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Mündliche Prüfung in Amerikanischer Kulturgeschichte

Script, 2002, 59 Pages
Author: Patrick Hammer
Subject: American Studies - Culture and Applied Geography

Details

Category: Script
Year: 2002
Pages: 59
Language: German
Archive No.: V110798
ISBN (E-book): 978-3-640-08958-1

File size: 305 KB
Notes :
Ausführliches Skript zum Lernen auf die mündliche Abschlussprüfung. Die wichtigsten Punkte der amerikanischen Geschichte werden näher beleuchtet, aber auch die anderen Ereignisse werden kurz betrachtet. 1600 - 2000. Alles auf Deutsch.



Fulltext (computer-generated)

 

 

Mündliche Prüfung in Amerikanischer Kulturgeschichte

LMU München

Patrick Hammer

 

 

1606, April: Virginia Company
- Inbegriff für englische Kolonialisierung; ein von James I autorisiertes Kolonialunternehmen, das ursprünglich 2 Gesellschaften umfasste - London Co. In London und Virginia Co. in Plymouth.
- London Co. sollte zwischen dem 34. und 41. Breitengrad siedeln, die Virginia Co. Zwischen dem 38. und 45. BG - das doppelt vergebene Land sollte an den ersten erfolgreichen Kolonialisten übergehen.
- Entsendung erster Kolonialisten 1607, London Co. gründet Jamestown (105 Siedler)
- Virginia Co. ging 1624 bankrott und wurde von der Krone übernommen
- Die Niederlassungsrechte von Plymouth Co gingen 1620 an den Council for New England über

1607, Mai: Jamestown Plantation
- Die erste permanente Niederlassung auf dem Gebiet der heut. US am James River
- Von Christopher Newport 1607 gegründet
- Von Hunger, Krankheit und feindlichen Indianern geplagt, viele Tote
- Weitere Siedler 1610
- Ab 1612 finanzieller Ertrag durch den Anbau von Tabak, dies und der Frieden mit den Indianern sicherte das Überleben
- Jamestown war bis 1698 Hauptstadt Virginias

Ab 1619: Cheasapeake Society
- Maryland und Virginia
- Maryland für Katholiken gegründet, aber es kommen eher Protestanten, Tabak wichtig
- Ab 1620 kommen die ersten Sklaven (heißen erst ab 1700 Sklaven, vorher Diener), schnelle Ausbreitung

1619: House of Burgesses
- erste gewählte Volksvertretung im kolonialen Virginia
- 1619 trat die aus Gouverneur, einem Rat und 22 Burgesses (" freie Bürger" ) General Assembly zusammen und tagte mehr oder weniger regelmäßig
- das erste koloniale Parlament in Nordamerika!!!
- Gegen Ende des 17 Jahrhundert splitteten sich die Burgesses und das Zweikammersystem entstand

1620, November: Plymouth Plantation
- Schon auf Ihrer Hinfahrt auf der Mayflower, mussten die Männer den Mayflower Compact unterschreiben, mit dem sie sich zur ,,civil body politic" unter James I verpflichteten und gründeten daraufhin die Plymouth Plantation
- Die Anfangs guten Beziehungen zu den Indianern wurden immer schlechter, viele hungerten, starben durch die harten Winter
- Bewohnt wurde Plymouth von englischen Seperatisten, die die episkopale Organisation der anglikanischen Kirche ablehnten und deshalb nach Holland auswanderten, von dort aus stachen sie 1620 in See

1620: Mayflower Compact
- Von 41 Männern an Bord der Mayflower unterschriebener Vertrag, der auf Basis des puritanischen Selbstverantwortungsverständnisses die künftige Regierungsform der Kolonie der Pilgrims festlegte (Civil Body Politics unter James I) und den Ort Plymouth gründete

1620, um: Puritanism
- Puritaner gründen 1630 Massachussets
- Anfangs polemische Bezeichnung für die Vertreter einer Reformbewegung, die die anglik. Kirche von verbliebenen Elementen des römischen Katholizismus reinigen wollte
- Heißt übersetzte etwa ,,Reinheit" , sehr religiös, gründen Harvard College 1636
- Schwierigkeiten mit der Krone und anglik. Amtsträgern veranlassten viele, sich vollständig zu trennen (Separatisten)
- Viele wanderten nach Holland oder weiter nach Nordamerika aus, wo sie auf die Unabhängigkeit von eine zentrale Kirchenoberbehörde bestanden
- Basis des Congregationalism, der beispielgebend für eine auf einem Volkswillen basierenden Zivilregierung war
- Roger Williams, Separatist, kam 1631 nach Massachusetts Bay -> exzentr. Ideen: König von England kein Recht, Land zu vergeben, das den Native Americans bereits gehört, Kirche u. Staat sollten separat sein -> 1635 verbannt, gründet Providence u.a. Städte in der späteren Kolonie Rhode Island: Politik der Toleranz aller Religionen, inkl. Judaism
- Anne Hutchinson auch nach Rhode Island verbannt; bedrohte nicht nur Orthodoxie sondern auch trad. Rolle der Geschlechter
- Puritans werden durch die harte Umgebung auch weltlicher, besonders ihre Kinder
- 1691-92 Salem: Hexen-Hysterie aufgrund des Zerfalls ihrer Werte
- 1663 übergibt Charles II Carolina einigen seiner Unterstützer à North Carolina: Tabak, Pech, Holz; South Carolina: Vieh, ab 1690 Reis (macht sie später reich)
- Middle Colonies betonen den Handel; New Netherland erste multiethnische Gesellschaft, 1664 9000 Menschen in der Hafenstadt New Amsterdam
- Pennsylvania wird von den Quäkern besiedelt (1681), religiöse Toleranz, nett zu Indianern, 1704 spalten sich die Schweden und Holländer ab, gründen Delaware-Kolonie
- Franzosen breiten sich im Inland aus, 1700 komplettes Mississippi-Basin à Louisiana
- Spanien gründet Texas 1691, Probleme mit New Mexico

1660/63: Trade and Navigation Acts
- Um in England wirtschaftlich mehr Nutzen von Nordamerika zu haben, wurden unter Charles II Gesetze erlassen, beginnend mit den Navigation Acts im Jahr 1660
- Händler wurden gezwungen, wertvolle Güter wie Zucker und Tabak ausschließlich nach England oder in engl. Kolonien zu exportieren
- Güter durften nur noch auf englischen Schiffen mit mehrheitlich engl. Besatzung nach Nordamerika importiert werden.
- Durch bereits weit vorangeschrittene Kolonisation verschaffte sich England die Kontrolle eines Gebietes, das sich von Maine bis South Carolina erstreckte
- Charles II (er und James der 2. wollen absolute Monarchen werden) beabsichtigte durch diese Gesetze, seine Anhänger und Unterstützer in England zu entlohnen
- Gegen 1690 kam es zu großen Aufständen der Kolonialisten gegen den König (James II, Glorious Revolution, er war außerdem sehr katholisch) und England - die Kolonialisten machten immer deutlicher, dass sie keine Einflussnahme des Königs mehr wollten.
- 1849 wurden die Acts aufgehoben

17. Jhrd, Beginn: Indentured Servants
- hauptsächlich Engländer, die mit Beginn des 17.Jhd in die nordamerikanischen Kolonien auswanderten. Meist hatten sie nicht das Geld für die Überfahrt und verpflichteten sich somit vertraglich, für meist 4-7 Jahre für den Plantagenbesitzer zu arbeiten, der die Kosten für ihre Überfahrt übernahm.

- Das Arbeitsleben der IS war meist extrem hart und führte oft zu starker Abhängigkeit vom Arbeitgeber. Nach ihrer Zeit beim Plantagenbesitzer wurden sie theoretisch mit etwas Land sowie finanzieller und materieller Grundausstattung entlohnt. In der Praxis sah dies jedoch anders aus.
- Diese Zustände führten zu großen Spannungen unter den Kolonisten, die erst abnahmen, als gegen Ende des 17. Jahrhunderts immer mehr Schwarze als Sklaven die Weißen ,,ersetzten" .

- 1718 gründen die Franzosen New Orleans, Hauptstadt Louisianas
- 1733 Georgia als letzte der 13 ersten Kolonien gegründet
- Enlightenment (Aufklärung): Amerikanische Intellektuelle wie Benjamin Franklin betonen Vernunft, Fortschritt, Wissenschaft, gründen Bibliotheken, Universitäten, etc. American Philosophical Society, waren teils Deists, mögen keine religiösen Eiferer
- Great Awakening ab 1739: stieß auf Opposition der Elite, verstärkter Glaube, mehr Richtungen

Royal Colony
- Die 13 ursprünglich britischen Kolonien an der Atlantikküste, welche 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten und sich zu den USA zusammenschlossen (Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Virginia)
- Die Ursachen der Revolution waren vordergründig wirtschaftlicher Art, doch waren sie letztlich das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses der Kolonien, die bei aller Affinität zum Mutterland eine eigene Lebensart und die Möglichkeit zu unabhängiger Existenz entwickelt hatten.

1765: Stamp Act
- 1744 - 1748: King George’s War: Dritter Anglo-Französischer Krieg
- 1754 - 1760: Seven Year’s War: Wieder einer, auch in Amerika, England gewinnt
à beide, um die Kolonien zu erhalten bzw. auszuweiten
- England wollte ab 1763 die Kolonien verstärkt selbst für die Kosten aufkommen lassen, die sie und die Kriege verursachten à Unruhen und schließlich zur Revolution, der Lostrennung der Kolonien vom britischen Mutterland.
- Writs of Assistance: Beamte können Schiffe und Gebäude durchsuchen, Schmuggelwaren einziehen, Missbrauch

- 1764 Sugar Act: Einfuhrzölle auf Zucker und anderes, weil Briten Geld brauchen
- 1765 wurde der Stamp Act vom britischen Parlament beschlossen: Steuer auf alle Urkunden und Druckschriften
- Die Kolonisten organisierten massiven Widerstand, denn ihrer Meinung nach waren die Engländer zu diesem Schritt nicht berechtigt, denn ,,no taxation without representation" .
- Sie boykottierten englische Güter und gingen teils gewaltsam gegen britische Steuerbeamte vor. 1766 wurde der Stamp Act aufgehoben, aber: Declaratory Act - Recht auf Besteuerung der Kolonien
- 1767 Townshend Duties, Revenue Act: wieder Steuern auf Importe, davon royal governors bezahlt à Non-Importation Agreement in Boston und bald anderen Städten, 1770 TD werden die Acts wieder zurückgenommen, außer bei Tee à Tee boykottiert, Engländer stationieren mehr Soldaten um royal governors zu schützen à Boston Massacre (sie töten Demonstranten), Lage beruhigt sich aber wieder
- Lord North will royal governors wieder aus Steuern bezahlen à Kolonisten wie Sam Adams gründen Committees of Correspondence in jeder New-England-Stadt (für die Kolonialrechte)
- 1773 Tea Act: British East Indian Tea Company fast pleite, darf deshalb direkt ohne Mittelmänner an die Konsumenten verkaufen, niedrigerer Preis als geschmuggelter Tee, auf dem niedrigpreis-Tee lag wieder eine Steuer à royal governors’ Gehälter à Boston Tea Party à Briten hocherregt à Strafgesetze (Coercive Acts): schließen den Bostoner Hafen, gegen Demokratie à Spannung steigtà Continental Congress

1765, um: Actual vs. Virtual Representation
- Die Kolonisten forderten von den Engländern, dass sie ihre eigenen Abgeordneten ins Parlament absenden konnten, damit ihre Interessen genügend vertreten wurden. Dies wäre dann die Actual Representation. ,,No taxation without representation" .
- Die bisherige Art der Represetation war für die Kolonisten lediglich eine Virtual Representation, da sie nicht vertreten waren, und somit nicht ausreichend.
- Dagegen argumentierten die Engländer, dass es sehr wohl eine Actual Representation gebe, denn die Abgeordneten würden schließlich für alle, also auch für die Kolonisten, die Interessen vertreten.
- Diese Meinungsverschiedenheit führte zur Entfremdung und war ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit.

1774: Continental Congress
- Dieser fand 1774 statt und alle Staaten außer Georgia entsandten Vertreter.
- Der Kongress beschloss Maßnahmen zur Verteidigung der Rechte der Kolonisten gegen britische ,,Willkürakte" und wird als Vorform eines amerikanischen Parlaments gesehen.
- Anfangs trat der Kolonialkongress noch nicht für eine Unabhängigkeit von England ein. Dies änderte sich jedoch 1775 mit dem zweiten Kontinentalkongress.
- Als Antwort auf die andauernden Kämpfe mit England, wurde die Aufstellung einer amerikanischen Kontinentalarmee unter George Washington beschlossen.
- Als es zu keiner Einigung kam, besiegelte der Kongress mit der Verabschiedung der von Jefferson entworfenen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 die Loslösung von England.
- Whigs unterstützen die Unabhängigkeit; 20% der Weißen sind aber Loyalisten; Briten: 11 Millionen Einwohner, Amerika: 2.5 Mio, Briten sehr mächtig; George Washington schafft es mit Effizienz und Motivation, gewinnt nach langen Kämpfen den First Civil War, auch weil Frankreich, Spanien und Holland England den Krieg erklären à Peace of Paris 1782 - 83 (mit John Adams, B. Franklin, John Jay) Großbritannien erkennt die Unabhängigkeit an.---
Außerdem Social Change: im Norden Hinterfragung und Beendigung von Sklaverei, Frauenrolle überdacht

1781, ratifiziert: Articles of Confederation
- Sie sind die erste Verfassung der Vereinigten Staaten.
- Die Staaten hatten zu Beginn der amerik. Revolution noch die aus 14 Artikeln bestehende Verfassung angenommen. Da es jedoch von vielen Staaten noch Einwände gab, zog sich die Ratifizierung bis März 1781 hin.
- Von nun an hieß der Kongress ,,The United States in Congress Assembled" . Er hatte nun das Recht, über
- Krieg und Frieden zu entscheiden
- Offiziere zu ernennen
- von den Staaten Geld und Soldaten zu fordern
- auswärtige Belange wahrzunehmen
- Papiergeld auszugeben
- bei Streitigkeiten zw. den Einzelstaaten einzugreifen.
- 1787 wurde eine neue Verfassung ausgearbeitet, da es besonders in Bezug auf die Kompetenz bei Streitigkeiten zw. den Einzelstaaten zu starken Unstimmigkeiten kam.

1787: Northwest Ordinance
- Sie wurde 1787 vom Kontinentalkongress verabschiedet und legt die Verwaltung des Northwest-Territoriums fest (Gebiet zwischen dem Ohio-Fluss, den Großen Seen und dem Missisippi).
- schrieb die Wahl eines Gouverneurs und einer Zwei-Kammer-Legislative vor.
- Alles unter der Voraussetzung, dass die Bevölkerung 5000 freie männliche Erwachsene erreichte

1787: Philadelphia Convention
- Ist eine Delegiertenversammlung, die 1787 stattfand und die Verfassung der USA schrieb und somit die Verbesserung der ,,Articles of Confederation" erreichen sollte. Vorlage von Madison.
- Statt auf eine Verbesserung, einigte man sich jedoch darauf, sie völlig neu auszuarbeiten.
- Die Convention bestand aus 55 Vertretern aus 12 Staaten.
- Während der ersten Phase Entwicklung der Konturen der künftigen Regierung:
- Gewaltenteilung der Legislative, Judikative und Exekutive, checks and balances
- Umstritten war die Art und Weise der Wahl des Präsidenten. Man einigte sich darauf, diese Aufgabe einem Electoral College zu übertragen.
- Die Verfassung wurde am 17.9.1787 von 39 der 42 anwesenden Deligierten unterzeichnet.

1780er: Federalists/Antifederalists
Anti-Federalist (Henry, Mason, Monroe):
- Vorläufer während der 1780er Jahre der dann in den 1790er Jahren von Jefferson und Madison angeführten Anhänger der Democratic-Republican Party.
- Ihr erklärtes Ziel war es, die Ratifizierung der US-Verfassung zu verhindern, da die letztere angeblich die Exekutive zu stark machte und die Staaten- sowie die Bürgerrechte zu sehr beschränkte.
- Hatten ihre politische Basis hauptsächlich in den ländlichen Binnengebieten. Kritisierten die probritische Außenpolitik der Federalists.
Federalists:
- Befürworter der Ratifizierung der US-Verfassung, „Founding Fathers“, versprachen die Bill Of Rights, Anhänger der Präsidenten Washington / Adams sowie der Fiskalpolitik Hamiltons.
- Wunsch nach einer starken Zentralregierung, staatliche Kreditgewährung und Unterstützung der Wirtschaft sowie nach Neutralität in den Kriegen der Französischen Revolution.
- Während Adams’ Präsidentschaft versuchten sie, die Opposition mit Hilfe der Alien and Sedition Acts zu unterdrücken, wodurch diese jedoch nur gestärkt wurde
- Die Federalist Party spaltete sich hiernach wegen der X-Y-Z-Affäre (diplomatische Kontroverse mit Frankreich wegen probritischer Politik der USA) und dem sich ergebenden Beinahe-Krieg mit Frankreich in die probritischen, kriegsfordernden Hochföderalisten und die engeren Anhänger Adams.

- Diese Uneinigkeit begünstige den Sieg Jeffersons und seiner Partei in den Wahlen 1800.
- Der Tod Washingtons 1799 und Hamiltons 1804 beraubte die Federalist Party dann ihrer tatkräftigsten Führern, und sie zeigte sich in der Folge den gekonnt durchgeführten politischen Manövern der Jeffersonianer immer weniger gewachsen

1789/1791: Bill of Rights
- Sie sind die ersten 10 Verfassungszusätze (First Ten Amendments) und legen die Grundrechte fest. Sie basieren auf der britischen Magna Charta und der von Virginia verabschiedeten Declaration of Rights.
- Unter der Führung von Madison stimmte der Kongress 1789 den Sätzen zu und durch die Ratifizierung der BOR durch Virginia als zehnten Staat, wurde der Prozess abgeschlossen.
- Sie umfassen:
1. Religions- und Meinungsfreiheit
2. Recht auf Waffenbesitz
3. Beschränkung der Einquartierung
4. Schutz vor willkürlicher Hausdurchsuchung oder Verhaftung
5. Schutz vor Zwang zur Selbstbezichtigung
6. Recht auf ordentliches Gerichtsverfahren
7. Recht auf Verhandlung vor einem Geschworenengericht
8. Schutz vor grausamen oder ungewöhnlichen Strafen
9. Rechte jenseits der Verfassung
10. Limitiertheit der Bundesrechte

1789-95: Hamiltionian System

- 1789 1. President George Washington, Congress versammelt sich in 1. Hauptstadt New York, 1. Kabinett.
- Hamilton als erster ,,Finanzminister" widmete sich um 1790 am Vorbild des britischen Systems der Staatverschuldung. Auf seinen Vorschlag schuf der Kongress 1791 die Bank of the United States (teils privat und teils staatlich). Ihre wichtigste Funktion war die Kreditvergabe und die Ausgabe von Banknoten. Sein Finanz- und Währungssystem stellte die Kreditwürdigkeit bei den Europäern wieder her und führte zu genügend Kapital, um den wirtschaftlichen Fortschritt zu garantieren
-Vermont, Kentucky, Tennessee 1796 neue Staaten (wg. Bedrohung durch Engländer, Spaniern, Indianer)
- 1789 French Revolution: Radikalismus; Westen/Süden: pro-french; Northern-Federalist: pro-british (trade). Republicans (Jefferson): pro-french. Washington ist Federalist.
- 1796 first election / partisan contenst: Jefferson against Adams (Federalist)àSedition Acts

1798: Alien and Sedition Acts
- 4 Gesetze, um den inneren Feind matt zu setzen. 1798 verabschiedet.
1. Alien Enemies Act: Spionage oder Sabotage sollte vorgesorgt werden
2. Alien Friends Act : Einwanderer, die der Präsident für gefährlich hielt, konnten ohne Beweis wieder abgeschoben werden.
3. Naturalization: Um das Wählen für Iren zu erschweren, musste man nun 14 statt 5 Jahre in einem Staat gelebt haben, um das Wahlrecht zu bekommen.
4. Sedition Acts: Es wird untersagt, etwas zu sagen, schreiben oder drucken, was den Präsidenten wütend machen könnte.

Internal improvements
Verbesserung des Transportwesens in den USA ... Bund wollte jedoch nicht dafür zahlen, Länder ebenfalls nicht, Streit entflammte

Jeffersonian Republicans, Era of Good Feelings
- Partei Jeffersons im späten 18. und frühen 19. Jhd.
- Aus örtlichen Klubs der Anti-Federalists entstanden, nahm sie um 1791 die Form einer politischen Partei an.
- Sie verstand sich als den Idealen der Französischen Revolution verpflichtet.
- 1800 gewann sie mit Jefferson gegen Adams (Verhandlungen mit Frankreich, keine Kriegsangst) die Präsidentschaftswahlen und stellte dann alle Präsidenten bis 1825.
- Nach der Abspaltung der National-Republicans 1824 und der Wahl Jacksons zum Präsidenten ab 1829 wiederum an der Macht, wurde sie allmählich unter dem Namen Democratic Party bekannt.
- Jefferson stellte sich auf die Seite des Volks und denunzierte Privatansprüche als eigennützig. Er war überzeugter Anhänger der Aufklärung und betonte die natürlichen Rechte des Individuums, die er am besten in einer agrarisch orientierten, dezentralisierten Gesellschaft gewahrt sah. Machte Federalist-Maßnahmen rückgängig.

1801: Judicial Review (Marbury versus Madison)
- In der Constitution fehlten Befugniszuweisungen für die Gerichte, außerdem war der Machtbereich des Supreme Courts nicht eindeutig.
- Deshalb ernannte Präsident Adams nach dem Judiciary Act von 1801 an seinem letzten Amtstag Marbury als Richter, der Act kreierte 15 neue Richterposten, die Adams in letzter Minute durch überstürzte Ernennungen gefüllt hatte; außerdem Richter d. SC v. 6 auf 5 reduziert -> Reduktion hätte Jefferson an SC Ernennung gehindert, bis 2 Posten freigeworden wären
- Der Staatssekretär Madison von Adams Nachfolger Jefferson klagte gegen die Ernennungen und 1803 wurde das Gesetz als verfassungswidrig vom Supreme Court abgelehnt.
- Großer Schritt: zum ersten mal wurde ein Gesetz vom Kongress für verfassungswidrig erklärt.
- judicial review, Macht d. Courts, d. Verfassungskonformität d. Legislative zu beurteilen; Constitution = supreme law; Supreme Court = Pflicht, Gesetz zu schützen

1803: Louisiana Purchase
- 1803 bot Napoleon den Amerikanern das Louisiana-Territorium für 15 Mio. Dollar an, da er Geld für den Krieg gegen England brauchte.
- Durch dieses Kauf verdoppelte sich die Größe der Vereinigten Staaten und die geostrategische Position wurde immens verbessert
- Jefferson kaufte das Territorium und der Senat hatte erst nachträglich die Möglichkeit, den Entschluss zu sanktionieren.

1804: Jefferson (Anti-Fed. / Republican) gewinnt
- Aaron Burr (pro-british/seperatist), Jefferson’s Vizepräsident, bringt Unruhe in der R. Partei auf, Jefferson wird auch von den Quids attackiert: denken, dass Jefferson die republikanische Einfachheit bloßstellt
- Amerikanische Segler werden von den Briten in die British Royal Navy gezwungen (Krieg g. F.) à Embargo Act: ökonomischer Druck um Neutralität zu unterstreichen, schadet aber eher der US-Wirtschaft
- Trotzdem gewinnt 1808 Madison (Anti-Fed. / Republican) gegen die Federalist Party, Bürger denken, die Briten beleidigen Amerikaner und vermuten, dass sie von Kanada aus angreifen wollen, 1812 erklärt Madison ihnen den Krieg. England siegt mehrmals zu Land und Wasser, kommen aber nicht voran à 1814 Vertrag (prewar-status-quo).
- 1812 gewinnt Madison (Anti-Fed. / Republican) äußerst knapp (Norden v.a. Federalists, De Witt Clinton). Federalists beschließen die Hartford Convention, wollen New England stärken und regen sich über die milit. Verluste auf. Aber durch die Rückkehr des Friedens gewinnt Monroe (Rep.) 1816, noch leichter 1820.
- Jetzt beginnt die Era of Good Feelings à neuer Nationalgeist, politische Übereinkunft, sie wird jedoch durch die Sklavenfrage bald enden.

1820: Missouri Compromise
- Der MC wurde 1820 vom Kongress beschlossen, um die Diskussion über Sklaverei im Gebiet der Louisiana Purchase zu beenden. Der Compromise sollte das Gleichgewicht zwischen den freien und den Sklavenstaaten erhalten.
- Um eine Krise zu verhindern, wurde die Sklaverei nördlich von Missouri verboten. Südlich durften weiterhin Sklaven gehalten werden. Durch Missouri als neuem Staat hätte es 12 Staaten mit und 11 ohne gegeben. Deshalb wurde zusätzlich Maine als freier Staat angenommen.
- Freien Schwarzen durfte der Zutritt in ,,versklavte Staaten" nicht verwehrt bleiben. Dies wurde 1821 durchgesetzt.
- Folge: Zuerst wurde die Nord-Süd-Spannung zwar besänftigt, aber 1854 wurde der MC durch den Kansas-Nebraska-Act außer Kraft gesetzt. Trotzdem wurde erstmals vom Kongress bestimmt, dass Sklaven kein Eigentum waren und durchgesetzt, dass Sklaverei verboten werden konnte
- Monroe hat Erfolge: erhält Florida von Spanien, gutes Verhältnis zu den Briten
- 1821 neue Staaten im Westen: Vermont, Kentucky, Tennessee, Ohio, Louisiana, India, Mississippi, Alabama, Maine, Missouri

1823: Monroe Doctrine
- Ansprache von Präsident Monroe vor dem Kongress 1823:
1. Amerika wird sich nicht in europäische Kriege einmischen, es sei denn amerikanische Interessen sind betroffen.
2. Der amerikanische Kontinent kann nicht mehr von europäischen Mächten kolonisiert werden.
3. Jeder zukünftige Versuch wird als Gefahr für Frieden und die Sicherheit des Landes angesehen.
Eigentlich wollte er so die Einmischung Europas in amerikanische Angelegenheiten verhindern. Bis 1850 wenig beachtet, später wurde dann als Grundorientierung in der amerik. Außenpolitik festgelegt. 

1820er: Second Party System
- 1824 existierte nur noch die Republican Party, Mitte der 1820er hatten sich die Republicans durch starke Spannungen (Industrialisierung, West-Expansion, Baumwollanbau) gespalten.
- Es gab nun die Democratic-Republican-Party (später Democrats/Jefferson), die sich für die Rechte der Einzelstaaten stark machte, und die National-Republican Party (später Whigs), die sich für die nationale Unterstützung in der Wirtschaft aussprach.
- Folge: Ämter wurden nun durch Wahlen besetzt und lokal und national wurden die Parteien organisiert und somit für Wähler greifbar.
- Wahlen werden demokratischer gestaltet
- 1824: 4 Präsidentschaftskandidaten, querelen nach der Wahl, Jackson die meisten Stimmen aber nicht die Mehrheit à Adams (NR) gewinnt durch Einfluss von Henry Clay, dieser wird Secretary of Stateà Jackson-Wähler vermuten Korruption
- Jackson ist ein Kriegsheld und gewinnt 1828 (Democrat) gegen Adams

1830er: Jacksonian Democracy
- Jackson war der erste Präsident, der nicht aus der Elite hervorkam und passte perfekt in die Zeit der Reformbewegungen in den 1830ern.
- Er hatte großes Misstrauen gegen Monopole und Privilegien.
- Er glaubte, dass Freiheit eingeschränkt würde, wenn sich die Regierung in die Wirtschaft einmischt (internal improvements).
- Gegen die (Second) Bank of the United States als Monopol begann er einen Kampf, denkt dass sie die Reichen noch reicher macht, er hasst auch Papiergeld.
- Er nutzte das Prinzip ,,rotation office" /spoils system  (Beamte konnten wieder entlassen werden), um zu vermeiden, dass eine elitäre Bürokratie entstand. Zwar sicherte er den Einzelstaaten Rechte zu, aber er war Verfechter der Idee, dass Amerika eine Nation sei.

1833: Indian Removal Act
- Bei der Besiedelung Richtung Westen, stießen die Siedler immer wieder auf Indianer, denen sie durch Verträge ihr Land wegnahmen. Diese Verhandlungen waren meist jedoch zäh und langwierig.
- Durch die Wahl von Präsident Andrew Jackson hatten die Siedler jedoch jemanden auf ihrer Seite. 1830 erließ er den Indian Removal Act, der Jackson die Macht gab, Landesansprüche gegen Indianer mit Gewalt umzusetzen und die Indianer zu vertreiben.
- Dies geschah ab 1838 auch durch die Armee. Jackson ignoriert sogar die Entscheidung des Supreme Court, der für die Interessen der Indianer entscheidet.
- Das bekannteste Ereignis in diesem Zusammenhang war der ,,trail of tears" . 15000 Indianer wurden gewaltsam im eisigen Winter meilenweit nach Oklahoma umgesiedelt. 4000 Indianer starben. Dieser Akt war der erste von vielen traurigen Vertreibungen bis alle Indianer ihr Leben in Reservaten fristeten

1828: Nullification
- Der Süden ist gegen Jackson’s Tariff of Abominations (Greuel): Manufakteure aus dem Norden werden vor Auslandskonkurrenz geschützt, aber der Süden muss höhere Preise zahlen
- Jackson’s Vizepräsident Calhoun schrieb 1828 anonym im ,,South Carolina Exposition and Protest" , dass ein Gesetz, das die Constitution verletzt, von den Bundesstaaten angezweifelt und innerhalb der eigenen Gesetze außer Kraft gesetzt werden könnte.
- Offiziell wurde dies auf den Erlass von Schutzzölle bezogen, wobei im Hintergrund sicherlich die Angst der Südstaatler steckte, dass auch die Sklaverei abgeschafft werden könnte.
- 1832 nullifizierte South Carolina den Schutzzoll, woraufhin Präsident Jackson mit dem Einmarsch von Bundestruppen drohte, die die Zölle einholen sollten.
- 1833 wurde dann mit dem Compromise Tariff die Schutzzölle gesenkt, woraufhin South Carolina die Nullification zurücknahm.

19. Jhrd: Transportation Revolution
- Das Transportsystem von 1820 hatte große Mängel: Flüsse flossen nicht von West nach Ost, Strassen waren teuer in der Instandhaltung und Pferdewagen zu langsam
- Wasserwege wurden errichtet, um das Transportwesen zu verbessern: Dampfer fuhren (,,Clermont" ), Kanäle (z.B. Erie Kanal, 363 Meilen) ersetzten Strassen.
- Die National Road wird verlängert, die neue Eisenbahntechnologie, die aus England kam, überholte sehr bald die Wasserstraßen.
- Im Jahr 1840 gab es in den USA 3.000 Meilen Eisenbahnschienen, ebenso viele Meilen wie die Gesamtlänge aller Kanäle. Sie war schneller, leichter zu bauen und man konnte mit ihr mehr Orte erreichen.
- Die Transportation Revolution förderte überregionalen Handel und Migration und führte zu einem unvorhergesehenen Wachstum der Städte--

- „Age of Reform“ 1820 - 1850
- Die Marktwirtschaft beginnt sich zu bilden, Farmer wechseln von subsistence zum kommerziellen Anbau
- Manufacturing (Kleider, Werkzeug...), neue Technologien verändern das Leben: John Deere’s Stahlpflug, etc. à Steigert Produktion. „Interchangeable Parts“-Prinzip, Morse erfindet den Telegraphen
- Millionen von neuen Immigranten nach dem Krieg von 1812
- Kluft zwischen arm und reich wächst, Slums, tenements
- penitentiaries (Strafanstalten), Armenhäuser werden aufgebaut
- Lebensstandard steigt, Heizungen, Kanalisation beginnt, Medizin entwickelt sich weiter, auch viele Scharlatane (Hydropathie, Phrenologie)
- Penny Press entwickelt sich durch neue Drucktechniken (NY Herald, NY Tribune)
- Minstrel Shows à Vorurteile
- Frauen werden selbständiger, neue Denkweisen, Clubs (moral-reform society, black fraternal club)
- Starkes Aufkommen verschiedener Glaubensrichtungen (1820er/30er): Calivinistischer Glaube an die Vorbestimmung, jeder kann durch eigene Anstrengungen gerettet werden; Second Great Awakening, v.a im Osten (NY): Perfektionismus, Unitarianismus, Shakers, Mormonismus - gründen den State of Desert. Bringt jedoch insgesamt etwas für die Demokratie.
- 1840er/50er: American Renaissance à Literatur, Kultur, glaube an Fortschritt trotz Depression: Cooper: Letzte Mohikaner, Poe...
- 1840 - 60: 4 Mio Immigranten (Deutsche/Iren), hoffen auf Arbeit, machen bald 50% der Stadtbevölkerung aus, deutsche eher reich. Iren arm und gegen Abolitionismus. Iren werden als billige Arbeitskräfte von vielen gehasst (desh. wird z.B. die Know-Nothing (or American) Party gegründet). Iren und Deutsche wählen die Demokraten.
- 1820 sind 2/3 von Texas im Besitz von Mexico, dort siedeln aber viele Amerikaner, Oregon (Washington bis Canada) gehört England und den US gemeinsam. 1834 verstärkt Santa Anna (Diktator von Mexico) seinen Griff um Texas à Rebellionen à Armee besiegt die Amerikaner am Alamo. Sam Houston schlägt die Mexikaner dann aber in die Flucht, Texas wird unabhängig.
- Viele Amis wagen in den 40ern den Overland Trail nach Oregon oder Kalifornien
- Im Süden: Baumwollanbau (King Cotton) und Sklaverei, Textilindustrie, Upper South verkauft profitabel Sklaven an den Lower South
- Wenig Investition, weil das Kapital im Sklavenbesitztum steckte und weil die Südstaatler dachten, das Cash Crops profitabel bleiben werden
- Mixtur aus demokratischen und aristokratischen Elementen, 1860 haben ein Viertel aller Weißen Sklaven. Yeomen sind Farmer ohne Sklaven, größte soziale Gruppe. People of the pine (Kiefer) barrens - weiße Unterschicht. Hartes Leben auch für Weiße.
- Planters: Whigs, small farmers: Democrats. Aber wenig Konflikte, nicht-Sklavenhalter waren auch für Sklaverei, viele Rassisten. Proslavery Argument: genehmigt durch die Geschichte, Sklaven im Süden geht es besser als nördlichen „wage-slaves“.
- Im Süden gibt es einen „code of honor“ (Duell bei Beleidigung), es herrscht viel Gewalt. Aber durch verstärkten Einfluss der Kirche geben viele Männer das Trinken, Spielen und Duellieren auf.
- Sklaven sprechen jetzt auch Englisch (oft pidgin-English), mehr Frauen, harte Arbeit, Familien werden auseinandergerissen. Sklaven in allen Wirtschaftszweigen. Verschiedene Rebellionen: Gabriel Prosser’s (1800), Denmark Vesey (1822), Nat Turner (1831). Douglass, Tubman und Henson, Abolitionisten, fliehen in den Norden und Helfen von dort aus Sklaven zu entkommen (Underground Railroad), wenige schaffen es aber.
- Viele Sklaven werden christlich; „spirituals“, Musik, Tanz, etc.

1830er: Abolitionism
- In den 1830ern viele Reformbewegungen. Die Abolitionists stellten sich gegen Sklaverei, jedoch waren sie untereinander sehr zerstritten.
- Militante weiße Gruppe unter William Lloyd Garrison (Liberator)
- So konnten sie sich nicht über die Rolle der Frauen in der Bewegung einigen.
- Außerdem forderten sie zwar die rechtliche Gleichstellung der Schwarzen, nicht aber die soziale und gesellschaftliche.
- Es kam zu Abspaltungen. Im Süden gab es gleichzeitig eine Pro-Sklaverei-Bewegung. So wurden Anti-Sklaverei Bücher verboten, Abolitionists wurden sozial geächtet und Anschläge organisiert.

Harriet Tubman
- Abolitionistin. Die als Sklavin geborene heiratete 1844 John Tubman, einen freien Schwarzen, den sie jedoch 1849 verließ, als sie in den Norden der USA flüchtete.
- Von dort kehrte sie bis 1860 mindestens elfmal in den Süden zurück und brachte insgesamt zwischen 60 und 300 Sklaven in die Freiheit (als Helferin der Underground Railroad --> verborgen gehaltenes, unstabiles Netz von Fluchtwegen und Verstecken, um entflohene Sklaven aus den Südstaaten in den Norden oder nach Kanada zu geleiten.
- Personal Liberty Laws der Nordstaaten begünstigten die Arbeit der U.R. (Sklavenbesitzer daran hindern, entflohene Sklaven zurückzuholen).
- Während des Bürgerkriegs war sie als Köchin und gelegentlich Spionin für die Unionstruppen tätig. Nach dem Krieg förderte sie den Bau von Schulen für Schwarze in den Südstaaten--

- 1832 gewinnt Jackson (D) leicht gegen Henry Clay, der sein American System of Protective Tariffs und die Wiederbelebung der National Bank verteidigte
- National Republicans benennen sich in Whigs um, erhalten mehr Unterstützung, auch im Süden (temperance, anti-immigrant/Catholic, merchants, bankers, manufacturers)
- 1836 gewinnt Van Buren (D) leicht gegen die Whigs

- Jacksons Politik führt zu Inflation, Van Buren hat wenig Ahnung von Wirtschaft, trennt die Regierung von den Banken (1840 Independent Treasury Bill)

- 1840 verliert Van Buren gegen William Henry Harrison (Whigs, „Hero of Tippecanoe“) wegen der Depression; Harrison stirbt nach einem Monat à John Tyler (Ex-Democrat) wird Präsident. Macht viele Whig-Maßnahmen rückgängig. Will Texas mit John C. Calhoun als S. of State annektieren.

- 1844 verliert Henry Clay (Whig) gegen James K. Polk(Democrat).
- Polk ist Vertreter des Manisfest Destiny, annektiert Texas und macht mit den Briten einen Kompromiss, der das Oregon Territory aufteilt. Polk will auch Kalifornien und New Mexico à bietet erst Geld, ordert dann Truppen unter General Zachary Taylor, der besiegt St. Anna’s Truppen im Battle of Buena Vista, Mexico gibt 1847 auf, als General Scott Mexico City erobert. Vertrag von Guadalupe Hidalgo à Rio Grande als Grenze. Das erste Mal berichtet die penny press vom Krieg.
- Die Northern Democrats wollen keine Sklaverei in den neuen Territorien, entgegen Polk.

1845: Manifest Destiny
- Dieser Begriff wurde 1845 von einem Journalisten (John L. O’Sullivan) geprägt und spiegelt die Philosophie wider, dass Amerika ein gottgegebenes Land ist und ein natürliches Recht auf die Expansion in den gesamten nordamerikanischen Kontinent hat.
- Unter Präsident Polk, einem Verfechter der MD, wurde Texas annektiert und der Mexican War begonnen. Dies verdeutlichte, wie ernst die MD genommen wurde. Man wollte alle ,,Heiden bekehren" . In gewisser Weise hat die MD die amerikanische Außenpolitik geprägt (Imperialismus, Supermacht).

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- 1848 gewinnt Zachary Taylor(Whig). Democrats: L. Cass, will eine squatter oder popular sovereignty à Siedler haben das Recht zu entscheiden, ob sie Sklaven wollen oder nicht. Viele Demokraten wechseln deshalb zu den Whigs oder zur Liberty Party (Free-Soil-Party), die nominieren Van Buren. Free Soil Doctrine will aber nicht das Ende der Sklaverei, sondern keine weitere Ausbreitung. Lincoln auch ein Free Soiler.
- Jetzt beginnt übrigens auch der Gold Rush in Kalifornien.

1848: Seneca Falls Convention
- In den 1830ern gab es viele Reformbewegungen. Erstmals konnten sich auch Frauen, wenn auch stark eingeschränkt, politisch engagieren.
- 1848 wurde in Seneca Falls die Women´s Rights Convention abgehalten.
- Dort verfasste man (frau) die Declaration of Sentiment, die an Anlehnung an die Constitution mit den Worten ,,All men AND WOMEN are created equal..." begann. Sie forderten außerdem das Wahlrecht für Frauen, konnten es aber nicht durchsetzen.
- Nach dem Mexican War 15 freie und 15 Sklavenstaaten à Frage wie es weitergeht. Kalifornia will Staat werden à Convention of Nashville (Protest von 9 Südstaaten). Henry Clay bringt 1850 einen Kompromiss: versch. Bundesgesetze: Kalifornien als freier Staat, Trennschnitt zwischen Utah und New Mexico, Siedler dürfen entscheiden, Sklaverei in Washington D.C, etc. Auch: Fugitive Slave Act.

1850: Fugitive Slave Act
- Das Gesetz autorisierte die Ernennung von Spezialbeauftragten der Bundesregierung, die befugt waren, Haftbefehle für flüchtige Sklaven auszustellen.
- Eine eidesstattliche Versicherung des Eigentümers genügte als Beweis für seinen Besitz.
- In manchen Nordstaaten erschwerten Widerstand in der Bevölkerung und Personal Liberty Laws die Durchführung.

1852:Uncle Tom´s Cabin
- Titel eines von H.E. Beecher Stowe veröffentlichten Sklavenerzählung (zuvor als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift National Era 1851/52).
- Die öffentliche Debatte über den Fugitive Slave Act regte sie zur Abfassung des Werks an.
- Das Buch, von dem innerhalb eines Jahres über 300.000 Exemplare verkauft wurden, stärkte den Gedanken des Abolitionismus im Norden der USA.
- Im Süden, wo der Autorin Unkenntnis vorgeworfen wurde, erregte es großen Unwillen.--

- 1852 gewinnt Franklin Pierce (D) vernichtend gegen die Whigs. Er ist für den Kompromiss und popular sovereignty. Whigs auseinandergerissen à 2nd party system bricht auseinander.
- Sklaverei ist das Hauptthema. Stephen A. Douglass’ Kansas Nebraska Bill lässt die Zukunft der Sklaverei offen: er will die Ansiedlung in Kansas und Nebraska durch eine Transcontinental Railroad stärken. Süden dagegen, weil Territorium nördlich des Missouri Compromise à popular sovereignty in der Region. Norden denkt, dass der Süden die Sklaverei wieder im ganzen Land verbreiten will, auch free-soilers dagegen. Southern Whigs vereinigen sich mit den Democrats. New Republicans und Know-Nothing Party (Rassisten, gegen Sklaverei, gehen bald in die Republicans über) im Norden.

- 1855: Pro- und Antisklaverei-Siedler gehen nach Kansas, viele illegale Wähler aus Missouri, die Pro’s gewinnen, wollen die Free-Soilers unterdrücken, welche wiederum eine Zweitregierung in Topeka, gegen die Lecompton Legislature installieren. Massaker à Bürgerkrieg, auch im Congress kommt es zu Gewalttaten.

- 1856 gewinnt James Buchanan (D) gegen den Republikaner Frémont, der gegen weitere Sklavenstaaten ist. 2 Tage später:

1857: Dred Scott Case
- Der Sklave Dred Scott wurde von seinem ,,Herren" aus Missouri (slave state) in die sklavenfreien Gebiete Illinois und Wisconsin mitgenommen.
- Anschließend klagte er seine Freiheit in Missouri ein. Im März 1857 entschied der Supreme Court, dass der Missouri Compromise verfassungswidrig sei.
- Den Nordstaaten könne Sklaverei gar nicht untersagt werden, da Sklaven Eigentum seien und somit verfassungsrechtlich geschützt.
- Folge: große Entrüstung und weitere Anspannung zwischen Nord und Süd.--
- Douglas will im Senat wiedergewählt werden, wird aber von Abraham Lincoln zu verschiedenen Debatten herausgefordert. Lincoln attackiert die Sklaverei, will sie aber nicht im Süden verbieten. Daraufhin macht Douglas sein Freeport Doctrine Statement, welches zu einem weiteren Bruch in der Demokratischen Partei führte, bekommt aber den Sitz im Senat.
- John Brown organisiert 1859 eine bewaffnete Sklavenrebellion à zerschlagen, aber Hysterie im Süden, denken, der Norden hat sich gegen sie verschworen, es kommt die Sezession ins Gespräch.
- 1860 gewinnt Abraham Lincoln (R) knapp. Demokraten splitten in die Northern D. (pop. sov.) und die Southern D. (pro-slavery-Gesetz durch den Kongress)
- Schon bevor Lincoln sein Amt antritt beginnen die Staaten des Tiefen Südens (S.Carolina, Alabama, Mississippi, Florida, Georgia, Louisiana, Texas) sich abzutrennen, formieren die Confederate States of America. Oberer Süden zögert noch. Kompromiss von John Crittenden scheitert an Lincoln, die Konföderation beginnt daraufhin Forts in der eigenen Region zu übernehmen und Hafen zu bombardieren, Lincoln sendet 75000 Freiwillige um die „Rebellion“ zu unterdrücken, daraufhin trennen sich auch Virginia, N.Carolina, Arkansas und Tennessee à CIVIL WAR von 1861 - 65.
- Norden hat Vorteile: mehr Einwohner, Industrie, Eisenbahn, aber weniger Nahrungsmittel. Süden muss im eigenen Territorium kämpfen (Vorteil). Siege auf beiden Seiten.

1862: Emancipation Proclamation
- Maßnahme zur Sklavenbefreiung während des Bürgerkrieges.
- Sie wurde 1862 nach der Schlacht am Antietam (Union stoppt das Vordringen der Konföderation) nach Vorlage von Präsident Lincoln verkündet.
- Sie proklamierte die Freiheit aller Sklaven, deren ,,Herren" sich am 1. Januar 1863 noch in der Rebellion befinden würden. Sklaven in den Grenzstaaten waren ausgeschlossen.
- Sie diente hauptsächlich Propaganda-Zwecken und hatte wenig Konsequenzen: nur in den von der Union besetzten Gebieten wurde die Sklaverei ausgesetzt.
- Machte den Krieg zu einem Krieg gegen die Sklaverei. Dies war den Briten sympathisch.

1862: Homestead Act
- Der Homestead Act von 1862 verkörperte das Ideal der Republikaner von ,,free soil, free labor, free men" . 160 Hektar staatlichen Landes wurde Siedlern nach 5-jährigem Verbleiben auf diesem Land gegen eine Gebühr von 10$ zur Bearbeitung übertragen. Bis 1865 hatten so bereits 20 000 Sieder (,,homesteaders" ) Land im Westen (Great Plains)erhalten.
- Letztendlich war jedoch bis 1900 nur ca. 1/9 des Landes Eigentum von Siedlern; der größte Teil ging an Eisenbahngesellschaften, Spekulanten und an die Staatsregierungen--
- 1863 hält die Union das gesamte Mississippi-Territorium, gewinnt auch zu See.
- Süden will England über die „cotton diplomacy“ auf seine Seite ziehen, aber die Briten brauchen momentan keine Baumwolle.
- Sklaven werden von der Union nicht an ihre Besitzer zurückgegeben (Confiscation Acts), obwohl Angst besteht, dass die Freedmen in den Norden kommen, hilft Sklaverei dem Süden militärisch.
- Norden: Wirtschaft stark, im Süden wird die Wirtschaft zerstört.
- Elizabeth Stanton und Susan Anthony gründen die National Woman’s Loyal League: Frauen und Schwarze sollen Wählen dürfen.
- 1864 weitere Siege für den Unionsgeneral Grant.
- 1864 knapper Wahlsieg für Lincoln (R) gegen die Radical Republicans und die Peace Democrats. Lincoln benennt die Partei in National Union Party um, um zu gewinnen.
- 1865 kapituliert Konföderations-General Lee am 3. April am Appomattox Courthouse.
- Am 14. April wird Lincoln von John W. Booth erschossen, Andrew Johnson wird Präsident. Johnson kam aus dem Süden, besaß einst Sklaven.
- 620.000 Tote im Civil War.

1865, 1868, 1870: 13th, 14th, 15th Amendment
13.: Sklaverei wird allgemein aufgehoben, ratifiziert 1865
14.: (Durch den Civil Rights Act) Sklaven bekommen die amerikanische Staatsbürgerschaft und die Bürgerrechte. Staatsbürger sind Personen, die in den USA geboren wurden
- Unterstützer der Konföderation konnten kein staatliches o. nationales Amt mehr haben
- Staaten, die den (männlichen) Schwarzen das Wahlrecht verwehrten, wurden durch weniger Sitze im Kongress bestraft, ratifiziert 1868
15.: Sklaven bekommen das Wahlrecht. Verweigerung des Wahlrecht wegen Hautfarbe, Rasse wird untersagt, ratifiziert 1870 à Bedingung für die Wiederaufnahme Virginias, Texas und Missisippis in die Union

1865: Freedman´s Bureau
- Eine, trotz Johnsons Veto 1865 ins Leben gerufene Institution, die die Interessen der ehemaligen Sklaven im Süden vertreten sollte.
- Die Hilfe bestand aus medizinischer und rechtlicher Versorgung, der Schaffung von Schulen und Universitäten für Schwarze. Nach einer Publikation des Bureaus bezüglich begangener Verbrechen an Schwarze, keimte unter vielen Weißen die Wut und der Widerstand - KKK. Ab 1869 gab es diese Institution nicht mehr.

1865, nach: Congressional or Radical Reconstruction
- Nach dem Bürgerkrieg bildete sich die zweite Phase des Wiederaufbaus (nach der Presidential Reconstruction) und der sozialen und politischen Neuordnung.
- Vertreten wurde sie nicht von Präsident Johnson, sondern von einer republikanischen Mehrheit im Kongress. Johnson sollte auch des Amtes enthoben werden, dies wurde aber nicht von 2/3 des Senats gestützt.
- 1867/68 Reconstruction Act, um z.B. die black codes und Johnson governments ungültig machten.
- Wichtigste Maßnahmen:
1. die Stellung des Südens unter Militärverwaltung
2. Wahlrecht für schwarze Männer, die zusammen mit den weißen Männern Delegierte wählen konnten, die wiederum eine State Constitution schreiben, in der Schwarzen Stimmrecht gewährt wird.
- Leider: wegen fehlender militärischer Durchsetzungskraft wenig Erfolg.-

- 1870 sind alle alten Staaten wieder zugelassen.
- Im Süden: mehr Demokratie, mehr Freiheit für Schwarze aber immer noch starker Rassismus.

1865-66: Black Codes
- 1865-66 von dem im Bürgerkrieg besiegten Süstaaten erlassene Gesetze zur Regelung des Verhaltens der ehemaligen Sklaven.
- Die Black Codes garantieren den freedmen einerseits grundlegende Rechte wie Eigentumsrecht, Heiratsrecht, andererseits bringen sie die Schwarzen durch Restriktionen wieder in einen sklavenähnlichen Zustand.
- Die Black Codes variieren von Staat zu Staat, beschränken sich aber im allgemeinen auf freie Berufswahl, Ortswahl oder der Wahl des Ehepartners.
- Der Norden gab sich mit diesen Gesetzen aber nicht zufrieden und der Kongress verabschiedete 1866 die Civil Rights Acts, die allen in den USA geborenen (außer Indianer) Bürgern das Bürgerrecht aussprach und den Einzelstaaten verbot, aufgrund von Rasse und Hautfarbe zu diskriminieren.

1865, nach: Sharecroppers
- Eine Form der ökonomisch abhängigen Farmerschaft im Süden, die sich nach dem Bürgerkrieg herausbildete. Betraf hauptsächlich Schwarze.
- Großgrundbesitzer teilten Besitz in Parzellen ein, die die Arbeiter dann gegen 50 % der Gewinnabgabe bearbeiten konnten. Vorher verschuldeten sich jedoch die meisten, da sie kein Anlagekapital für die Grundausstattung hatten.
- Folge: System trug zur Verfestigung der Armut im Süden bei.

1866, ab: Ku Klux Klan
- Erstmals aufgetaucht 1866: Rassistische Terrororganisation im Süden, die Ihre Mitglieder hauptsächlich aus der einfachen Bevölkerung rekrutierte.
- KKK versuchte, Schwarze an ihren neu erworbenen Rechten (13.,14.,15. Ammendment) zu hindern und die ,,weiße Überlegenheit" zurückzugewinnen.
- Ihre Methoden waren Einschüchterungen, Bedrohung und offene Gewalt wie Lynchmord.
- 1871 durch den Enforcement Act erfolgreich bekämpft.
- Um 1915 Wiederbelebung. Der KKK ist nun auch gegen Juden, Katholiken und Immigranten im allgemeinen

1868, um: Carpetbagger
- Durch die Reconstruction Laws von 1867-68 hatten die Republicans eine vorher nie vorhandene Wählerschaft im Süden. Die Demokraten sprachen daraufhin verächtlich von den Republikanern und teilten sie in drei Arten von Gruppen ein; eine Gruppe wurde als Carpetbaggers bezeichnet, da sie lt. der Demokraten nur vom Norden in den Süden kamen, um hier Macht und Reichtum zu erlangen.
- Die Carpetbaggers waren zu einem großen Teil frühere Union soldiers, die auf den Kauf von Land und Fabriken hofften oder beabsichtigten, Eisenbahnstrecken zu bauen oder einfach nur das wärmere Klima zu genießen.
- Sie hatten ca. 1/3 aller offiziellen Ämter inne und gewannen die Zustimmung der African-Americans, indem sie sie durch die Organisation Union League dazu aufriefen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sie sogar zu den Wahlplätzen transportierten.

- 1868 gewinnt General Grant (R), ihm wird Korruption vorgeworfen à Abspaltung zur Liberal Republican Party, 1872 gewinnt Grant trotzdem aber Schwächung seiner Partei.
- 1873 Depression, deshalb Reconstruction weniger wichtig.
- SC intepretiert das 14te und 15te Amendment auf eine Weise, die zur starken Segregation führte. Civil Rights Act und Enforcement Acts werden unconstitutional gesprochen.
- Democratic Party im Süden wieder sehr stark und sehr rassistisch.
- Indianer immer weiter zurückgedrängt, nichts mehr zu jagen, Sioux müssen 24 Mio. Acres Land abgeben, auch andere Stämme müssen dies. Viele tun dies, aber ca. 100.000 Indianer (Sioux, Cheyenne, Comanche) beginnen einen dauerhaften Krieg in den Plains à Massaker à Friedensvertrag: Zwei große Reservate in Oklahoma und Montana (Sioux). Bei den Sioux wird aber Gold gefunden, Sioux wollen diesen Teil des Landes nicht verkaufen à Krieg (Battle of Little Bighorn), Sioux werden nach kurzem Triumpf besiegt.
- Einige Reformer sprechen sich gegen die Misshandlung der Indianer aus à Serveralty Act 1887: Einzelne Farmen für jede Indianerfamilie in den Reservaten, der Rest wird an Weiße verkauft, nach 25 Jahren sollte das Land den Indianern dann gehören, und sie sollten US-Bürger werden.
- Kultur der Indianer unterdrückt, oft unfruchtbares Land, letzte Aufstände (1890 Wounded Knee Massacre, 300 Sioux tot), Ghost Dance Movement.

1870, um: Granger Movement
- 1870 - 1900 2.5 Mio. neue Farmen, risikoreiches, hartes Geschäft. Aufgrund von Insektenplagen, schlechter Ernten und einer daraus resultierenden wirtschaftlichen Not der Farmer im Midwesten, gründeten Farmer 1867 unter der Führung von Oliver H. Kelley ,,THE GRANGE" , deren Anhängerzahl in den frühen 1870ern schon 1,5 Mio. betrug.
- The Grange bot Unterricht, emotionale Unterstützung und Kameradschaft.
- Außerdem unterhielten sie eine Bibliothek mit Büchern über Pflanzen und Landwirtschaft und organisierten Liederabende und gemeinsame Mahlzeiten.
- Ihr Ziel war, dass Familienfarms wieder autark werden. Außerdem verlangten sie, dass die Eisenbahnen ihnen günstigere Konditionen bieten, damit sie konkurrenzfähig blieben.
- Dies jedoch konnten sie nicht durchsetzen, da die Eisenbahnlobby zu groß war.
- THE GRANGER MOVEMENT legte den Grundstein für weitere und grundlegendere Farmerproteste in den 1880ern und 1890ern.--

- 1876 gewinnt Rutherford Hayes (R), sehr knapp, Betrug und Bedrohung bei den Wahlen, als Kompromiss für den Sieg von Hayes können die Demokraten 1877 die letzten Reconstruction governments übernehmen. Truppen werden zurückgezogen, Süden wirtschaftlich gefördert.

1890, bis: Frontier
- Existenz der Frontier im Westward Movement, d.h. des individuellen Kampfes zwischen Zivilisation und der Wildnis in Richtung des noch unbesiedelten Westens.
- Frontier gleich Siedlungsgrenze zum unerforschten Westen.
- Frontier wurde zum Inbegriff für das ,,sich durchsetzen und etablieren" , ,,Wenn dies zu schaffen ist, ist alles zu schaffen"
- Homestead Act
- Die erste transkontinentale Eisenbahn 1869 (Pacific Railroad Act 1862)

1887: Interstate Commerce Commission
- Gegründet vom Kongress als Reaktion darauf, dass der Supreme Court festlegte, dass interstaatlich verkehrende Eisenbahnen nicht reguliert werden könnten.
- Bestand aus 5 Personen und hatte die Aufgabe, Bahntarife ,,vernünftig und gerecht" zu gestalten. Erste Bundesbehörde mit weitreichenden Regulierungsaufgaben!--
- Neue Staaten bis 1910: Kansas, Nebraska, Colorado, Nevada, etc.
- Idaho, Wyoming, Utah und Colorado gaben den Frauen 1910 volle Rechte
- Durch Eisenbahnen neue finanzielle und managementbezogene Entwicklungen, siehe Jay Gould, der andere kleinere Mitbewerber aufkaufte. Insgesamt entstanden sieben Riesen-Companies.
- J.P. Morgans Federal Steel und Carnegie Steel fusionierten und waren über 1 Milliarde Dollar wert
- John D. Rockefeller ist Öl-Unternehmer. Viele Monopole entstehen.
- Telefon wird 1876 erfunden.
- Im Süden: New South Creed, Industrialisierung, neue Wirtschaftsausrichtung. Immer noch viele Textilien, oft schlechte Bedingungen für die Arbeiter. Langsamere Entwicklung als im Norden.
- 1900 immer mehr Industriearbeiter, viele Krankheiten, harte Bedingungen. Rags-to-riches Stories in den Zeitungen, z.B. Carnegie. Riesige Kluft zwischen arm und reich.
- Erste Gewerkschaften entstehen (Für bessere Bedingungen, gegen Kinderarbeit...)

1886: American Federation of Labor
- Entstand z.B. aus den Knights of Labor, welcher den Chinese Exclusion Act 1882 initiierte.
- Gewerkschaftlicher Dachverband der sich hauptsächlich um gelernte Arbeiter kümmerte, während die ungelernten sich dem IWW zuwandten.
- Nach dem 1. Weltkrieg bereits 1,7 Mio Mitglieder. 1955 Zusammenschluss mit CIO.
- Während der 60er hielten sie sich raus aus politischen Aktivitäten, was viele veranlasste, auszutreten

1890: Sherman Anti-Trust Act
- Bundesgesetz von 1890, das geschäftliche Zusammenschlüsse zur Beschränkung des Handels zwischen den Einzelstaaten oder dem Ausland untersagt.
- Durch den Supreme Court wurde dem Gesetz erst jedoch nur wenig Bedeutung beigemessen. Erst durch den Fall Northern Securities Co. vs. USA, die Gründung der Federal State Commission und das Inkrafttreten des Clayton Antitrust Acts wurde der SAA gestärkt.

1894: Pullman Strike
- Einer von 37.000 Streiks bis 1905.
- Von der US Railway Union unter E.V. Debs durchgeführter Streik gegen die Pullman Palace Car Co. In Chicago, die sich geweigert hatte, auferlegte Lohnkürzungen zu diskutieren. Der Boykott der Schlaf- und Speisewagen legte den gesamten Eisenbahnverkehr im Mittelwesten lahm.
- Nachdem ein Bundesgericht eine injunction erließ, setzte Präsident Cleveland trotz des Protests des Gouverneurs von Illinois J.P. Altgeld Bundestruppen ein, die den Streik brachen.

1890er: Social Darwinism
- Hierarchien natürlich, wie in Natur ,,Der Stärkste überlebt" . Kurz bedeutsam in 1890ern und stammte von progressivistischen Befürwortern des Interventionsstaates (Carnegie u.a.)--
- Immer mehr Verstädterung, die ersten Millionenstädte, schwierige Bedingungen dort, slums, ghettos, neue Lebensstile.
- Zu den „old immigrants“ (Iren, Deutsche, Briten) kommen die „new immigrants“ (Italiener, Slaven, Griechen, Juden). Rezeptionszentren: Castle Garden oder Ellis Island (ab 1892).
- In den Städten entstehen politische Machtzentren, oft korrupt (Tweed in NY). Um 1900 wird von Reformern gegen diese vorgegangen, sie setzen sich auch gegen die Armut in den Städten ein (z.B. YMCA), viele Aktivisten, Vereine, auch Jane Addams. City-beautiful-movement (Parks...).
- Neue Produkte wie Kellog’s verändern die Essgewohnheiten. Bestellkataloge, Einkaufsketten (Woolworth).
- Verschiedene kulturelle Ausrichtungen: regionalists, nationalists, fine art (ohne Vulgarität). Auch Temperance-denken. Frauen engagieren sich immer stärker im sozialen Leben, wollen aus dem viktorianischen Lebensstil ausbrechen („new woman“, „Gibson Girls“)
- Baseball wird zum Volkssport, erste Sporthelden.
- Rag-Time als Musik für die Massen. Musik mit moralischem Aspekt für die Mittelklasse.

19. Jh.: Separate Spheres
- Viktorianische Moral beeinflusste das Leben der Mittelklasse im 19. Jh. „Zivilisiertheit“.
- Es gab die ersten Qualitätsprodukte zu niedrigen Preisen.
-Separate Arbeits- und Lebensräume der Frauen und Männer:
- Männer waren für den Beruf zuständig, hatten also ihren Lebensraum außerhalb des Hauses, während Frauen sich um Heim und Familie kümmerten, also ihren Lebensraum dort hatten. Ausbrüche aus diesem System gab es nicht.

Jane Addams/Hull House
- Die in Illinois geborene Jane Addams beendete 1882 ihr Studium am Rockford College und trat anschließend - zusammen mit ihrer Freundin Ellen Gates Starr - eine einjährige Reise durch Europa an, die sie auch nach London führte. Hier lernte sie die Toynbee Hall - eine soziale Einrichtung für Bedürftige inmitten eines Slums - kennen. Tief beeindruckt von der Grundidee dieses Hauses und dem Engagement der Mitarbeiter, kauften sie und Ellen Gates Starr 1889 das alte Charles J. Hull - Anwesen in Chicago, in dem sie armen Immigranten versuchsweise als Teil des ,,settlement-house approach" ihre tatkräftige Unterstützung anboten.
- An das damalige Ideal der Gesellschaft, das Frauen als helfende und selbstopfernde Menschen zeigte glaubend, kümmerte sich Addams insbesondere um neu angekommene Immigranten à Freizeitaktivitäten organisiert, auch Englisch-, Koch- und Nähkurse.
- Ihr Ziel war es, die europäischen Immigranten auf ein selbstständiges Leben in der neuen Welt vorzubereiten und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
- Auch Errichtung eines Vermittlungsbüros für Arbeitsplätze und der Aufbau eines Kindergartens. Veröffentlichte sie in Zusammenarbeit mit anderen Helfern Studien, die die katastrophalen Lebensbedingungen aufzeigten, und setzte Politiker unter Druck, diesbezüglich Reformen durchzusetzen.
- Im Jahre 1895 gab es im Land bereits mindestens 50 solcher Einrichtungen.
- Addams bemühte sich stark um Studenten als freiwillige Helfer, denn sie erkannte früh, dass es gerade jene Studenten waren, die später als ,,state and government officials" die Möglichkeit hatten, wirklich etwas zu ändern.
- Obwohl die Amerikaner die Hoffung hatten, dass sich auch aufgrund von Addams sozialem Engagement die soziale Lage verbessern würde, wurde das Ziel, die Brücke zwischen Arm und Reich durch ,,settlement houses" zu verkleinern, nicht erreicht.

1900, ab: Jim Crow Laws
- Reihe von kleinen Gesetzen, die Rassismus legal sein ließen. Jim Crow steht für: Rassentrennung in Schulen und öffentlichen Plätzen. 1917 vom Supreme Court für illegal erklärt.--
- Zwischen 1877 und 1896 ignoriert die Bundespolitik die meisten Probleme, die aus der Industrialisierung entstehen, die Wirtschaft predigt ihnen laissez-faire.
- Frauen haben in der Politik nichts zu sagen. D: Süden, Immigranten. R: white-collar-workers, kleine Städte, Professionelle...
- Rutherford B. Hayes (R) gewinnt 1876: wieder Glaubwürdigkeit in der Politik nach Grant.
- Hauptproblem: wie viel Geld soll der Bund ausliefern und was soll es absichern (Gold...)?
- 1880 gewinnt Garfield (R), dieser wird erschossen à Arthur wird Präsident. Pendleton Act soll das problematische Spoils-System ändern: Arbeitsplatzanwärter beim Bund werden besser geprüft, etc.

- 1884 gewinnt Grover Cleveland (D), geht auch gegen die spoilsmen vor, sogar Republikaner unterstützen ihn im Wahlkampf.
- 1888 gewinnt Harrison (R) gegen Cleveland, ewiges hin- und her mit den Schutzzöllen unter den verschiedenen Präsidenten. Die Farmer sind empört, weil sie sich unter den fallenden Preisen vergessen fühlen, wollen einen niedrigen Schutzzoll.
- 1890: „Depression Decade“.
- 1892 gewinnt wieder Cleveland (D), Depression beginnt sehr bald: Arbeitslosigkeit, Wirtschaftszusammenbruch, Streiks, Proteste. Cleveland will aufgrund seiner laissez-faire-Ansicht den Armen nicht helfen, will den Goldstandard beibehalten. Partei gespalten. Populisten und Republicans gewinnen 1994 viele Stimmen.
- 1896 nominieren die Demokraten Bryan (will keinen Goldstandard mehr), die Republikaner William McKinley (Gold-Standard, hoher Schutzzoll), der gewinnt durch die Unterstützung der Wirtschaft und der Industriearbeiter. 1900 gewinnt McKinley wieder.

Populists/People´s Party
- Ging aus der Farmer Alliance hervor.
- Erhielten 1892 1 Million stimmen
- Entstand aus Unzufriedenheit der Farmer. Inhalte des Parteiprogramms:
- Verstaatlichung von Eisenbahn
- Telefon und Telegrafenfirmen
- Free Silver (uneingeschränkte Ausmünzung von Silber)
- gestaffelte Einkommenssteuer
- Direktwahl des Senats
- Einschränkung der Zuwanderung
- Ab 1896 verloren sie ihre Anhänger hauptsächlich an die Demokraten.--
- Im Süden werden die Schwarzen immer mehr um ihr Wahlrecht gebracht, SC will seperate but equal.--
- Auch in den USA kommt Interesse an neuen Kolonien auf à Überseemärkte, Reichtum. Republikaner wollen dort auch Basen und Stationen aufbauen. Auch Bücher haben Einfluss auf diese Gedanken. Enthusiastischer Expansionismus à z.B. Annexion von Hawaii 1898.
- Kubaner revoltieren 1895 gegen die spanische Herrschaft, Spanier unterdrücken die Rebellion brutal. Die öffentliche Meinung der US ist gegen die Spanier (yellow-journalistic sensationalism, The World und Journal). President McKinley schickt ein Schiff, nur, um die dort anwesenden Amerikaner zu schützen, eine Explosion auf dem Schiff tötet 266 crewmen à yellow press beschuldigt die Spanier à McKinley erklärt Spanien 1898 den Krieg, will Kuba aber unabhängig belassen (Teller Amendment), nach 4 Monaten sind die Spanier besiegt. Kuba wird 4 Jahre besetzt, Kuba muss militärische Zusprüche machen.
-McKinley will die Philippinen halten, um den Chinesischen Markt zu durchdringen à Guerilla-Krieg. USA verlieren viele Soldaten à Unabhängigkeit 1946.
- Es formiert sich auch eine Anti-Imperialist-League (z.B. Mark Twain)à für Menschenrechte überall

1899: Open Door Policy
- Europäische Mächte und Japan drängen die schwache chinesische Regierung ihre Hafen zu öffnen, und zwar NUR IHNEN.
- Briefe von secretary of state John Hay an die imperialistischen Mächte Chinas, in denen er fordert, dass sie ihre Tore auch für amerikanischen Handel öffnen (China=großer Markt).
- Obwohl nie eine verbindlich Antwort kam, verkündete er die Zustimmung.
- Hier wird deutlich, wie groß der wirtschaftliche Faktor schon früher bei der US-Außenpolitik war. ODP steht auch für den informellen Weg, außenpolitische Verknüpfungen herzustellen, den die Regierung durch laissez-faire unterstützte.
- USA unterstützte die anderen Mächte auch beim Unterdrücken der Boxer-Rebellion gegen imperialistische Außenmächte. Danach verlangt Hay von den anderen Staaten, die territoriale Integrität Chinas beizubehalten und für alle gleiche Handelsbedingungen zu schaffen.--
- Roosevelt will, dass Amerika eine wichtige Rolle in der Welt spielt. Roosevelt Corollary warnt Europa, sich nicht in der Westhemisphäre einzumischen und Schulden einzutreiben, die ihren Bürgern zustehen. Mischt sich stark in Lateinamerika ein. Er will auch die Beziehungen zu Japan verbessern (gentlemen′s agreement, weniger japanische Einwanderer), Vorurteile und Diskriminierung bleiben aber. Sein Nachfolger, Taft, stärkt kommerzielle Interessen durch die dollar diplomacy (China). Okkupiert auch Nicaragua bis 1933, damit die dortige Regierung US-freundlich bleibt. Wilson, sein Nachfolger, interveniert in Mexiko (Liberalismus), okkupiert Haiti und die dominikanische Republik (Investoren).
- USA wollen den Panama-Kanal bauen, können dies nur, nach dem sie eine Revolution unterstützten (unter Roosevelt). Nach der Unabhängigkeit wird der Kanal gebaut und 1914 eröffnet. Latein-Amerika erbost über die imperialistischen Methoden der USA.--
- Städte wachsen und wachsen ab 1900, Slums, viele Immigranten, Korruption in der Politik
- Reformer, Journalisten (z.B. Herbert Croly: New Republic), viele sozial engagierte Frauen gründen wegen der steigenden Armut das Progressive Movement
- Schwarze arm, leben vor allem im Süden, leben aber ihre eigene Musik und Kultur aus, viele wandern wegen der Gewalt in den Norden aus
- Riesige Industrieunternehmen, Kinderarbeit (10 - 15), 9.5 Stunden-Tag, gefährlich und gesundheitsschädlich (Triangle Shirtwaist Fire), Fabrikarbeiter bleiben meist noch unorganisiert
- Trotz allem immer mehr Gewerkschaften: International Ladies′ Garment Workers′ Union und die Industrial Workers of the World (IWW) (Minenarbeiter, Holzfäller, Farmarbeiter...), gewinnt auch einen wichtigen Streik. Socialist Party of America will den Kapitalismus beenden, Eugene Debs gewinnt 900.000 Stimmen in den Wahlen von 1912.

Progressive Movement / Progressive Era
- PM hat Höhepunkt zwischen Spanish-American War und 1. WK.
- Keine einheitliche Bewegung: Reformen, Akzeptanz des Kapitalismus, tw. Prohibition oder weniger Immigranten. Neue Bildungs- und Gesetzesideen.
- Feminismus: National Woman Suffrage Association, Alice Paul′s Women′s Party. Das 19te Amendment gibt Frauen das Wahlrecht (1920)
- Auch Reformbürgermeister wie Tom Johnson (Cleveland): gegen Korruption, mehr kommunale Services, Steuergerechtigkeit. Mehr soziale Programme. Maßnahmen gegen Kinderarbeit und für geregelte Arbeitszeiten. Auch Regulation des Big Business durch einzelne Staaten.
- Ab 1917 dürfen analphabetische Immigranten nicht mehr ins Land. Auch viel Rassismus, pseudo-wissenschaftlich (Madison Grant′s The Passing of the Great Race, 1916), W. Wilson war auch z.B. selbst Rassist, auch Gegenbewegungen wie Mary White Ovington′s NAACP
- Versuch gegen Wahlbetrug vorzugehen. Auch das 17. Amendment: Senatoren werden vom Volk gewählt.
- Hauptziele des PM:
1. Kontrolle großer Unternehmen
2. Aufklärung von Korruption und ineffizienter Arbeit der Regierung
3. Gewährung sozialer Gerechtigkeiten
- Obwohl sie sich wirklich um die sozialen Problem kümmerten, verlangten sie indirekt, dass sich die Armen ihren ,,Mittelklasse-Ansichten" anpassten.

1920-1933: Prohibition
- Verbot d. Herstellung, Verkauf und Konsum von Alkohol. Ab 1913 forderten Anhänger der Temperenzbewegung eine entsprechende Verfassungsänderung. Januar 1919 erfolgte Ratifizierung des 18. Verfassungszusatzes (Amendment). Auch erste Anti-Drogen-Gesetze.

20 Jhrd, Anfang: Muckrackers
- Eine Gruppe von Journalisten, die zu Beginn des 20. Jhds. Missstände und -bräuche in Geschäftswelt und öffentlicher Verwaltung anprangerten. Das Wort, von Präsident Roosevelt aus John Bunyans ,,Pilgrim`s Progress" genommen, war von ihm abwertend gemeint.
- Bedeutendstes Organ der Muckrackers war McClure`s Magazine, in dem 1903 eine bahnbrechende Reportage von Tarbell über die Standard Oil Co. erschien.
- Der große Publikumserfolg öffnete den Muckrackers bald auch die Spalten anderer Zeitschriften wie Collier`s und Everybody`s. Auch in der Romanliteratur entwickelte sich ein entsprechendes Genre (The Jungle). Das Interesse der Öffentlichkeit ebbte nach einigen Jahren ab und verschwand mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs

1900, um: Booker T. Washington
- ehemaliger Sklave, der sich nach oben gearbeitet hat. Er gründete eine Schule, aus der die Tuskegee University hervorging. Sein Standpunkt: Schwarze sollten ein Handwerk lernen, da dies die Weißen von ihrem Können überzeugen würde. Sie sollten sich der weißen Gesellschaft anpassen. Rassismus würde dann verschwinden.
- Er war unter Schwarzen und Weißen sehr umstritten, da sein Ideal aufgrund der realen Situation zu unwirklich schien.

1900, um: W.E.B. Du Bois
- Kultivierter Gelehrter, der Washington´s Ideen stark ablehnte. Er verlangte volle Gleichberechtigung in Bezug auf Schule, Unis und andere Bildungsmöglichkeiten.
- Mit seiner fordernden und militanten Art bestimmte Du Bois den Weg des schwarzen Aktivismus im 20. Jahrhundert. Niagara Movement, gründet die NAACP mit

NAACP (National Association for the Advancement of Colored)
- Sie kämpften gerichtlich gegen Lynchmord, Rassentrennung und für das Wahlrecht für Schwarze. 1945: 500.000 Mitglieder.--
- 1901 wird William McKinley von einem Anarchisten getötet, Theodore Roosevelt (D) wird Amerikas erster progressiver Präsident. Erkennt im Coal miner′s strike 1902 die Rechte der Arbeiter an, verfolgt die Northern Securities Company, meint, sie hätte gegen den Sherman Anti-Trust-Act verstoßen.
- Er bleibt trotzdem im guten Kontakt mit der Wirtschaft, gewinnt auch deshalb wieder 1904 gegen einen konservativen Demokraten. 1906 werden Unternehmen mit dem Hepburn Act strenger kontrolliert. Auch werden Nahrungsmittel strenger kontrolliert (Pure Food/Meat Inspection Act). Um Schwarze kümmert er sich jedoch nicht.
- Roosevelt kümmert sich um den Umweltschutz. Preservationists wie der Sierra Club wollen mehr Naturschutzgebiete (conservationist movement)
- 1908 gewinnt der Republikaner William Howard Taft, ist eher konservativ, belangt noch mehr Trusts. Spaltung zwischen konservativen und progressiven Republikanern. Roosevelt will den New Nationalism: Akzeptanz von Big Business aber eingreifender, starker Staat.
- 1912 gewinnt der demokratische Reformer Woodrow Wilson gegen Taft. Wilson ist intelligent, aber intolerant und selbstgerecht. Underwood Simmons Tariff: reduziert Importsteuern. 16te Amendment: Staatliche Einkommenssteuer. Federal Reserve Act: Banken bleiben privat, staatliche Banken können den Geldvorrat mit Federal Reserve Notes vergrößern. Federal Trade Commission prüft Wettbewerbsbedingungen. Wilson setzt sich auch für Arbeitszeitregulierung etc. ein. Nominiert den jüdischen Richter Louis Brandeis (Muller v. Oregon) gegen die Proteste von Antisemiten und Konservativen.

- 1916 gewinnt Wilson wieder.--
- Wilson will 1914 im ersten Weltkrieg zuerst neutral bleiben, viele Amerikaner sind jedoch für England. Deutsche kämpfen in U-Booten und versenken die Lusitania (auch Amis sterben) auch die amerikanische Sussex. Banker und Industriemanager gründen die National Security League, um vorbereitet zu sein. Wilson erklärt Deutschland im April 1917 doch den Krieg (nach dem Zimmermann telegram: Deutscher Botschafter bietet Mexiko an, wenn sie im Krieg gegen die USA mitmachen, wird Deutschland mit um New Mexico, Texas und Arizona kämpfen), um nach dem Krieg mitreden zu können. Kriegsgegner: z.B. Women′s Peace Party (Jane Addams).
-3 Millionen Amis werden eingezogen, spezielle Kriegsinstitutionen werden kreiert (War Industries Board, Food Adminstration). American Expeditionary Force (AEF) sendet 2 Millionen Soldaten nach Frankreich, helfen, die Deutschen vor Paris aufzuhalten. Viele Schwarze im Krieg.
- Viel Pro-Kriegs-Propaganda durch Wilson (George Creel′s Committee on Public Information) à Anti-Deutsche Gefühle werden geschürt, auch viele Progressivisten unterstützen den Krieg, um den Liberalismus weiter zu verbreiten. Kriegsgegner werden mit den Espionage and Sedition Acts (1917/18) leisegestellt: es ist kriminell, sich gegen den Krieg zu äußern. Eugene Debs kommt für 10 Jahre ins Gefängnis. Supreme Court hält die Gesetze für legal (" clear and present danger" doctrine).

1918: 14 Punkte (Wilson)
- Von Präsident Wilson 1918 vor dem Kongress verkündetes Friedensprogramm.
- Nach der Machtübernahme der Bolschewiken in Russland hoffte Wilson, die liberale Weltmeinung zu gewinnen.
- Die ersten 5 Punkte forderten offene Vertragsverhandlungen, Freiheit der Meere, Abschaffung internationaler Handelsbeschränkungen, weitgehende Abrüstung und eine unparteiische Befriedigung der Kolonialansprüche.
- Die Punkte 6 - 13 befassten sich mit spezifischen Territorialfragen.
- Im 14. Punkt schlug Wilson die Gründung des Völkerbunds vor.
- Die Vierzehn Punkte hatten wenig Einfluss auf den Fortgang des Ersten Weltkriegs, doch machte das Deutsche Reich sie zur Basis seines Waffenstillstandsangebots
- Versailler Vertrag enthält auch ein paar der Punkte, ist zudem hart für Deutschland. Streit um die Ratifizierung des Vertrags durch den Senat (Reservationists wollen einige Artikel ändern, z.B. die politische Freiheit und territoriale Integrität aller Mitglieder im Völkerbund à finden, dass dies die USA in ihrer Interventionsfreiheit zu stark einschränkt) - Wilson gibt nicht nach.

1917-1920: Red Scare (WWI)
- Weitverbreitete Furcht nach dem Ersten Weltkrieg vor einer kommunistischen Revolution.
- Die Agitation einiger moskauhöriger Gruppierungen sowie einer Reihe von Bombenattentaten erschreckten 1919 große Kreise der Öffentlichkeit.
- Justizminister Palmer veranlasste die Deporation einiger Hundert russischer Einwanderer.
- Bei einer Verhaftungsaktion 1920 wurden ca. 6.000 Personen zeitweilig festgenommen.
- Mitte 1920 war die Red Scare abgeebbt. --
- 1. Weltkrieg tötet 10 Millionen Menschen, 112.000 Amerikaner.
- Nach dem Krieg erst Rezession, dann ab 1922 aufblühende Wirtschaft, elektrische Geräte und Autos boomen. Fordism als Synonym für die amerikanische Industrie. Starke Monopolisierung, keine Wettbewerb, neue Business- und Verkaufstechniken. Mehr Frauen arbeiten, Gewerkschaften schwach, Unternehmen zerschlagen Streiks, nutzen bei Streiks billige Arbeitskräfte (open shop, American Plan of labor relations). Fachkräfte erhalten langsam höhere Löhne.
- Farmer wegen Preisverfalls unter Druck, Überschüsse. Farm bloc im Congress wollen den Farmern mit der McNary-Haugen bill helfen, Präsident Coolidge setzt jedoch sein Veto.
- Die 1920er Harding Administration (Rep.) ist voller Korruption, Harding stirbt jedoch und Coolidge (Rep.) wird 1923 Präsident, die Korruption ebbt ab, aber er hat ebenfalls eine Probusiness-Einstellung. Um die inländischen Handwerker zu schützen, werden zweimal die Zölle erhöht. Die Republikanischen Präsidenten sind isolationistisch, treten dem Völkerbund nicht bei.
- Trotz allem wird 1924 die Progressive Party wiederbelebt, Coolidge gewinnt aber wieder.

- In den 20ern verbreitet sich der städtische Lebensstil, Supermärkte, Autos, Umweltverschmutzung. Massenunterhaltung, Bücher, Radios. " Jazz Age" (Komponisten: George Gershwin, Duke Ellington), junge Leute lehnen sich gegen traditionelle Regeln auf (Sex, Kleidung, etc.), v.a. in der Mittelklasse. Viele talentierte Schriftsteller wie Lewis, Cather, Hemingway, Fitzgerald, wollen eine authentische amerikanische Kultur kreieren, sind meist liberal. Maler: Edward Hopper, Georgia O′Keeffe.- Harlem Renaissance, schwarze Kultur erstarkt wieder, auch Schrifsteller.
- Immigration Acts vermindern die Anzahl an Immigranten, national-origin quotas für jede Nationalität (Japaner und Chinesen ganz ausgeschlossen), dieses diskriminierende System bleibt bis 1965 bestehen.
- Oft große Intoleranz: Sacco-Vanzetti case: werden aufgrund ihrer ethnischen Herkunft verurteilt.
- Ku Klux Klan erstarkt wieder, 5 Mio. Mitglieder, in Oregon und Indiana politisch stark, Morde.
- Norden fast so rassistisch wie der Süden à Marcus Garvey′s Universal Negro Improvement Association hat viele schwarze Anhänger (Stolz, Rückkehr nach Afrika, erste Massenbewegung).
- manche Staaten verbieten wissenschaftliche Theorien zu lehren, die die biblische Sichtweise der Enstehung der Menschheit in Frage zu stellen, der Biologielehrer J.T. Scopes wird verurteilt, aber die Presse macht sich über Fundamentalisten lustig (monkey trial).
- Prohibition spaltet die Amerikaner: Befürworter die in der USA geborenen, Opposition z.B. auch Intellektuelle, Liberale, Immigranten, Jugend. Volstead Act 1919 verschärft die Prohibition. Großes Thema in den Wahlen von 1928: Demokrat Smith ist ein Gegner, Hoover, Republikaner ist ein " dry" und gewinnt. Hoover setzt auf Selbstregulierung, aber seine Einstellung hindert ihn daran, die aufkommende Depression zu stoppen.
- 1928 wilde Spekulationen im Aktienmarkt, oft mit geliehenem Geld, am 24. Oktober 1929, Black Thursday platzt die Blase, mitte November sind die Märkte 30 Milliarden weniger Wert: Depression. Bis 33 wird alles immer schlimmer, Farmer, Banken am Ende, Arbeitslosigkeit. Gründe: Falsche Verteilung des Reichtums, damit wurde spekuliert, Europäische Wirtschaft kollabiert aufgrund der Schuldrückzahlungen vom 1. Weltkrieg à Weniger Export. 13 Millionen verlieren ihren Job. Hoover beschwört die Chefs, keine Arbeiter zu entlassen und die Gehälter nicht zu kürzen, hofft auf private Wohlfahrt - klappt alles nicht. Reconstruction Finance Corporation soll zerbrechenden Unternehmen Geld leihen, Hoover will aber vor allem Selbstregulierung und erscheint der Bevölkerung herzlos.

1932: Bonus Army
- Massendemonstration von Weltkriegsveteranen in Washington DC, welche die vorzeitige Einlösung des ihnen vom Kongress 1924 gewährten Bonus-Zertifikats forderten
- Ab Ende Mai schwoll die am Rande der Hauptstadt am Anacostia-Fluss und auch vor dem Kapitol kampierende Bonus-Armee auf ca. 15.000 an.
- Als der Kongress die Forderung ablehnte, verließ die Mehrzahl die Hauptstadt.
- Etwa 2.000 wurden von Hoover Mitte Juli mit Waffengewalt vertrieben.

- 1932 gewinnt Franklin D. Roosevelt (D) gegen Hoover. Roosevelt agiert wie ein Manager, ist optimistisch, probiert viele Dinge aus, stoppt auch die Prohibition. Beginnt den New Deal. Hebt die Stimmung im Land. Hat viele Berater (" brain trust" ), alle gemeinsam sollen das Land wieder auf feste Beine stellen. Vom 9. März bis 16. Juni 1933 (" hundred days" ) werden eine ganze Reihe an Gesetzen erlassen: Federal Deposit Insurance Corporation garantiert Bankguthaben bis 5000$, Civilian Conservative Corps stellt Arbeitslose im Umweltschutz ein. Hypotheken werden refinanziert, was die Heime und Farmen von Millionen von Amerikanern rettet. Federal Securities Act reguliert den Aktienmarkt. Auch: Federal Relief Administration (Fürsorge) und der Agricultural Adjustment Act (AAA) (gleiche Preise, Subventionen an Farmer, die keine Überschuss-Produkte produzieren), es geht den Farmern dann immer besser. Nur tenants und Farm-Arbeiter werden nicht berücksichtigt. Im Radio versichert Roosevelt (Fireside Chats), dass die Amerikaner den Banken wieder vertrauen können (durch seine Maßnahmen).

- Leben in der Depression ist extrem hart. Committee for Industrial Organization versucht Mitglieder für Gewerkschaften anzuwerben. Viele Streiks, tw. erfolgreich (sit down strikes, United Automobile Workers gegen General Motors, 40 Stunden Woche, etc.). " Little Steel" Companies (z.B. Henry Ford) zerschlagen Streiks mit Hilfe der Polizei (Battle of the Overpass, Memorial Day Massacre). Ab 1941 verhandeln sie dann doch, Durchbruch. 8 Millionen Mitglieder in Gewerkschaften, steigende Macht. New Dealers helfen ihnen. Viele bleiben aber auch unorganisiert. Schwarze werden diskriminiert, oft gelyncht. Hispanics werden oft gezwungen, nach Mexico zurückzukehren. 1934 Indian Reorganization Act hilft Indianern, nach dem New Deal verfliegt die Hilfe.

- Radio und Film werden populär, Marx Brothers, schwarzer Komödiant Stepin Fetchit, radikale, düstere Literatur, Antikapitlalismus. Antifaschismus (Franco ab 1936 in Spanien), Hemingway′s For Whom The Bell Tolls, etc.

1933: NIRA (National Industrial Recovery Act) / National Recovery Administration
- Im Rahmen des New Deal verabschiedetes Gesetz zur Belegung der von der Weltwirtschaftskrise (Depression) geschwächten Industrie- und Handelstätigkeit.
- Der NIRA ermächtigte die einzelnen Wirtschaftsverbände, sogenannte ,,Codes" zur Regulierung von Produkten und Preisen zu beschließen.
- Section 7a des Gesetzes garantierte der Arbeiterschaft das Recht auf Tarifverhandlungen, verbot die Arbeit von Jugendlichen unter 16 Jahren und errichtete eine Schlichtungsbehörde für Arbeitsstreitigkeiten.
- Der NIRA schuf außerdem die PWA (Public Works Administration): öffentliche Arbeiten zur Arbeitsbeschaffung durchführen, neben öffentlichen Gebäuden finanzierte sie auch den Bau von Kriegsschiffen.
- Zwar belebte sich in der Folge die Geschäftstätigkeit etwas, aber die als Aufsichtsbehörde errichtete NRA (National Recovery Administration) machte sich durch ihre Arroganz weiterhin unbeliebt und kleinere Geschäftsleute beklagten die Dominanz großer Firmen in der Festlegung und Durchführung der Codes.
- 1935 erklärte der Supreme Court den NIRA wegen der Ausweitung der Befugnisse des Präsidenten für verfassungswidrig.

1933: TVA (Tennessee Valley Authority)
- Im Mai 1933 durch den Kongress geschaffene Behörde mit dem Auftrag, Staudämme und Kraftwerke zur industriellen Entwicklung der Region des Tennesseetals, das fast ganz Tennessee und Teile von sechs Anrainerstaaten umfasst, zu errichten.
- Die TVA produzierte und verkaufte Elektrizität, verminderte die Überschwemmungsgefahr und hob merklich den Lebensstandard der Region. Nutzte die Ressourcen der Region.
- Schon Jahre zuvor in der Planung, war sie eines der Vorzeigeprojekte des New Deal--
- bis 1933 leichte Festigung der Wirtschaft, dann wieder Absturz, PWA z.B. zu langsam um die Arbeitslosigkeit schnell zu bekämpfen. Hopkins, Kopf der FERA gibt mit Roosevelts Vertrauen Millionen für Arbeitsbeschaffung aus, um abzuhelfen. Die meisten Amerikaner unterstützen den ersten New Deal enthusiastisch, Demokraten werden im Congress und Senate stärker.

1935: Second New Deal
- Roosevelt driftet nach links, wird von der Wirtschaft als Sozialist beschimpft.
- Programm Roosevelts zur Überwindung der von der Depression verursachten wirtschaftlichen Not. Regierungsmaßnahmen in bis dahin ungekannter Größenordnung.
- Lag die Betonung bei dem New Deal noch auf Nothilfe, so gelangten mit dem zweiten New Deal ab 1935 auch Reformbestrebungen in den Vordergrund.
- Vor allem Teilerfolge. Produktionskontrollen und Preisstützungsmaßnahmen brachten Farmern und Geschäftsleuten einige Hilfe, doch erreichte die Wirtschaftstätigkeit in den USA das Niveau von 1929 erst wieder nach dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg.
- Viele Arbeitslose wurden unterstützt, doch waren auch noch 1939 9,5 Mio. Amerikaner (18 % der nicht-landwirtschaftlichen Arbeitskräfte) ohne regelmäßige Beschäftigung.
- Der Social Security Act und der Fair Labor Standards Act stellten hoffnungsbringende Sozialmaßnahmen dar, doch kam vorerst nur ein Teil der werktätigen Bevölkerung in ihren Genuss.
- Außerdem: Works Progress Administration, gibt über 11 Milliarden $ aus, stellt Arbeitslose ein. National Youth Administration hilft Studenten Teilzeitjobs zu finden.
- Die Regulierung des Bankwesens und des Aktienhandels beseitigte die dubiosen Praktiken, die den Börsenkrach mitverschuldete hatten, aber Roosevelts wichtigste finanzpolitische Maßnahme, das Deficit-spending, konnte die Rezession von 1937/38 nicht verhindern. Keynesian Economics (Deficit Spending) wird von Roosevelt als Kurzzeit-Notwendigkeit angesehen. Resettlement Administration hilft Farmern, tenants, sharecroppern (Darlehen, Umsiedlung). AAA vom Supreme Court für verfassungswidrig erklärt. National Labor Relations (Wagner) Act stimuliert Gewerkschaftsbildung, Arbeitslosenversicherung... Revenue Act erhöht die Steuern der Reichen und Unternehmen um ein Vielfaches à Diese Gesetze helfen, kapitalistische Exzesse zu stoppen und deren Konsequenzen zu lindern.
- Nach 1936 war der New Deal in der Defensive. Nicht wenige der Maßnahmen wurden vom Supreme Court für verfassungswidrig erklärt.
- Roosevelts Neigung zur Reform nahm durch den Ausbruch des Weltkriegs in Europa 1939 weiter ab, da er die Unterstützung für seine außenpolitischen Pläne nicht auf Spiel setzen wollte.
- Obwohl der New Deal somit die meisten seiner Ziele eigentlich nicht erreichte, kommt Roosevelts Regierung dennoch der Verdienst zu, erstmals in der US-Geschichte wirtschaftliche und wohlfahrtsstaatliche Maßnahmen für das Gemeinwohl in bedeutendem Umfang durchgeführt zu haben.

Social Security Act
- Teilbereich der sozialen Versicherung.
- In den USA verhinderten das vorherrschende Laissez-faire-Denken und die föderative Verfassungsstruktur die Schaffung eines landesweiten sozialen Sicherungssystems bis in die 1930er Jahre. Frühe Ansätze in einigen Einzelstaaten beschränkten sich fast durchweg auf die Annahme von Arbeitsunfallversicherungsgesetzen ab 1911.
- Ein ernsthafter bundesweiter Anfang wurde erst 1935 mit dem zum New Deal gehörenden Social Security Act gemacht, der Arbeitslosen- und Altersversicherung einführte.
- Die erste wurde als vom Bund und den Einzelstaaten gemeinsam getragenes System etabliert, wobei dem Bundesarbeitsministerium die Aufgaben des Bundes übertragen wurden.
- Ein Social Security Board, ab 1946 durch die Social Security Administration abgelöst, befasste sich mit der Altersversicherung, der 1957 hinzugekommenen Invalidenversicherung und den späteren Krankenversicherungssaufgaben.
- Wie in anderen sozialstaatlich orientierten Ländern auch, vergrößerte sich jahrzehntelang stetig der Kreis der Versicherungspflichtigen bzw. -berechtigten.
- Einen weiteren großen Schritt bedeutete in den 1960er Jahren die Einführung von Medicare und Medicaid. Ein 1974 hinzugefügtes Supplemental-Security-Income Programm fasste bis dahin schon existierende Hilfsprogramme der Einzelstaaten für bedürftige Blinde, Behinderte und Senioren zusammen. Die Alters-, Invaliden- und Krankenversicherungsleistungen wuchsen seit 1972 entsprechend der Inflationsrate, eine Regelung, die im Lauf der Zeit mehrere beträchtliche Beitragsanpassungen erforderte. --
- Die Anhängerschaft der Democrats ändert sich durch den 2nd New Deal (Blacks, Frauen, Farmer, städt. Immigranten, Süden), obwohl Roosevelt z.B. passiv in Bezug auf Rassismus ist. 1936 gewinnt Roosevelt in fast jedem Staat.
- CCC hilft der Umwelt merklich (Keine Überweidung mehr, Bildung für Farmer, etc.). New Deal kümmert sich aber nicht um Umweltverschmutzung.

1936/37, um: Court Packing Plan
- Versuch Präsident Roosevelts, die Zusammensetzung des Supreme Court zu verändern, der verschiedenen Maßnahmen des New Deal für verfassungswidrig erklärt.
- Nach den für ihn erfolgreichen Präsidentschaftswahlen 1936 verlangte Roosevelt 1937 vom Kongress die Vollmacht, für jeden über 70 Jahre alten Richter einen weiteren, doch insgesamt nicht mehr als 6, ernennen zu können. Angesichts großer und weitverbreiteter Empörung hiergegen ließ er den Plan jedoch wieder fallen. In der Folge zeigte sich das Gericht dann der von Roosevelt geförderten Gesetzgebung gegenüber toleranter.--
- 1937 wieder eine Rezession aufgrund einiger New-Deal Maßnahmen, Roosevelt stärkt die PWA und WPA à Wirtschaft erholt sich; Nur noch wenige neue Gesetze in Roosevelts 2ter Legislaturperiode (z.B. National Housing Act à gegen Slums), konservative Republikaner und Demokraten blockieren weitere Reformen. Außenpolitik wird wichtiger.- Immer mehr faschistische Regime (Italien, D, Japan…); Roosevelt versucht die " Good Neighbor Policy" (Unterstützung anderer Staaten, Freundschaft, Isolationismus, Truppenrückzug). 1938, Munich Conference: Briten und Franzosen wollen Hitler appeasen. Japaner wollen ganz China einnehmen, Italien, D und J werden Alliierte (1936).

1934-1936: Nye Committee
- eigentlich Munitions Investigating Committee, bis 1936 tagender Ausschuss des Senats, Vorsitz hatte Senator Gerald Nye
- In öffentlichen Anhörungen wurden enorme Gewinne der Rüstungsindustrie und d. Finanziers im 1. WK ans Licht gebracht, Zusammenhang zwischen deren Einfluss und dem amerikanischen Kriegseintritt konnte nicht eindeutig bewiesen werden
- Diese Enthüllungen begünstigten die Verabschiedung der Neutrality Acts (Keine Waffenverkäufe oder Darlehen an Kriegsführende)--
- Hitler sichert sich die Neutralität Russlands beim Einmarsch in Polen.
- Roosevelt will nicht eingreifen (Letzter Krieg stoppte das Progressive Movement und führte zu Unterdrückung), er sendet Hitler und Mussolini Nachrichten, dass sie nicht in andere Länder einmarschieren sollen.
- Hitler entzieht den Juden alle Rechte (Nürnberger Gesetze), Kristallnacht 1938. Immer mehr Juden kommen in die USA, bereichern dort die Kultur. Nicht alle werden hereingelassen (St. Louis, 900 Juden, diese werden dann von den Nazis ermordet).--
- Amerikaner wollen nicht wieder in einen Krieg hineingezogen werden.
- 1. September erklären England und Frankreich Deutschland den Krieg, USA nehmen die Neutrality Acts zurück (Waffen an die Alliierten). Als 1940 viele Länder gefallen sind und der Battle of Britain beginnt, bittet Churchill Roosevelt um Hilfe. Roosevelt gewinnt 1940 wieder die Wahl. Roosevelt wird interventionistisch und gibt England 50 alte Zerstörer. (Isolationisten, z.B. America First Committee, protestieren).
- England geht das Geld aus à Lend-Lease Bill: jedes Land erhält geliehene Waffen, wenn dessen Sicherheit für Amerika gut ist - auch den Sowjets nach Hitlers Angriff 1941. Amerika mischen sich zum Schutz der geliehenen Schiffe auf dem Meer immer mehr ein.
- Churchill und FDR entwerfen die Atlantic Charter, die ein Bild der Nachkriegszeit zeichnete: verurteilt Aggression, Selbstbestimmung der Nationen, gemeinsame Sicherheit.
- Japan wird aggressiver gegenüber französischen, englischen Kolonien à Konflikt mit der Open Door Policy à wirtschaftlicher Druck durch USA auf Japan. Japan unterzeichnet einen Allianz-Vertrag mit Italien und Deutschland à Japan versucht ein letztes Mal, die USA zu überzeugen, Japan′s Eroberungen anzuerkennen, wenn nicht, würden sie einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor starten (hier ist die US-Pazifik-Flotte), USA warnen alle Kommandeure, weil sie einen Hinweis erhielten, am 7. Dezember 1941 greift Japan an à Am nächsten Tag erklären die USA den Krieg à am 11. erklären D und I den USA den Krieg, diese erwidern. Harte Weltlage, die Aggressoren erobern immer mehr Land.
- Hunderte von Kriegsinstitutionen werden gestartet (Office of War Mobilization), Waffenherstellung im riesigen Ausmaß, Wirtschaft boomt auch in der Landwirtschaft, 17 Millionen neue Jobs insgesamt. Smith-Connally War Labor Disputes Act begrenzt das Recht zum Streiken während des Krieges, Office of Price Control kontrolliert und rationiert.
- Manhattan Project soll die Deutschen bei der Entwicklung einer Atombombe überholen, Oppenheimer Leiter, 2 Milliarden kosten, erste Bombe in New Mexico im Juli 45 getestet.
- Konservativer Kongress stoppt die New Deal Reformen.
- 15 Millionen Amis dienen. Immer mehr gehen in die Städte um dort zu arbeiten, finden keine Wohnung, Millionen von Frauen Arbeiten in der Kriegsindustrie, Kinder werden oft alleine gelassen. NAACP verlangt, dass Rassismus nicht nur in der Ferne bekämpft wird à March-on-Washington-Movement à FDR signiert eine Anweisung, die Diskriminierung eindämmt, auch eine Fair Employment Practices Commission. Schwarze bekommen durch Konzentration in den Städten mehr politische Kraft. 1 Mio. dient, Diskriminierung. Indianer werden ebenso diskriminiert, viele ziehen in die Städte. Viele Mexikaner kommen illegal in die USA, um dort zu arbeiten à zoot-suit riot und viele Vorurteile. 350.000 dienen, verlangen Gleichstellung. Antisemitismus in den USA bleibt stark.

1942: Executive Order 9066 (Internment of Japanese-Americans)
- Umsiedlung der Japaner. Maßnahme während des Zweiten Weltkriegs. Präsident Roosevelt verfügte im Februar 1942 die Verlagerung aller Personen japanischer Abstammung aus bestimmten Militärbezirken im Westen in sogenannte ,,relocation" -(Umsiedlungs-)Lager.
- Innerhalb der folgenden 6 Monate wurden 110.000 von ihnen, darunter zwei Drittel US-Staatsbürger, in 10 Lager umgesiedelt. Weitere 35.000, die als loyal erachtet wurden, durften sich im Mittelwesten oder im Osten niederlassen.
- Der Supreme Court bestätigte im Fall Korematsu gegen die USA 1944 die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme, die erst im Januar 1945 aufgehoben wurde.
- Der Japanese-US Evacuation Claims Act 1948 gestattete den Betroffenen, Schadenersatz zu beantragen. 1988 entschuldigte sich die US-Regierung formell bei den 66.000 Überlebenden. --
- 1942: Declaration of the United Nations formt die große Gegenallianz von 26 Staaten
- Second Front über den Ärmelkanal wird verschoben, statt dessen Einmarsch über Italien unter Eisenhower (Operation Torch), starke deutsche Gegenwehr. Im Juni 1944 landen die Engländer und Amis in der Normandie (Operation Overlord, Eisenhower). Sie dringen immer weiter vor. Japan wird schon ab 1942 immer mehr aufgehalten.
- FDR will die verschiedenen Ansichten über eine Nachkriegswelt (Engl., Amis, Sowjets) in Konferenzen abstimmen (Briten balance of power zu Sowjets, Sowjets wollen die Deutschen verletzen, USA wollen Weltfrieden).

1944 GI Bill (Servicemen`s Readjustment Act)
- Bundesgesetz, das entlassenen Kriegsteilnehmern die Finanzierung von 4 Jahren Universitätsausbildung oder anderer Ausbildungswege, Krankenversorgung, Wohnbeihilfen und Arbeitslosenunterstützung anbot.
- Bis 1952 wurde hierdurch die Ausbildung von 7,6 Mio. Veteranen finanziert.

1945 (Februar): Yalta Conference
- Treffen zwischen Präsident Roosevelt, dem britischen Premier Churchill und dem sowjetischen Führer Stalin in Yalta auf der Krim, um die Endphase des Zweiten Weltkriegs und die Nachkriegszeit zu planen.
- Die früher aufgestellten Forderungen nach bedingungsloser Kapitulation der Achsenmächte wurde wiederholt. Roosevelt erhielt von Stalin die Zusage, dass die Sowjetunion 90 Tage nach der deutschen Kapitulation Japan den Krieg erklären würde. Er stimmte umgekehrt dem sowjetischen Erwerb der im russ.-japan. Krieg 1904-05 verlorenen Gebiete sowie sowjetischer Dominanz in der Äußeren Mongolei und der Mandschurei zu.
- Auch kam man überein, in Osteuropa freie Wahlen zu gestatten und binnen kurzem in San Francisco die UN zu gründen, in welchen der Sowjetunion drei Stimmen zugestanden würden und wo die Großmächte Vetorecht besitzen sollten.
- Pläne für eine Viermächtebesetzung Deutschlands wurden ausgearbeitet, doch konnte man sich nicht über die Friedensschließung einigen--
- Im April 1945 sind die Deutschen so gut wie besiegt, geben im Mai auf. Am 12. April stirbt Roosevelt, Truman wird Präsident, der misstraut den Russen, weil sie nicht die versprochenen freien Wahlen in Polen zulassen à Russen verärgert, auf der Potsdam-Konferenz gibt es nur wenig Einigung. Potsdam Declaration: Japan wird vollständig zerstört, wenn es nicht aufgibt à Japan weigert sich à

1945 (6. August): Hiroshima
- am 06.08.1945 durch die US-Luftwaffe die erste im Krieg eingesetzte Atombombe. Rund 135.000 Menschen, über die Hälfte der Einwohner, wurden getötet oder verletzt (ohne Einrechnung der Strahlungsgeschädigten), ein Areal von rund 10 qkm, d. h. mehr als die Hälfte der bebauten Fläche, wurde zerstört.
- Die zweite und bisher letzte Atombombe fiel am 09.08.1945 auf Nagasaki.
- Die militärische Notwendigkeit des Atombombenabwurfs ist bis heute umstritten.--
- 14 Millionen Soldaten, 25 Millionen Zivilisten starben, " nur" 300.000 Amis.--
- Truman steht zu Roosevelt, etwas moderater, New Dealer. Republikaner wiederbelebt, Demokraten zersplittert.
- 25 Jahre Wohlstand folgen, GI-Bill Of Rights stimuliert die Wirtschaft. Auch das Bretton Woods Agreement: Vertrag mit den Alliierten, dass Fremdwährungen in Relation zum Dollar gewertet werden.
- 1946 sehr viele Streiks wegen Inflation nach dem OPA beendet wurde, Arbeiter wollen mehr Lohn à Republikaner erstarken im Kongress.
- Truman befürchtet, dass der Kommunismus sich in Europa und überall ausbreitet. Will sich gegen die Russen wehren à containment gegen die russische Expansion. Churchill will eine antikommunistische Allianz, Truman droht Russland Gewalt anzuwenden, wenn sie nicht ihre Truppen aus dem Iran abziehen à Kalter Krieg beginnt.
- Truman Doctrine: Amerikanische Verpflichtung gegen kommunistische Aufstände in fremden Ländern vorzugehen (z.B. hilft er den griechischen und türkischen Regierungen)

1947, Juli: Containment
- US-Aussenpolitische Leitidee, derzufolge die als expansionistisch gesehene sowjetische Außenpolitik eingedämmt werden musste.
- Der Begriff wurde von G.F. Kennan in der Zeitschrift Foreign Affairs (Juli 1947) geprägt, der hoffte, dass auf diese Weise Veränderungen innerhalb des sowjetischen Regimes herbeigeführt werden könnten. Ursprünglich war containment als nichtmilitärisches, vor allem in Europa anzuwendendes Instrument gedacht (Marshall-Plan), doch entwickelte es sich rasch zur Politik der Einkreisung der Sowjetunion und (nach 1949) Chinas durch die Schaffung eines Systems von Allianzen (NATO, Bagdadpakt, CENTO, SEATO) und auch aktives militärisches Engagement (Koreakrieg, Vietnamkrieg). In den späten 1960er Jahren wurde die Politik des Containment durch diejenige der Détente abgelöst.

1947: Marshall Plan
- Programm zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg.
- Der Plan wurde am 05.06.1947 durch Außenminister Marshall in einer Rede an der Harvard Uni vorgeschlagen
- Auf einer Konferenz der Außenminister GBs, Fs und der UdSSR in Paris verweigerte letztere die Teilnahme, was auch den Verzicht der anderen Ostblockstaaten und Finnlands zur Folge hatte.
- Westdeutschland und Jugoslawien wurden später in das Programm miteinbezogen.
- Eine von Juli bis Sept. in Paris tagende Konferenz von 16 europäischen Staaten schätzte die Höhe der benötigten Hilfe für die folgenden 4 Jahre auf zwischen $ 16 u. 22 Milliarden. Präsident Truman unterbreitete daraufhin am 19.12.1947 dem Kongress den Plan für das ERP (European Recovery Program) mit Ausgaben in Höhe von $ 17 Milliarden.
- Das Programm wurde durch den Foreign Assistance Act (am 03.04.1948 in Kraft getretenes Bundesgesetz, das für Ausgaben des ERP im ersten Jahr $ 5,4 Milliarden vorsah.
- Zur Verwaltung dieser Mittel wurde die ECA (Economic Cooperation Administration) errichtet, welche vom Außenministerium unabhängig war) verwirklicht.
- Die aufgrund dieses Gesetzes geschaffene ECA berichtete 1951, dass die Industrieproduktion Westeuropas den Vorkriegsstand um 30 % übertreffe. Das Programm wurde nach dem Einsatz von fast $ 12,5 Milliarden am 31.12.1951 offiziell beendet.--
- Stalin übernimmt auch Ungarn und die Tschechei, zudem die Berliner Blockade à Berlin airlift. Mai 49 wird die BRD gegründet. NATO wird gegründet. Auch die DDR, ebenso 55 der Warschauer Pakt (militärische Allianz). Auch in Asien wird um die wirtschaftliche und militärische Vorherrschaft gekämpft (USA/UDSSR), Mao Tse Tung übernimmt China, es wird kommunistisch, Sowjets testen erste Atombomben à Hysterie in den USA. 1950 Kampf um Korea zwischen der USA und UDSSR. Nach jahrelangen blutigen Kämpfen, auch mit chinesischen Truppen, wird die Grenze 53 fast genau dort gezogen, wie sie 1945 war. Es wird weiter aufgerüstet.--
- New Deal wird von den Republikanern im Kongress rückgängig gemacht, Taft-Hartley-Act

1946: Taft-Hartley Act
- Auf Initiative des Senators Taft und des Abgeordneten Hartley, Jr. über das Veto Präsident Trumans hinweg verabschiedetes Bundesgesetz, das zahlreiche Einzelbereiche im Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis regelte.
- Unter anderem bestimmte es, dass die Bundesregierung um eine injunction (gerichtliche Verfügung) zur Verschiebung eines Streiks um 80 Tage nachsuchen konnte, dass Streik oder Aussperrung 60tägiger Vorankündigung bedurften (cooling-off).
- Also weniger günstig für Gewerkschaften als der Wagner Act

1947:  NSC 68
- Top-Secret Verteidigungsstrategie gegen die USSR (kalter Krieg!).
- Der Bericht hob die aggressiven Absichten und die militärische Stärke der USSR hervor.
- Um den Russen Contra zu bieten, forderte man umfangreiche militärische Aufrüstung, eine große Armee und die Vervierfachung des Verteidigungsbudgets--
- Committee on Civil Rights von Truman untersucht, wie man Minderheiten schützen und Rassismus bekämpfen kann (Report " to secure these rights" )à Anti-Lynch-, Anti-Wahlsteuern... Gesetze. Truman setzt das gegen die südlichen Demokraten durch, welche die States′ Rights Democratic Party (Dixies) gründen. 1948 gewinnt Truman durch die Stimmen der Schwarzen, Arbeiter und Juden. Er will den New Deal teilweise durch den Fair Deal verstärken - von der conservative coalition blockiert.
- Um die innere Sicherheit zu stärken, beginnt Truman das Federal Employee Loyalty Program, bis 1951 werden 3000 Personen entlassen, wegen unpopulärer Ideen. Immer mehr Angst vor der " red menace" - viele haben Angst, Befürworter von Reformen zu sein. 1947 House Un-American Acitivites Committee (HUAC): beginnt Verhöre aller möglichen Personen, die ihm links erscheinen, diese verlieren oft ihren Job, wenn sie nicht aussagen. Antikommunistische Propagandafilme, etc. In Dennis vs. US bestärkt der SC das Gesetz, dass das erste Amendment zum Schutze der inneren Sicherheit eingeschränkt werden kann à obwohl es nur 30.000 amerikanische Kommunisten gab! Viele zu Unrecht verurteilt (Alger Hiss, Rosenbergs).

1950, um: McCarthyism
- Gierig nach Macht und Aufmerksamkeit, verkündete der republikanische Senator McCarthy 1950, dass 205 staatlich Bedienstete in Wirklichkeit Kommunisten seien und Amerika verraten hätten. - Als ,,Beweis" bezog er sich auf eine fingierte Liste. Er bekam große Aufmerksamkeit.
- McCarthyism steht nun als Synonym für die Anklage gegen staatlich Bedienstete ohne Beweis.
- Der Kongress erlässt über Truman′s Veto den Internal Security Act (gegen verdächtige Organisationen). 1952 gewinnt der Kriegsheld Eisenhower (Republikaner), weil der McCarthyism die Demokraten als Partei des Verrats darstellt. Eisenhower will außerdem den Koreakrieg beenden.--

- Eisenhower ist zurückhaltend, delegiert viel, vollzieht den " dynamic conservatism" oder " modern Republicanism" . Will New und Fair Deals nicht rückgängig machen. Auch: Interstate Highway Act 1956: das teuerste öffentliche Bauarbeitenprogramm (41.000 Meilen Highway).
- Eisenhower gewinnt 1956 wieder. Er hasst McCarthy, der z.B. im Fernsehen die Armee beschuldigt, Spione zu schützen und dadurch sein eigenes politisches Grab gräbt. Kommunismus-Angst bleibt, radical right warnt vor Eisenhowers " creeping socialism" .
- Unter Earl Warren werden die SC-Entscheidungen sehr liberal: lässt verurteilte " Kommunisten" wieder laufen und:

1955: Brown vs. Board of Education
- SC entschied einstimmig, dass Rassentrennung in den Grundschulen von Topeka, Kansas dem Gleichheitsprinzip des 14. Verfassungszusatzes (1868, sicherte die US-Staatsbürgerschaft und die Bürgerrechte der ehemaligen Sklaven) widerspricht und hob damit praktisch Plessy vs. Ferguson (1896) auf. Verfassungsgemäßheit eines Gesetzes des Staates Louisiana wurde hier damals bestätigt, das die Rassentrennung auf den Eisenbahnen vorschrieb. Das Gericht befand, dass der 14. Verfassungszusatz zwar die Gleichheit der Rassen etablierte, aber Unterscheidungen zwischen ihnen auf dieser Grundlage nicht untersagte. Das Urteil wird für gewöhnlich als den -Grundsatz ,,separate but equal" etablierend zitiert und diente in der Folge dazu, die Rassentrennung allgemein zu rechtfertigen.
- 1955 ordnete das Gericht an, dass die Integration in allen öffentlichen Schulen ,,mit wohlüberlegter Eile" (with all deliberate speed) voranzutreiben sei. Nach Brown´s Klage befand der Supreme Court, Rassentrennung sei ,,inherently unequal" und ebnete damit den Weg der langsamen Integration
- KKK und viele andere regen sich auf, blockieren den Zugang von 9 Schwarzen in die Little Rock-Schule, Eisenhower sendet deshalb Militär, um die Schüler zu schützen, 90% der Weißen im Norden sind dafür. Er signiert 1957 und 60 auch die Civil Rights Acts: permanente Zivilrechts-Kommission mit viel Macht für spezielle Untersuchungen.--
- Rechte Republikaner sind nicht mit Eisenhower zufrieden, er nimmt, um sie zu besänftigen, den radikalen John Foster Dulles als secretary of state, der sogar einen Krieg riskieren will, um Osteuropa zu befreien. Eisenhower ignoriert ihn, will " peaceful coexistence" à Genfer Gipfeltreffen 1955 mit der UdSSR, zwar kein Nuklearwaffen-Kontrollplan, aber tw. werden Atomtests gestoppt. Trotzdem immer mehr Abschreckung durch Atomwaffen und verdeckte Ermittlungen der CIA (geführt von Dulles), auch in Vietnam: Französische Herrschaft wird von Ho Chi Minh (Kommunist) und seinen Guerilla-Kriegern gestürzt, CIA blockt Wahlen und erzwingt dem Diktator Ngo Dinh Diem die Macht. National Liberation Front gegen ihn à Eisenhower besteht darauf, dass er aber an der Macht bleiben muss à

Domino Theory
- Eisenhower fürchtete den Sieg der Kommunisten über Vietnam. Seine These; Wenn ein Land dem Kommunismus verfällt, werden alle anderen asiatischen Verbündeten der USA folgen. Aus diesem Grund weigerte er sich, das Geneva Settlement zu unterschreiben.
- Diese Theorie führte zum späteren Einmarsch der Truppen in Vietnam.--
- E, F, und Israel invadieren Ägypten um den Suez Kanal zurückzuerobern, Eisenhower will dass sie sich zurückziehen, weil sie nicht mit der USA gesprochen hatten und die UdSSR Ägypten unterstützt, danach: Eisenhower Doctrine: USA sieht arabischen Nationalismus als kommunistisch inspiriert an. Insgesamt trug er zu einer Befriedung der Beziehungen bei, stärkte aber den Rüstungswettlauf. Warnte vor dem " military-industrial complex" : USA sollten keine Gesellschaft werden, die vom Militär gelenkt wird.--
- 50er Jahre: großer Wohlstand, 60% Hauseigner, 75% Autobesitzer. Erster Computer Mark 1 (1944), neue Technik, etc. Viele Gewerkschaftsmitglieder in der AFL-CIO, sehr einflussreich. 90% besitzen 1960 einen Fernseher. Starke Ansiedlung von Industrie in den Sun Belt-states im Süden und Westen.
- baby boom, medizinische Fortschritte, viele Frauen arbeiten, schlecht bezahlt. Auch: leichte Jugendrevolution, Elvis Presley, rock′n′roll, Beat writers (Sex, Antimaterialismus...), Studentenproteste gegen Rüstung, Segregation, HUAC.
- Immer noch 1/5 aller Amerikaner unter der Armutsgrenze (Alte, Sharecropper, Schwarze...), leben in den Städten, diese werden immer ärmer (weniger Steuern) à wenige Sozialdienste, Wohnungen... Am ärmsten sind die Hispanics und die Indianer, Kongress will eine " termination" von allen speziellen Indianerprogrammen und des Reservationssystems à 500.000 Acres werden an Weiße transferriert (House Concurrent Resolution 108)à Relocation Offices, um Indianern zu helfen, Job und Heim zu finden.
- Schwarze beginnen eine neue, gewaltfreie Phase der Aktionen für soziale Gerechtigkeit, 1955 Montgomery Bus Boycott (Rosa Parks, Martin Luther King, Jr.) à Organisieren die Southern Christian Leadership Conference

1957: Sputnik Shock
- Am 04.10.1957 startete die UdSSR Ihren ersten künstlichen Erdsatelliten namens Sputnik, der die Erde mit 18.000 Meilen/h umkreiste. Nach des Starts von Sputnik II im November warten die Demokraten vor einem ,,technologischen Pearl Harbor" , man fürchtete, auf diesem Gebiet ins Hintertreffen zu geraten. NASA wird deshalb gegründet.
- Im Dezember starteten die USA ihren Satelliten, der jedoch kurz nach dem Start explodierte, die Presse nannte ihn ,,Flopnik" . Eisenhower verdoppelte den Etat zur Missile-Entwicklung. Sputnik setzte ebenso ein Umdenken der US-Bildungspolitik in Gang, da es schien, man werte Football-Spieler höher als Wissenschaftler und Technologen.
- Umfangreiche Bildungsprogramme und -maßnahmen wurden von nun an überall im Land subventioniert, um den Ausbildungsstandard zu erhöhen.

1960, ab: SDS (Students for a Democratic Society) (1960)
- 1960 in Chicago gegründete radikale Studentengruppierung.
- In ihrem Port Huron Statement (1962) verlangten die SDS ,,partizipatorische Demokratie" .
- Zuerst in der Bürgerrechtsbewegung tätig, kämpften die SDS ab 1965 vor allem gegen die US-Beteiligung am Vietnamkrieg und riefen zur Wehrdienstverweigerung auf.
- 1969 waren sie an über 400 Universitäten und Colleges vertreten.
- Ihre gewaltsamer werdenden Aktivitäten nahmen allmählich sozialrevolutionären Charakter an. Splittergruppen, darunter die Weathermen, befürworteten auch Terrorakte und verursachten eine Reihe von Bombenattentate und Straßenkrawallen.
- Im friedfertigeren Klima der 70er Jahre verloren sie rasch an Bedeutung.--
- In den 60ern verstärkte Bemühungen gegen Segregation, sit-ins, Autoren schreiben über das Leid der Armen (Harrington, Nader, Betty Friedman)
- Kennedy gewinnt 1960 knapp gegen Nixon, nach einer Reihe von TV-Debatten, er umgibt sich mit Akademikern und Experten.

1960: New Frontier
- Slogan, mit dem Kennedy im Präsidentschaftswahlkampf 1960 die Herausforderung der 60er Jahre charakterisiert. Nach seiner Amtsübernahme bezeichnete New Frontier zum einen die Summe entsprechender Programmpunkte auf den Gebieten des Bürgerrechts, der Raumfahrt, des Erziehungswesens, der medizinischen Altersversorgung und der Landwirtschaftspolitik, zum anderen aber auch die damals spürbare Aufbruchstimmung.
- Kennedy bringt trotzdem nur wenige Reformen auf den Weg, konzentriert sich auf Wirtschaftswachstum, soziale Wohlfahrt eher schlecht.--
- Kennedy will das Rassenproblem ignorieren, kann dies aber nicht, sieht sich gezwungen, federal marshals in den Süden zu schicken, da ein weißer Mob Mitglieder vom Congress of Racial Equality (CORE) brutal attackierten, welche gegen Segregation protestierten. Kennedy will jetzt das Urteil des SC in die Tat umsetzen. Martin Luther King wird immer prominenter, nach dem in Birmingham, Alabama die Polizei gegen friedliche Demonstranten brutal vorgeht, und das vor TV-Kameras, ist die ganze Nation in Rage à Kennedy überzeugt die dortigen Politiker, gegen Segregation vorzugehen. " Freedom Now" -Proteste im ganzen Süden. Am 28. August 63 spricht Luther King vor 250.000 Leuten in Washington, um den Kongress von Reformen zu überzeugen à nur beschränkter Erfolg.--
- Kennedy verdreifacht die Atomwaffen und rüstet stark auf, liefert dritte-Welt Ländern Hilfe mit dem Peace Corps und der Alliance for Progress. Will außerdem antikommunistischen Exil-Kubanern bei der Invasion und dem Umsturz Fidel Castros helfen, aber die Bay of Pigs-Landung schlägt vollkommen fehl.

1962: Cuban Missile Crisis
- Nachdem US-Aufklärungsflugzeuge festgestellt hatten, dass auf Kuba Basen für sowjetische Mittelstreckenraketen gebaut wurden, verlangte Präsident Kennedy öffentlich und ultimativ den Abzug der Raketen und verhängte eine Seeblockade gegen die Insel.
- Nach einigen Tagen internationaler Spannung erklärte sich der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow bereit, die Raketen abzuziehen. Kennedy versprach dagegen, das kommunistische Regime auf Kuba nicht gewaltsam zu beseitigen und stimmte in einem Geheimabkommen der Entfernung von US-Raketen in der Türkei zu. Am 20.11. verkündete Kennedy, dass die Raketenbasen auf Kuba abgebaut seien. Er wurde daraufhin in der Presse als hart verhandelnder, erfolgreicher Staatsmann gefeiert. Die Kubakrise bezeugte u. a., welchen Stellenwert die US-Regierung Kuba im Kalten Krieg beimaß.--
- Kennedy sendet mehr Militärberater nach Südvietnam, um gegen die Vietcong zu helfen. Die von den USA erzwungene Regierung erhält keine Unterstützung vom Volk à Militärische Auseinandersetzung oder Kompromiss mit den kommunistischen Vietcong nötig
- 22. November 1963 wird Kennedy von Lee Harvey Oswald erschossen. Johnson wird Präsident. Gemischtes Vermächtnis: Nur wenige Reformen durchgebracht, zuviel Rüstung, hinterlässt Chaos in Vietnam, aber machte den Amerikanern durch Idealismus Hoffnung.

1964: Civil Rights Bill
- Unter Johnson begonnen: stark gegen Segregation im öffentlichen Bereich. In der zweiten Hälfte des 20. Jhds. sich beschleunigender Prozess zur Integrierung der Farbigen in die überwiegend weiße Gesellschaft. Keine Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen gefordert während der Bürgerrechtsbewegung.
Civil Rights Act von 1991:
- Erleichtert Klagen gegen Benachteiligung am Arbeitsplatz.
- Die Aufhebung der Rassentrennung, die im Süden zuerst den Widerruf gesetzlicher Vorschriften zum Ziel hatte, erwies sich auch im Norden, wo zumeist keine de-jure-, aber weiterhin de-facto-Rassentrennung existierte, als schwierig. Sie hat insgesamt zweifellos bemerkenswerte Fortschritte gemacht, doch ist der Prozess wegen der fortdauernden Existenz vieler Hindernisse, darunter nicht zuletzt die immer noch zögernde Haltung vieler Weißer, bei weitem noch nicht abgeschlossen.--
- Johnson erklärt auch der Armut den Krieg, will eine " Great Society" kreieren ohne Armut und Rassenhass. Er gewinnt 1964 gegen den ultrakonservativen Senator Barry Goldwater.
- 1965: große Reihe von Wohlfahrtsprogrammen, die meisten werden vom demokratischen Kongress umgesetzt, liberaler Immigration Act, vergrößert Nationalparks, gegen Umweltverschmutzung (à Steven Udall) auch kulturelle Programme. Johnson wird ab 1966 von den inneren Belangen durch Vietnam abgelenkt à Aufstände in den Städten, verärgerte Massen à Demokraten verlieren im Kongress 1966.

1965: Great Society Program
- Bezeichnung für das innenpolitische Programm Präsident Johnsons.
- Johnson führte in seiner State-of-the-Union-Ansprache 1965 aus, dass in der Great Society vom Bund durchgeführte Programme die Lebensqualität aller Amerikaner erhöhen würden.
- Er schloss damit an seinen Plan eines War on Poverty (Plan zur Armutsbekämpfung, u. a. Economic Opportunity Act 1964 --> verband bereits bestehende Hilfsprogramme mit neuartigen " Community Action Programs" . Ungenügende Finanzierung, die mit den steigenden Anforderungen des Vietnamkriegs weiter schrumpfte, ließ die Wirkung hinter den Erwartungen zurückbleiben) des Vorjahres an.
- Zu diesem gesellten sich nun die Einführung von Medicare (Krankenfürsorgeprogramm für Senioren über 65 Jahre und Behinderte --> hilft bei der Bezahlung von Arzt- und Krankenhauskosten) und Medicaid (Krankenfürsorgeprogramm für sozial Schwache , schließt Arzt-, Krankenhaus- und Pflegekosten sowie Versorgung von geistig Behinderten ein), die Förderung von Bildung und Kunst durch den Bund und die Schaffung des Department of Housing and Urban Development.

1964: Gulf of Tonkin Resolution
- Vom Kongress verabschiedete Resolution, die den Präsidenten ermächtigte, zur Verteidigung der Mitglieder der SEATO (Southeast Asia Treaty Organization, Partner verpflichteten sich zur gegenseitigen Verteidigung bei Aggression, erreichten aber, anders als bei der NATO, keine gemeinsame Militärstruktur. Das Bündnis löste sich 1977 auf) notfalls Waffengewalt zu gebrauchen. Die Resolution öffnete den Weg zur Vergrößerung des US-Engagements im Vietnamkrieg. Sie wurde 1970 widerrufen. Vorausgegangen war ein ungeklärter Angriff nordvietnamesischer Marineeinheiten auf den US-Zerstörer Maddox im Golf von Tonkin.

- Johnson glaubt an die Domino-Theorie, erlässt die Gulf of Tonkin Resolution, damit wird er autorisiert, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen à beginnt 1965 mit Bombardierungen Nordvietnams, bis 68 dreimal so viele Bomben wie im gesamten WW2. Hanoi beliefert trotzdem weiter den Vietcong à schicksalhafter Schritt: Johnson sendet amerikanische Truppen (485.000) à trotzdem kein Erfolg à immer mehr Proteste gegen den Krieg (doves), 20 Milliarden $ pro Jahr für den Krieg lässt kein Geld mehr für die Wohlfahrt übrig. Die Hawks verlangen vom Präsidenten einen schnellen Sieg.--
- Schwarze organisieren sich immer mehr, CORE organisiert das Mississippi Freedom Summer Project (für das Wahlrecht von Schwarzen, Freedom Schools), werden vom KKK und der Polizei lahmgelegt. Friedvolle Proteste werden in Alabama von der Polizei vor Kameras attackiert à die Nation verlangt Aktionen der Regierung à Voting Rights Act.
- Warren′s Supreme Court sehr liberal: Baker v. Carr: alle Stimmen haben gleiches Gewicht, Miranda v. Arizona: Polizei muss einem Verdächtigen seine Rechte vorlesen.
- 65 - 68 viele Rassenunruhen, Kerner Commission von Johnson sieht das Problem beim weißen Rassismus liegend, welcher die Schwarzen in Armut zwingt, Kerner Report empfiehlt Job-Programme, Public-Housing und ein Ende der Segregation in Schulen im Norden à Johnson und der Kongress agieren jedoch nicht, wegen Gegenreaktionen Weißer.

1960, ab: Black Power
- Sammelruf militanter schwarzer Aktivisten ab den 1960er Jahren, der die Absicht des Gewaltgebrauchs zur Erreichung größerer Kontrolle über die eigenen Angelegenheiten mit einschloss. Der Begriff wurde von Robeson (erfolgreicher schwarzer Schauspieler) 1957 benutzt und später vom SNCC (student non-violent coordinating committee, militante Organisation, gegründet 1960 unter Mitwirkung von Martin Luther King, Jr. zur Unterstützung der Bürgerrechtsbewegung in den Südstaaten:
- Gleichberechtigung aller Amerikaner, besonders der Schwarzen,
- keine Rassentrennung im Erziehungssystem,
- fairen Zugang zu Wohnmöglichkeiten) und dem CORE, der Gewaltlosigkeit verpflichtete Bürgerrechtsorganisation aufgenommen, verlor in den 70er Jahren aber allmählich an Sammelkraft. Es gab auch sehr gewalttätige Organisationen wie die Black Panthers.

Malcolm X (eigentlich Malcolm Little) (1925 - 1965)
- Schwarzer Führer. Sohn eines baptistischen Geistlichen wurde während eines Gefängnisaufenthalts wegen Einbruchdiebstahls zur Nation of Islam bekehrt (vorgeblich am Koran orientiert, wird jedoch von der übrigen mohammedanischen Welt nicht zu ihresgleichen gezählt. Verlangte die Abtrennung von der durch Weiße dominierten US-Nation, predigte die Überlegenheit der Schwarzen und forderte einen puritanischen Lebensstil von ihren Mitgliedern).
- Nach der Entlassung nahm er den Namen Malcolm X an und durchreiste missionierend die USA. Der Wachstum der Sekte in jenen Jahren war größtenteils sein Verdienst.
- Für die Aufhebung der Rassentrennung eintretend, hielt er auch Gewaltanwendung gegenüber Weißen für notfalls angebracht
- Nach einer Mekkareise 1963 überwarf er sich mit der Nation of Islam und gründete die Organization of Afro-American Unity (1964), die islamische, sozialistische und antikolonialistische Elemente zu vereinen suchte. Rivalisierende Black Muslims (Mitglieder der Nation of Islam) ermordeten ihn bei einer Redeveranstaltung in Harlem.--
- Indianer organisieren sich: American Indian Movement (AIM), okkupieren Alcatraz
- Frauen organisieren sich in der National Organization for Women (NOW) für volle Gleichberechtigung, Abtreibung, etc.
- 1962 formieren sich die Students for a Democratic Society à Port Huron Statement: wollen, dass die Jugend eine partizipatorische Demokratie aufbaut. Marschieren nach Washington (300.000), bringen viele zum Desertieren, etc. Aber viele Studenten machen gar nicht mit. Als Nixon Kamodscha 1970 invadiert, gibt es weitere Studentenaufstände, 4 werden an der Kent State University von der National Guard getötet, 2 weitere in Mississippi. Studenten verdammen Nixon, viele Ältere sind gegen die Studenten à Frustration bei der SDS, sie löst sich auf. Ein paar werden zu New Left-Untergrund-Terroristen.
- Auch Hippie-Bewegung, Jugend-Rebellion, counter-culture, Beatles, marijuana, 1969 Woodstock, flower children, aber ebbt schon ab, weil immer mehr Kriminelle unter ihnen sind, z.B. in San Francisco′s Haight-Ashbury.
-Sexual Revolution, Pille (1960), Roe v. Wade macht 1973 Abtreibung in den ersten drei Monaten legal, viele Leute sind von der sexuellen Offenheit abgestoßen, wählen konservativ--
- 31. Januar 1968 startet Nord-Vietnam eine große Offensive (Tet Offensive), USA können sie mit hohen Verlusten zurückschlagen à 42% der Amis doves
- 4. April 1968 wird Luther King erschossen à Rassenunruhen

- 1968 gewinnt Republikaner Nixon gegen Hubert Humphrey, der einen ehrenvollen Frieden in Vietnam will und Radikale bekämpfen. Demokraten werden als linke Chaos-Partei angesehen, z.B. auch wegen den Yippies, die LSD ins Chicagoer Wassersystem bringen wollten.
- Henry Kissinger ist sein Aussenminister, beide glauben an realpolitik: Machtpolitik für das Nationale Interesse, wenig Moral, verdeckte Aktionen.
- Wollen aus Vietnam abziehen à 1969 Nixon Doctrine: ab jetzt nur noch wirtschaftliche und militärische Hilfe für vom Kommunismus bedrohte Länder unter der Voraussetzung, dass sie selbst kämpfen. Nixon zieht die Truppen ab.

1968: My Lai
- Massaker, bei dem mehr als 300 unbewaffnete vietnamesische Zivilisten durch eine amerikanischen Infanteriekompanie bei dem südlichen Weiler My Lai 4 getötet wurden. Die mit Hubschraubern gelandeten Soldaten schossen ohne jegliche Provokation auf die hauptsächlich Frauen, Kinder und alte Männer. Nur aufgrund der Nachforschungen von Beteiligten, wurde diesem Verbrechen nachgegangen. Obwohl es den Verdacht gab, dass die kein Einzelfall war, gab es in der amerik. Bevölkerung kein großes Interesse an der Aufklärung.--
- Kissinger hält geheime Friedensgespräche mit Nordvietnam, um sie zu Zugeständnissen zu zwingen, werden Bomben über ihren Versorgungslinien abgeworfen à Nordvietnam weigert sich und in Kambodscha bricht auch noch ein Bürgerkrieg zwischen Pro-USAlern und Kommunisten aus. Nixon ordert eine Kambodscha-Invasion und drängt die Südvietnamesen zu einem Angriff auf kommunistische Basen in Laos. Nordvietnam startet eine Gegenoffensive, Nixon verstärkt die Bombardierung à das Bricht den Stillstand seit den 1968er Verhandlungen: Paris Accords 1973à Ende der Kämpfe, Zukunft von Südvietnam abhängig von deren letzten Kämpfen à dieser längste Krieg kostete die USA 58.000 Tote, 300.000 Verwundete, 150 Milliarden $.

1960er, späte: Détente
- Französisch: Entspannung; Bezeichnung für Nachlasen der dem Kalten Krieg zuzuschreibenden Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion
- Charakteristisch hierfür waren Versuche, das Wettrüsten zu beschränken (z. B. durch SALT) und Bemühungen um Intensivierung der Handels- und Kulturbemühungen. Nixon und Kissinger waren besonders aktiv.

1971: Equal Rights Amendment (ERA)
- geplanter Verfassungszusatz, der die rechtliche Gleichstellung beider Geschlechter gewährleisten soll, erster Vorschlag hierzu schon 1923 durch die Women´s Party
- 1971 vom Repräsentantenhaus verabschiedet
- 1972 vom Senat mit 2/3 Mehrheit verabschiedet
- aber keine Ratifikation durch die notwendige Anzahl von Staaten--
- Trotz allem soll nun eine Entspannung zu China und der UdSSR begonnen werden. Kissinger (heimlich) und dann auch Nixon Besuchen China à normale Beziehungen ab 72.
- Nixon fliegt nach Moskau und handelt Handelsverträge und Technologiekooperationen aus. Auch den SALT I Vertrag, der antiballistische Raketen limitierte. Gut für sein Image in der Wahl.
- Oktober 1973 attackieren Syrien und Ägypten Israel. Diese schlagen mit US-Ausrüstung zurück à Öl-Embargo gegen die USA und die Allierten à Ölmangel, Inflation à Nixon will Diplomatie, vermitteln zwischen Israel und Arabern à Kissingers " shuttle diplomacy" , Erfolg in Bezug auf Ägypten. Syrien und radikale PLO-Anhänger verstärken Anschläge gegen Israel und US-Bürger.
- Nixon unterstützt auch den radikalen Diktator im Iran und gibt der CIA 10 Mio. $ um den marxistischen Präsidenten Chiles, Allende, zu stürzen, obwohl dieser demokratisch gewählt wurde.
- Nixon ein energiereicher, intelligenter, erfolgreicher Präsident, aber paranoisch in Bezug auf seine Gegner und die Sowjets. Ist erst moderat, Wohlfahrt, Umweltschutz, etc. Viele seiner Reformen werden vom Senat abgelehnt. Armutsprobleme in den Städten. Versucht, gegen die von Johnson übernommene Inflation anzukämpfen, sie steigt aber weiter, versucht dann Keynesian Economics - das hilft - wird 1972 wiedergewählt. Er beendet das Wirtschaftsprogramm, die vorigen Probleme kommen wieder auf.

- Nixon stärkt die Polizei, quält Pazifisten, Radikale usw. mit Behörden, die Gesetze umsetzen: Internal Revenue Service, FBI, CIA, Abhörungen usw. Seine White House " plumbers" spionieren seine Gegner wie Daniel Ellsberg aus, der die geheimen Pentagon Papiere an Journalisten übergibt, die Vietnam-Lügen der Regierung offenbaren, wird wegen Spionage und Diebstahl angeklagt, seine psychiatrischen Unterlagen werden geraubt. Er ernennt Chief Justice Warren Burger, rechtskonservativ und drei weitere zum SC.

1972, ab: Watergate
- Am 17.06.1972 wurden 5 Männer in Büroraumen der Demokratischen Partei gefasst, die dort eingebrochen waren (Kandidat: George McGovern). Im Prozess gegen sie wurde klar, dass sie im Auftrag des Wiederwahl-Komitees von Nixon gearbeitet hatten und Verbindung zur CIA hatten. Ein vom Senat eingesetzter Untersuchungsausschuss fand Regierungsbeteiligung heraus. Auch Nixon selbst wurde von Zeugen wie Deans sowie der Presse überführt. Nach dem " Saturday Night Massacre" - als Nixon einen Watergate-Staatsanwalt feuert à 1974 sollte Impeachment-Verfahren eingeleitet werden. Nixon trat dann aber am 9.8.74 zurück--
- Auch Vizepräsident Spiro Agnew tritt zurück, nachdem er zu Korruptionsvorwürfen keine Aussage machte à Ford wird Vize- und 1974 Präsident. Nixon war Präsident einer polarisierten Epoche (Vietnam, Jugend, Energiemangel, Kennedy′s und Johnson′s unerfüllte Versprechen) à Das Volk verliert das Vertrauen in Washington.--
- 80er: Angst vor GAUs nach der Beinahe-Katastrophe auf Three Mile Island.
- " Me Generation" / Yuppies, CDs, PCs, Silicon Valley
- Frauen-Organisationen kämpfen weiter um das Equal Rights Amendment. Frauen weiter schlechter bezahlt, etc. Nixon 1972: Veto gegen ein nationales Tagesstättensystem.
- right-to-life movement gegen Abtreibung / pro-choice dafür. Wichtiges Thema.
- schwarze Mittelklasse wächst langsam, es geht ihnen besser (12% der Studenten). 1/3 immer noch in Slums à Drogen, etc.
- Seit den 65ern starke Immigration, besonders Hispanics und Asiaten. Gegen diese Flut: Immigration Reform and Control Act (1986).
- Leichte Besserungen für Indianer, 1974 Self-Determination-Act, dürfen selbst in ihren Reservaten Hilfsprogramme und Schulen administrieren, gewinnen auch Gerichtsverhandlungen (107 Millionen $ für die Sioux für unrechtmäßig weggenommenes Land im 19. Jh.).

- Religiöse Revivals: Kulte wie die Moonies. Auch TV-Pfarrer. Moral Majority, evangelisch, hat konservativen politischen Einfluss (gg. Kommunismus, Pornos, Abtreibung...)--
- Ford noch konservativer als Nixon, keine Wohlfahrts- etc.-Programme. Rezession, Ford kommt nicht dagegen an. Außenpolitisch unterschreibt er, die Sowjets und 31 andere Staaten die Helsinki Accords (1975), die Europa′s 45er Grenzen festschreiben und Menschenrechte, Freiheit zum Reisen. Nordvietnam übernimmt Saigon (ab dann Ho Chi Minh City).
- 1976 gewinnt Carter (Demokrat) knapp gegen Ford: will niemals Lügen. Bringt die Arbeitslosenzahlen runter (Steuersenkung). Anfangs Wohlfahrtsprogramme, dann nix mehr. Schlechte Beziehungen zum Kongress. Außenpolitisch ist er erfolgreich: Will Menschenrechtsverbrechen im Ausland (Chile, Afrika) bekämpfen, freundschaftliche Beziehungen herstellen, gibt Panama die Rechte am Kanal und verbessert die Beziehung zu China weiter. Als die Sowjets 1980 in Afghanistan einfallen, wendet er sich gegen sie. Sein größter Erfolg: Lädt Ägyptens Anwar el-Sadat und Israels Mechanem Begin nach Camp David ein à Camp David Accords 1979. Andere arabische Staaten jedoch weiterhin Israel-feindlich. Carter′s außenpolitischer Alptraum: islamische Fundamentalisten stürzen den alliierten Shah im Iran, Carter akzeptiert den Krebskranken zu einer Behandlung in den USA à wütende Iraner stürmen die US-Botschaft, nehmen 50 Geiseln, Befreiuungsversuche und Verhandlungen scheitern à schlecht für sein Image. Werden erst an Reagan′s Amtsantritt freigelassen.

- Reagan gewinnt 1980 gegen ihn (Grund: alter Glaube an den Individualismus und Deregulierung der Märkte, Angst vor Kommunismus / Kalter Krieg à Konservative gewinnen), auch im Senat Mehrheit.

1980er, Mitte: Reagonomics
- Spöttische Bezeichnung für die Wirtschaftspolitik Reagans. Seine teilweise von Milton Friedman übernommen Hauptelemente waren
1. Steuersenkungen,
2. Ausgabenkontrolle,
3. Deregulierung (Reduzierung wirtschaftshemmender Vorschriften)
4. und eine stabile Geldpolitik
- Diese Maßnahmen wurden ergänzt durch die sog. ,,Supply-Side-Theory" , derzufolge eine Erhöhung des Warenangebots dieWirtschaft stimulieren würde. Zwar konnte durch Reagans Politik die Rezession der frühen 1980er überwunden werden, doch stieg während Reagans Präsidentschaft die Verschuldung der USA um 1,5 Trillionen Dollar.--
- Innensekretär James Watt öffnet Nationalwälder und Wilderness-Gebiete für private Bauträger
- 1982 - 1987 viele Unternehmensfusionen, Insider-Handel, Aktien-Euphorie à 19. Oktober 1987 crasht der Aktienmarkt, aber keine folgende Depression.
- In der ersten Periode ist Reagan russland-feindlich (evil empire)
- Reagan schafft es nicht, Frieden in den Nahen Osten zu bringen. Israel invadiert Libanon 1982, drängt die PLO dort heraus à Reagan sendet 2000 US-Marines als Friedenstruppe, im Oktober 83 werden239 von Ihnen bei einer Terroristenattacke getötet. Reagan ruft sie 84 zurück.
- Reagan macht die größte Aufrüstung in Friedenszeiten: Pentagon hat 85 ein Jahresbudget von 300 Milliarden $ à Entwickelt Atomwaffen à Hunderttausende Amerikaner treten dem nuclear-freeze-movement bei, diese wollen einen weltweiten Stopp à größte Demonstration in der amerikanischen Geschichte 1982 750.000 Menschen im NY Central Park. Freeze Resolutions im Herbst in 9 Staaten, Reagan startet Abrüstungsgespräche mit den Sowjets.

1983, ab: SDI (Strategic Defense Initiative)
- Ab 1983 von Präsident Reagan gefordertes amerikanisches Verteidigungssystem gegen einen möglichen Atomwaffenangriff. Teilweise im Weltraum stationiert, sollte es die US vor einen Angriff mit Interkontinentalraketen schützen, indem es diese abfängt und zerstört. Zweifel an der Zuverlässigkeit des Systems, Kritik an den hohen Kosten und Angst vor Beschleunigung des Rüstungswettlaufs führten zur Verzögerung. Ab 1989 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde SDI immer unnötiger--
- 1984 gewinnt Reagan leicht, weil die Wirtschaft gesund ist, trotz der Spannungen im Kalten Krieg. In der 2. Periode reformiert er Steuern und Immigration, aber die hohe Verschuldung bleibt bestehen.
- Im Dezember 87 beginnt die Intifada der Palästinanser, US-Diplomatie versagt, terroristische Anschläge an US-Bürgern auch von den Unterstützern der Palästinenser, wie Ghaddafi (Bombe im Pan Am-Flugzeug 1988).

1980er: Iran-Contra Scandal
- Größter Skandal während der Amtszeit von Reagan. Im November 1986 wurde bekannt, dass die US trotz eines bestehenden Waffenembargos gegen Iran Waffen lieferten, um US-Geiseln im Libanon zu befreien. Mit dem Erlös des Waffendeals unterstützte die Regierung die antisandinistischen ,,Contras" in Nicaragua (gegen die marxistische Regierung), nachdem der Kongress ihnen weitere Hilfe untersagte. Sicherheitsberater Poindexter trat zurück, Oberstleutnant North wurde entlassen, beide wurden verurteilt. Reagan wurde im Bericht der Tower-Kommission wegen mangelnder Überwachung kritisiert--
- Reagan bleibt populär, obwohl auch kleinere Korruptionsskandale seine zweite Amtsperiode verderben.
- UdSSR hat innere Probleme, will äußere Spannungen eindämmen: 1987 Intermediate Nuclear Forces (INF)-Vertrag: 2500 Raketen von beiden Seiten werden aus Europa entfernt à Entspannung folgt, Reagan fliegt nach Russland, der " Cold Warrior" wird ironischerweise als Präsident, der die Spannungen löste, angesehen.
- 1988 gewinnt Republikaner Bush gegen Dukakis, Demokraten gewinnen im Kongress.
- UdSSR bricht zusammen à Bush unterschreibt mit Gorbatschow einen Vertrag, der 25% der Nuklearwaffen beseitigt. Gorbatschow will z.T. Marktwirtschaft einführen à Putschversuch gegen ihn à Boris Jelzin verhindert den Putsch und verbieten die kommunistische Partei. Gorbatschow tritt zurück. US liefern Russland wirtschaftliche Hilfe, Bush beendet die Intervention in Nicaragua und El Salvador, invadiert jedoch Panama, stürzen Noriega und klagen ihn wegen Drogenverkaufs an. Wirtschaftssanktionen gegen das rassistische Südafrika zwingen es,  Nelson Mandela freizulassen, schaffen fast alle Apartheid-Gesetze ab.
- Hussein (hat auch Nuklear und Chemiewaffen) invadiert am 2. August 1990 Kuwait à Bedrohung, Bush verlangt Rückzug, Hussein lenkt nicht ein à 16. Jan 91 beginnen die USA und andere UN-Nationen mit Bombarierungen von irakischen Truppen, Einrichtungen... à Hussein feuert im Gegenzug Scud-Raketen auf Israel und Saudi-Arabien. 23. Februar beginnt die Boden-Offensive (Operation Desert Storm), in 100 Stunden ist Kuwait befreit.
- Bush hat nur wenige Erfolge bei Friedensverhandlungen im Nahen Osten.
- Wirtschaftliche Probleme, von Reagan geerbt, seine savings-and-loan-Organisationen brechen zusammen, der Schuldenberg wird noch größer, Bush bekommt die Probleme nicht richtig in den Griff à 1990 Rezession, USA stoppen Wohlfahrtsprogramme à 2 Millionen mehr unter der Armutsgrenze. Zudem wird die Luft in über 100 US-Städten als gesundheitsschädlich deklariert. Bush-Regierung ignoriert diese Probleme weitgehend.
- Bush ernennt sehr konservative SC-Richter (gg. Abtreibung, eingeschränkte Civil Rights)
- Rezession à Bush wird unpopulär, Clinton gewinnt 1992 (Arbeitsplätze, Umweltschutz, pro-choice, Wohlfahrt, nationales Gesundheitsvorsorgesystem), Bush sehr konservativ, gegen Abtreibung, Feminismus... Ross Perot, 3. Partei hat 19%! Demokraten auch im Kongress.
- Clinton ernennt viele Frauen ins Kabinett und andere Top-Positionen, auch SC. Hat aber Probleme, seine Schlüsselvorschläge durch den Kongress zu bringen. Clinton will auch den Ausschluss Homosexueller im Militär beenden à Proteste à Kompromiss: " Don′t ask, don′t tell" . Gesundheitsvorsorge (Projekt von Hillary geleitet) kommt wegen großer Gegnerschaft und Lobbies nicht durch. Gerüchte über Fehlverhalten wirken sich schlecht auf Clinton′s Image und seine Durchsetzungsfähigkeit aus. Pat Robertson′s Christian Coalition / Religiöse Rechte gewinnt in immer mehr Staaten die Kontrolle.
- Bemühungen im Jugoslavien-Krieg zu vermitteln, schlagen fehl. Aber Israelisch-Palästinensische Gespräche im Weißen Haus (Arafat/Rabin): begrenzte Selbstbestimmung im Gaza-Streifen und Jericho, Islamisten-Attacken enden aber nicht, 93 Anschlag auf das World Trade Center. Clinton, wie Bush, verweigert Sanktionen gegen China.
- Einkommen der Arbeiter- und Mittelklasse stagnieren, Einfluss der religiösen Rechten à 1994 scharfer Rechtsruck (Wahlbeteiligung nur 38%), Republikaner in beiden Häusern. Clinton wird als zu unentschlossen angesehen
- Januar 1995: Der Abschuss einer US-amerikanischen Forschungsrakete auf der norwegischen Insel Andoya führt die Welt an den Rand eines Atomkriegs
- April 1995: Durch die Explosion einer Autobombe wird ein Bürohochhaus in Oklahoma-City, in dem Büros der Bundesregierung untergebracht waren, nahezu vollkommen zerstört
- November 1996: US-Präsident Bill Clinton gewinnt die Präsidentschaftswahl gegen seinen Herausforderer, den Republikaner Robert Dole, mit 49 zu 41 Prozent der Stimmen. Damit ist er der erste Demokrat seit Franklin Delano Roosevelt, der zum zweiten Mal ins Weiße Haus gewählt wird. Will vor allem begonnene Reformen vollenden und das Defizit des Staatshaushalts weiter abbauen. In den letzten vier Jahren war es ihm gelungen, den Fehlbetrag um 63 Prozent zu verringern; der „große Sprung“ im Gesundheitswesen, die Einführung einer Pflichtkrankenversicherung, ist bisher allerdings gescheitert; noch immer sind 37 Millionen US-Bürger, vor allem Arme und Alte, nicht versichert.
- August 1997: Der Kongress verabschiedet den neuen Haushaltsplan, der das Defizit der Staatsausgaben bis zum Jahre 2002 auf Null abbauen soll. Vorgesehen sind Ausgabenkürzungen von 270 Milliarden $ und Steuersenkungen von rund 95 Milliarden $
- Oktober 1997: Der chinesische Staats- und Parteichef Jiang Zemin wird anlässlich seiner mehrtägigen USA-Reise (der erste offizielle Amerikabesuch eines chinesischen Staatsoberhauptes seit zwölf Jahren) in Washington empfangen. Hoffnung auf weitere Verbesserung der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit. Laut US-Außenministerin Madeleine Albright wird eine völlige Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und China jedoch erst möglich sein, wenn China seine Menschenrechtspolitik ändere.
- Februar 1998: Clinton fordert den Irak, die UN-Abrüstungskontrollen nicht länger zu behindern. Sonst: Militärschlag.

- März 1998 Clinton gibt bekannt, daß die Sanktionen gegen Kuba, die 1996 zur Verschärfung des Embargos verhängt worden waren, aus humanitären Gründen aufgehoben werden. U.a. sind künftig Direktflüge nach Kuba für Hilfslieferungen sowie Überweisungen von Exilkubanern in die Heimat bis zu einem gewissen Betrag wieder zulässig.
- November 1998 Aus den Kongresswahlen gehen die Demokraten entgegen allen Erwartungen als Gewinner hervor (+ 5 Sitze). Die Republikaner behalten jedoch trotzdem sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit.
- Dezember 1998 massiven Luftangriffen auf militärische Ziele im Irak. Clinton begründet die Aktion mit dem „nationalen Interesse der USA“. Unterstützt wird der amerikanische Angriff („Operation Wüstenfuchs“) von britischen Flugzeugen.
- Januar 1999 In Washington beginnt das historische Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton. Der oberste US-Richter William Rehnquist vereidigt als Vorsitzender des Prozesses 100 Senatoren, die als Geschworene über das Schicksal Clintons entscheiden sollen. Es handelt sich dabei um das erste Absetzungsverfahren gegen einen US-Präsidenten seit 131 Jahren und das zweite in der Geschichte der USA. (1868 hatte Andrew Johnson ein Impeachmentverfahren ohne Verlust seines Amtes überstanden.)
- Februar 1999 Das Amtshebungsverfahren gegen Clinton endet mit dessen Freispruch in beiden Anklagepunkten (Meineid und Behinderung der Justiz) durch den Senat.
- März 1999 Die NATO beginnt am Abend mit ihren tags zuvor angekündigten Luftangriffen gegen serbische Militärziele in der Bundesrepublik Jugoslawien, nachdem der jugoslawische Präsident nochmals kategorisch die Stationierung einer Friedenstruppe im Kosovo abgelehnt hatte und inzwischen in Jugoslawien den Kriegszustand erklärt hat.
- Juni 1999 Abzug der letzten serbischen Truppen aus dem Kosovo, Ende der Luftangriffe
- Mai 2000 START-II-Vertrags (Strategic Arms Reduction Talk) durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin tritt das bereits 1993 zwischen der UdSSR und den USA unterzeichnete Abkommen (deutlichen Reduzierung ihres Nuklearwaffenpotentials bis 2003 bzw. 2007), endlich in Kraft. (In den USA wurde das Vertragswerk bereits 1996 ratifiziert.)
- Dezember 2000 Nach über fünf Wochen Tauziehen um das Ergebnis der Präsidentenwahl vom 7. November steht George Walker Bush endlich als neuer US-Präsident fest.


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