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Standortwahl im Rahmen einer strategischen Supply Chain-Planung

Scholary Paper (Seminar), 2003, 26 Pages
Author: Daniel Draheim
Subject: Economics / Business: Industrial Management

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 26
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V11199
ISBN (E-book): 978-3-638-17423-7

File size: 465 KB
Notes :
Das Seminar ist Pflichtbestandteil meiner Diplomprüfung.422 KB



Excerpt (computer-generated)

„Standortwahl im Rahmen 
einer strategischen Supply Chain-Planung“

Verfasser: Daniel Draheim

 


Inhalt

1. Einleitung 4

2. Begriffliche 
und konzeptionelle Grundlagen  4

2.1 Supply Chain 
und Supply Chain Management 4

2.2 Standortwahl  6

3. Standortbestimmungsfaktoren 
in der SC-Planung 8

3.1 Strategische Faktoren  9

3.2.1 Monetär 10
3.2.2 Nicht-monetär quantitativ 11
3.2.3 Qualitativ  12

3.3 Marktfaktoren  13
3.3.1 Monetär 13
3.3.2 Nicht-monetär quantitativ 13
3.3.3 Qualitativ  14

3.4 Erreichbare Performance  15
3.4.1 Monetär 15
3.4.2 Nicht-monetär quantitativ 15
3.4.3 Qualitativ  16

3.5 Zusammenfassung 16

4. Standortmodelle für Supply Chains  17

4.1 Heuristische Modelle 18
4.2 Analytische Modelle  18
4.3 Idealtypischer Modellentwurf 19

5. Fazit und Ausblick  21

Literaturverzeichnis  23

 


1. Einleitung

Durch den wachsenden Druck des Marktes auf das Kosten-Leistungs-Verhältnis und die immer stärker ausgerichtete Kundenorientierung ist es für Unternehmen notwendig, ihre Geschäftsprozesse zu verbessern und ihre Aufbau- und Ablauforganisation zu verändern. Im Rahmen der Globalisierung und der modernen Informationstechnologie fokussieren Unternehmen ihre Anstrengungen dabei vermehrt auf die Planung und Steuerung der Lieferkette bzw. ganzer Logistiknetzwerke, da sie sich nicht mehr als einzelnes Unternehmen am Markt, sondern als Bestandteil einer ganzen Wertschöpfungskette verstehen, die es zu optimieren gilt. Dabei bilden Standortentscheidungen einen Eckpfeiler der strategischen Unternehmensplanung. Durch sie wird die räumliche Struktur des Unternehmensnetzwerkes im wesentlichen determiniert. Strategische Entscheidungen, die sich auf die Auswahl von Partnern und Platzierung von Anlagen wie Produktionsstätten, Vertriebszentren, Lager etc. beziehen, sind für die Rentabilität und Effektivität von Supply Chains von großer Bedeutung. Sorgfältig durchgeführte Standortplanungen erlauben einen effizienteren Material-, Informations- sowie Geldfluss und führen zu verringerten Kosten und besserem Kundenservice.1 Im Verlauf der Arbeit soll die Theorie der Standortwahl unter Berücksichtigung der Netzwerkperspektive untersucht werden. Es werden dementsprechend zunächst neue Elemente, die eine strategische Standortplanung im Rahmen des SC-Konzepts berücksichtigen sollte, dargestellt. Im speziellen werden diese Herausforderungen sowohl auf die Analyse der Standortfaktoren als auch auf die Anwendung von Standortmodellen projiziert.

2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen

2.1 Supply Chain und Supply Chain Management

Die deutsche Übersetzung des Wortes Supply Chain lautet Lieferkette oder Logistikkette, wobei man es in der Praxis zumeist nicht mehr mit einer einfachen “Kette“, sondern einem recht komplexen Netzwerk zu tun hat, das aus mehreren autonomen Unternehmen besteht, die im Produktions- und Logistikbereich kooperieren.2 Der Begriff Supply Chain Management (SCM) beschreibt „die integrierte Planung, Steuerung und Kontrolle der unternehmensinternen sowie insbesondere der unternehmensübergreifenden Informations-, Waren- und Geldflüsse entlang der jeweiligen Wertschöpfungsket- te“3. Darüber hinaus wird die Supply Chain in einem gesamten organisatorischen Rahmen betrachtet, der sich z.B. in Formen von strategischen Allianzen, virtuellen oder multinationalen Unternehmen darstellt.4 Der OEM (Original Equipment Manufacturer) bildet den Ausgangspunkt der zugrundeliegenden Untersuchung. Aus seiner Sicht organisiert und betreibt das Supply Chain Management, in Abstimmung mit den einzelnen Partnern, Prozesse wie Beschaffung, Auftragssteuerung, Produktion, Lagerung und Distribution.5 Die betriebswirtschaftliche Optimierung wird überdies durch Service- und Recyclingprozesse ergänzt.6 Die beteiligten Unternehmen (-seinheiten) konzentrieren sich auf diejenigen Wertaktivitäten, die eine Grundlage der eigenen Wettbewerbsvorteile (Kernkompetenzen) darstellen.7

[Abb. 1: Automotive Supply Chain in Vollfassung]

Das SCM strebt dabei nach folgenden Zielen:

· Verbesserung der Kundenorientierung, 
· Verkürzung der Durchlaufzeiten, 
· Abbau der Bestände entlang der Wertschöpfungskette, 
· Flexibilisierung und bedarfsgerechte Produktion.

Diese Ziele sind erreichbar, wenn die Partner in einer win-win Beziehung integriert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Logistikbereichs zu steigern. Die dafür notwendige Koordination der beteiligten Akteure wird durch ein Informationssystem gesichert, das einen durchgängigen Informationsfluss durch das gesamte Netz ermöglicht. Als der Erfolgsfaktor zählt die Kooperationsbereitschaft der Partner, vor allem das Verwirklichen einer SCM-Philosophie. SCM beinhaltet einen Denkansatz, der die einzelnen Mitarbeiter und die eigene Unternehmenskultur prägen muss (Vertrauen, Verantwortung, Transparenz, Normen und Werte).9 Eine ganzheitliche Optimierung von Supply Chains wird jedoch u.a. erschwert durch:

[...]


1 Vgl. Kühn 2000, S. 3.

2 Vgl. Spath/Sternemann/Lanza 2001, S. 41.

3 Vgl. Müller 2002, S. 3.

4 Vgl. Kuhn/Laakmann 2001, S. 38.

5 Vgl. Abb. 1.

6 Vgl. Werner 2000, S. 5.

7 Vgl. Schönsleben 2000, S. 53.

8 Entnommen aus QAD.


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