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Analyse des Berliner KITA-Programms sowie des Rahmenlehrplans der Grundschule bezüglich der Anforderungen an den mündlichen Sprachgebrauch

Presentation (Handout), 2007, 5 Pages
Authors: Cindy Kushmann, Elgin Rösler, Bea Ferch, Anke Koszanowski
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics

Details

Category: Presentation (Handout)
Year: 2007
Pages: 5
Language: German
Archive No.: V112429
ISBN (E-book): 978-3-640-10828-2

File size: 67 KB

Abstract

Berliner Bildungs-Programm Ziele: Das Kind in seiner Welt Ich-Kompetenzen Eigene Bedürfnisse, Interessen und Gefühle ausdrücken Sich anderen sprachlich mitteilen: Ich habe etwas zu sagen Lust auf Sprache und Sprechen, Zutrauen in die eigenen sprachlichen Fähigkeiten und ihre Erweiterung Interesse an Büchern, am Lesen am Geschichten erfinden Sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein Ein Bild von sich selbst entwickeln, sich darstellen, wissen „wer ich bin“ Medienerlebnisse und damit verbundene Gefühle zum Ausdruck bringen Soziale Kompetenzen Sich mit anderen verständigen: aufmerksam zuhören und auf das Gehörte mit Kommentaren, Handlungen und Fragen reagieren In Gesprächen das Wort ergreifen, eigenen Interessen vertreten Konflikte aushandeln Wissen, mit wem ich wie reden muss Wertschätzung und Neugier für andere Sprachen entwickeln Bei der Benutzung von Computern und anderen Medien kooperieren


Fulltext (computer-generated)

HUMBOLD- UNI VE RS ITÄ T ZU BERLI N 02.11.2006

P H I L O S O P H I S C H E F A K U L T Ä T I V

Grundschulpädagogik WS 06/07

LB Deutsch ­ Mündlicher Sprachgebrauch [54 213]

Referenntinnen: Cindy Kushmann, Elgin Rösler, Bea Ferch, Anke Koszanowski


THEMA:

Analyse des Berliner KITA-Programms sowie des Rahmenlehrplans der

Grundschule bezüglich. der Anforderungen an den mündlichen

Sprachgebrauch

1. Berliner Bildungs-Programm

Ziele: Das Kind in seiner Welt

Ich-Kompetenzen

Eigene Bedürfnisse, Interessen und Gefühle ausdrücken

Sich anderen sprachlich mitteilen: Ich habe etwas zu sagen

Lust auf Sprache und Sprechen, Zutrauen in die eigenen sprachlichen Fähigkeiten und ihre

Erweiterung

Interesse an Büchern, am Lesen am Geschichten erfinden

Sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein

Ein Bild von sich selbst entwickeln, sich darstellen, wissen ,,wer ich bin"

Medienerlebnisse und damit verbundene Gefühle zum Ausdruck bringen

Soziale Kompetenzen

Sich mit anderen verständigen: aufmerksam zuhören und auf das Gehörte mit Kommentaren,

Handlungen und Fragen reagieren

In Gesprächen das Wort ergreifen, eigenen Interessen vertreten

Konflikte aushandeln

Wissen, mit wem ich wie reden muss

Wertschätzung und Neugier für andere Sprachen entwickeln

Bei der Benutzung von Computern und anderen Medien kooperieren

Sachkompetenzen

Sprachliche Äußerungen wahrnehmen, verstehen und wiedergeben

Laute und Lautverbindungen differenziert hören und bilden

Laute anderer Sprachen kennen

Experimentelle Nutzung von Zeichen- und Schreibutensilien

Den eigenen Namen schreiben

Erzählungen und Geschichten auch ohne Veranschaulichung folgen

Ereignisse nacherzählen, selbsterfundene Geschichten erzählen, einen Reim machen, übereinen Plan

/ eine Handlungsabsicht sprechen

Mit technischen Geräten sorgsam und korrekt umgehen

1


Lernmethodische Kompetenzen

Nach der Bedeutung von Worten und Sätzen fragen

Wissen, dass unterschiedliche Situationen unterschiedliche Kommunikationsstrategien erfordern

Wissen, welche Möglichkeiten verschiedene Medien bieten, sich selbst darzustellen

2. Möglichkeiten der Förderung in KITA & Grundschule

Die kindliche Sprachentwicklung ist eng mit der Entwicklung der Motorik, der Wahrnehmung und der
sozialen Entwicklung verbunden.

Beispiele: Rollenspiele, Kreisspiele mit festen Redewendungen (

,,Ich packe meinen Koffer..."),

Bilderbücher / Bildkarten, Geschichten erzählen, Singen, Reimen

Sinnliche Wahrnehmungsspiele: Spiele mit Tiergeräuschen, Tast- & Geschmacksproben

Motorische Spiele: Bewegungslieder, mundmotorische Spiele beim Abschmecken

Soz. Entwicklung: Stärkung von Selbständigkeit der Kinder -> selbst Verkäuferin fragen lassen

...weitere Möglichkeiten der heutigen Zeit: Medien wie Hörspiele, Filme und PC Spiele

Zur Dokumentation der Entwicklung hilft das

Sprachlerntagebuch

.

Besonders bieten sich Experimente an, um Gespräche und Diskussionen anzuregen.

z.B. ,,Experiment ­ warme Luft dehnt sich aus" -> man stülpt einen Luftballon auf die Öffnung einer

Plastikflasche; legt diese in den Kühlschrank, damit sie sich abkühlt; dann müssen die Kinder die

Flasche mit ihren Händen wärmen; dass sich die Luft im Inneren der Flasche erwärmt und sich

dadurch ausdehnt, kann man an dem Ballon sehen, der langsam größer wird.

Quelle: Das Praxisjournal für ErzieherInnen, Eltern und GrundschullehrerInnen heute,

BETRIFFT KINDER, Verlag das Netz, Heft 08-09/06, S.40 ff.

3. Anforderungen an die Sprache hinsichtlich des Übergangs
von der KITA zur Grundschule

Alter Sprachliche

Anforderungen

36 Monate

3-5-Wort Sätze (Kombi von Nomina, Hilfsverben, Präpositionen, adverbialer

Bestimmung von Zeit und Raum

48 Monate

Kind verwende ,,Ich" zur Selbstbezeichnung

Ereignisse / Geschichten werden in etwa in zeitlicher logischer Reihenfolge

wiedergegeben, meist noch mit ... und dann ... und dann ­ Verknüpfungen

60 Monate

6-8-Wort Sätze

Fehlerfreie deutliche Aussprache

Ereignisse / Geschichten werden in richtiger zeitlicher und logischer Reihenfolge

wiedergegeben, mit korrekter, jedoch noch einfach strukturierter Syntax

Buchstabenkenntnisse sind keine Vorraussetzung

Der Sprachstandstest ,,DEUTSCH PLUS" als verpflichtendes Instrument um Sprachkenntnisse zu

erfassen. Dieser findet in Berlin seit 2004 Anwendung.

Ziel des Schwellentests ist das Herausfiltern von Kindern mit Förderbedarf in der Beherrschung, der

Anwendung und des Verständnisses der deutschen Sprache.

Diese Kinder sollten im besten Fall, noch vor Schulbeginn einen Sprachkurs erhalten.

2


Quellen: Elternbrief einer brandenburger KITA, ausgearbeitet von Erzieherinnen u.

Grundschullehrern/innen der Arbeitsgruppe: ,,Übergang von der KITA in die Grundschule"

Berliner Bildungsprogramm, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin Juni 03

Grenzsteine der Entwicklung, Richard Michaelis


4. Der Rahmenlehrplan Deutsch

Der Rahmenlehrplan beschreibt Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch

während der Grundschulzeit erreichen sollen. Er macht ferner Vorgaben für die Unterrichtsplanung

und zur Leistungsbewertung.

Die aktuelle Version gilt ab Schuljahr 2004/2005 in den Ländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-

Vorpommern und Bremen.

4.1 Anforderungen im Rahmenlehrplan Deutsch

Standards

Anforderungen

Unterrichtsinhalte

Leistungsbewertung

Standards:

Die Standards sind eine bundesweit einheitliche Vorgabe der Kultusministerkonferenz. Sie definieren,

welche Kompetenzen am Ende der Grundschulzeit (nach der Jahrgangsstufe 4 bzw. 6) von den

Schülern erlangt sein sollen.

Anforderungen:

Die Anforderungen stellen eine Umsetzung der Standards für die einzelnen Jahrgangsstufen 1/2, 3/4

und 5/6 dar. Sie sind nicht bundeseinheitlich. Für das Fach Deutsch sind die Anforderungen neben

der Einteilung in Jahrgangsstufen noch in vier Aufgabenbereiche unterteilt:

Jahrgangsstufen: 1 und 2 3 und 4 5 und 6

1.) Sprechen und Zuhören

2.) Lesen- mit Texten und Medien
umgehen

3.) Schreiben und Texte verfassen
/Rechtschreiben

4.) Untersuchung

von Sprache und

Sprachgebrauch

Unterrichtsinhalte und Leistungsbewertung:

Diese sind ebenfalls im Rahmenlehrplan geregelt.

3


4.2 Anforderungen an den mündlichen Sprachgebrauch.

Diese Anforderungen finden sich zum einen in den Standards wieder, dann aber präzisiert in den

Anforderungen der Aufgabenbereiche 1 (Sprechen und Zuhören) und teilweise 4 (Untersuchung von

Sprache), dazu die folgende Tabelle:







4.3 Rahmenlehrplan Deutsch - Konkrete Anforderungen (Beispiele)

Aufgabenbereich: Sprechen und Zuhören

Teilbereiche Anforderungen Anforderungen

Anforderungen

Jahrgangsstufe 1/2

Jahrgangsstufe 3/4

Jahrgangsstufe 5/6

Interesse an

persönliche

Gesprächsbeiträge

Gesprächsbeiträge

Gesprächen

Erfahrungen

themenorientiert und

einbringen und reflektieren

einbringen z.B. aktuelle zusammenhängend

Ereignisse

einbringen

Sprechanlässe

Informationen erfragen Informationen

Informationen sammeln.

und weitergeben

situationsgerecht

nachprüfen und bewerten

auswählen und

weitergeben

bewusste Gestaltung Unverstandenes klären auf die

Gesprächs- und

von Sprache

z.B. durch Nachfragen Gesprächsbeiträge

Diskussionsergebnisse

anderer eingehen

zusammenfassen

Aufgabenbereich: Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

Bedeutung u.

unterschiedlichen

Standardsprache und

Regionalsprachen kennen

Wirkung von

Sprachgebrauch

Regionalsprache

und zuordnen z.B.

Sprache untersuchen erkennen

unterscheiden

geografisch


4



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