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Analyse der Gesellschaft - Ersetzbarkeit der Menschen durch Maschinen

Referat / Schulaufsatz, 2006, 9 Seiten
Autor: Siawash Ebadi
Fach: Ethik

Details

Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2006
Seiten: 9
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V110160
ISBN (E-Book): 978-3-640-08336-7

Dateigröße: 228 KB


Volltext (computergeneriert)

 

Siawash Ebadi

Analyse der Gesellschaft
(Ersetzbarkeit der Menschen durch Maschinen)

 

 

a) Bezug der Menschen zur Arbeit darstellen

  • einmal auf den Menschen persönlich
  • wofür arbeitet der einzelne Mensch
  • Welche verschieden Typen gibt es (Karrieremensch, Arbeitslose u.s.w.)

b)  – Was bedeutet die Arbeit der Einzelnen für die Wirtschaft? (Wirtschaftswachstum)

  • Was bedeutet die Arbeit für den Menschen?

Diskrepanz (Missstände) von Aufgabe a und b darstellen

c)  – in wie weit sind die heutigen Arbeitsverhältnisse/Situationen noch der menschl. Natur  bzw. Bedürfnisse entsprechend? (Kritische Darstellung, pro und contra)

d)  eigene Vorschläge, Ideen zur Verbesserung der Situation!

 

 

 

Das Bild unserer heutigen Gesellschaft ist geprägt durch Massenarbeitslosigkeit, Gewalt und unzufriedene Bürger. Dieses Bild zeichnet sich aber nicht nur in Deutschland ab, sondern auch in unseren europäischen Nachbarländern z.B. in Frankreich. In den letzten Jahren sind deutlich Fehler gemacht worden, sowohl in der politischen als auch in der sozialen Ebene. Die Massenarbeitslosigkeit ist wohl das Hauptproblem der deutschen Wirtschaft, verhindert somit das Wirtschaftswachstum.

Das der Mensch die Fähigkeit nutzt zu arbeiten ist wohl neben dem aufrechten Gang die wichtigste und entscheidende Eigenschaft die uns vom Tierreich unterscheidet. Durch die Arbeit hat sich der Mensch im Laufe der Evolution entwickelt. Jeder Mensch arbeitet sicherlich für sein eigenes Ziel, aber dennoch lässt sich allgemein sagen, dass der Mensch arbeitet um zu leben. Für viele Menschen ist die Arbeit neben der Familie der Lebensinhalt.

Nur wenige können sich vorstellen morgens aufzuwachen und nicht zu wissen was der Tag bringt und was man mit seiner Zeit anfangen soll. Aber leider ist genau dieser Zustand in den letzten Jahren für viele Menschen zu bitteren Realität geworden. Die Sicherheit eine Arbeit zu besitzen und nicht Abhängig von Staat zu sein bedeutet für viele Menschen Freiheit und Sicherheit. Arbeit zu besitzen bedeutet im weiteren Sinne einfach nur leben. Ein Mensch der arbeitet kann sich Träume und Wünsche erfüllen, kann seine Rechnungen bezahlen und den nötigen Unterhalt für seine Familie aufbringen, so sollte es zu mindestens im optimalen Fall sein.

Wenn man die allgemeine Masse der Arbeiter betrachtet, dann kann man sehr schnell und leicht feststellen, dass es sehr verschieden Arbeitstypen gibt. An letzter Stelle sind hier die Arbeitslosen zu nennen, dabei muss man aber sehr deutlich in zwei Klassen unterteilen. Zum einen die so genannten Schmarotzer, die auf Kosten des Staates leben und denen es dabei gar nicht schlecht geht und auf der anderen Seite die Arbeitslosen die versuchen um jeden Preis arbeit zu finden, die es aber aus Gründen z.B. der Qualifizierung oder des Alters einfach nicht schaffen.

Eine nächste sehr breit gefächerte Arbeitsgruppe ist die der einfachen Arbeiter, diese  Gruppe ist in allen Bereichen der Arbeitswelt zu finden und reicht von Müllmann über den Busfahrer bis hin zu Krankenschwester. Die Menschen die zu dieser Gruppe gehören, haben ein normales Einkommen und führen dem zu Folge auch ein normales und einfaches Leben.

Die Beamten sind hierbei eine Gruppe die man auch noch mal einzeln nennen muss. Sie brauchen in den meisten Fällen keine Angst um ihre Existenz zu haben bzw. um ihren Job, wenn sich sie nicht schwer wiegende Fehler erlauben. Sie haben ein höheres Einkommen als nichtverbeamtete Arbeitnehmer, beim einem Lehrer beträgt der Unterschied etwa 1000 Euro im Monat.

Eine Gruppe die sicherlich noch zwischen den Beamten und den normalen Arbeitern genannt werden muss ist die der Besserverdiener. Menschen aus dieser Gruppe liegen mit ihrem Gehalt genau zwischen dem normalen Arbeitern und den Beamten und sie bekleiden meistes Stellen, wie kleiner Stellvertretender Chef.

Eine weiter Gruppe sind die der so genannten Karrieretypen. Diesen Typen geht es meistens in erster Linie darum im Job schnell Karriere zu machen und somit sich einen höheren Lebenstandart zu leisten. Diese Typen findet man auch wieder in allen Bereich der Arbeitnehmer z.B. Oberärzte, Betriebsvorsitzen, hohe Richter oder auch Politiker. Bei diesen Menschen bleibt meist nicht viel Zeit für Familie und somit sind viele dieser Personen kinderlos. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist die aktuelle Bundeskanzlerin, A. Merkel, aber auch das Gegenteil davon findet sich im aktuellen Kabinett in der Ministerin für Familie Ursula van der Leyen. Man muss sicherlich auch bei diesen Karrieretypen in zwei Gruppen unterscheiden, die einen die durch liebe zu ihrem Job Karriere machen und die anderen die sprichwörtlich ausgedrückt dafür sogar über Leichen gehen würden.

Ein Sprichwort sagt, dass man am handeln eines Menschen auch seinen Charakter erkennt und ich denke, dieses ist auch mit der Arbeit gleich zu setzen. Auf die Art wie ein Mensch arbeitet so ein Typ ist er auch. Es ist schnell möglich an der Art eines Menschen wie er seine Arbeit verrichtet zu erkennen, welche Ziele er sich in seinem Leben gesetzt hat und welche er erreichen möchte. Sicherlich gibt es auch die Menschen die unzufrieden mit ihrer Arbeit sind, aber diese Menschen arbeiten oft sehr lustlos und mit einem gewissen Ärger im Bauch.

Jeder Mensch der arbeitet produziert eine Ware und diese kann man dann käuflich erwerben. Ich definiere hierbei den Begriff der Ware nicht im normalen Sinn als einen Gegenstand der in einer Fabrik hergestellt wird wie z.B. Autos oder Fertigprodukte, sondern für mich fallen in diesem Fall auch Dienstleistung darunter und dabei ist es egal ob man über eine Dienstleistung in einem Krankenhaus spricht oder über einen Friseurbesuch. Der Käufer bzw. Verbraucher kann all diese Waren käuflich erwerben und sie somit für sich nutzen. Für den Produzenten bzw. Hersteller ergibt sich daraus die Möglichkeit selber fremde Ware zu erwerben und somit bringt auch dieser sein vorher verdientes Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf, wie schon zuvor der Käufer seiner Ware. Wenn das Angebot und die Nachfrage steigen, spricht man vom Wirtschaftswachstum, diese ist aber nur möglich wenn genug Menschen über Arbeit verfügen und somit Ware konsumieren können und damit ist nicht nur Ware gemeint die man zum täglichen Leben braucht sondern auch Luxusgüter wie z.B. ein Auto oder zu verreisen.

Daraus ergibt sich auch die Bedeutung der Arbeit für den Menschen, ein Mensch arbeitet um Ware konsumieren zu können und sich somit seinen Lebensstandart aufbauen zu können.

Wenn man unsere heutige Gesellschaft betrachte und die von mir aufgezählten Idealen, dann braucht man nicht lange um fest zu stellen das in unsere Gesellschaft sehr viele Missstände existieren. Es gibt zu viel Menschen die ohne Arbeit sind (über 5 Millionen) und somit zu viele die nicht aktiv am Wirtschaftskreislauf teilnehmen können. Daraus folgt das kein Wirtschaftswachstum mehr stattfinden kann.

Die heutige Situation ist kaum noch den menschlichen Bedürfnissen entsprechend.

Der Mensche ist ein intelligentes und bewusst handelndes Wesen. Der Mensch versucht sich seit seiner Existenz, sein leben durch Hilfsmittel jeglicher Art zu erleichtern. Am Anfang waren es vielleicht nur Sperre um die Beute leichter zu erlegen, aber über die Jahrtausende hat der Mensch sich immer weiter entwickelt und somit auch seine Hilfsmittel verbessert. Die wohl bedeutendste  und entscheidenste Entwicklungsphase in der Geschichte ist die Industrielle Revolution. Sie nahm ihren Beginn in England um 1750 und verbreitet sich danach auf der ganzen Welt. Die Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt hat den Anstoß zu dieser rasanten und bis heute wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen Entwicklungsphase gegeben. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen stand immer das Ziel den Menschen sein Leben und damit seine Arbeit zu erleichtern, aber die Frage die hierbei aufkommt ist wie weit darf der Mensch sich eine Erleichterung erlauben bzw. in wie weit ist sie tragbar für die Gesellschaft?

Diese Frage lässt sich sicherlich nicht so ohne weiters beantworten, man muss bei diesem Sachverhalt sowohl die Seite der Arbeitnehmer aber auch die der Arbeitgeber und der Entwickler sehen. Ein Fakt in dieser Betrachtung ist, dass der Mensch in einigen Teilen der technischen Produktion vollkommen verschwunden ist. Wenn man sich z.B. bei der Herstellung eines Autos, die einzelnen Herstellungsschritte betrachte, ist sehr stark auffällig das der größte Teil der Arbeit durch Maschinen verrichtet wird. Warum Menschen in der technischen Produktion durch Maschinen ersetzt werden scheint klar auf der Hand zu liegen. Maschinen arbeiten genauer, meist schneller, effizienter und zuverlässiger als Menschen und der mit wichtigste Punkt, Maschinen können nahe zu immer arbeiten, sie brauchen in diesem Sinne keinen Schlaf und keine Nahrung wie der Mensch.

Eine Maschine ist in der Anschaffung vielleicht auf den ersten Blick teuerer als ein Arbeiter, aber unter dem Strich machen die Firmen meist nur Gewinn mit Maschinen. Für den Arbeitgeber steht bei der Überlegung einen Arbeiter durch eine Maschine zu ersetzen meist nur der Gedanke im Vordergrund, wer bringt mir am Ende mehr Profit ein! Eine Maschine muss vielleicht nach einer gewissen Zeit immer mal gewartet werden, aber den Arbeitgeber belasten keine Kosten wie z.B. Lohnkosten und Lohnnebenkosten.

Mit Einsetzen der industriellen Revolution entstand gerade bei den Arbeitern ein großes soziales Problem. In der Geschichte bezeichnet man diesen Sachverhalt als Soziale Frage. Die Arbeiter arbeiteten für einen Hungerlohn und oft war es ihnen nur möglich durch mehrere Jobs ihrer Familie zu ernähren. In dieser Zeit fingen die Menschen an, einen Maschinenhass zu entwickeln und bezeichneten diese als Werkzeuge des Teufels, das ging soweit, dass die Arbeiter die Fabriken stürmten und die Maschinen zerstörten. In den Augen der Arbeiter waren die Maschinen die bösen Gegenstände die ihnen die Arbeit nahmen und die Fabrikbesitzer dazu veranlassten ihnen so wenig Geld zu bezahlen. Erst mit der Einführung der Krankenversicherung unter Bismarck begann sich die Situation langsam zu verbessern.

Wir stehen heute knapp 150 Jahre später vor dem gleichen Problem, nur mit dem Unterschied, dass die Maschinen heute noch mehr das Bilde einer Fabrik bestimmen als früher. Es ist offensichtlich, dass wenn man die Maschinen teilweiße wieder durch Menschen ersetzen würde, es eine Menge von neuen Arbeitsplätzen geben würde, aber das kann und darf unmöglich die Lösung des Problems sein.

Deutschland zählt mit zu den Industrieländern auf der Welt und verfügt somit über eine sehr hoch entwickelte Industrie. Das ist auch sehr wichtige um auf dem internationalen Markt bestand zu haben. Auch die Forschung in dieser Richtung muss weiter gehen, wenn Deutschland auf dem internationalen Markt Bestand haben will. Zu dem ist die Forschung in Deutschland nach wie vor ein sehr wichtiger Industriezweig, auch wenn in diesem Bereich viele Gelder gerade in den letzten Jahren gestrichen wurden.

Auf der anderen Seite stehen die Arbeitnehmer, dessen Situation heute nicht viel anders ist als wie zu industriellen Revolution. Heute ist ein Arbeiter vielleicht in soweit abgesichert, dass er unterstützt wird vom Staat, wenn er Arbeitslos wird, aber diese Stütze reicht in den meisten Fällen nicht aus. Die Arbeitnehmer die noch einen Job haben, fühlen sich in diesem meist nicht wohl. Sie sind überarbeitet, gehetzt und auch oft einfach nur erschöpft. Viele Menschen erledigen in ihren heutigen Berufsfeldern die Arbeit die für zwei Personen ausreichen würde.

Die Arbeitszeit wird verlängert, die Arbeitslosenhilfe wird gekürzt, die Menschen müssen mehr Beiträge bezahlen und so setz sich dieser Teufelskreis immer weiter fort. In welcher schlimmen politischen Situation wir uns heute befinden, zeigen die aktuellen Demonstrationen z.B. von Ärzten.

Für mich liegt die Lösung dieser Probleme nicht darin in wie weit man den Menschen durch die Maschinen ersetzt, sondern vielmehr darin soziale Brennpunkte zu untersuchen. Der Mensch wird sich als Person in naher Zukunft auf  keinen Fall komplett durch eine Maschine ersetzen lassen, sowie es in manchen Filmen gezeigt wird, aber dennoch ist es Fakt das Regelungen gefunden werden müssen.

In meinen Augen sollte ein Mensch gerade im öffentlichen Leben immer die Möglichkeit haben, sich zu entscheiden ob er eine Maschine benutzt oder sich an einen Menschen (Servicekraft) wendet. Ein Bahnreisender, zum Beispiel, sollte immer die Chance haben zwischen einem Automaten und einer Servicekraft zu wählen beim Kauf seines Tickets. Natürlich kann dieser Service nicht rund um die Uhr angeboten werden, aber auf größeren Bahnhöfen müsste die Gelegenheit dazu gewehrt sein, dass zumindest zu den Hauptverkehrszeiten ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Ein anderer sehr wichtiger Bereich ist auch die medizinische Betreuung, in den letzten Jahren ist hier auch eine Zunahme an Hilfsmitteln durch Maschinen zu beobachten. Gerade für diese öffentlichen Bereiche ist es wichtig angemessene Regelungen zu finden.

Wenn man sich die Situation realistisch betrachtet, sind unsere heutigen Probleme nicht daherkommend das der Mensch durch Maschinen ersetz wird, sondern durch die Einsparungen die gemacht werden müssen.

Der Prozess der Ersetzung des Menschen dauert schon viel länger an. Sicherlich müssen Schranken existieren in wie weit man den Menschen ersetzt, aber ich bin der Meinung, dass wir das mit unserem heutigen Wissenstand gar nicht tun können.

Ich sehe das Problem viel mehr in der Globalisierung der Welt, man müsste hier ansetzen und Regelungen finden. Es ist Fakt das viele Firmen ihre Produktionen ins Ausland verlagern aus dem ganz einfachen Grund weil sie dort billiger produzieren können. Hier ist einer der Brennpunkte an dem die Politik zum Beispiel ansetzen könnte und sogar müsste. Es gibt noch viel andere Brennpunkt wie z.B. die aktuelle Diskussion um den Mindestlohn. In meinen Augen darf es in einer Gesellschaft nicht gegeben sein, dass Menschen die arbeiten nicht in der Lage sind ihre Familie zu ernähren oder gar eine zu Gründen. Wenn man die Leute befragt warum sie keine Kinder mehr zeugen oder ob sie welche haben möchten, bekommt man doch in den meisten Fällen die Antwort warum man in diesem System noch Kinder bekommen soll. Hier ist in meinen Augen der Ansatzpunkt für eine Analyse der Politik und nur hier kann man eine Veränderung der aktuellen Verhältnisse erreichen.

Nach Karl Marx sollte es keine Reichen und Armen mehr in der Gesellschaft geben, alle sollten für das gleiche Ziel arbeiten und das ist das Gemeinwohl der Gemeinschaft. Das dieses Ziel wahrscheinlich nie erreicht wird liegt in der Natur des Menschen, denn wie schon von Hobbes in seinem Wolfsgesetz gesagt:

„Der Mensch ist von Grund auf böse und nur nach seinem eigenen Vorteil bestrebt.“

In meinen Augen sollte das Hauptproblem der Regierung darin bestehen, die Entwicklung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zu verhindern und den Menschen das Leben in diesem Staat wieder lebenswert zu machen.


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