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Termpaper, 2001, 48 Pages
Author: Markus Bussmann
Subject: Computer Science - Commercial Information Technology
Details
Institution/College: University of Cologne (Fachbereich Wirtschaft)
Tags: Unternehmensmodellierung, Unified, Modeling, Language, Organisation/Datenverarbeitung
Year: 2001
Pages: 48
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10681-8
File size: 1083 KB
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Excerpt (computer-generated)
FACHHOCHSCHULE KÖLN
Fachbereich Wirtschaft
Vorleistung
,,Unternehmensmodellierung mit der
Unified Modeling Language (UML)"
Eingereicht im
Schwerpunkt Organisation/Datenverarbeitung II
Vorgestellt im Fach Organisationspraxis I
Bei Herrn Prof. Dr. Andreas Gadatsch
Markus Bussmann
Inhaltsverzeichnis
1. Zu dieser Arbeit ... 3
2. Einführung ... 4
2.1 Case-Tools und Reengineering ... 5
3. Modellierungstechniken und Modellierungssprachen ... 8
3.1 Fachbegriffsdefinition Modell ... 9
3.2 Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung ... 10
3.3 Notwendigkeit einer Modellsprache ... 11
3.3.1 Anforderungen an die Modellierung ... 12
3.3.2 Modellierungsmethoden & Diagramme (Auswahl) ... 13
4. Prozessorientierung und Perspektiven für die Modellierung von
Geschäftsprozessen ... 15
4.1 Nutzungsmöglichkeiten von Modellierungen ... 16
5. Aus Methodenstreit wird UML - Entwicklung einer
Modellierungssprache ... 18
5.1 Notation und Metamodell ... 21
5.1.1. Klassendiagramm ... 23
5.1.2 Klassendiagramme (Schnittstellen, parametrisierte Klasse,
Assoziationsklasse) ... 25
5.1.3 Use Case Diagram (Anwendungsfalldiagramm) ... 26
5.1.4 Activity Diagram (Aktivitätsdiagramm) ... 27
5.1.5 Statechart Diagram (Zustandsdiagramm) ... 31
5.1.6 Collaboration Diagram (Kollaborationsdiagramm) ... 32
5.1.7 Komponentendiagramm (Component Diagramm) ... 33
5.2 Alternativen zum Standard ? ... 34
5.3 Notationen ändern sich, aber die Konzepte bleiben ... 36
6. Business Engineering ... 37
6.1 Kennzeichen neugestalteter Unternehmen ... 39
6.2 Methodenüberblick Business Reengineering ... 41
Glossar ... 43
1. Zu dieser Arbeit
Die Aufgabenstellung dieser Vorleistung lautete ursprünglich ,,Geschäftsprozessmodellierung mit UML". Bei der Bearbeitung des Themas ergab sich, dass die Bezeichnung ,,Unternehmensmodellierung mit UML" sinnvoller ist, da sonst nur ein unverständlicher Ausschnitt des Themas beleuchtet würde. (am unmissverständlichsten wäre der englische Titel ,,Enterprise modeling with UML"1)
Diese Arbeit stellt das Konzept einer objektorientierten Modellierung von Unternehmen mit Hilfe des Modellierungssprache UML (Unified Modeling Language) vor. Dabei wird sowohl die informationstechnische Seite, wie auch die rein organisatorische Sicht gewürdigt. Sinn und Zweck dieser Modellierung ist die erfolgreiche Entwicklung von Software und Modellen für die Unternehmensorganisation durch objektorientierte Analyse und Design. Neu ist insbesondere die rein organisatorische Konstruktion eines Unternehmens und seiner Geschäftsprozesse.
Die Arbeit ist in Ihrem Ansatz theoretisch und holt teilweise weiter aus, um auch Personen ohne Vorwissen in diesem Thema die Möglichkeit zu geben, die angebotenen Lösungen zu diskutieren. Dafür wird zunächst Modellierung allgemein besprochen, die Prozessorientierung ausführlich dargestellt sowie die Anwendbarkeit der Modellierung beispielhaft verdeutlicht. Darauffolgend wird die Modellierungstechnik UML beschrieben und Ihre Anwendbarkeit erläutert. Grafische Beispiele sollen helfen, die Anforderungen an die Praxisbezogenheit so gut wie möglich zu gewährleisten.
Im Anhang ist ein Glossar zu finden.
2. Einführung
"The pace of change in the modern world requires ways
to manage the complexity of business systems while
embracing the opportunities that are created by that
change, in particular technological change. Systems
thinking provides a framework for sophisticated
business models, and object technology is the means
by which they implemented across global networks."
Chris Marshall 2
Wie Chris Marshall schon ausführt, ist die komplexe Unternehmenswelt und die damit verbundenen Systeme heute nur mit anderen Mitteln und Methoden zu managen, als mit den bislang Ausreichenden. Dabei hebt er zunächst den Begriff ,,Systemdenken hervor, der von Peter Senge Anfang der Neunziger Jahre in seinem bahnbrechenden Buch ,,Die fünfte Disziplin" geprägt wurde.3 Senge führt darin aus, daß mit Beginn des Handels unter Menschen die heute entstandene Komplexität dieses Tuns alles verändert. Heute braucht man eine Unternehmensstrategie, die für den Kunden Wert (Value Concept) schafft, die im globalen Wettbewerb bestehen kann und dazu die neuen technologische Opportunitäten sinnvoll zu nutzen weiß. Dabei haben nach Senge die Unternehmen den größten Überlebensvorteil, die mit Hilfe des Systemdenkens, dem ganzheitlichen Sehen von Ursache, Konsequenz und Aktivität, sich dauerhaft erneuern und selbst regenerieren, indem sie aus Ihren Fehlern lernen; Evolution betreiben.
Im professionellen IT-Bereich ist es mittlerweile usus, dass die geschäftlichen Notwendigkeiten (Business Needs) vorgeben, welche technologischen Lösungen eingesetzt werden sollen und nicht umgekehrt, der Bock zum Gärtner gemacht wird. Senge sagt des weiteren, dass unser erhöhtes Tempo und die Vielzahl falscher Entscheidungen in einem direkten Verhältnis steht mit der Unfähigkeit, die Welt (also auch das Unternehmen) als Ganzes zu überblicken. Viel Arbeit ging deshalb in den letzten Jahren in den Aufbau und das Layout von Datenbanken, das Design von Workflows und User-Interface-Design. So wichtig diese Arbeiten nach wie vor sind, so kurzfristig und kurzsichtig sind die Lösungen mit Hinblick auf die betrieblichen Notwendigkeiten.
Die Objekttechnologie, die zweite Entwicklung von der Marshall im einleitenden Zitat spricht, wurde benutzt, um komplexe Systeme zu konstruieren und wird seit kurzem für die Konstruktion von Geschäftsmodellen angewendet. Dazu kam die Modellierungstechnik Unified Modelling Language (UML) ins Spiel. Der Hauptzweck richtet sich auf eine Komplexitätsreduktion, um die Sicht auf die Umwelt und das Unternehmen als Ganzes fokussieren. Die Komplexitätsreduktion wird beispielsweise durch das modellieren von Rollen für Aktoren und Entitäten erreicht.UML integriert hier erstmals die Daten, Funktions- und Prozesssicht in ein Modell.
Gerade weil die UML seit 1997 als Industriestandard von der OMG verabschiedet wurde und in jeder Sicht für die objektorientierte Systementwicklung unabdingbar ist, muss sie auch für Betriebswirte von Interesse sein. Die UML ist eine der interessantesten Möglichkeiten, wie Geschäftsleute Ihre Anforderungen an Technologie- und Fachexperten kommunizieren können, um Informationstechnologie sinnvoll zu gestalten.
1 Enterprise Modeling with UML, Designing Succesful Software through Business Analysis, Chris Marshall, 1999, Addison Wesley
2 Introduction of Enterprise Modeling with UML, Designing Succesful Software through Business Analysis, Chris Marshall, 1999, Addison Wesley
3 Peter M.. Senge, The Fifth Discipline: The Art & Practice of the Learning Organization, Doubledy Currency, 1990
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