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Additiver und integrierter Umweltschutz in der Produktion

Subtitle: Theoretische Betrachtung untersetzt mit praktischen Beispielen

Termpaper, 2008, 23 Pages
Author: Maria Fuchtel
Subject: Environmental Sciences

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 23
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 28  Entries
Language: German
Archive No.: V112439
ISBN (E-book): 978-3-640-12100-7
ISBN (Book): 978-3-640-12146-5
File size: 182 KB

Abstract

Unternehmen haben angesichts externer Rahmenbedingungen wie Ressourcenbegrenzungen, einer begrenzten Aufnahmekapazität der Umwelt, gesetzlichen Regelungen, globalern Wettbewerbes, aber auch gesellschaftlichen Anforderungen ein vitales Interesse an der Reduktion von Umweltbelastungen. In vielen Unternehmen ist betrieblicher Umweltschutz inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Umweltorientierte Unternehmensführung steht nicht nur für Risikobewusstsein und Effizienz, sondern auch für innovatives Denken und Wettbewerbsfähigkeit. Durch Umweltmanagement werden Unternehmensziele, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe so ausgerichtet, dass Unternehmen und Betriebe umweltfreundlich und effizient, risikoarm und rechtssicher zugleich arbeiten. Rund 6.500 Unternehmen in Deutschland erfüllen die Anforderungen normierter und zertifizierter Umweltmanagementsysteme. Nach Japan, China, Spanien und Italien steht Deutschland damit an fünfter Stelle.1 Neben meist kurzfristigen Maßnahmen im Bereich des betrieblichen Umweltmanagements können in der langfristigen Perspektive nicht nur die verwendeten Einsatzstoffe, sondern auch die jeweilige Technologie variiert werden. Umwelttechnologie bzw. -technik löst die Probleme der Umweltverschmutzung dabei durch technische Maßnahmen - im Gegensatz zu organisatorischen Maßnahmen. Grundsätzlich stehen hierfür zwei Maßnahmenkategorien zur Verfügung: additive, die dem Produktionsprozeß vor-bzw. nachgeschaltet werden und integrierte Umweltschutzmaßnahmen, bei denen der Produktionsprozeß selbst in einer solchen Weise verändert wird, dass weniger Emissionen und Abfälle entstehen. Diese Technologien, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sollen im Folgenden nun sowohl an theoretischen Überlegungen als auch an Beispielen aus der Praxis erläutert werden.


Excerpt (computer-generated)

Additiver und integrierter Umweltschutz in der

Produktion - theoretische Betrachtung untersetzt mit

praktischen Beispielen























Gliederung

1. Einleitung 3

2. Additiver Umweltschutz 4

2.1

Begin-of-Pipe-Technologien 4

2.2

End-Of-Pipe-Technologien 5

2.3 Pro und Contra 6

3. Produktionsintegrierter Umweltschutz 8

3.1 Instrumente 9

3.1.1 Geschlossener Wasserkreislauf 9

3.1.2 Abfal rückführung/Recycling 9

3.1.3 Abgasrückführung 10

3.1.4 Abwärmenutzung 10

3.1.5 Energieeffizienz 11

3.1.6 Materialeffizienz 11

3.2 Pro und Contra 12

4. Beispiele aus der Praxis 13

4.1 BASF (am Standort Ludwigshafen) 13

4.1.1

Instrumente 13

4.2 Daimler 15

4.2.1 Instrumente 15

5. Trends 18

6. Schlussfolgerung 19

7. Referenzen 20

2


1. Einleitung

Unternehmen

haben

angesichts

externer

Rahmenbedingungen

wie

Ressourcenbegrenzungen, einer begrenzten Aufnahmekapazität der Umwelt,

gesetzlichen Regelungen, globalern Wettbewerbes, aber auch gesel schaftlichen

Anforderungen ein vitales Interesse an der Reduktion von Umweltbelastungen.

In vielen Unternehmen ist betrieblicher Umweltschutz inzwischen eine

Selbstverständlichkeit. Umweltorientierte Unternehmensführung steht nicht nur für

Risikobewusstsein und Effizienz, sondern auch für innovatives Denken und

Wettbewerbsfähigkeit. Durch Umweltmanagement werden Unternehmensziele,

Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe so ausgerichtet, dass Unternehmen und

Betriebe umweltfreundlich und effizient, risikoarm und rechtssicher zugleich arbeiten.

Rund 6.500 Unternehmen in Deutschland erfül en die Anforderungen normierter und

zertifizierter Umweltmanagementsysteme. Nach Japan, China, Spanien und Italien

steht Deutschland damit an fünfter Stel e.1

Neben meist kurzfristigen Maßnahmen im Bereich des betrieblichen

Umweltmanagements können in der langfristigen Perspektive nicht nur die

verwendeten Einsatzstoffe, sondern auch die jeweilige Technologie vari ert werden.

Umwelttechnologie bzw. -technik löst die Probleme der Umweltverschmutzung dabei

durch technische Maßnahmen - im Gegensatz zu organisatorischen Maßnahmen.

Grundsätzlich stehen hierfür zwei Maßnahmenkategorien zur Verfügung: additive,

die dem Produktionsprozeß vor-bzw. nachgeschaltet werden und integrierte

Umweltschutzmaßnahmen, bei denen der Produktionsprozeß selbst in einer solchen

Weise verändert wird, dass weniger Emissionen und Abfäl e entstehen.

Diese Technologien, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sol en im Folgenden nun

sowohl an theoretischen Überlegungen als auch an Beispielen aus der Praxis

erläutert werden.

1 Stadt Wuppertal. 2008.

http://www.wuppertal.de/index1.cfm?http%3A//www.wuppertal.de/leben_in_wuppertal/umweltschutz_unternehmen.cfm

(22.02.2008)

3


2. Additiver Umweltschutz

Bei der Anwendung additiver Umweltschutztechnologien wird der eigentliche

Produktionsprozeß um zusätzliche Prozeßstufen erweitert, die überwiegend den

Umweltschutz betreffen. Diese Erweiterungen befinden sich entweder in einer

vorgeschalteten bzw. nachgeschalteten Produktionsstufe.

Additive Umweltschutz-Technologien können daher in zwei Bereiche, den Bereich

der vorgeschalteten Technologien (,,Begin-Of-Pipe-Technologien") und in den

Bereich

der

Nachgeschalteten

Technologien(,,End-Of-Pipe-Technologien")

aufgegliedert werden.2

2.1

Begin-of-Pipe-Technologien

Im vorsorgenden Umweltschutz unterliegt ein Prozess einer ständigen

Verbesserung, was dazu führt, dass der Anteil an Abfäl en und Emissionen, am

gesamten Stoff- und Energieeinsatz immer kleiner wird. Vorsorgender Umweltschutz,

ist also der konzeptionel e und prozentuale Ansatz zu einer Produktionsweise, in der

al e Verfahrensschritte und al e Phasen des Lebenszyklus eines Produktes, unter

Berücksichtigung der Vermeidung oder Minimierung der kurz- und mittelfristigen

Risiken für Menschen und Umwelt betrachtet werden. Dies ist die Definition aus dem

,,United Nation Environmental Programm" (http://www.unep.org).

Das Ziel vorgeschalteter Umweltschutztechnologien ist es, Emissionen oder Abfäl e

zu verringern oder gar zu vermeiden, die aus der Verwendung von Roh-, Hilfs- oder

Betriebsstoffen im Produktionsprozeß entstehen.

Ein Beispiel hierfür ist die Entschwefelung von Kohle und schwerem Heizöl, die zu

einer Senkung der im Verbrennungsprozeß entstehenden Schwefeldioxidemissionen

führt. SO2 schädigt in hohen Konzentrationen Mensch, Tiere und Pflanzen. Die

Oxidationsprodukte führen zu "Saurem Regen", der empfindliche Ökosysteme wie

Wald und Seen gefährdet und Gebäude und Materialien angreift. Die gesamten SO2-

Emissionen konnten in den entwickelten Industriestaaten in den letzten zwei

Jahrzehnten durch die Nutzung schwefelarmer bzw. schwefelfreier Brenn- und

Kraftstoffe stark reduziert werden.3

2 Michaelis. Betriebliches Umweltmanagement. Herne/Berlin: Verlag neue Wirtschafts-Briefe, S.150ff

3 Wikipedia. 2008.

Schwefeldioxid

, http://de.wikipedia.org/wiki/Schwefeldioxid#Umweltverschmutzung (22.02.2008)

4


Begin-Of-Pipe-Technologien reichen trotz al em in der Regel oft nicht aus, um die

vom Gesetzgeber geforderten Grenzwerte zu realisieren. Daher haben

Nachgeschaltete Umweltschutztechnologien in der Praxis einen höheren Stel enwert.

2.2

End-Of-Pipe-Technologien

End-of-pipe-Technologien verändern nicht den Produktionsprozess selbst, sondern

verringern die Umweltbelastung durch nachgeschaltete Maßnahmen. Beispiele sind

Partikelfilter oder Entschwefelungsanlagen.4

Laut dem interaktiven Umwelt-Lexikon ist die End-Of-Pipe-Technologie eine

technische Umweltschutzmaßnahme am Ende eines Prozesses, die durch

Behandlung von Abfal , Abluft o. Abwasser versucht, die Umweltwirkung gering zu

halten.5

Mit Hilfe von "End-Of-Pipe-Umwelttechnologien" können Schadstoffe, die zum

Beispiel bei der Produktion entstehen, aus der Luft, dem Abwasser oder aus Abfäl en

"herausgefiltert" werden. Somit verringern End-Of-Pipe-Technologien die

Umweltbelastung durch nachgeschaltete Maßnahmen. Beispiele dafür sind etwa

Dieselfilter oder Entschwefelungsanlagen.

Bei einem Unternehmen ohne diese Technologie entsteht Abgas, Abwasser und

Abfal . Außerdem wird viel Energie und viel Material verbraucht.

Ein Unternehmen mit end of pipe-Technologie dagegen schafft sich einen Abgasfilter

und eine Kläranlage an. Außerdem wird der Abfal geordnet in Fässern - z. B. auf der

Deponie - entsorgt. Dadurch wird die Luft- und die Wasserverschmutzung verringert

und der Berg mit Abfäl en verschwindet, da der Abfal nun fachgerecht entsorgt wird.

(siehe Grafik)

4 Wikipedia. 2006.

End-of-pipe-Technologie

. http://de.wikipedia.org/wiki/End-of-pipe-Technologie (22.02.2008)

5 Umwelt-Lexikon. 2006.

End-of-pipe-Technologie

, http://www.umweltdatenbank.de/lexikon/end-of-pipe-technologie.htm

(22.02.2008)

5



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