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AIDS in Afrika? Die Zweifel der südafrikanischen Regierung an den Gefahren von HIV/AIDS

Hauptseminararbeit, 2002, 21 Seiten
Autor: Melanie Möller
Fach: Ethnologie / Volkskunde

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V109551
ISBN (E-Book): 978-3-640-07731-1

Dateigröße: 100 KB
Anmerkungen :
Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung der AIDS-Politik in Südafrika unter der Regierung Mbeki. Die Regierung unterstützt die Meinung sog. "AIDS-Kritiker", die die Existenz von HIV/AIDS leugnen. Woher diese Annahme kommt und inwieweit sie in den speziellen kulturellen und historischen Kontext Südafrikas passt, wird im Verlauf der Arbeit heraus gestellt.



Volltext (computergeneriert)

Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Ethnologie
„Medizinethnologie: Ethnologie und AIDS“
Hausarbeit

AIDS in Afrika?
Die Zweifel der südafrikanischen Regierung an den Gefahren von HIV/AIDS

eingereicht von
Melanie Möller

 2002

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 1

2. Geschichte der AIDS-Politik in Südafrika  ... 1
2.1 AIDS-Politik in Südafrika vor und nach der Apartheid  ... 1
2.2 Schwierigkeiten der neuen Regierung bei der Ausführung von AIDS-Programmen

3. Hintergründe für die Regierung Mbeki in der AIDS-Politik  ... 4
3.1 Begründung der Einberufung eines AIDS-Panels  ... 4
3.1.1 Ergebnisse des AIDS-Panels  ... 6
3.2 Die kritischen Position der sogenannten „AIDS-Dissidenten“  ... 7
3.3 Die Erstellung von HIV-Infektionsstatistiken in Afrika  ... 9
3.4 Begründung der Regierung für das Zurückhalten anti-retrovitraler Medikamente  ... 11
3.5 Die besondere Rolle von Mbeki  ... 12
3.6 Oppositionelle Ansichten innerhalb der Regierung und von Seiten der Bevölkerung  ... 14
3.7 AIDS-Präventionsmaßnahmen der Regierung  ... 15

4. Zusammenfassung: Welche Gründe hat die Regierung Mbeki für dieUnterlassung der Verteilung anti-retroviraler Medikamente in Süfafrika?
Warum erhebt gerade Südafrika Zweifel an dem Zusammenhang zwischen HIV und AIDS?  ... 16

Quellenverzeichnis  ... 18

 

1. Einleitung

Für uns ist vollkommen klar, daß HIV AIDS verursacht. Wir wissen, daß durch AIDS-Erkrankungen weltweit jährlich Millionen von Menschen sterben. Wir wissen, wie das Virus aussieht, denn wir haben Zeichnungen in den Wissenschaftsmagazinen und den Biologiebüchern gesehen. Wir wissen auch, daß es Medikamente gibt, die das Ausbrechen der Krankheit AIDS hinauszögern können. Die meisten von uns wissen allerdings nicht, daß es Menschen gibt – Wissenschaftler, Ärzte, Journalisten – die Zweifel haben an dem, was wir über AIDS wissen oder zumindest zu wissen glauben. Sie sagen, niemand habe das Virus, das AIDS verursacht bislang gesehen und sie haben recht, denn Fotos gibt es keine. Aber was ist mit den Millionen von Menschen, die jährlich sterben? Sie sterben an einer Vergiftung durch AIDS-Medikamente, sagen die Zweifler, sie sterben an den Folgen der HI-Virus-Infektion, sagen die konventionellen AIDS-Forscher. Welche der beiden Seiten recht hat oder die besseren Argumente aufweisen kann, ist nicht das Ziel dieser Arbeit. Hier soll lediglich dargestellt werden, was für einen Einfluß die Zweifel an der HIV/AIDS-Theorie für die AIDS-Politik in Südafrika haben. Es soll versucht werden aufzuzeigen, warum der Präsident des Landes mit der höchsten HIV-Infektionsrate der Welt, mit über 4, 7 Millionen Erkrankten, sich weigert Medikamente auszugeben, die in den Augen der meisten Menschen Leben retten.

Die Informationen, die in diese Arbeit einfließen, stammen ausschließlich aus dem Internet, da sich nur dort eine Darstellung der aidskritischen Position findet, die Präsident Thabo Mbeki dazu veranlaßte, eine Diskussion über die bisherigen Ergebnisse der AIDS-Forschung anzuregen.

 

2. Geschichte der AIDS-Politik in Südafrika

Um die Position der Regierung Mbeki zu verstehen, die zu einem Verbot der Abgabe anti-retroviraler Medikamente führte, muß zuerst die Geschichte der AIDS-Politik in Südafrika betrachtet werden. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf die Veränderungen zu legen, die sich durch das Ende der Apartheid ergeben haben.

2.1 AIDS-Politik in Südafrika vor und nach der Apartheid

Zum ersten Mal entdeckt werden HIV-Infektionen in Südafrika in den frühen 80er Jahren. Die erste statistische Erfassung von Infizierten geschieht im Jahr 1990, wobei die Zahl mit 0,8 % Infizierten in der Bevölkerung im Vergleich zu den heutigen Zahlen verschwindend gering ist. Ungefähr zu dieser Zeit beginnen sich auch NGOs zu etablieren, die sich in erster Linie mit Fragen der Prävention von AIDS beschäftigen. Im Jahr 1991 beginnt die Gesundheitsabteilung des ANC damit, Maßnahmen gegen AIDS mit der damaligen Regierung zu diskutieren. Da der ANC gerade erst aus dem Exil zurückgekehrt ist, hat er ein Bild von den verheerenden Folgen, die AIDS in anderen afrikanischen Ländern mit sich gebracht hatte und unternimmt deshalb besondere Anstrengungen in der AIDS-Politik. Im darauffolgenden Jahr wurde vom ANC und dem damaligen Gesundheitsministerium eine AIDS-Konferenz einberufen, welche die Bildung des National AIDS Commitee of South Africa (NACOSA) nach sich zieht. Dieses Komitee soll die Maßnahmen zur Bekämpfung von AIDS im Land koordinieren. Hierzu wird ein Maßnahmenkatalog, der AIDS-Plan, aufgestellt, der innerhalb von zwei Jahren verwirklicht werden soll. An der Durchführung des Plans sollen alle Ministerien beteiligt sein, nicht nur das Gesundheitsministerium. Außerdem wird eine enge Zusammenarbeit mit den NGOs angestrebt (vgl. Schneider/Stein, 2001: 723-725).

Nach dem Ende der Apartheid 1994 und der damit verbundenen Machtübernahme des ANC sollen die Maßnahmen gegen AIDS wie geplant fortgeführt werden. Die neue Regierung wird hierbei aber mit Schwierigkeiten konfrontiert, die einer effizienten Durchführung des AIDS-Plans entgegenstehen und die in Punkt 2.2 separat erläutert werden.

1997 wird ein neues Arzneimittelgesetz erlassen, das den Import und die Herstellung von Generika erlaubt, auch wenn der Patentschutz für die Herstellung der Medikamente noch nicht abgelaufen ist. Südafrika macht es mit diesem Gesetz möglich, die Kosten für die teuren anti-retroviralen Medikamente zu senken. Die Regierung wird im Gegenzug von mehreren westlichen Pharmakonzernen verklagt, die die Abgabe der verbilligten Mittel verhindern wollen. Die Konzerne ziehen ihre Klage allerdings im Jahr 2001 zurück.[1]

Parallel zu dieser Entwicklung beginnt ab dem Jahr 1999, mit dem Amtsantritt von Präsident Mbeki, innerhalb der Regierung die Diskussion um die Wirkung anti-retroviraler Medikamente, wie dem ursprünglich gegen Krebs entwickelten Mittel AZT. Mit der Frage um die Wirksamkeit der Medikamente werden allgemein Fragen nach den Ursachen von HIV/AIDS aufgeworfen und Fragen die sinnvollste Reaktion betreffend. Zur Klärung offener Fragen beruft Mbeki im Jahr 2000 das AIDS Advisory Panel ein, ein Treffen internationaler Wissenschaftler, von denen ein Drittel sogenannte AIDS-Dissidenten sind, die bestimmte wissenschaftliche Grundlagen, auf denen die Therapie von HIV/AIDS beruht, anzweifeln.[2] In Punkt 3.2 erfolgt eine nähere Betrachtung der Position dieser AIDS-Kritiker.

Bis zur Klärung der grundlegenden Fragen, welche die Regierung, insbesondere Mbeki, zur AIDS-Frage in ihrem Land hat, unterbindet sie trotz des Klagerückzugs der Pharmaindustrie die Abgabe der anti-retroviralen Medikamente. Hierbei geht es vor allem um das Medikament Nevirapine, welches das Risiko einer Übertragung des HI-Virus bei HIV-positiven Müttern auf ihre ungeborenen Kinder vermindern soll. Um die Regierung zur Abgabe des Medikaments zu zwingen, verklagt die AIDS-Aktivistengruppe Treatment Action Campain (TCA), die vorher noch an der Seite der Regierung um die Abgabe der Generika gekämpft hatte, die Regierung.[3] Trotz einer Niederlage vor Gericht ändert sich die Haltung der Regierung nicht; die Regierung geht auf Grund des Urteils in Berufung – was nichts daran ändert, das sie bis zum Urteil der Berufungsverhandlung zur Abgabe gezwungen wäre - und die Medikamente werden auch weiterhin nicht abgegeben.[4] Allerdings ist es so, daß die Mittel nur an den Krankenhäusern abgegeben werden dürfen, die HIV-Tests durchführen können. Die Entscheidung, ob sie dies können, liegt bei den Krankenhäusern selbst.[5]

2.2. Schwierigkeiten der neuen Regierung bei der Ausführung von AIDS-Programmen

Die Durchführung der Maßnahmen gegen AIDS, wie sie ursprünglich beschlossen wurden, wird durch die Phase des Umbruchs und der Neugestaltung, die ab dem Ende der Apartheid 1994 eintritt, erschwert. Die neue Regierung ist zwar willig, die Maßnahmen wie geplant durchzusetzen, stößt aber auf bürokratische Schwierigkeiten. So muß sie noch für weitere fünf Jahre nach ihrem Amtsantritt den Verwaltungsapparat der alten Regierung übernehmen. Dieser ist für eine flexible Handhabung im sozialen Bereich nicht in dem Ausmaß geeignet, wie es für die Durchführung eines komplexen Programms wie des AIDS-Plans nötig wäre. Die Verantwortung für das Programm wird auf das Gesundheitsministerium abgeschoben, obwohl der Plan eine Zusammenarbeit aller Ministerien vorsieht. Außerdem führt die Einführung eines föderalistischen Systems im Land zu einer Dezentralisation des Gesundheitswesens. Die Verantwortung für die Durchführung des AIDS-Plans fällt dadurch zunächst den Provinzen zu, die wiederum die Verantwortung an lokale Verwaltungsbezirke abgeben. Durch die Zuordnung zum Gesundheitswesen kommt es, daß das ganze Programm auch über dieses finanziert wird. Dabei variieren die Summen, die einzelne Provinzen aufzubringen bereit sind stark. Eine einheitliche Durchführung von Maßnahmen im ganzen Land ist somit nicht mehr möglich. Es geschieht auch keine, wie im AIDS-Plan vorgesehene, enge Zusammenarbeit zwischen NGOs und Regierung, was eine Koordination verschiedener Maßnahmen zusätzlich erschwert(vgl. Schneider/Stein, 2001: 725-728).

 

3. Hintergründe für die Position der Regierung Mbeki in der AIDS-Politik

Um die Gründe der südafrikanischen Regierung für ihre Linie in der AIDS-Politik zu verstehen, ist es nötig, verschiedene Aspekte zu betrachten. Im werde mich im folgenden mit dem AIDS-Panel beschäftigen, einen kurzen Einblick in die Sichtweise der AIDS-Dissidenten geben und versuchen, die Sonderstellung von Präsident Mbeki herauszuarbeiten, die dieser ohne Zweifel in dem Diskurs über die AIDS-Politik in seinem Land einnimmt. In diesem Zusammenhang werden auch kontroverse Diskussionen innerhalb des Landes zur Sprache kommen.

3.1. Begründung der Einberufung eines AIDS-Panels

In einem Interview vom 16. April 2000 gibt Präsident Thabo Mbeki an, es seinen Fragen aufgekommen, was die Toxizität und die Wirksamkeit des anti-retroviralen Mittels angehe, das an Schwangere im ganzen Land abgegeben werden soll. Die Regierung habe die Verpflichtung, diesen Fragen nachzugehen, da es unverantwortlich sein, ein giftiges und eventuell nutzloses Medikament an die Bevölkerung abzugeben. Er habe das AIDS-Panel einberufen, um alle Meinungen zu diesem Thema an einen Tisch zu bringen, wo sie dann erörtert werden könnten. Auf die Frage, inwiefern der Kostenfaktor für die Medikamente eine Rolle in seiner Entscheidung spiele, diese vorerst nicht abzugeben, antwortet Mbeki, daß dieser Faktor sehr wohl eine Rolle spiele und gerade auch im finanziellen Kontext die Beantwortung der Frage nach der Wirkung der Medikament von Bedeutung sei. Gerade das Ausmaß der Katastrophe, die AIDS in Südafrika bedeute, verlange eine korrekte und schnelle Reaktion. Man könne aber nicht korrekt reagieren, wenn man die Augen und Ohren vor einer bestimmten wissenschaftlichen Meinung schließe. So müßten auch alternative Sichtweisen darüber beachtet werden, wie das Immunsystem eines Menschen in einem Land reagiere, in dem Armut herrsche und in dem der Mensch deswegen immer wiederkehrenden Infektionen ausgesetzt sei. Es sei kein Wunder, daß ein Immunsystem unter solchen Umständen zusammenbreche.[6]

In diesem Interview werden sehr deutlich die Zweifel klar, die Mbeki daran hat, anzuerkennen, daß die Hauptursache der Krankheiten in seinem Land der HI-Virus ist. An anderer Stelle formuliert er auch noch einmal deutlich, die Probleme in Südafrika könnten nicht alle nur einem einzigen Virus angelastet werden.[7]

In einem Brief an Kofi Annan, Bill Clinton, Tony Blair und Gerhard Schröder vom 3. April 2000, liefert Mbeki ebenfalls eine Begründung seiner AIDS-Politik und damit verbunden auch die Gründe, die zur Einberufung des AIDS-Panels führten. Hierin gibt er an, daß die südafrikanische Regierung eigene Anstrengungen zur Aidsbekämpfung unternommen habe, u.a. die Einführung eines National AIDS Council und einer Kampagne, die den Aufruf zu Safer Sex beinhalte. Maßnahmen gegen HIV würden aber ebenso die Eliminierung der Armut beinhalten und der Diskriminierung aidsinfizierter Menschen entgegenwirken. Auch würden in dem begrenzten Rahmen, der dem Staat zur Verfügung stehe, Medikamente bereitgestellt werden. Es sei aber auch der Fall, daß er die Gesundheitsministerin damit beauftragt hätte, sich die kontroversen Meinungen der Wissenschaftler zu HIV/AIDS und zu bestimmten anti-retroviralen Mitteln genauer anzusehen. Im Zuge dieser Betrachtungen sei das AIDS-Panel einberufen worden. Im folgenden führt Mbeki Belege dafür an, daß in westlichen Ländern AIDS hauptsächlich unter männlichen Homosexuellen übertragen werde, in afrikanischen Ländern jedoch in erster Linie heterosexuell. Er würde gerne klären, wie es zu diesem Unterschied komme. Ebenso, warum in Afrika sehr viel mehr Menschen an AIDS sterben würden als in den westlichen Ländern. Aufgrund dieser Unterschiede sei es unlogisch, westliche Erfahrungen mit HIV/AIDS auf Afrika zu übertragen. Es müsse deshalb eine Antwort auf AIDS gefunden werden, die auf die afrikanischen Zustände zugeschrieben sei. Die Suche nach dieser Antwort werde aber sowohl von Stimmen aus dem eigenen Land als auch von Stimmen aus dem Westen verdammt und als kriminelles Verhalten im Kampf gegen AIDS gewertet. Daß man ihm verbieten wolle, Menschen anzuhören, deren Meinung als „gefährlich und diskreditierend“[8] gelte, erinnere ihn an die Zeit der Apartheid in Südafrika, in der Menschen getötet, gefoltert und eingesperrt worden seien, eben weil ihre Ansichten als gefährlich und diskreditierend galten.[9]

In den in diesem Brief angeführten Argumenten zeigt sich vor allem der Wille, eine eigene Antwort auf die Probleme, die AIDS in Südafrika verursacht, zu finden. Ebenso zeigen sich Zweifel an einer Lösung, die von westlichen Ländern übernommen wird. Ganz klar wird, daß Mbeki sich weder von westlichen Staaten noch von Stimmen im eigenen Land davon abhalten lassen will, nach eigenen Lösungen zum Umgang mit AIDS zu suchen, was am deutlichsten in der Aussage hervortritt, die Reaktionen auf seine Suche nach einer angemessenen Antwort auf AIDS, erinnerten ihn an die Zeiten der Apartheid.

Die konkreten Fragen und Punkte, wie sie auf dem AIDS-Panel erörtert werden sollten und auf den Einladungen für die Teilnehmer formuliert waren, lauteten schließlich:[10]


1. Welche Belege gibt es für die Annahme, daß HIV die Ursache von AIDS ist und welche Konsequenzen würden sich für die Entstehung der Symptome und deren Diagnose ergeben?

  1. Was ist die Ursache der Immunschwäche, welche zu AIDS und schließlich zum Tod führt?
  2. Welches sind die effizientesten Möglichkeiten, um auf diese Ursachen zu reagieren?
  3. Warum wird HIV/AIDS im Afrika südlich der Sahara heterosexuell übertragen, während es in den Industrieländern angeblich homosexuell übertragen werden soll?


2. Welche Rolle kann eine Behandlung in Entwicklungsländern spielen? Welche Behandlungsmöglichkeiten sind für Entwicklungsländer angepaßt:

  • für AIDS-Kranke
  • für HIV-Positive
  • für die Prävention der Mutter-Kind-Übertragung
  • in der Prävention von HIV-Infektionen bei berufsbedingten Verletzungen
  • in der Prävention von HIV-Infektionen nach Vergewaltigungen

3. Therapeutische Prävention von HIV/AIDS

3.1.1 Ergebnisse des AIDS-Panels

Ein Teil der Ergebnisse des AIDS-Panels, das unter dem oben aufgeführten Fragestellungen veranstaltet wurde, läßt sich aus einer Pressemitteilung der Gesundheitsministerin vom 4. April 2001 ablesen, in der der Zwischenbericht der Teilnehmer des Panels vorgestellt wird. Der Zwischenbericht selber war trotz der angegebenen Links leider nicht mehr im Internet einsehbar.

Die Teilnehmer des Panels seien sich darüber einig, daß Faktoren wie schlechte Ernährung oder infektiöse Krankheiten wie Tuberkulose dem Fortschreiten von HIV/AIDS in Südafrika Vorschub leisten würden. Weiterhin wurde beschlossen, Studien zur Verläßlichkeit der HIV-Tests durchzuführen. Ebenfalls sei es notwendig, ein besseres System für die Sammlung von Daten einzurichten, da diese Daten unerläßlich seien, um die Epidemie zu verstehen und ihr zu begegnen. Bei den Maßnahmen gegen AIDS müsse außerdem beachtet werden, daß in Südafrika, im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern, mehrere Untertypen des HI-Virus vorhanden seien. Uneinigkeit hätte unter den Teilnehmer bezüglich der Frage nach der Prävention geherrscht. Man sei sich aber einig darüber, daß diese auf Informationsprogrammen basieren müsse, auf der Aufforderung zum Benutzen von Kondomen, auf einer effektiven Behandlung sexuell übertragbarer und anderer ansteckender Krankheiten und auf Programmen zur Bekämpfung der Armut. Ein anderer Streitpunkt unter den Teilnehmern sei der Einsatz anti-retroviraler Medikamente gewesen, für den sich ein Teil ausgesprochen habe, ein Teil dagegen und ein dritter den Einsatz der Medikamente nur unter ausreichender medizinischer Betreuung befürworte. Um HIV/AIDS in Südafrika besser verstehen zu können und um angemessene Maßnahmen einleiten zu können, würden bestimmte Empfehlungen der Kongreßteilnehmer umgesetzt werden. Hierzu gehöre eine enge Zusammenarbeit mit dem US Centre for Disease Control, um ein System der Datenerfassung zu erarbeiten, ein Forschungsprojekt, das der Beziehung zwischen HIV und persönlichem Verhalten nachgehe, eine Forschungsgruppe, die den Einfluß von AIDS auf die Sterblichkeitsrate der vergangenen achtzehn Monate untersuche und die Erforschung des Einflusses anderer Infektionen auf AIDS.[11]

In den folgenden Abschnitten soll nun ein Einblick in die Sichtweise der AIDS-Kritiker gegeben werden, welche Mbeki zu der Einberufung des AIDS-Panels bewegte.

3.2. Die kritische Position der sogenannten „AIDS-Dissidenten“

Die Begründung des Zweifels Mbekis an einem Kausalzusammenhang zwischen dem HI-Virus und AIDS - und die damit verbundene Forderung nach einer wissenschaftlichen Klärung - beruft sich hauptsächlich auf die Argumente der AIDS-Dissidenten. Dies sind Wissenschaftler und Ärzte, die bezweifeln, daß HIV die Ursache von AIDS ist. In diesem Diskurs vertreten auch die AIDS-Dissidenten keine einheitliche Meinung. Viele schließen eine Existenz des HI-Virus gänzlich aus, andere vertreten die Position, daß HIV zwar ein notwendiges, aber kein hinreichendes Kriterium für den Ausbruch der Krankheit AIDS sei. Der Einsatz anti-retroviraler Medikamente wird gemeinhin für das Auftreten der Symptome verantwortlich gemacht, die AIDS kennzeichnen. Die Medikamente werden also nicht nur als schädlich angesehen, sondern gelten als Ursache für die Erkrankung des Patienten.

Ein Hauptargument der AIDS-Dissidenten ist die fehlende experimentelle Grundlage, die der Behandlung von HIV-Infektionen zugrunde liegt. Es heißt, das Virus sei noch nie isoliert worden, weswegen eine präzise Untersuchung seiner Eigenschaften noch nicht möglich gewesen sei. Isolation bedeutet, daß ein elektronenmikroskopisches Foto des Virus angefertigt wird. Durch virologische Techniken werden anschließend größere Mengen des Virus hergestellt, an denen Hüllenproteine und genetische Substanz erarbeitet werden. Erst wenn diese Vorgänge abgeschlossen und entsprechend dokumentiert wurden, gilt die Virusisolation als erfolgreich. Diese Arbeit konnte beim HI-Virus noch nicht geleistet werden.[12] Ein Zusammenhang zwischen einer HIV-Infektion und einer AIDS-Erkrankung sei folglich nur gemutmaßt, aber nicht nachweisbar. Zum anderen wird betont, daß der Einsatz anti-retroviraler Medikamente mehr Schaden als Nutzen bringe, weil die Mittel extrem toxisch seien, ihre Wirkweise aber nicht erwiesen. Vor der Verwendung des Mittels AZT, das in Südafrika zu Einsatz kommen soll, werde z.B. mittlerweile in den USA wegen seiner hohen toxischen Wirkung gewarnt.[13] Auch die Genauigkeit der verschiedenen HIV-Testverfahren wird von AIDS-Dissidenten angezweifelt. Da die Existenz eines HI-Virus in der Regel angezweifelt wird, könne es folglich auch keine spezifischen Antikörper geben, die für einen Nachweis herangezogen werden könnten. Die meisten HIV-Tests weisen Proteine nach, deren Bildung typisch sein soll bei einer HIV-Infektion. AIDS-Kritiker führen an, daß es sich hierbei um zufällig ausgewählte Proteine handle, die auch durch viele andere Faktoren bzw. durch andere Krankheiten bedingt entstehen können. So gebe es allein für den in Europa und den USA häufig angewandten ELISA-Test über sechzig verschiedene Faktoren, durch die der Test falsch-positiv ausfallen könne. Dies geht von Krankheiten wie Malaria oder Rheuma, über Impfungen, Drogenkonsum und dem Einfluß bestimmter Medikamente, bis zu Schwangerschaften.[14] Aus diesem Grund raten selbst konventionelle AIDS-Forscher vom Einsatz der hier üblichen Tests in tropischen Gebieten ab.[15] Die Symptome, die an AIDS erkrankte Menschen ausbilden, erklären AIDS-Dissidenten vor allem mit den Nebenwirkungen, die anti-retrovirale Medikamente mit sich brächten und mit den psychosomatischen Folgen, die durch den Streß entstehen würde, den jemand hat, dem ein positives Testergebnis offenbart werde. Die Symptome der allerersten AIDS-Erkrankten, denen noch keine anti-retroviralen Mittel zur Verfügung standen und die noch nicht von dem tödlichen Ausgang ihrer Erkrankung wußten, werden mit dem Drogenkonsum dieser Menschen und der anschließenden Fehlbehandlung im Krankenhaus erklärt.[16] Für Entwicklungsländern werden die auftretenden Symptome genauso erklärt wie für Industrieländer, also durch den psychischen Streß und die Vergiftung der Medikamente. Es kommt aber noch hinzu, daß dort angeblich eine hohe Anzahl von „Umdefinierungen“ bekannter Krankheiten wie Tuberkulose in AIDS erfolgt, was im folgenden Punkt noch näher erläutert wird.[17]

Die AIDS-Dissidenten bilden im Gegensatz zu den konventionellen Wissenschaftlern eine sehr kleine Gruppe, der in der wissenschaftlichen Welt so gut wie gar kein Gehör geschenkt wird. Es sind aber nicht nur Ärzte und Wissenschaftler, wie z.B. der Mikrobiologie Peter Duesberg von der University of California in Berkley, die sich zu den AIDS-Kritikern zählen, sondern auch Journalisten und teilweise Erkrankte. Ein Teil der AIDS-Kritiker schloß sich in der Group for the Scientific Reappraisel of AIDS zusammen, die sich 1991 um den Biologen Dr. Charles Thomas formierte.[18] Bei einer Recherche zum Thema AIDS-Kritik stößt man im Internet sofort auf ein großes Netzwerk von Seiten verschiedener AIDS-Kritiker. Allerdings gibt es außerhalb des Internets kaum eine Möglichkeit, sich über die Position der AIDS-Dissidenten zu informieren, da es nur sehr wenige Publikationen zu diesem Thema gibt.

Der gesamte Diskurs ist noch wesentlich komplexer als hier dargestellt, eine genaue Darstellung würde aber über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen. An dieser Stelle ist vor allem wichtig zu bemerken, daß ein solcher Diskurs existiert und daß der südafrikanische Präsident Mbeki diesen Diskurs wahrgenommen und seiner AIDS-Politk zugrunde gelegt hat. Mit der Einladung der AIDS-Dissidenten zum AIDS-Panel ist Südafrika das erste Land, das den AIDS-Kritikern ein öffentliches Forum bietet.

3.3. Die Erstellung von HIV-Infektionsstatistiken in Afrika

Durch den Zweifel an der Existenz von AIDS, stellt sich automatisch die Frage, was für Krankheiten es dann sind, die sich hinter der Infektionsstatistik verbergen und wie diese Statistik überhaupt entsteht. Mit einer Infektionsrate von 10 % hat Südafrika die höchste der Welt. Im folgenden soll deshalb etwas ausführlicher auf die Verfahren eingegangen werden, die zum Erkennen einer HIV-Infektion in afrikanischen Ländern angewandt werden.

Die Feststellung einer HIV-Infektion ist in Industrieländern ein kompliziertes und kostspieliges Verfahren. Es muß zweimal ein sogenannter ELISA-Test durchgeführt werden, bei dem auf HIV-Antikörper im Blut getestet wird. Ist dieser Test zweimal positiv ausgefallen, muß das Ergebnis noch einmal mit der Westernblot-Methode verifiziert werden, die das Virus durch eine DNA-Analyse nachweist. Zudem wird empfohlen, das ganze Testverfahren einige Zeit später zu wiederholen, um eine Infektion sicher nachweisen zu können, da das Virus erst einige Monate nach einer Infektion nachweisbar ist. Es werden also in der Regel insgesamt sechs Tests gemacht, bevor sicher von einer Infektion ausgegangen wird.[19] Die Verfahren sind allerdings auch in den westlichen Ländern nicht einheitlich. In England ist der Westernblot-Test z.B. nicht anerkannt.[20]

Für afrikanische Länder ist ein aufwendiges Diagnoseverfahren zu kostspielig; zudem die meisten Kliniken auch nicht mit dem entsprechenden Equipment ausgerüstet sind, um diese Testverfahren durchzuführen. Deshalb führte die WHO für afrikanische Länder die sogenannte Bangui-Definition ein, welche die Diagnose einer HIV-Infektion anhand von Symptomen und ohne serologische Tests ermöglicht. Die Grundlagen dieses Verfahrens wurden 1985 auf einem Workshop der WHO zum Thema AIDS in Afrika erarbeitet, der in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, stattfand. Teilnehmer des Workshops waren westliche Wissenschaftler, die in Zaire arbeiteten. Die WHO bezeichnet das Verfahren als „provisorische klinische Falldefinition für AIDS in Gegenden mit begrenzten diagnostischen Ressourcen“.[21]

Unterschieden wird in diesem Verfahren die Diagnose bei Erwachsenen und die Diagnose bei Kindern. Bei einem Erwachsenen müssen zwei Hauptzeichen zusammen mit mindestens einem Nebenzeichen auftreten, wobei ausgeschlossen sein muß, daß der Patient an Krebs erkrankt ist, schwer unterernährt oder es einen anderen Grund für eine Schwächung seines Immunsystems gibt.

Die Hauptzeichen sind:[22]

  • Gewichtsverlust von mehr als 10 % des Körpergewichts
  • Chronischer Durchfall länger als einen Monat
  • Fieber länger als einen Monat (unterbrochen oder konstant)

Die Nebenzeichen sind:

  • Anhaltender Husten länger als einen Monat
  • Ausgebreitete juckende Dermatitis
  • Wiederkehrender Herpes zoster[23]
  • Verpilzung des Mund- und Rachenraums
  • Chronische fortschreitende Herpes simplex Infektion[24]
  • Generalisierte Lymphknotenschwellung

Für eine Diagnose bei Kindern müssen zwei Hauptzeichen und mindestens zwei Nebenzeichen zutreffend sein, wobei wie bei den Erwachsenen andere Ursachen für eine Erkrankung ausgeschlossen sein müssen:

Die Hauptzeichen bei Kindern sind:

  • Gewichtsverlust oder verlangsamtes Wachstum
  • Chronischer Durchfall länger als einen Monat
  • Fieber länger als einen Monat

Die Nebenzeichen bei Kindern sind:

  • Generalisierte Lymphknotenschwellung
  • Wiederholte gewöhnliche Infektionen (Ohrenentzündungen etc.)
  • Verpilzung des Mund- und Rachenraums
  • Anhaltender Husten
  • Generalisierte Dermatitis
  • Gesicherte LAV/HTLV-III Infektion der Mutter[25]

Ein Problem dieses Verfahrens ist sicherlich, daß auf Grund der fehlenden Diagnosemöglichkeiten auch Krankheiten wie Krebs, Vergiftungserscheinungen durch Pestizide oder Krankheiten hervorgerufen durch mangelnde hygienische Zustände - also all die Krankheiten, die eine AIDS-Diagnose in Frage stellen würden - nur unzureichend festgestellt werden können. AIDS-Kritiker erheben aus diesem Grund Zweifel an der Richtigkeit der für Afrika erstellten Infektionsstatistiken und nehmen an, daß eine Vielzahl an Krankheiten, die ihrer Meinung nach vor allem auf Mangelernährung und schlechten hygienischen Umständen beruhen, mit Hilfe der Bangui-Definition in Symptome einer AIDS-Erkrankung umgedeutet werden.[26] An dieser Stelle wäre es interessant zu erfahren, ob die Statistiken bezüglich dieser Krankheiten rückläufig sind, seitdem die Bangui-Definition zum Einsatz kommt.

Speziell für Südafrika basiert die HIV-Infektionsstatistik auf der Zahl infizierter schwangerer Frauen, bei denen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen ein ELISA-Test durchgeführt wird. Der Test wird auch bei einem positiven Ergebnis nur ein einziges Mal durchgeführt. Von den positiv getesteten Schwangeren wird auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.[27] Nach dem westlichen Standardverfahren wäre ein einziger positiver ELISA-Test für eine sichere AIDS-Diagnose nicht aussagekräftig. Erschwerend hinzu kommt noch, daß der ELISA-Test bedingt durch bestimmte Faktoren falsch-positiv ausfallen kann, etwa bei einer akuten oder gerade überstandenen Malariaerkrankung, bei Tuberkulose, Impfungen und auch bei Schwangerschaften.[28]

Die Zahlen der Infektionsrate in Südafrika sind nach diesen Informationen also nicht zuverlässig, selbst wenn sie auf einem HIV-Test beruhen und nicht nur auf der Bangui-Definition. Leider konnte ich auf den Internetseiten der WHO und der UNAIDS keine Informationen zur Erstellung der Statistiken finden, die eventuell die Sichtweise der AIDS-Kritiker hätte widerlegen können.

Die Bangui-Definition scheint auch in Südafrika ein gängiger Test zur Feststellung einer AIDS-Erkrankung zu sein. Zumindest müssen auf dem AIDS-Meldeformular nur die Symptome eingetragen werden, die nach der Bangui-Definition die Krankheit diagnostizieren; der Nachweis eines positiven HIV-Test wird hingegen nicht verlangt.[29]

3.4. Begründung der Regierung für das Zurückhalten anti-retroviraler Medikamente

Nach einer Erläuterung der Hintergründe der AIDS-Kritik sollen im folgenden die Gründe dargelegt werden, wie sie von der Regierung selbst zur Begründung der Verweigerung der Abgabe der Medikamente gegeben werden.

Der Grund, der in den Aussagen Mbekis als Rechtfertigung für das Zurückhalten der Medikamente immer wieder hervortritt, ist der, daß das Phänomen AIDS in Südafrika zuerst einmal genau erforscht werden müsse, damit in angemessener Weise darauf reagiert werden könne. Solange die Wirkweise anti-retroviraler Mittel noch nicht erforscht sei, sei eine Abgabe an die Bevölkerung nicht zu rechtfertigen. Eine Versorgung mit anti-retroviralen Medikamenten werde dem Problem AIDS in Südafrika nicht gerecht, da die Hauptursache von AIDS in der Armut des Landes begründet liege.[30]

Von Seiten des Gesundheitsministeriums kommt der Einwand, daß die Abgabe der Medikamente in einem Land wie Südafrika nicht ausreichend koordiniert und kontrolliert werden könne. Hierzu sei eine Infrastruktur notwendig, die sicherstelle, daß die Medikamente, um deren Qualität nicht zu mindern, in einer durchgehenden Kühlkette auch in die entlegensten Gebiete des Landes gebracht werden könnten. Diese Infrastruktur sei in Südafrika nicht vorhanden. Außerdem müsse eine kontrollierte Abgabe der Medikamente sichergestellt werden, damit das Virus durch unregelmäßige Einnahme nicht resistent werde. Hierzu seien auch regelmäßige Blutkontrollen nötig.[31] Außerdem müsse nach einer Behandlung von werdenden Müttern sichergestellt werden, daß nach der Geburt eine Versorgung des Säuglings mit Milchpulver möglich sei, ansonsten könne sich das Virus immer noch über die Muttermilch auf das Kind übertragen.[32] In dieser Argumentation ist also nicht die Rede davon, daß die Mittel gegen AIDS unwirksam seien und deshalb nicht abgegeben würden, sondern es werden Zweifel an den Möglichkeiten einer korrekten Durchführung laut.

Gesundheitsministerium und Mbeki argumentieren auf zwei verschiedenen Ebenen. Mbeki zweifelt die Wirksamkeit der Medikamente an. Er sieht sich nicht handlungsfähig, solange keine befriedigenden Forschungsergebnisse zur HIV/AIDS-Thematik vorliegen, die angemessene Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit ermöglichen. Andererseits bezweifelt sein zweites Argument die Existenz von AIDS nicht – nennt sogar Armut als die Ursache, die seiner Ansicht nach für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich ist – und bezweifelt auch nicht die Wirksamkeit anti-retroviraler Medikamente. Hier wird nur der Zweifel an der Effektivität eines Einsatzes der Mittel deutlich, da diese nach Mbekis Auffassung nicht zur Ursachenbekämpfung der Krankheit dienen.

Die Erklärung des Gesundheitsministeriums läßt hingegen weder Zweifel an der Wirksamkeit der Medikamente verlauten, noch an ihrer Effektivität. Eine effektive Durchführung der Abgabe wird allerdings nicht für möglich gehalten. Inwiefern dies eine Schutzbehauptung des Gesundheitsministeriums sein könnte, läßt sich nur schwer nachweisen. Kritische Stimmen argumentieren aber, daß die Abgabe der Medikamente in einem Land wie Uganda reibungslos funktioniere, weswegen dies in dem vergleichsweise reichen Südafrika ebenfalls zu bewerkstelligen sein müßte.

3.5. Die besondere Rolle von Mbeki

Die Debatte um die Wirksamkeit anti-retroviraler Medikamente kam in Südafrika erst mit dem Amtsantritt von Thabo Mbeki auf. Ihm scheint eine besondere Schlüsselrolle in dem Diskurs über AIDS in Südafrika zuzukommen. Die Frage, warum gerade er die Ansichten der AIDS-Kritiker so vehement vertritt – auch gegen Stimmen innerhalb seines Landes und auch innerhalb der Regierung – ist sicherlich schwierig zu klären. Eine solche Frage muß aber wahrscheinlich vor dem Hintergrund von Mbekis politischen Aktivitäten in der Zeit der Apartheid gesehen werden. Mbeki engagiert sich seit frühester Jugend im ANC. 1962, im Alter von zwanzig, zwei Jahre nach der Verbannung des ANC ins Exil, verläßt er selbst das Land. Er studiert in England Wirtschaftswissenschaften, engagiert sich aber auch weiterhin stark politisch und ruft z.B. eine internationale Studentengruppe gegen die Apartheid ins Leben. Nach seinem Universitätsabschluß 1966 arbeitet er für das Büro des ANC in London. Während dieser Zeit absolviert er auch ein Militärtraining in der damaligen Sowjetunion. 1973 geht er nach Botswana, wo er als eine der ersten Führungspersönlichkeiten des ANC mit dem Black Consciousness Movement in Kontakt kommt. Aufgrund seiner Bemühungen finden dann auch hochrangige Mitglieder dieser Organisation Eingang in die Reihen des ANC. Mbekis ganzes Engagement dient in dieser Zeit laut seiner eigenen Aussage der Festigung der Untergrundbewegung des ANC und der Mobilisierung von Menschen in Südafrika.[33] Er arbeitet sich im ANC hoch, so daß ihm ab 1989 eine maßgebliche Beteiligung an den Verhandlungen mit der südafrikanischen Regierung über die Rückkehr des ANC aus dem Exil zukommt. 1993 wird er zum Vorsitzenden des ANC gewählt. 1994-99 ist er Vizepräsident Südafrikas, woraufhin er 1999 zum Präsidenten gewählt wird.[34]

Mbekis schon sehr früh beginnendes und sehr starkes Engagement für die Ziele des ANC, lassen zusammen mit seiner Forderung nach einer „afrikanischen Lösung“ des Problems AIDS in Südafrika darauf schließen, daß seine Einstellung zur AIDS-Politik auch etwas damit zu tun hat, daß er sich nicht von westlichen Wissenschaftlern, westlichen Regierungen und westlichen Pharmakonzernen vorschreiben lassen möchte, wie die Gesundheitspolitik in seinem Land auszusehen habe. Dies trifft aber wahrscheinlich nicht nur auf Mbeki zu, sondern auch auf andere Mitglieder der südafrikanischen Regierung und speziell des ANC. Auch der strikte, hierarchische Führungsstil des ANC im Exil kann in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen.

Anhaltspunkte zur Unterstützung der These, Mbeki habe sich von den Verschwörungstheorien beeindrucken lassen, die über AIDS in Umlauf sind, wie ihm hauptsächlich von den westlichen Medien vorgeworfen wurde[35], lassen sich nur mit äußerster Spekulation erahnen, da Mbeki selbst nie eine dieser Theorien äußerte. Eine der Theorien besagt z.B., daß AIDS dazu benutzt werde, die Bevölkerungsexplosion in den Ländern der Dritten Welt einzudämmen. Dies geschehe durch den Einsatz der toxisch wirkenden Medikamente, durch Schwangerschaftsabbrüche bei HIV-positiven Frauen oder durch Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung, wie der Kondomverteilung.[36] Da Mbeki seine Informationen über die aidskritische Sicht zuerst aus dem Internet hatte, ist er sicherlich solchen Verschwörungstheorien begegnet, die dort auf den Seiten der AIDS-Kritiker ihre Verbreitung finden. Es handelt sich allerdings um eine der extremsten Theorien, die demzufolge auch lange nicht von allen AIDS-Kritikern vertreten wird – viele AIDS-Kritiker vertreten bezüglich Afrika z.B. die Theorie, der AIDS-Mythos würde dort vor allem aus Gründen der Profitmaximierung der Chemiekonzerne und somit auch der westlichen Industrienationen aufrecht erhalten. Es gibt noch zahlreiche andere Verschwörungstheorien, die aber alle auf dem Gedanken basieren, AIDS werde von den westlichen Ländern eingesetzt, um die Entwicklungsländer auszubeuten und zu kontrollieren. Mbeki dürften diese Theorien zwar bekannt sein, aber ob er sich von ihnen hat beeinflussen lassen, sei dahingestellt.

3.6. Oppositionelle Ansichten innerhalb der Regierung und von Seiten der Bevölkerung

Die Regierung Südafrikas teilt keineswegs geschlossen die Ansichten der, in erster Linie von Mbeki und Gesundheitsministerin Tshabalala-Msimang vertretenen, AIDS-Politik. Die Regierungschefs zweier Provinzen haben sich entgegen ihrer Weisung dazu entschlossen, die anti-retroviralen Medikamente trotzdem einzusetzen.[37]

Auch Alt-Präsident Nelson Mandela spricht sich für eine Abgabe der Medikamente aus.

Ebenso gibt es südafrikanische Wissenschaftler, die in der Verweigerung der Abgabe der Mittel einen Fehler sehen, so auch Teilnehmer am AIDS-Panel, die die Linie der konventionellen Wissenschaftler vertreten.

Auf Seiten der Bevölkerung ist es vor allem die Aktivistengruppe Treatment Action Campain, die sich der AIDS-Politik der Regierung entgegenstellt und deswegen auch auf Abgabe der Medikamente geklagt hatte. Die Gruppe ist der Meinung, die Regierung habe in erster Linie finanzielle Gründe für das Zurückhalten der Medikamente.[38]

Ebenso gibt es Ärzte im Land, die AIDS-Patienten anti-retrovirale Medikamente illegal und unter hoher Strafandrohung verabreichen.

Laut einer Mitteilung der Sunday Times vom 15. September 2000 will Mbeki sich aus der Debatte um AIDS zurückziehen, da innerhalb des ANC und auch mit verbündeten Parteien Kontroversen zu diesem Thema entstanden seien. Mbeki wolle die weitere Arbeit mit dem AIDS-Panel der Gesundheitsministerin überlassen. Das Medikament Nevirapine, das die Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das ungeborene Kind verhindern soll, werde an 7 Kliniken im Land getestet werden. Weiterhin führte Mbeki aus, es werde eine Kampagne geben, mit der für die Verhütung von AIDS geworben werden solle. Dieser Punkt wurde leider nicht näher ausgeführt. Auch der Vizepräsident des National AIDS Council betonte die Notwendigkeit, konventionelle Maßnahmen zur Verhütung von HIV-Infektionen einzuleiten, also für die Benutzung von Kondomen zu werben und die Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten zu fördern.[39]

Hier ist deutlich zu erkennen, daß Mbeki sich nicht nur der großen Front an Kritikern außerhalb Südafrikas gegenüberstehen sieht, sondern daß die Widerstände im Land selbst ebenfalls beträchtlich sind.

3.7. AIDS-Präventionsmaßnahmen der Regierung

Es stellt sich die Frage, ob die südafrikanische Regierung wenigstens Präventionsmaßnahmen unternimmt, wenn sie schon eine Abgabe der Medikamente unterbindet, solange deren Nutzen nicht erwiesen ist.

AIDS-Prävention scheint in Südafrika aber vor allem von NGOs betrieben zu werden. Zumindest bin ich bei der Recherche nach Projekten zur Prävention von AIDS nur auf solche gestoßen, die von NGOs geleitet wurden. Das einzige, was ich auf einer Internetseite der Regierung finden konnte war die Abbildung einer Broschüre zur AIDS-Prävention, auf deren Cover zum verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität, dem Benutzen von Kondomen und dem Beachten der Rechte der Frauen aufgerufen wurde. Leider ist nicht ersichtlich, von wann diese Broschüre stammt und wie sie unter der Bevölkerung verteilt wird, ob sie z.B. als Informationsmaterial an Schulen ausgegeben wird oder ähnliches. Trotzdem ist von Seiten der Regierung immer wieder von einem Fünfjahresplan zu lesen, der bis zum Jahr 2005 durchgeführt werden soll und Maßnahmen zur Eindämmung von AIDS enthalte. Etwas genaues über diesem Plan konnte ich leider nicht erfahren; er wurde auch immer nur ab und zu in einem Interview oder einem Schreiben erwähnt. Das Gesundheitsministerium ließ allerdings verlauten, der Plan läge trotz des AIDS-Panels noch immer der AIDS-Politik im Land zugrunde, auch wenn das Panel gezeigt habe, daß bestimmte Bereiche innerhalb des Plans mehr Aktivität erfordern würden.[40] Der Plan würde also teilweise den Ergebnissen des AIDS-Panels angepaßt werden. Welche Projekte zur Prävention dieser Plan enthält, ist aber nicht ersichtlich.

Ob die Regierung konkrete Präventionsmaßnahmen durchführt und wenn ja, wie diese aussehen oder wie viel an Finanzmitteln dafür aufgewendet wird, ließ sich durch eine Internet-Recherche leider nicht herausfinden.

 

4. Zusammenfassung: Welche Gründe hat die Regierung Mbeki für die Unterlassung der Verteilung anti-retroviraler Medikamente in Südafrika?
Warum erhebt gerade Südafrika Zweifel an dem Zusammenhang zwischen HIV und AIDS?

Insgesamt läßt sich feststellen, daß in Südafrika keine Einigkeit darüber herrscht, welches die beste Strategie zur Bekämpfung von HIV/AIDS ist. Dies beinhaltet sowohl eine Kontroverse innerhalb der Regierung, als auch zwischen der Regierung und Teilen der Bevölkerung. Durch diese Uneinigkeit entsteht eine Handlungsunfähigkeit, die sich darin äußert, daß Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV/AIDS nicht durchgeführt werden. Nun gibt es verschiedene Faktoren, die zu dieser Handlungsunfähigkeit führen. Zum einen darf nicht vergessen werden, daß Südafrika sich immer noch in einer Phase der Neugestaltung befindet, in der die junge Regierung von Anfang an ihre Möglichkeiten zur Durchführung von AIDS-Programmen unterschätzte. Das Scheitern dieser ersten Versuche ist sicherlich mit verantwortlich für die Unsicherheit, die sich bezüglich der Frage ausbreitete, was denn nun die richtige Reaktion auf die HIV/AIDS-Problematik sei. Bei der Beantwortung dieser Frage steht die südafrikanische Regierung sicher unter einem großen Druck, denn schließlich ist es ihr Land, das die größte Infektionsrate weltweit aufweist. Dadurch, daß so viele Menschen von einer Reaktion der Regierung betroffen und auch von dieser Reaktion abhängig sind, verstärkt sich dieser Druck nur noch mehr. In diese Situation hinein tritt nun ein Präsident, der Zweifel an der Theorie hegt, HIV sei der Verursacher von AIDS. Dadurch werden zur Frage nach dem richtigen Umgang mit der Krankheit noch mehr Fragen aufgeworfen, als dies ohnehin schon der Fall ist. Zur Frage, was die beste Möglichkeit zur Durchsetzung von Maßnahmen zur Eindämmung und Behandlung der Krankheit ist, kommt die Frage hinzu, ob es sich überhaupt um eine eigenständige Krankheit handelt oder nur um altbekannte Krankheiten, die unter einem neuen Namen zusammengefaßt wurden. Da die Klärung der Wurzeln von HIV/AIDS für Mbeki die Grundvoraussetzung für das Ergreifen angemessener Gegenmaßnahmen ist, kommen alle bisherigen Maßnahmen der Regierung zum Stillstand. Dies geschieht gerade zu dem Zeitpunkt, als die Regierung einen ihrer größten Erfolge auf dem Weg zu einer angemessenen Versorgung der Bevölkerung mit anti-retroviralen Medikamenten durchsetzt, nämlich das Fallenlassen der Klage seitens der Pharmaindustrie. Südafrika ist nun in der Lage, billige Medikamente zu importieren oder selber herzustellen, einige der Pharmakonzerne senken zudem ihre Preise um ein vielfaches. Die Firma Boehringer Ingelheim bietet sogar an, das Mittel Nevirapine, das die Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind verhindert, für 5 Jahre kostenlos an die Schwangeren abzugeben. Trotzdem verbietet die Regierung die Abgabe der Medikamente, für die sie vorher so hart gekämpft hat. Begründet wird dies mit der fehlenden Infrastruktur im Land und mit den Zweifeln um die Wirksamkeit der Medikamente. Die Unsicherheit, mit der Abgabe der Medikamente einen Fehler begehen zu können ist also so groß, daß diese lieber zurückgehalten werden, auch wenn ihre Wirksamkeit in anderen Ländern schon erprobt wurde. Hierin schwingt noch ein anderer Grund für die Verweigerung der Abgabe mit, nämlich die Skepsis gegenüber Lösungswegen, die von westlichen Ländern vorgegeben wurden. Mbeki betont, es müsse eine afrikanische Lösung für das Problem HIV/AIDS gefunden werden. Seiner Meinung nach gibt es Unterschiede zwischen den HIV/AIDS-Infektionen in westlichen Ländern und denen in Südafrika. Deshalb müßten die Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit auf Südafrika zugeschnitten sein und dürften nicht einfach übernommen werden. Daß bei der Suche nach einer Lösung für Südafrika gerade die AIDS-Dissidenten eine so tragende Rolle spielen, läßt sich vielleicht damit erklären, daß diese eine Meinung vertreten, die sie von Rest der westlichen wissenschaftlichen Welt abgrenzt. Den Versuch einer solchen Abgrenzung scheint auch Mbeki zu unternehmen. Die Kritisierung seitens der westlichen Welt auf die Äußerung der Zweifel Mbekis an den Ergebnissen ihrer HIV/AIDS-Forschung, empfindet dieser als eine Bevormundung, die er auf keinen Fall dulden wird. Vielleicht mißt Mbeki der Meinung der AIDS-Kritiker auch gerade deshalb so viel Gewicht bei, weil diese in seinen Augen zu Unrecht vom wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen werden, da sie eine kontroverse und nicht erwünschte Meinung vertreten. Ein gewisses Gefühl der Verbundenheit könnte zumindest mit ein Grund für Mbeki gewesen sein, den AIDS-Dissidenten ein öffentliches Forum zu geben.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei den Überlegungen um die Abgabe der Medikamente ist sicherlich auch der Kostenpunkt. Denn selbst bei starken Preissenkungen der großen westlichen Pharmaunternehmen und der Möglichkeit verbilligter Einkäufe von Generika, müssen immer noch große Summen für die Mittel aufgebracht werden. Schließlich betrifft die Versorgung mit diesen Medikamenten über 4 Millionen Menschen. Dieser Kostenfaktor spielte also sicherlich eine Rolle bei der Überlegung, die Medikamente zurückzuhalten, solange Zweifel an ihrer Wirksamkeit bestehen.

Laut Zeitungsmeldungen vom 21. April 2002, ist nun auch Mbeki von dem Kausalzusammenhang zwischen HIV und AIDS überzeugt. Er distanziere sich von den AIDS-Dissidenten und die Regierung habe diese aufgefordert, bei der Unterschrift von Briefen und Dokumenten nicht mehr hinzuzufügen, daß sie Teilnehmer des AIDS-Panels seien, da dies den Eindruck erwecke, sie würden als Repräsentanten des gesamten AIDS-Panels sprechen. Die Medikamente an Schwangere würden nun ausgegeben werden.[41] Wie es zu dieser erneuten Wendung in der AIDS-Politik kam und ob die Medikamente mittlerweile wirklich abgegeben werden, konnte ich nicht herausfinden.


Quellenverzeichnis:

Literatur:

Schneider, Helen, Joanne Stein Implementing AIDS policy in post-apartheid SouthAfrica in: Social Science and Medicine 52 (2001), S. 723-731

Internetseiten (Stand Juli 2002):

http://www.zeit.de/2001/17/wirtschaft/200117_argument.html

http://www.rethinkingaids.de/afrika/freivon.htm

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http://www.virusmyth.net/aids/data/jsinterviewtm.htm

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http://www.anc.org.za/ancdocs/anctoday/2001/at13.htm

http://www.rethinkingaids.deafrika/Panel-2.htm

http://www.rethinkingaids.de/hivtest/test-abr.htm

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http://www.welt.de/daten/2001/04/21/0421an248624.htx

http://www.gov.za/profiles/mbeki/htm

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http://www.aegis.com/news/suntimes/2000/ST001003.html

http://www.gov.za/events/aidsPanel.htm


[1] www.zeit.de/2001/17/wirtschaft/200117_argument.html

[2] Ilse Lass, Frei von Armut, frei von AIDS, www.rethinkingaids.de/afrika/freivon.htm

[3] www.zeit.de/2001/56/wissen/print_200150_glosse_1.html

[4] www.aegis.com/news/afp/2001/AF0112D7_DE.html

[5] www.nzz.ch/2002/04/05/al/page-article82VEM.html

[6] Joan Shenton, Interview President Thabo Mbeki, www.virusmyth.net/aids/ data/jsinterviewtm.htm

[7] www.virusmyth.net/aids/news/durbspmbeki.htm

[8] www.blancmange.net/tmh/articles/mbeki.shtml

[9] www.blancmange.net/tmh/articles/mbeki.shtml

[10] dargestellt nach http://aids-info.net/micha/hiv/aids/kremer-aids.htm

[11] www.gov.za/events/aidsPanel.htm

[12] Christian Joswig, AIDS, www.pilhar.com/News/Gast/aids.htm

[13] www.anc.org.za/ancdocs/anctoday/2001/at13.htm

[14] Christian Joswig, AIDS, www.pilhar.com/News/Gast/aids.htm

[15] www.rethinkingaids.de/afrika/Panel-1d.htm

[16] Christian Joswig, AIDS, www.pilhar.com/News/Gast/aids.htm

[17] Peter Duesberg, Die afrikanische AIDS-Epidemie: Neu und ansteckend oder alst unter einem neuen Namen? www.rethinkingaids.de/duesberg/Panel1.htm

[18] www.rethinkingaids.de/afrika/Panel-2.htm

[19] Rian Malan, AIDS in Afrika. Das Geschäft mit der Panik, www.rethinkingaids.de/afrika/malan.htm

[20] Ilse Lass, Kurzer Abriß verschiedener AIDS-Tests, www.rethinkingaids.de/hivtest/test-abr.htm

[21] Guido Höner, Die Bangui-Definition, www.rethinkingaids.de/afrika/bangui.htm

[22] Alle Haupt- und Nebenzeichen sind nach Guido Höner, Die Bangui-Definition, www.rethinkingaids.de/afrika/bangui.htm

[23] Virusbedingter Bläschenausschlag, häufig einhergehend mit starken Schmerzen in den Nerven, z.B. Gürtelrose oder Windpocken

[24] Virusbedingter Bläschenausschlag an den Übergängen von Haut zu Schleimhaut, z.B. an den Lippen, Augen, der Nase oder im Genitalbereich

[25] LAV ist das Virus, von dem zuerst vermutet wurde, es sei die Ursache von AIDS; HTLV-III ist das Virus, das heute als Verursacher von AIDS gilt, also das HI-Virus

[26] Ilse Lass, Frei von Armut, frei von AIDS, www.rethinkingaids.de/afrika/freivon.htm

[27] Ilse Lass, Frei von Armut, frei von AIDS, www.rethinkingaids.de/afrika/freivon.htm

[28] Ilse Lass, Kurzer Abriß verschiedener AIDS-Tests, www.rethinkingaids.de/hivtest/test-abr.htm

[29] www.rethinkingaids.de/afrika/Panel-1d.htm

[30] Ilse Lass, Frei von Armut, frei von AIDS, www.rethinkingaids.de/afrika/freivon.htm

[31] www.welt.de/daten/2001/04/21/0421an248624.htx

[32] www.zeit.de/2001/50/wissen/print_200150_glosse_1.html

[33] www.gov.za/profiles/mbeki.htm

[34] alle Angaben zum Lebenslauf Thabo Mbekis auf www.gov.za./profiles/mbeki.htm

[35] www.nzz.ch/2002/04/05/al/page-article82VEM.html

[36] Christian Joswig, AIDS, www.pilhar.com/News/Gast/aids.htm

[37] www.nzz.ch/2002/04/05/al/page-article82VEM.html

[38] www.nzz.ch/2002/04/05/al/page-article82VEM.html

[39] www.aegis.com/news/suntimes/2000/ST001003.html

[40] www.gov.za/events/aidsPanel.htm

[41] http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/ap/20020421/


Kommentare

ein leser
27.08.2006 23:35:25
Zu wenig objektive Quellen
Mir kamen all die argumente sehr bekannt vor und in der tat, in der quellenangabe findet man beinahe nur eine einzige quelle, naemlich die seite rethinking aids und dan noch weitere Interseiten, die ebenfalls im namen stark auf die seite leuchten, dass aids nicht besteht und HIV kein erreger fuer eine krankheit ist. Es gibt auch Wissenschaftler, die die forschungsergebnisse anzweifeln und wer weiss ob vielleicht eine kleine wahrheit dahinter steckt, aber man muss sich nicht einseitig beeinflussen lassen. Denn diese Leute koenne auhc nchts gegenteiliges beweisen und es spricht doch auch eine ganze reihe forschungsegebnisse fuer HIV und aids. Also ich finde diese Arbeit wenig objektiv und damit nicht besonders gelungen. Gruss
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