DRK wurden von der Propaganda- Maschinerie als Vorbild an Tugendhaftigkeit der deutschen Frau dargestellt, da sie sich für das Vaterland aufopferten und somit ihren Dienst im Krieg leisteten. Von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wurde, wie Gruber Grüneisen zitiert, ein „Höchstmaß an Bescheidenheit und Selbstverleugnung im Dienst“ verlangt.[12] Das Schwestersein wurde als die weibliche Form des Soldaten angesehen, da beide ihren Neigungen entsprechend das Wohl des Vaterlandes förderten. Da auch viele Schwestern der DRK ihr Leben an der Front ließen ist dieser Vergleich wohl nicht sehr weithergeholt, denn gerade am Ende des Krieges wurde kein Unterschied von den Alliierten gemacht, so dass auch DRK- Schwestern in deutschen Flüchtlingszügen bombardiert worden sind.

Die Schwestern, die an der Front im Einsatz waren, wurden von den Schwestern der „Heimatfront“ beneidet, weil viele Frauen glaubten, nur da tatsächlich gleiche Opfer bringen zu können wie die Männer es bereits taten. Doch die Schwestern im Feld mussten unter sehr harten Bedingungen arbeiten, meist waren ihre Schichten mehr als zwanzig Stunden lang, ohne dass sie hätten Pausen machen können, häufig fanden sie auch keine Zeit Nahrung zu sich zu nehmen.

Es wurden ständig mehr Pflegekräfte benötigt, vor allem in der Heimat, da viele an der front tätig waren. Hinzu kam, dass inzwischen immer mehr männliche Pflegekräfte entweder als Pfleger oder als Soldat direkt am Krieg beteiligt waren und somit nicht in der Heimat arbeiten konnten. So kam es, dass nun Frauen ihren Platz einnehmen mussten und fortan die Schwerstarbeit der Männer zu bewältigen hatten, so wurden zum Beispiel Frauen des DRK zum Krankentransport mit Rettungswagen beauftragt.

Des weiteren tat der Staat viel dafür, um immer mehr Pflegepersonal zu bekommen. So wurde ab 1941 die Heirat für Schwestern erlaubt, so dass diese nicht mehr austraten, wenn sie verheiratet waren. Ab 1942 wurden härte Gesetzte erlassen, ab da durfte keine Schwester mehr ihren Beruf wechseln und alle Helferinnen, sowie Schwesternhelferinnen mussten zur Weiterbildung gemeldet werden. Auch wurden ab 1942 wieder nicht „rein arische“ Schwestern zugelassen.

 

V. Schlusswort

Es ist nicht belegt, in wieweit einzelne Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes von den Menschenversuchen und den Zuständen in den Konzentrationslagern wussten. Selbst das IKRK hatte sich nie ein eindeutiges Bild machen können, es unternahm zwar Besuche in einigen Konzentrationslagern, dort hatte man aber dafür gesorgt, dass das IKRK keine Bilder des Schreckens zu sehen bekam. Die in dem Film interviewte DRK- Schwester Altemeier[13] zum Beispiel empfand das Warschauer Ghetto als eingezäunte Stadt und nicht als Ort von Gewalt. Auch Gruber beteuert in seinem Werk, dass das DRK niemals von den Zuständen in den Konzentrationslagern wusste.[14] Wohingegen Biege die Behauptung aufstellt, dass „an den Juden Europas ein Massenmord verübt worden war, ein Massenmord, der unter den Augen des Roten Kreuzes stattgefunden hatte.“[15], wobei er diese Behauptung nicht eindeutig dokumentieren kann. Die für das Rote Kreuz verbindliche Bestimmung zum Schutz der Zivilbevölkerung wurde erst 1949 im Genfer Abkommen verfasst, somit konnte sich das Rote Kreuz nach meiner Auffassung nicht rechtswidrig verhalten.

Ein oft diskutierter Punkt ist, in wie weit das DRK von der Judenvernichtung gewusst hatte. Die DRK- Ärzte, die an den Menschenversuchen unter Grawitz teilnahmen haben bekanntlich davon gewusst, nur handelten diese nie als DRK- sondern in ihrer Funktion als SS- Mitglieder, die lediglich ein kleinen Teil der Rotkreuzorganisation bildeten. Den Großteil machten die Schwestern und Helferinnen, sowie die Sanitäter aus, doch über deren Wissen gibt es kaum Belege, da diese alle 1945 zerstört wurden.

Es gibt Berichte darüber, dass eine Truppe von Schwestern behinderte Kinder beim Transport zu einer Tötungsstelle begleite, was eindeutig darauf hinweist, dass wenigstens ein Teil der DRK- Frauen um die Zustände im Dritten Reich wussten. Doch auch dieses Ereignis beschreibt wieder nur einen kleinen Teil einer großen Organisation.

Als einziges eindeutig festzustellen ist, dass das Deutsche Rote Kreuz gegen die eigenen, noch nicht ausformulierten Grundsätze mehrmals verstieß, sich aber immer an die ihm auferlegten Gesetzt hielt. Selbst das IKRK wusste nicht mit der Ermordung der Juden umzugehen, da hier ein formaljuristisches Problem auftrat, denn hätte man sich verstärkt für die Rettung der Juden eingesetzt, so hätte man eine bestimmte Gruppe bevorzugt, was dem Roten Kreuz verboten  war, da es keine Rassenunterschiede machen durfte.

Abschließend ist also zu sagen, dass das Deutsche Rote Kreuz durch einzelne Personen, meist aus der von der NSDAP bestimmten Führungsebene, in die Verbrechen des zweiten Weltkrieges verwickelt war, als Organisation an sich aber als unschuldig zu gelten hat.

Somit kann dem Deutsche Rote Kreuz der Gegenwart einzig der Vorwurf gemacht werden, dass es sich noch nicht ausreichend mit der eigenen Geschichte befasst hat. Da das DRK nach dem Krieg neu organisiert wurde, kann man meiner Meinung nach das Deutsche Rote Kreuz als das ansehen, was es ist: Eine humanitäre Einrichtung, die ihr hohes Ansehen in der Gesellschaft verdient hat.


[1] http://www.verfassungen.de/

[2] Frau Tews: DRK-Schwester von 1940-1985. Interview am 12.06.2005

[3] Biege, Bernd: Helfer unter Hitler- Das Rote Kreuz im Dritten Reich. Kindler. Reinbek 2000. S. 26

[4] Bergmann, Wolfgang: Missbrauchte Helfer- Das Deutsche Rote Kreuz von 1919 bis 1945.  absolut Medien. Berlin 1996

[5] Riesenberger, Dieter: Das Deutsche Rote Kreuz- Eine Geschichte 1864-1990. Schöningh. Paderborn 2002. S. 280

[6] Biege, 2000. S. 39

[7] Biege, 2000. S. 72

[8] Riesenberger, 2002. S. 296

[9] Frau Tews, 2005

[10] Biege, 2000. S.51

[11] Frau Tews, 2005

[12] Gruber, Walter: Das Rote Kreuz in Deutschland. Wirtschaftsverlags GmbH. Wiesbaden 1985. S.90

[13] Bergmann, 1996

[14]Gruber, 1985. S. 96

[15] Biege, 2000. S. 85


Quellenangaben

Bücher:

Biege, Bernd: Helfer unter Hitler- Das Rote Kreuz im Dritten Reich. Kindler. Reinbek 2000

Favez, Jean Claude: Das Internationale Rote Kreuz und das Dritte Reich. Bertelsmann. München 1989

Gruber, Walter: Das Rote Kreuz in Deutschland. Wirtschaftsverlags GmbH. Wiesbaden 1985

Riesenberger, Dieter: Das Deutsche Rote Kreuz- Eine Geschichte 1864-1990. Schöningh. Paderborn 2002

Film:

Bergmann, Wolfgang: Missbrauchte Helfer- Das Deutsche Rote Kreuz von 1919 bis 1945. absolut Medien. Berlin 1996

Museum:

Museum für Rotkreuz-Geschichte Pinneberg Rehmen 89 25421 Pinneberg

Internet:

http://www.drk.de/

http://www.verfassungen.de/

www.wikpedia.org

Interview:

Frau Tews: DRK-Schwester von 1940-1985. Interview am 12.06.2005


Anhang


DRK-Mitarbeiter

Funktion im DRK

Stellung in SS u. a.

Prof. Dr. Grawitz

Geschäftsführender Präsident des DRK

SS- Obergruppenführer, Reichsarzt- SS

Prof. Dr. Stahl

DRK- Generalhauptführer,

Chef des Stabes im Präsidium

Chef des Amtes für Schwesternschaften

SS- Standartenführer, Führer im Stab RF- SS, Sanitätsinspektor der Waffen- SS

Pohl

u. a. DRK- Generalführer

u. a. SS- Obergruppenführer

Prof. Dr. Gebhardt

DRK- Generalführer

SS- Gruppenführer, Oberster Kliniker der SS u. General der Waffen- SS

Dr. Berning

DRK- Generalführer

SS- Obersturmbannführer, aktiver Arzt, Adjutant des Reichsarzt

Reiners

DRK- Generalführer

SS- Hauptsturmführer

Müller

DRK- Generalführer

SS-Brigadeführer

Dr. Böttcher

u. a. DRK- Generalführer

Regierungspräsident des Warthegaus, SS- Standartenführer

Tabelle 1

Riesenberger, 2002. S. 359f

Abbildung

Postkarte des DRK, neues Symbol oben links


Comments

Markus Wicke
25.12.2006 21:35:35
Rolle des DRK im 3. Reich
Die Arbeit ist unwissenschaftlich und spekuliert entsprechend grundlagenlos über die Schuld oder Unschuld des DRK. Zudem wurde wichtige Literatur zum Thema nicht ausgewertet. Das Deutsche Rote Kreuz war eindeutig eine nationalsozialistische Organisation, die eng an die SS gebunden wurde, dies leugnen zu wollen macht keinen Sinn.
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