Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom

E-Book Cover: ()
Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

Install Flash Player

Details

Titel: Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom
Autor: Dorothee Güney
Fach: Pharmazie
Institution/Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Pharmazeutisches Institut)
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 140
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 66  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1323 KB
Archivnummer: V112234
ISBN (E-Book): 978-3-640-12090-1

Zusammenfassung / Abstract

In dieser Arbeit wurde untersucht, wie groß die Beeinträchtigung der Lebensqualität von Krebspatienten durch das Hand-Fuß-Syndrom, das als unerwünschte Arzneimittelwirkung einer Chemotherapie auftreten kann, in der deutschen Bevölkerung eingeschätzt wird. Zu diesem Zweck wurden Nutzwerte für die verschiedenen Schweregrade des HFS ermittelt. Zur Ermittlung dieser Nutzwerte wurden 53 Personen in einer öffentlichen Apotheke befragt. Nach Ausfüllen eines Fragebogens zu allgemeinen soziodemographischen Daten und zum augenblicklichen Gesundheitszustand durch den Probanden wurde der Nutzwert für die verschiedenen Schweregrade des HFS anhand der visuellen Analogskala sowie der Time-Trade-Off Methode bestimmt. Es zeigt sich zwischen den einzelnen Schweregraden eine deutliche Abstufung des Nutzwertes bei VAS, welche auch statistisch signifikant waren. Bei der TTO-Methode wurden im Verhältnis zur VAS deutlich höhere Nutzwerte generiert, die zwischen den einzelnen Schweregraden ebenfalls statistisch signifikant waren. Aus den Antworten weiblicher Probanden wurden bei beiden Methoden etwas niedrigere Nutzwerte ermittelt als aus den Antworten männlicher Probanden. Aus dem Antwortverhalten verschiedener Altersgruppen ließen sich ebenfalls unterschiedliche Nutzwerte errechnen. Bezogen auf den Bildungsabschluss und den Gesundheitszustand der Probanden ergaben sich keine signifikanten Unterschiede der ermittelten Nutzwerte. Es konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass das HFS als eine den Patienten stark beeinträchtigende unerwünschte Arzneimittelwirkung eingeschätzt wird. Die in dieser Arbeit ermittelten Nutzwerte für das HFS können zukünftigen Kosten-Nutzwert-Analysen verwendet werden.

Textauszug (computergeneriert)

Nutzwerte für das

Hand-Fuß-Syndrom

Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades der

Diplom-Pharmazeutin

vorgelegt von

Dorothee Güney

aus Brühl

Bonn 2007


Danksagung

Zu allererst möchte ich Herrn Professor Jaehde danken, dass er sich bereit

erklärt hat, meine Diplomarbeit zu betreuen und mir ein so interessantes

Thema zur Bearbeitung überlassen hat.

Herrn Professor Süverkrüp danke ich für die Übernahme des Koreferats.

Ein besonderer Dank geht auch an Susanne Roth und Sven Simons, die an der

Auswahl des interessanten Themas beteiligt waren und für mich während

meiner Zeit als Diplomandin bei allen Problemen die wichtigsten

Ansprechpartner waren.

Außerdem danke ich allen Mitarbeitern des Arbeitskreises Klinische Pharmazie

für die angenehme und freundliche Arbeitsatmosphäre. Dies gilt in

besonderem Maße für meine beiden Büronachbarinnen Nele Reineking und

Carina Mohn.

Ein herzlicher Dank gilt vor allem den Patienten, die sich trotz ihrer Erkrankung

Zeit genommen haben, meine Fragen zu beantworten und mir damit bei der

Vorbereitung der Personenbefragung geholfen haben.

Ich möchte ganz besonders auch meinen zukünftigen Kolleginnen aus der

Balthasar-Apotheke in Brühl danken, da ein reibungsloser Ablauf meiner

Befragung ohne ihre Hilfe und ihren Einsatz nicht möglich gewesen wäre.

Herrn Dr. Fimmers danke ich für seine Hilfe bei der statistischen Auswertung.

Abschließend möchte ich ganz besonders herzlich meiner Mutter und meinem

Freund Markus für ihr Interesse an meiner Arbeit danken.


Für meinen Vater


I

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1

1.1 Capecitabin

2

1.1.1 Indikation

2

1.1.2 Chemische Struktur

2

1.1.3

Enzymatische

Aktivierung und Metabolisierung

3

1.1.4 Pharmakokinetik

5

1.1.5 Dosierung

5

1.1.6

Verträglichkeit

5

1.1.7 Interaktionen

6

1.1.8 Kontraindikationen

7

1.2 Hand-Fuß-Syndrom

7

1.2.1

Klinisches

Bild

8

1.2.2 Klassifikation

8

1.2.3

Entstehungsmechanismus 10

1.2.4

Inzidenz

unter

Capecitabin-Therapie

10

1.2.5

Management

11

1.3 Kosten-Nutzwert-Analysen

15

1.3.1 Der Nutzwert

15

1.3.2

Bestimmung

von

Nutzwerten

16

2. Zielsetzung

22

3. Patienten und Methoden

23

3.1

Vorbereitung

der

Personenbefragung

23

3.1.1 Bildersuche

23

3.1.2

Vorauswahl

von

Bildern

23


II

3.1.3

Patientengespräche 23

3.1.4

Arztgespräche

24

3.1.5 Auswahl der Bilder zur Erstellung der Befragungskarten 25

3.1.6

Erstellung

der

Befragungskarten

für die

Personenbefragung

26

3.2 Personenbefragung mit Hilfe der Visuellen Analogskala (VAS)

und der Time-Trade-Off-Methode

(TTO)

26

3.2.1

Auswahl

des

Befragungsortes

26

3.2.2

Befragungszeitraum

26

3.2.3

Auswahl

der

Probanden

27

3.2.4

Personenbefragung 28

3.3 Berechnung von Nutzwerten aus dem EQ-5D-Fragebogen

29

3.4 Berechnung von Nutzwerten aus der Visuellen Analogskala

30

3.5 Berechnung von Nutzwerten nach der Time-Trade-Off-Methode 30

3.6 Statistische Auswertung

31

3.6.1

Interrater-Reliabilität

31

3.6.2

Korrelationsanalyse 32

3.6.3

Deskriptive

Statistik 33

3.6.4

Signifikanzprüfung

34

4. Ergebnisse

35

4.1

Vorbereitung

der

Personenbefragung

35

4.2 Dauer der Befragung

37

4.3

Charakteristika

des

Probandenkollektivs 37


III

4.4 Aktueller Gesundheitszustand der Probanden

40

4.4.1

Visuelle

Analogskala

40

4.4.2

EQ-5D-Fragebogen

42

4.5 Ermittelte Nutzwerte für das Hand-Fuß-Syndrom

45

4.6

Potenzielle

Einflussfaktoren 48

4.6.1

Geschlecht

48

4.6.2 Alter

50

4.6.3

Bildungsabschluss

54

4.6.4

Gesundheitszustand

59

5. Diskussion

5.1 Probandenkollektiv

60

5.2 Durchführung der Befragung in einer Apotheke

61

5.3 Auswahl der Fotographien

61

5.4 Ablauf der Befragung

62

5.5 Soziodemographische Daten des Probandenkollektivs

64

5.6 Augenblicklicher Gesundheitszustand der Probanden

65

5.7 VAS- und TTO-Nutzwerte für das HFS

66

5.8

Ausblick

69

6- Zusammenfassung

71

7.

Literaturübersicht

73


IV

Anhang

A

EQ-5D-Fragebogen 79

B

Fragebogen

zur

Erhebung

allgemeiner

personenbezogener

Daten 82

C

Datenschutzerklärung

85

D

Übungsaufgabe

zur

Herzinsuffizienz

87

E

Ergebnisse

der

Übungsaufgabe 89

F Berechnung

des

Kappa-Koeffizienten

92

G

Verwendete

Fotographien 94

H

Befragungskarten

105

I Personenbezogene

Daten

der

Probanden

110

J VAS-

und

EQ-5D-Nutzwerte

der

Probanden

114

K

VAS-Nutzwerte für die einzelnen Schweregrade

des

HFS

117

L

TTO-Nutzwerte für die einzelnen Schweregrade

des

HFS

120

M

Nutzwerte

nach

Alter

123

N

Nutzwerte

nach

Bildungsabschluss

126

O

Ergebnisbogen

129


Abkürzungsverzeichnis

V

Abkürzungsverzeichnis

Abb.

Abbildung

AUC

Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve

CE

Carboxylesterase

CYD

Cytidin-Desaminase

CYP

Cytochrom-P-Oxidase

DNA

Desoxyribonucleinsäure

DP

Dihydropyrimidinase

DPD

Dihydropyrimidin-Dehydrogenase

5-DFCR 5`-Desoxy-5-Fluorocytidin

5-DFUR 5`-Desoxy-5-Fluorouridin

EQ-5D Euro-Qol-Fragebogen mit fünf Dimensionen

5-FU

Fluorouracil

FUH2

Dihydro-5-Fluorouracil

FUPA

5-Fluoroureidopropionsäure

Gl.

Gleichung

HFS

Hand-Fuß-Syndrom

HUI

Health Utility Index

IQWIG

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

LV Leucovorin

MEMS

Medication Event Monitoring System

NCI

National Cancer Institute

NYHA

New York Heart Association

PPE

Palmar-Plantar-Erythrodysästhesie

PTO

Person-Trade-Off

QALY

Quality-Adjusted-Life-Year bzw. Qualitäts-adjustiertes Lebensjahr

QoL

Quality

of

Life

RNA

Ribonucleinsäure

SF

Social Functioning (Soziale Funktionsfähigkeit)

SG

Standard

Gamble

SGB

Sozialgesetzbuch


Abkürzungsverzeichnis

VI

Tab.

Tabelle

TP

Thymidin-Phosphorylase

TTO

Time-Trade-Off

UAW

Unerwünschte Arzneimittelwirkung

VAS

Visuelle

Analogskala

WHO

World Health Organization


Einleitung

1

1. Einleitung

Aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel, die einer Solidargemeinschaft zur

Verfügung stehen und den steigenden Kosten im Gesundheitssystem ist es

erforderlich, eine ökonomische Bewertung der Kosten von Therapieoptionen

und dem erzielten Nutzen durchzuführen.

Aus diesem Grunde sieht die Neufassung des Paragraphen § 35 b SGB V eine

Kosten-Nutzen-Bewertung von Therapieoptionen durch das Institut für Qualität

und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln vor.

Eine Möglichkeit zur gesundheitsökonomischen Bewertung stellen Kosten-

Nutzwert-Analysen dar, die einen Vergleich der Wirtschaftlichkeit verschiedener

Therapiealternativen unter Berücksichtigung der Lebensqualität der Patienten

erlauben.

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Ermittlung von Nutzwerten für die

unterschiedlichen Schweregrade des Hand-Fuß-Syndroms (HFS), das als eine

der häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen der per os applizierten

Chemotherapie mit Capecitabin auftritt und die Lebensqualität des Patienten

stark beeinträchtigen kann.

Diese Arbeit war in die Studie ,,Pharmazeutische Betreuung onkologischer

Patienten unter Behandlung mit Capecitabin (Xeloda®)" eingebunden, die

derzeit am Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn im Bereich

Klinische Pharmazie durchgeführt wird.


Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/112234/